
Zur Kulturalisierung des Sozialen
In dem Maße, wie die alte Faszination für "Völker" als reaktionär kenntlich wurde, begann man über "Ethnien" zu sprechen und hielt sich für progressiv. Aus der Völkerkunde der Kolonialzeit wurde ganz unschuldig die moderne Ethnologie.
Im 21. Jahrhundert haben sich die Inhalte zeitgenössischer Auseinandersetzungen vom gesellschaftspolitischen Großkonflikt des 20. Jahrhunderts im Zeichen von Interessen zurückentwickelt hin zu einem Räsonieren über "Kulturen" und "Identitäten". Und dementsprechend sieht die sich um solche Fragen drehende Welt in emsiger Selbstbeschäftigung aus ...