agoRadio

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agoRadio ist ein Experiment, unter veränderten medientechnologischen Bedingungen unerhörtes Radio zu produzieren.

Was war das alte Medienverständnis? Um ein Zentrum gruppiert,  wurden die "Empfänger" zur Peripherie und auf diese Weise zur "Masse" der „Massenmedien“. Mit der Digitalisierung, Miniaturisierung und Vernetzung medialer Technologien verändert sich die Situation. Empfänger werden in Netzstrukturen potenziell zu Sendern. Computer,  jedes handelsübliche Handy ist in sich auch Kamera, Rekorder, Tonstudio und Sendeplattform. Damit entsteht eine unübersichtliche, potenziell anarchische Struktur medialer Vielheiten und Öffentlichkeiten.

Die gegenwärtige politische Entwicklung sozialer Verelendung und zunehmender Militarisierung verlangt nach der Herstellung anderer Öffentlichkeiten. Dazu soll agoRadio Gelegenheit bieten.

Kontakt: redaktion@agoradio.de

Webseite: www.agoradio.de

 

Redakteur(e): 

Fragile Regimes. Zum "G20-Gipfel" in Hamburg

Sendung: 

Der 20-Gipfel, der Anfang Juli 2017 in Hamburg stattfand, stand bereits Wochen zuvor im Zeichen einer Hochrüstung von Mächten und Stimmungen, mit denen ein letzthin bedeutungsloser Termin medial in Szene gesetzt werden sollte. Das Treffen der Staats- und Regierungschefs im Rahmen derartiger Gipfel suggerierte dem Publikum eine Handlungsfähigkeit, an die es schon längst nicht mehr glaubt.

Sendungstermin
Sonntag, 26. Juni 2022 - 20:00 bis 22:00
Freitag, 8. Juli 2022 - 14:00 bis 16:00

Aporien der Musik

Sendung: 

Die Musik hat sich im 20. und 21. Jahrhundert in einer Weise diversifiziert, die den Versuch einer einheitlichen Definition dessen, was sie ist, was sie war bzw. was sie sein soll, als aussichtloses Unterfangen erscheinen läßt.
Jedes musikalische Geschmacksurteil, jede Abgrenzung von musikalischen "Genres" oder "Stilen", jeder Versuch, das musikalische Material zu einer stimmigen Gesamtkomposition zusammenzufügen, begibt sich daher auf Abwege und in Sackgassen ...

Sendungstermin
Sonntag, 22. Mai 2022 - 20:00 bis 22:00
Freitag, 10. Juni 2022 - 14:00 bis 16:00

Die große Depression

Sendung: 

Die Depression greift um sich, so beklagen es Krankenkassen und psychische Ambulanzen. Fast kein Tag vergeht, an dem nicht neue Schreckensmeldungen über die Gefahr einer drohenden ›Volkskrankheit‹ verbreitet würden, selbsternannte Experten über die Folgen einer Ausweitung depressiver Pathologien und kollektiver Erschöpfungszustände spekulierten.

Sendungstermin
Sonntag, 24. April 2022 - 20:00 bis 22:00
Freitag, 13. Mai 2022 - 14:00 bis 16:00

Sprünge zurück. Anmerkungen zum Faschismus

Sendung: 

Kehrt ein neuer Faschismus wieder? Eine Antwort wird davon abhängen, was man unter "Faschismus" versteht. Tatsache ist, daß in den Zentren eines global gewordenen Kapitalismus Stimmungen und Bewegungen erstarken, die heute zum großen Sprung zurück ansetzen. Was man "Flüchtlingskrise" nennt, war hier bestenfalls Auslöser ...

 

Sendungstermin
Sonntag, 23. Januar 2022 - 20:00 bis 22:00
Freitag, 11. Februar 2022 - 14:00 bis 16:00

Aleph und Zahir

Sendung: 

Der nationalistische Mob, der auf Straßen und in Wahlkabinen mobil macht, hat "das Abendland" erneut zur Parole des Pogroms werden lassen. Je inflationärer sie in Umlauf gesetzt wurde, desto mehr mutierte sie zur Tirade derer, die alles aufs Spiel zu setzen bereit sind, weil sie nicht wissen, was auf dem Spiel steht. Noch der Rat der Kanzlerin, zur Verteidigung dieses "Abendlands" Weihnachtslieder zu fotokopieren und zur Blockflöte zu greifen, partizipiert an einer Ahnungslosigkeit, die sich nicht damit wird herausreden können, nur schlichten Gemüts gewesen zu sein.

Sendungstermin
Sonntag, 26. Dezember 2021 - 20:00 bis 22:00
Freitag, 14. Januar 2022 - 14:00 bis 16:00

Noisexistance. Theorie und Praxis des Lärms

Sendung: 

Vom 24. bis 26. Juni 2016 fand ein internationaler Festivalkongreß zu "Noise" in Bremen statt.

Sendungstermin
Sonntag, 28. November 2021 - 20:00 bis 22:00
Freitag, 10. Dezember 2021 - 14:00 bis 16:00

Fluchten und Rassismen

Sendung: 

In den vergangenen Jahren mußten die Europäer die ernüchternde Erfahrung machen, daß die Gewalten einer Destabilisierung, mit denen sie die Welt als Teil einer „westlichen Wertegemeinschaft“ überziehen, vor ihnen selbst nicht halt machen. Gewiß, man hätte voraussehen können, daß die Verwandlung ganzer Regionen des Nahen und Mittleren Ostens in Kriegsschauplätze, die Politik einer Verelendung ganzer Bevölkerungen, die vollständige Zerstörung staatlicher Strukturen wie im Irak eine Dynamik freisetzen würde, die dem Terrorismus ungeahnte Kräfte zuführen mußte.

Sendungstermin
Sonntag, 24. Oktober 2021 - 20:00 bis 22:00
Freitag, 12. November 2021 - 14:00 bis 16:00

Thomas Bernhard: Alte Meister

Sendung: 

Eine Lesung von Markus Boysen

"Die höchste Lust haben wir ja an den Fragmenten. Wie wir am Leben ja auch dann die höchste Lust empfinden, wenn wir es als Fragment betrachten. Und wie grauenhaft ist uns das Ganze und ist uns im Grunde das Fertige, Vollkommene. Erst wenn wir das Glück haben, ein Ganzes, ein Fertiges, ja ein Vollendetes zum Fragment zu machen, wenn wir daran gehen, es zu lesen, haben wir den Hoch-, ja unter Umständen den Höchstgenuß daran. Unser Zeitalter ist als Ganzes ja schon lange Zeit nicht mehr auszuhalten, sagte er ..."

 

Sendungstermin
Sonntag, 25. Juli 2021 - 20:00 bis 22:00
Freitag, 13. August 2021 - 14:00 bis 16:00

Flucht: Trauma, Sexualität und Masse

Sendung: 

Psychoanalytische Gespräche

"Der Glaube, über den Anderen verfügen zu können, ist eine Illusion und kommt aus einer strukturell perversen Tendenz. Angesichts der massenhaften Fluchtbewegungen aus Not, die u.a. mit nationalen Grenzziehungen und einem milliardenschweren Abkommen mit der Türkei unsichtbar werden sollen, wird deutlich, wie der fliehende Mensch, hin- und her- und abgeschoben, sogar zur Ware, einem Fetisch wird."

Sendungstermin
Sonntag, 27. Juni 2021 - 20:00 bis 22:00
Freitag, 9. Juli 2021 - 14:00 bis 16:00
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