Achsensprung – das Filmmagazin: Alexander Kluge

Seine Unterschrift findet sich unter vielen Aufrufen und Protestnoten. Wolfgang Pohrt mochte ihn nicht. Roland Klick und Klaus Lemke schimpften über die von ihm mit-initiierte staatliche Filmförderung. Klaus Theweleit zeigte sich angewidert von seinem Beitrag zum Episodenfilm „Deutschland im Herbst“ (1978), war aber begeistert von den Fernsehgesprächen mit Heiner Müller. Der ehemalige RTL-Chef Helmut Thoma bezeichnete ihn als „Parasit“. Für den Stern war er ein „eiskalter Unternehmer“ und „kapitalistischer Abzocker“, der „kryptische[n] Quark“ in „unterirdische[r] Ton- und Bildqualität“ produziert. Thomas Gottschalk haßt ihn. Er drehte „Abschied von gestern“ (1966), „Gelegenheitsarbeit einer Sklavin“ (1973), „In Gefahr und größter Not bringt der Mittelweg den Tod“ (1974), „Die Macht der Gefühle“ (1983) und „Der Angriff der Gegenwart auf die übrige Zeit“ (1985). Er schrieb „Schlachtbeschreibung“ (1964), „Unheimlichkeit der Zeit“ (1977) und (gemeinsam mit Oskar Negt) „Öffentlichkeit und Erfahrung“ (1972), „Geschichte und Eigensinn“ (1981) und „Maßverhältnisse des Politischen“ (1992).
Achsensprung – das Filmmagazin versucht sich an einer Würdigung.
