Braun statt Schwarz? Rechte Tendenzen in Dark Wave, Industrial und Neo-Folk

Termin
Donnerstag, 27. Februar 2014 - 19:00

Individualität, Selbstverwirklichung, Toleranz:  Die meisten Anhänger der „Schwarzen Szene“ würden diese Ideen für sich in Anspruch nehmen. Das klingt nach einem irgendwie „linken Lebensgefühl“ – rechtes Gedankengut würde man hier nicht vermuten. Doch reaktionäre und menschenverachtende Tendenzen können  eine szenespezifische Gestalt annehmen, die erst entschlüsselt werden muss.

Ein Portrait der Schwarzen Szene zeichnet deren Entwicklung von den unkommerziellen Anfängen bis zum Eingang in den Mainstream und die Ausdifferenzierung in zahlreiche Sub-Szenen nach. Diskutiert werden die – durchaus widersprüchlichen – Einstellungen, Weltbilder und ästhetischen Präferenzen, die Teile der Szene anfällig machen für anti-emanzipatorische Inhalte: modernitätskritische Innerlichkeit, das als „Tabubruch“ inszenierte Spiel mit völkischer Symbolik sowie die Ästhetisierung von Krieg und Nationalismus.

Referent: Patrick Pilarek

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem jubez statt.

Tags