Orsinos Lied

Orsinos Lied

orsinos lied  Q U E Rfunk Karlsruhe  Erstausstrahlung: 09.07.17   13 Uhr

Claude Thornhill   la paloma   16

Orsino-Jingle

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein vielfältiges Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen. Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer Jazz-Version von La Paloma aus dem Jahr 1948 sagt Orsino.

Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten unter anderem aus Kongo, Jamaika und Finnland. Es gibt den nächsten Teil der Reihe „The Magic of John Zorn“. Und der Goldene Orsino geht an Les Yeux Dla Tete für ihr Album „Liberté & Chérie“.

Nach der La-Paloma-Version des US-amerikanischen Jazzpianisten und Bandleader Claude Thronhill geht’s weiter mit drei Stücken aus drei sehr unterschiedlichen Samplern. Eigentlich bin ich kein großer Freund von Weltmusik-Samplern, denn oft sind diese lieblos oder billig zusammengestellt nach dem Motto: Musik aus ihrem Thailandurlaub. Doch ab und an gibt es doch Sampler, die selbst mir völlig neue Welten eröffnen.

Sampler Nummer Eins wurde liebevoll und kenntnisreich vom britischen Musikjournalisten John Armstrong zusammengestellt. Unter dem Titel Afrobeat Brasil hat er 14 herausragende Songs aus den Jahren 2011 bis 2017 zusammengetragen. Diese lassen die tiefe Verwurzelung brasilianischer Stile in den Musiken Nigerias, Malis und Äthiopien hören. Für mich das spannendste an diesem Sampler, ich kannte keine einzige der vorgestellten Bands und Musiker. Ihr hört gleich Ellen Oléria mit ihrem Song „Afrofuturo“.

Sampler Nummer Zwei ist wie ein Kommentar zur aktuellen politischen Situation in den USA. „Stranded in the USA - early songs of emigration“ heißt die exzellente Zusammenstellung, die 26 Lieder vereint, die Einwanderer aus ihrer Heimat in die Staaten mitbrachten. Lieder aus Mexiko treffen auf ukrainische und finnische, es gibt griechische und portugiesische Songs und welche aus Trinidad und Puerto Rico. Ihr dürft Euch an einem Lied mit deutschen Wurzeln von Howie Bowe & His Little German Band erfreuen. Trumps Vorfahren stammt übrigens aus dem pfälzischen Kallstadt.

Die dritte Perle ist der Sampler „Oté Maloya - The Birth of Electric Maloya on Réunion Island 1975 - 1986“. Das Schöne, wenn man sich für Weltmusik interessiert: man lernt nie aus. Noch nie hatte ich vom Maloya gehört, der typischen Musik Réunions, der kleinen Insel neben Madagaskar. Und nun wird mir gleich wunderbar beigebracht, dass sich ab 1975 eine elektrifizierte Version dieses Stiles entwickelte. Fantastisch! Der Sampler „Oté Maloya“ stellt 18 dieser kreolisch singenden Bands und Musikerinnen vor. Sängerin Vivi ist sogar mit zwei Stücken vertreten.

Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für Ellen Oléria, Howie Bowe & His Little German Band und Vivi.

Ellen Oléria   john amstrong presents afrobeat/brasil   14

Howie Bowe & His Little German Band   stranded in the usa   11

Vivi   oté maloya   8

Bleiben wir noch ein bisschen bei abgefahrenen historischen Wiederentdeckungen. Der Äthiopier Yishak Banjaw entdeckte in den 1980ern das kleine Casio-Keyboard PT mit seinem schrägen Sound für sich. 1986 spielte er zwei Kassetten „Love Songs 1 & 2“ ein. Nun ist Love Songs 2 von Yishak Banjaw nach über 30 Jahren wieder veröffentlicht worden.

Yishak Banjaw   love songs vol. 2   1

Jupiter & Okwess kin sonic   3

Der kongolesische Sänger Jupiter Bokondji hat mit seiner Band Okwess sein zweites Album "Kin Sonic" veröffentlicht. Diesmal gehen sie weit über das unentdeckte musikalische Erbe im Kongo hinaus. Jupiter & Okwess mischen die kongolesischen Rumba mit Funk, Rock und Soul und lassen es ganz gehörig krachen.

Aus Namibia, im Süden Afrikas, bringt uns Elemotho seine mit warmer Stimme gesungenen Lieder. Sein neues Album "Beautiful World" ist bester afrikanischer Pop zwischen Tradition und Moderne. Die Platte hat Elemotho mit internationalen Musikern eingespielt, die nicht nur aus Afrika, sondern auch aus Spanien, Frankreich, Israel und den USA kamen.

Elemotho   beautiful world   10

Pablo Moses   the intinuation   2

Ein Jahr vor seinem 70. Geburtstag beschenkt Pablo Moses sich und die Zuhörer endlich wieder mit einem neuen Album. "The Intinuation" ist das 13. Album der Reggae-Legende. Getreu seiner Rasta-Philosophie verurteilt Pablo Moses wieder die Gewalt und Korruption des kapitalistischen Systems und beklagt Kriege und Rassismus.

Wenn ihr auf der Suche nach einer perfekten Platte für eine heiße Sommernacht seid, kann ich euch das Album "Uke Pot - Volume One" der Ukulele Dub Society empfehlen. Die Band um den Heidelberger Pit Baumgartner hat 13 bekannte Stücke eingespielt, darunter Autobahn von Kraftwerk, The Ocean von Led Zepplin oder auch The Harder They Come von Jimmy Cliff.

Ukulele Dub Society   uke pot vol. 1   11

Songhoy Blues  résistance   3

Für ihr neues Album "Résitance" hat sich die malische Band Songhoy Blues, wie gerade gehört, auch Punkikone Iggy Pop ins Studio geholt. Blues, Rock, Funk - in der kraftvollen Musik spiegeln sich die Vorlieben der vier jungen Musiker von Songhoy Blues. Ein weiterer Gast auf dem zweiten Album ist Rapper Elf Kid.

Weiter geht's bei Orsinos Lied mit der Rubrik: The Magic of John Zorn. Für sein Werk "Six Litanies for Heilogabalus" lies sich der New Yorker Komponist Zorn vom Leben und Wirken des römischen Kaisers inspirieren. Heilogabalus war zwar nur vier Jahre Kaiser, doch steht sein Name als Synonym für die Dekadenz und Lasterhaftigkeit des Römischen Reiches. Eingespielt hat die sechs Litaneien das Moonchild-Trio Mike Patton, Travor Dunn und Joey Baron erweitert um Jamie Saft, Ikue Mori, einem Gesangstrio sowie John Zorn selbst am Saxophon. Wie immer bei den Kompositionen für das Moonchild-Trio ist die Musik ein wilder Mix aus Metal, Jazz, mittelalterlicher und zeitgenössischer Musik.

John Zorn   six litanies for heliogabalus   5

Pradeep Barot, Riccardo Battaglia & Federico Sanesi   tales of indian sarod   7

Der aus Bombay stammende Pradeep Barot ist einer der großen indischen Meister auf der Laute Sarod. Gemeinsam mit den zwei Italienern Riccardo Battaglia und Federico Sanesi hat er das Album "Tales of Indian Sarod" eingespielt. Zu hören sind drei traumhaft schöne Nachtragas.

Die Musiker des US-amerikanische Trios Violent Femmes waren Anfang der 1980er quasi die Erfinder der Punk-Folks. Sie mischten amerikanische Rootsmusic mit Rock, Blues und Jazz und spielten dies mit dem rotzigen Gebaren des Punks. Nun haben sie mit "We can do anything" nach 15 Jahren endlich wieder ein Album veröffentlicht. Violent Femmes.

Violent Femmes   we can do anything   10

SchneiderKacirek   radius walk   3

Das Duo SchneiderKacirek, also Stefan Schneider und Sven Kacirek, hat sich für sein neues Album "Radius Walk" die schwedische Sängerin Sofia Jernberg ins Studio geholt. Mit Schlagzeug und analogen Synthesizern erzeugen SchneiderKacirek einen unglaublich dichten Sound. Dieser wirkt durch die an skandinavischer Folkmusik geschulte Stimme Jernbergs noch unwiderstehlicher Eine Platte für ganz lange Sommerabenddämmerungen.

Wem eher die nordischen Winter als die deutschen Sommer liegen, dem oder der sei das neue Album der finnischen Band Frigg empfohlen. "Frost of Fiddles" ist das siebente Album der sieben Streicher. Skandinavische Volksweisen treffen da auf Country, Rock auf Klassik, Polka auf Jazz. Die Spielfreude von Frigg springt einen beim Hören fast an. Frigg ist auch der Name der Göttermutter der nordischen Sagen und mit der himmlischen Musik der finnischen Band geht das ganz gut zusammen.

Frigg   frost on fiddles   2

Orchestra Soledad   vamos   1

Und noch eine fantastische Wiederveröffentlichung! 1970 hat die New Yorker Salsa-Band Orchestra Soledad die LP "Vamos - lets go" veröffentlicht. Leider war der Platte kein Erfolg vergönnt und geriet in Vergessenheit. Nun jedoch, fast 50 Jahre später, ist wieder zu hören, dass das Orchestra Soledad eigentlich das Zeug hatte Superstar wie Fania All-Stars zu werden.

Vielleicht ist auch Sarah Lesch auf dem Weg ein Superstar zu werden. Die Liedermacherin, die lange Jahre in Tübingen lebte und mit dem Beinamen Chansonedde auftrat, hat gerade ihr drittes Album "Da draussen" veröffentlicht. Die rein akustisch eingespielten Liedperlen lassen hören, dass Sarah Lesch etwas zu sagen hat zum Zustand dieser Welt. Wer die Liedermacherin live hören will, und ich verspreche, es lohnt sich, muss nur am 27. Juli zum Marienplatzfest nach Stuttgart.

Sarah Lesch   da draussen   1

Der Goldene Orsino Jingle

Der Goldene Orsino geht heute an Les Yeux dla Tete aus der Stadt der Liebe, aus Paris, für ihre Album "Liberté & Chérie". Die sechs Musiker lassen die kulturelle Vielfalt der Stadt an der Seine in ihre Songs einfliessen. Gyspy-Swing, Folk, Balkanbeats, Rock und Chanson, all dies und noch mehr macht den Sound von Les Yeux dla Tete aus. Das Album "Liberté & Chérie" ist ihre drittes Studioalbum und bietet Weltmusik im besten Wortsinne. Dafür hier und jetzt den Goldenen Orsino für Les Yeux dla Tete!

Ich muss ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de, dort zu Orsinos Lied durchklicken. Orsino verabschiedet sich auf Griechisch antio und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

Les Yeux dla Tete  liberté & cherie   5

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orsinos lied  Q U E Rfunk Karlsruhe  Erstausstrahlung: 11.06.17  13 Uhr

Curt Jürgens   la paloma #6   3

Orsino-Jingle

 

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein vielfältiges Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen. Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer alten deutschen La Paloma-Version sagt Orsino.

Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten unter anderem aus Finnland, Vietnam und Marokko. Es gibt den nächsten Teil der Reihe „The Magic of John Zorn“ und Schau an - Musik präsentiert eine DVD zur Geschichte der indischen Musik. Der Goldene Orsino geht an Battle of Santiago für ihr Album "La Migra".

Nach der La-Paloma-Version von Curt Jürgens geht es weiter mit drei sehr unterschiedlichen Duos, die eines gemeinsam haben. Alle drei verbinden zeitgenössische Sounds mit alten Volksmusiktraditionen. Ya Tosiba ist ein finnisch-aserbaidschanisches Duo, das elektronische Beats mit traditioneller Straßenpoesie aus Aserbaidschan verbindet. Die Sängerin Zuzu Zakaria ist Expertin für May-khana, einer volkstümlichen, Rap-artigen Gesangstradition aus der Region zwischen Kaspischen Meer und Kaukasus. Seit den 90ern ist Mesak eine Schlüsselfigur der Elektro-Szene Finnlands. Gemeinsam haben die zwei als Duo Ya Tosiba nun ihr Debüt-Album "Love Party" veröffentlicht.

Der US-amerikanische Multiinstrumentalist und Produzent Shawn Lee hat mit der chinesischen Musikerin Bei Bei gerade das zweite gemeinsame Album "Year of the funky" herausgebracht. Bei Bei ist Virtuosin auf der Zitter Guzheng, deren Geschichte über 2000 Jahre alt ist. Shawn Lee hat mittlerweile fast 40 Alben veröffentlicht und ist auf hunderten anderen Alben zu hören oder hat diese produziert. Mit Bei Bei entwickelt Shawn Lee einen Stil jenseits der üblichen Asian-Underground-Sounds.

Die Kondi Band ist ein Projekt des US-amerikanischen Produzenten und DJ Chief Boima und dem Sänger und Daumenklavier-Spieler Sorie Kondi aus Sierra Leone. DJ Boima sah Sorie auf einem Youtube-Video und war sofort der Stimme und seinem virtuosem Spiel verfallen. "Salone" ist nun das erste gemeinsame Album der zwei. Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für Ya Tosiba, Bei Bei & Shawn Lee sowie die Kondi Band.

Ya Tosiba   love party   3

Bei Bei & Shawn Lee   year of the funky   3

Kondi Band   salone   7

"Saigon Supersound" heißt eine Platte, welche die fast vergessene goldene Ära der südvietnamesischen Popmusik wieder auferstehen lässt. Der Frankfurter Musiker und Produzent Jan Hagenkötter hat sich durch zahllose Singles, LPs und Tonbänder aus den Jahren 1965 bis 1975 gehört. Diese 10 Jahre waren die goldene Ära von Nhac Vang und Nhac Tre, der Goldenen Musik und der Jungen Musik. Diese Stile waren in Südvietnam durch die Verschmelzung von westlicher Musik und einheimischer Tradition entstanden. Mit dem Einmarsch der Kommunisten aus Nordvietnam endete diese Phase abrupt und ab da war nur noch Nhac Do, die Rote Musik zu hören. Das Album "Saigon Supersound" ist also eine Reise in die Vergangenheit. Hört Carol Kim, eine der bekanntesten Sängerinnen von damals.

Carol Kim   saigon supersound   1

Wimme & Rinne   human   6

Wimme Saari und Tapani Rinne sind zwei Ausnahmemusiker aus Finnland. Wimme ist einer der weltweit bekanntesten Joiker. Der Joik ist eine archaische Art des Singens und  die traditionelle Musik der Samen, eines kleine, aber zähen Volkes, das in den nördlichsten Gebieten Europas und Russlands lebt. Tapani Rinne ist ein experimenteller Klarinetten- und Saxophonspieler, der sowohl im Jazz, also auch in der elektronischen Musik unterwegs ist. Das neue gemeinsame Album von Wimme und Rinne heißt "Human".

Von Finnland nach New York und mitten hinein in das Universum eines der spannendsten Komponisten der Gegenwart. Herzliche Willkommen in der Rubrik "The Magic of John Zorn". Im Jahr 2010 schrieb John Zorn unter dem Titel "Enigma" zwölf Duos, die die Moderne Musik a la Schönberg mit der Kraft und Intensität von Rockmusik verbinden sollten. Vier Jahre später ließ Zorn die Songs noch mal unter dem Titel "Valentine's Day" einspielen, diesmal vom Trio Marc Ribot - Gitarre, Trevor Dunn - Bass und Tyshawn Sorey - Schlagzeug. Damit steigerte sich die Wirkungsstärke der Enigma-Songs noch mal.

John Zorn   yalentine's day   1

Alaa Zouiten   talking oud   4

Ein Dorf in der Mitte Deutschlands im Frühjahr 2015. Es treffen sich ein Marokkaner, ein Franzose, ein Grieche, ein Bulgare und ein Deutscher. Dies ist nicht der Anfang eines Witzes, sondern der Beginn der Geschichte des fabelhaften Albums "Talking Oud". Der Marokkaner Alaa Zouiten spielt seit seiner Kindheit die arabische Laute Oud. Er hat die Musiker mit ihren verschiedenen Stilen ins Studio geholt, um die grenzenlos schöne Musik von "Talking Oud" einzuspielen.

Als die schwedische Sängerin Ebba Forsberg ins Studio ging, um ihre Lieblingslieder von Leonard Cohen aufzunehmen, konnte sie nicht ahnen, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Albums, Cohen schon seinen letzten Walzer getanzt haben wird. "Take my waltz" eine sehr ergreifende Verneigung von Ebba Forsberg von dem großen Liedermacher.

Ebba Forsberg   sings leonhard cohen - take my waltz 9

Sabrina Malheiros   clareia   2

Sie hält immer noch die Fahnen des Bossa Nova stolz in die Höhe gestreckt: Sabrina Malheiros. Die Sängerin bläst diesem über 60-Jahre alten brasilianischen Stil neues Leben ein, in dem sie nicht nur die alten Hits singt, sondern selber neue Lieder schreibt, die auch offen sind für andere Stile wie Samba, Funk oder Disco. "Clareia" heißt das neue Album von Sabrina Malheiros.

Von Brasilien noch mal nach Finnland. Marzi Nyman ist zum Einen Gitarrist der Gruppe Husband, zum Anderen Dirigent der Espoo Big Band. Nun hat er beides zusammengebracht. Auf dem Album "Lauma" spielt die Espoo Big Band die Musik von Husband.

Espoo Big Band   plays husband - lauma   9

Juana Molina   halo   1

Die Lieder der Argentinierin Juana Molina sind kleine elektro-akustische Meditationen, die es in sich haben. Was sich beim ersten Lauschen als lieblich naiv andeutet entpuppt sich bei genauerem Hinhören als extrem vielschichtig und tiefgründig. Auch auf ihrem mittlerweile siebente Album "Halo" mischt Juana Molina wieder argentinischen Folk mit experimenteller Elektronik und Indie-Rock-Balladen.

In Schau an Musik möchte ich Euch heute ein kleines, wiederentdecktes Juwel vorstellen. Der Musik-Journalist Simon Broughton ist nicht nur Verfasser des wichtigsten Nachschlagewerks für Weltmusikfreunde, dem "Rough Guide World Music". Er auch der führende Kopf hinter der neuen CD-DVD-Serie "Musical Explorers". Diese will sich wichtigen Musikern und Musikethnologen widmen, die die Musik der 20. Jahrhunderts beeinflusst haben. Die erste Ausgabe ist "Colours of Raga" und stellt den Musiksammler und Filmemacher Deben Bhattacharya vor. Geboren 1921 in Indien ging Deben 1949 nach London. Er produzierte bis zu seinem Lebensende 2001 über 20 Filme und veröffentlichte über 100 LPs mit traditioneller Musik aus 35 Ländern aus ganz Asien, dem Mittleren Osten und Europa. Die CD von "Colours of Raga" lässt 6 von ihm aufgenommene traditionelle Stücke aus den Jahren 1954-68 erklingen. Die DVD enthält den Dokumentarfilm "Raga", den Deben Bhattacharya mit David Attenborough 1969 für die BBC produzierte. Kein geringerer als Yehudi Menuhin gibt in dem Streifen einen ersten Einblick in die Musiktradition Indiens. Hört nun Jyotish Chandra Chowdhury an der indischen Zither Rudra-Vina in einer Aufnahme, die Deben Bhattacharya aus dem Jahr 1954.

Deben Bhattacharya   colours of raga   4

Banda Internationale   kimlik   4

Aus welcher deutschen Stadt kamen diese Klänge? Dresden! Dort hat sich die elfköpfige Banda Comunale mit neun geflohenen Musikern zur Banda Internationale erweitert. Auf ihrem Debütalbum "Kimlik" entstauben sie nun nicht nur deutsche Blasmusikkultur, sondern erweitern diese mit all den spannenden Stilen der nach Deutschland geflüchteten Musiker. Und diese kommen aus Syrien, Iran, Irak und dem westafrikanischen Burkina Faso. Die Banda Internationale demonstriert, dass das bunte Dresden mehr zu bieten hat als Pegida und Co.

Von Sachsen nach Bayern, von Banda Internationale zu Fei Scho. Das Münchner Quintett hat endlich ihrem sensationellen Debüt-Album aus dem Jahr 2013 eine zweite Platte folgen lassen. Auf "Aussegrasn." heißen die Titel beispielsweise Feierabendwalzer, Versöhnungslandler mit dem blöden Leben und Bluesjodler und damit wird klar, in welche Richtung es geht. Virtuos gespielte neue Volksmusik mit Herz und Humor, zum Kiederknien schön. Hört die Polka 15 Suppenslalom von Fei Scho.

Fei Scho   aussegrasn   3

Louvat Bros.   contrastes   2

Diese Bluegrass-Klänge kamen nicht aus den gerade von ihrem eigenen Präsidenten gebeutelten Vereinigten Staaten von Amerika, diese Bluegrass-Klänge kamen aus Belgien. Die Louvat Bros. sind ein Trio, die jedoch mehr als Bluegrass zu bieten haben. Denn mit Banjo, Mandoline und Bass lassen sie auch Klezmer, irische Musik, Blues, ja sogar Barockmusik in ihre Songs einfließen. So passt der Albumtitel "Contrastes" wunderbar zur Musik der Louvat Bros.

Der Goldene Orsino Jingle

Der Goldene Orsino geht heute an die Band Battle of Santiago für ihre CD "La Migra". Die acht Musikerinnen und Musiker der Truppe leben im kanadischen Toronto. Dort verbinden sie auf der Basis von afro-kubanische Rhythmen und Gesänge die Raffinesse des kanadischen Postrock mit der Experimentierfreude des Jazz, der Gelassenheit des Dub und frechen Attitüde des HipHop. "La Migra" ist das dritte Album der Band und bietet Weltmusik im besten Wortsinne. Dafür hier und jetzt der Goldene Orsino an Battle of Santiago für "La Migra".

Ich muss ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de, dort zu Orsinos Lied durchklicken. Orsino verabschiedet sich auf Hindi alvida und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

Battles of Santiago   la migra   8+9

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orsinos lied  Q U E Rfunk Karlsruhe  Erstausstrahlung: 07.05.17  13 Uhr

Orsino-Jingle

unkown   la paloma#5   19

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein vielfältiges Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen.

Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version aus den USA sagt Orsino.

Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten unter anderem aus Senegal, Estland und Indien. Es wird den nächsten Teil der Reihe „The Magic of John Zorn“ geben und in Schau an - Musik präsentierte ich Euch eine Konzert-DVD von Divanhana. Der Goldene Orsino geht an die Warsaw Village Band für ihr sensationelles Album "Sun Celebration".

Nach der La-Paloma-Version eines unbekannten Musikers aus einem 60er-Jahre Werbespot geht's weiter mit einem Dreierpack fetter Dub-und Reggae-Beats. Pablo Moses ist fast 70 Jahre alt und zählt zu den Urvätern des Rootsmusic aus Jamaika. Das Album "The Rebirth" aus dem Jahr 2010 ist sein bisher letztes, doch Palbo Moses hat schon ein neues Album angekündigt.

Aus Florenz stammt das Trio Antiplastic. Sie stehen für weltoffenen Clubsound auf der Grundlage von Dub und Reggae. Auch ihr neues Album "Under Arrest" haben sie wieder mit vielen Gästen veredelt. Zu hören sind unter anderem der der italienische Rapper Ganji Killa, der australische Beatboxer DubFX und das DJ-Duo Ackeejuice Rockers aus Venedig.

Aus Neuseeland schickt uns schließlich Lord Echo sein neues Album "Harmonies". Schon als Mitglieder von Neuseelands bekanntester Dub-, Reggae- und Funkband The Black Seeds machte der Multiinstrumentalist, der auch als Mike Fabulous auftritt, von sich reden. Seine Dub ist getränkt von Soul und Funk der 70er Jahre.

Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für Pablo Moses, Antiplastic und Lord Echo.

Pablo Moses  the rebirth   3

Antiplastic   under arrest   4

Lord Echo   harmonies   4

Nach so viel gechilltem Sounds kommen wir zu intellektuell anspruchsvoller Musik, denn wir sind in der Rubrik "The Magic of John Zorn". Der unglaublich vielseitige New Yorker Musiker, Verleger und Komponist Zorn hat vor 11 Jahren mit dem Album "Moonchild" ein weiters neues Kapitel seines Schaffens aufgeschlagen. Ihm schwebte eine neue musikalische Umsetzung der Ideen von Schamanismus, Okkultismus und Magie vor. Und für die Umsetzung holte sich Zorn den Faith-No-More-Sänger Mike Patton, den Bassisten Trevor Dunn und den Schlagzeuger Joey Baron, beide aus der Avantgarde-Jazz-Szene, ins Studio. Das Trio hat mittlerweile 6 CDs mit Kompositionen von John Zorn eingespielt, "Moonchild" war der Auftakt.

John Zorn   moonchild   10

Hotel Bossa Nova   little fish   6

Ganz entspannt, wenn auch nicht unspannend, geht es im Hotel Bossa Nova zu. Hinter dem Namen verbirgt sich die Wiesbadener Band um die portugiesisch-indische Sängerin Liza da Costa. Über den Bossa Nova im Bandnamen ist das Quartett längst hinausgewachsen. "Little Fish" heißt ihr neues Album und wie ein kleiner Fisch flitzen sie im bunten Gewässer des Worldjazz zwischen Fado, Samba und Latin dahin. Schaut Euch Hotel Bossa Nova am Besten live an, z.B. am 19. Mai in Stuttgart oder am Mitte September hier in Karlsruhe und Gaggenau.

Ich hab wieder was für die Reihe Schau an - Musik. Divanhana ist ein Band bosnischer Musiker, die die Sevdah, den Blues Sarajevos, mit neuen Klängen anreichert. In ihrem Balkanfolk finden sich auch Anklänge von Jazz und Pop. "Divanhana - Live in Mostar" ist ein Doppel-Album mit CD und DVD, das ein Konzert dokumentiert, das vor ziemlich genau einem Jahr in Mostar aufgenommen wurde.

Divanhana   live in mostar   11

Gisle Torvik   tranquil fjord   1

Das Album "Tranquil Fjord" kommt so daher, wie es der Titel beschreibt, wie ein ruhiger, aber tiefer Fluss. Es ist die dritte Solo-CD des norwegischen Gitarristen Gisle Torvik. Er zählt zu den entspanntesten Jazzern Skandinaviens und der warme Ton seiner Jazz-Gitarre wärmt die Herzen nicht nur im Winter.

Auch Kim Myher ist ein norwegischer Gitarrist. Er gilt als einer der führenden Künstler der experimentellen Szene Norwegens. Er komponiert nicht nur für das Trondheim Jazz Orchestra, sondern auch für Kammerensemble und Theaterprojekte. "Bloom" ist das neue Album von Kim Myher, auf dem er nicht nur Gitarren und Zither spielt, sondern auch verschiedenste Soundcollage einfließen lässt.

Kim Myhr   bloom   4

Maher Cissoko   kora fo   2

Die Produktion "Kora Fo" ist das erste Solo-Album von Maher Cissoko. Der Senegalese hatte zuvor mit der schwedischen Sängerin Sousou drei sehr erfolgreiche Weltmusikscheiben veröffentlicht. Maher Cissoko stammt aus einer alten Griot-Familie und ist wie seine Vorfahren Meister des Geschichtenerzählens und der westafrikanischen Harfe Kora.

Auch der aus dem westafrikanischen Guinea stammende und heute in Mali lebende Abou Diarra ist ein Meister der Kora. Zusammen mit einem weiteren Meister der Kora, Toumani Diabate und einer neuer Band hat Abou Diarra sein neues Album "Koya" aufgenommen. Darauf verschmelzen Tradition und Moderne, ohne dass es eine Anbiederung ist. Abou Diarra ist damit eine traumhaft schöne CD gelungen.

Abou Diarra   koya   3

Mulatu Astatke   mulatu of ethiopia   4

Der 74-jährige Mulatu Astatke ist der ungekrönte König des Ethiojazz. Das Album "Mulatu of Ethiopia" hat er im Jahr 1972 in New York aufgenommen. Es kam zu einem Zeitpunkt, als Mulatu die Mischung aus äthiopischer Volksmusik und Jazz perfektioniert hatte, die sich als Ethiojazz etablieren sollte. Das Album repräsentiert das erste komplette Zeugnis von Astatkes damals so neuen Sound, der heute wieder eine Renaissance erlebt.

Seit 15 Jahren schreibt der Mailänder Alberto N.A. Turra Filmmusiken. So unterschiedlich wie die Filme, so unterschiedlich auch die Songs. Alberto N.A: Turra, hauptsächlich als Rockgitarrist bekannt, ist auf der CD "Filmworks" auch auf verschiedenste Instrumente von Bambusflöten bis zur Darbouka zu hören. Tolle Scheibe!

Alberto N.A. Turra   filmworks   2

Trad.Attack!   kullakarva - shimmer gold   12

Trad.Attack! sind ein Trio aus Estland, die die Volksweisen ihrer baltischen Heimat mit rockigen, vorantreibenden Beats verbinden. Mit Gitarre, Dudelsack, Maultrommeln, Pfeifen und Trommeln spielen sie Lieder, die die Massen tanzen lassen. "Shimmer Gold" ist das zweite Album von Trad.Attack! und hat das Zeug, sie weit über die Grenzen Estlands bekannt zu machen.

Der indische Multiinstrumentalist Baluji Shrivastav ist dafür bekannt, in unterschiedlichsten Zusammenhängen aufzutreten. Der blinde Musiker spielte zum Beispiel mit Coldplay bei den Paralympics. Er stand auch schon mit Stevie Wonder, Massive Attack und Annie Lennox auf der Bühne. So erstaunt es nicht, dass die gerade erschienen Best Of ganz verschiedene Musikstile enthält und auch vom großen Humor Baluji Shrivastavs zeugt.

Baluji Shrivastav   best of   12

David Helbock Trio   aural colors   9

Der 33-jährige Pianist David Helbock stammt aus Vorarlberg und zählt zu den begnadetsten jungen Musikern Österreich. Mit zahlreichen Preisen überhäuft hat er zum Glück noch immer nicht seinen musikalischen Einfallsreichtum verloren. Davon zeugt auch David Helbocks mittlerweile 13. CD "Aural Colors", die unter anderem eine Schönberg meets Kandinsky Suite enthält.

Der Goldene Orsino Jingle

Der Goldene Orsino geht heute an die Warsaw Village Band für ihre neue Produktion "Sun Celebration". Die polnische Band pflegt seit Jahren ihren ganz eigenen Stil aus Volksmusik und akustischen Clubrhythmen. Im 20. Jahr ihres Bestehens hat die 7-köpfige zahlreiche illustre Gäste eingeladen. Mercedes Peon ist ein Avantgardesänger aus Galizien und Kayhan Kalhor ist ein Genie auf der Geige Kamanche, dem Nationalinstrument Irans. Aus Indien kam mit seiner Sarangi Ustad Liaquat Ali Khan und der polnische DJ Feel-X steuert alte Grammofon-Sounds bei. Auf dem Album fließen all die verschieden Stile zu etwas ganz Neuem zusammen. Weltmusik im allerbesten Wortsinne und dafür hier und jetzt der Goldene Orsino für die Warsaw Village Band und ihre Produktion "Sun Celebration".

Ich muss ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de, dort zu Orsinos Lied durchklicken.

Orsino verabschiedet sich auf Lettisch uz redzēšanos und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

Warsaw Village Band   sun 3/I + 4/II

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orsinos lied  Q U E Rfunk Karlsruhe  Erstausstrahlung: 09.04.2017 13 Uhr

Symphonium Musikautomat   la paloma #4   12

Orsino-Jingle

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein vielfältiges Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen. Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version eines alten englischen Spielautomaten sagt Orsino.

Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten unter anderem aus Mosambik, Finnland und Tunesien. Es wird den  nächsten Teil der Reihe „The Magic of John Zorn“ zu hören geben und der Goldene Orsino geht an Piers Faccini für sein Album "I dreamed an island".

Starten wir so richtig in die Sendung mit einem Dreierpack Americana. Laut Wikipedia ist Americana "eine Bezeichnung für einen von der Folk-, Blues-, Rhythm and Blues- und Countrymusik abgeleiteten Musikstil, der teils auch thematisch die US-amerikanischen Überlieferungen und Traditionen aufgreift".

Seit fast 30 Jahren steht Jeb Loy Nichols auf den Bühnen der Welt. Auf seinem neusten Soloalbum "Country Hustle" treibt Jeb Loy Nichols seine Version von Americana in Richtung Soul, Dub, HipHop und Funk. So entsteht eine ganz eigene Nichols-spezifische Form, ganz klar in der Vergangenheit verwurzelt und doch absolut zeitgenössisch.

Valerie June hat ebenfalls gerade eine neue Platte, ihre fünfte, veröffentlicht. Auf "The Order of Time" würzt die begnadete afroamerikanische Sängerin und Multiinstrumentalistin ihre Americana noch mit einer gehörigen Prise Pop und Soul. Sie selbst bezeichnet ihre Musik als "organic moonshine roots music".

Wer von Americana spricht darf einen Namen nicht unterschlagen: Ry Cooder. Wie kein anderer hat der gerade 70 Jahre alt gewordene Sänger und Gitarrist das Genre geprägt. Obwohl Cooder immer wieder Ausflüge in die Weltmusik machte, von Maliblues über indische bis zur kubanischen Musik, kehrte er doch immer wieder zur Americana zurück. Ry Cooders Spezialitäten seine Slidegitarre und viel mexikanische Sounds. Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für Jeb Loy Nichols, Valerie June  und Ry Cooder.

Jeb Loy Nichols   country hustle   2

Valerie June   the order of time   5

Ry Cooder   pull up some dust and sit down   2

"The Magic of John Zorn". Heute möchte ich Euch in dieser Rubrik das nunmehr 30 Album der "Book of Angels"-Reihe vorstellen. Im Jahr 2004 schrieb John Zorn über 300 Kompositionen. Damit wollte er die Reihe vorsetzen, die er mit den Kompositionen für sein Masada-Quartett begonnen hatte. Das "Book of Angels" spielte der Komponist und Multiinstrumentalist jedoch nicht wieder mit seiner Band ein, sondern überließ anderen Musikern das Feld. CD Nummer 30 ist nach "Leonhard", einem Teufel höchsten Ranges und Sabbath-Großmeister benannt. Eingespielt haben die Lieder der Cellist Garth Knox und das Saltarello Trio. In ihrer Interpretation klingen die Kompositionen von John Zorn fast wie alte Volkslieder in klassischer Bearbeitung.

Garth Knox and the Saltarello Trio/John Zorn   leonard   2

Daniel Zamir   redemption songs   8

Der Saxophonspieler Daniel Zamir ist seit 10 Jahren eine feste Größe in der israelischen Musikwelt. Obwohl erst 35, hat er schon 12 Platten veröffentlicht. Daniel Zamirs jazzige Songs wurzeln tief in der spirituellen jüdischen Musik. Das gerade verklungene Stück stammt von seiner Platte "Redemption Songs".

Guo Gan und Aly Keita sind ein ungewöhnliches Duo mit einem ungewöhnlichen Sound. Gua Gan ist einer der bekanntesten Virtuosen der chinesischen Geige Erhu. Obwohl eng mit der traditionellen Musik Chinas verbunden, spielt Gua Gan auch immer wieder mit Musikern anderer Kulturen, so auch Aly Keita. Der von der Elfenbeinküste stammende Balafon-Spieler gehört zu den weltweite begehrtesten Meistern des Instruments. Gemeinsam mit Gua Gan spielte Aly Keita das Album "Peace in the World" ein.

Guo Gan & Aly Keita   peace in the world   5

Arto Lindsay   cuiado madame   8

"Cuiado Madame" heißt ein brasilianischer Kinofilm aus dem Jahr 1970. Dieser erzählt, wie ein Dienstmädchen lustvoll und brutal eine Herrin nach der anderen hinmordet. "Cuiado Madame" heißt auch das neue Album von Arto Lindsay. Des US-amerikanische Sänger und Gitarrist mit dem Faible für brasilianische Musik mordet auf seiner neuen Platten auch eine Herrin nach der anderen, also einen Musikstil nach dem anderen. Jazz, Rock, Bossa Nova, MPB, Latin, Pop: alles nimmt Arto Lindsay auseinander, um es lustvoll ganz neu zusammenzusetzen.

Viel, viel zarter hingegen die brasilianischen Lieder von Ian Lasserre. Wobei er keineswegs ausgetretene Pfade benutzt. Der aus Salvador de Bahia stammende Ian Lasserre holte sich für sein Debüt-Album "Sonoridade Polvora" u.a. den iranischen Geiger Pedram Shahlai ins Studio. Dort wurden fast all die wunderbar arrangierten Stücke live eingespielt. So klingt Ian Lasserres Debüt fast wie ein intimes Konzert.

Ian Lasserre   sonoriada polvora   6

Mehmet Evren Hacioglu   kislar lal oldu   1

Er ist zählt zu den wichtigsten Virtuosen der jahrhundertealten Tradition türkischer Volksmusik: Mehmet Evren Hacioglu. Und dies, obwohl der Meister der Laute Saz erst 35 Jahre alt ist. Berührend und beeindruckend zugleich führt Mehmet Evren Hacioglu seine Hörer musikalisch an alevitische Dichtung, an treibende Kriegertänze der Ägäis, an traditionelle Gottesanbetungsrituale und an farbenreiche Liebesgeschichten heran. Das Album "Der Winter ist verstummt - Kislar lal oldu" ist gemäß der Tradition im Studio live eingespielt.

Carmen Souza ist Nachkomme afrikanischer Sklaven auf den Kapverden vor Westafrikas Küste. Die Sängerin verbindet das kreolische Erbe ihrer Heimat Kapverden mit modernen Elementen des Jazz. Ihr Duopartner Theo Pascal wuchs als Sohn eines portugiesischen, baptistischen Priesters auf, der sich afrikanischer Sklaven annahm, die nach der Dekolonialisierung Hilfe suchten. Auch auf ihrem neuen Album "Creology" verarbeiten Carmen Souza und Theo Pascal ihre kulturelle Prägung und widmen sich musikalisch den portugiesischen Ex-Kolonien Kapverden, Mosambik, Angola und Brasilien ohne in Wehmut zu verfallen.

Carmen Souza   creology   12

Sväng   hauptbahnhof   7

"Hauptbahnhof" nennt die finnischen Band Sväng ihr neustes Album. Es ist ein ganz spezielles Best Of - Album dieses ganz speziellen Mundharmonika-Quartetts geworden, denn Sväng habe nicht nur die Lieblingslieder ihrer Fans und ihre eigenen auf die CD gepackt, sondern auch drei neue Songs hinzugefügt. Und wie immer geht's auch diesmal richt ab, wenn Sväng ihre Goschenhobel zücken.

Die zwei tunesischen Brüder Amine und Hamza M'raihi sind quasi personifizierte Weltmusik. Auch auf ihrem neuen Album "Fertile Paradoxes" fließen die nordafrikanischen Sound der arabischen Laute Oud von Amine und des Hackbretts Kanoun von Hamza u.a. zusammen mit den indischen Gesängen von Kau shiki Chakra borty, dem fantastischen Cellospiel des Franzosen Vincent Ségal und dem jazzigen Bass des Polen Lukasz Adamczyk.

Amine & Hazma   fertile paradoxes   7

Wazimbo feat. Kakana   hungarian noir   2

Er zählt zu den bekanntesten Sängern Mosambiks: Wazimbo und das Lied, was er auf ganz außergewöhnliche Art interpretierte, zählt zu den gefährlichsten Lieder der Welt. Als der ungarische Komponist Rezsö Seress 1933 das Lied "Szomoru Vasarnap" heute besser bekannt als Gloomy Sunday schrieb, litt er an Liebeskummer. Der Song wurde schnell zum Hit und zwar unter Selbstmordgefährdeten. Deshalb soll es beispielsweise jahrzehntelang nicht von der BBC gespielt worden sein. Nichtsdestotrotz wurde Gloomy Sunday weltberühmt und von ungezählten Musikern von Billie Holiday über Björk und dem Kronos Quartett bis zu Heather Nova eingespielt. Die CD "Hungarian Noir - A Tribute to the Gloomy Sunday" stellt 12 dieser Interpretationen vor. Mit dabei die allererste Einspielung des Stücks aus den 1930ern mit dem ungarischen Sänger Pál Kalmár.

Pal Kalmar   hungarian noir   12

Der Goldene Orsino Jingle

Der Goldene Orsino geht heute an Piers Faccini für sein Album "I dreamed an island". Der Sänger und Liedermacher lebt in Südfrankreich hat aber italienisch-britische Wurzeln. So international wie seine Herkunft, so international ist die Musik von Piers Faccini. Seine Texte singt er mal Englisch, mal Arabisch, mal Französisch, mal in verschiedenen italienischen Dialekten. Faccinis Musik bewegt sich zwischen Zeit und Raum: elektrische Gitarren treffen auf die arabische Laute Oud, die barocke Viola D'amore auf die nordafrikanischen Laute Gimbri. Weltmusik im wahrsten Sinne des Wortes also und dafür hier und jetzt der Goldene Orsino für Piers Faccini und sein sechstes Album "I dreamed an island".

Ich muss ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de, dort zu Orsinos Lied durchklicken. Orsino verabschiedet sich auf Schwedisch adjö und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

Piers Faccini   i dreamed an island  3

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orsinos lied  Q U E Rfunk Karlsruhe  Erstausstrahlung: 12.03.2017  13 Uhr

The Orchids   la paloma #3   16

Orsino-Jingle

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein vielfältiges Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen. Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version aus dem wilden New York der 1960er sagt Orsino. Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten unter anderem aus Armenien, Großbritannien und Belgien. Es wird den nächsten Teil der Reihe „The Magic of John Zorn“ zu hören geben und der Goldene Orsino geht an Lula Pena für ihr Album "Archivo Pittoresco".

Nach der La-Paloma-Version der Orchids geht es weiter mit drei Musikern bzw. Bands aus drei Kontinenten, die das weite Spektrum der modernen jüdischen Musik verkörpern. Aus Israel kommen die Jewish Monkeys, aus Tübingen David Orlowsky und aus dem kanadischen Montreal Socalled. Die Jewish Monkeys gehören zu den wahnwitzigsten Bands des Nahen Ostens und stehen in der Tradition der jüdischen Komiker der Roaring Twenties und spielen mit allen Klischees der jiddischen Musik. Auf ihrem neuen, ihrem zweiten Album "High Words"  ziehen die Jewish Monkeys mit großer musikalischer Virtuosität wieder respektlos alles und jeden und vor allem sich selbst durch den Kakao.

Mit seinem neuen Album "Paris Odessa" begibt sich der Tübinger Klarinettenspieler David Orlowsky mit seinem Trio auf eine musikalische Reise durch die ehemaligen jüdischen Viertel in ganz Europa. Dies ist jedoch keine Reise in die Vergangenheit, denn das Trio reflektiert mit ihren selbst komponierten Stücken, das hier und heute, doch eben an geschichtsträchtigen Orten. Damit gelingt es David Orlowsky aus dem Schatten seines Lehrers und Vorbilds Giora Feidman herauszutreten.

Einen ganz eigenen Stil hat sich Socalled aus Montreal erarbeitet. Der Sänger, Multiinstrumentalist, Puppenspieler, Maler und Entertainer ist ein wahrer Tausendsassa und neben alten jiddischen Aufnahmen lässt er alles in seine Musik einfließen, was ihm so ins Auge fällt: Chanson, Hip Hop, Jazz. So heißt sein Album auch treffender weise "Peoplewatching". Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für die Jewish Monkeys, das David Orlowsky Trio und Socalled.

Jewish Monkeys   high words   2
David Orlowsky Trio   paris odessa   10
Socalled   peoplewatching   3

Bleiben wir gleich noch ein bisschen bei jüdischer Musik und kommen zur Rubrik: "The Magic of John Zorn". Der New Yorker Komponist hat das Ensemble Simulacrum selbst zusammengestellt. John Medeski spielt die Orgel, Kenny Wollesen das Vibraphon und Matt Hollenberg Gitarren. Am Schlagzeug sitzt Kenny Grohowski und Ches Smith an den Perkussionsinstrumenten. Das Album "The Painted Bird" ist die vierte CD, die Simulacrum eingespielt hat und wieder bieten John Zorns Kompositionen einen wilden Mix aus Jazz, Metal, Klassik, Worldmusic und mehr.

John Zorn / Simulacrum   the painted bird   9
Vardan Grigoryan   in the shadow of the song   3

Die Oboe Duduk ist das Nationalinstrument Armeniens und Vardan Grigoryan darauf ein wahrer Meister. Für sein neues Album "In the shadow of the song" hat er 8 Stücke geschrieben, die zwar wie alte Weisen klingen, aber dies nicht sind. Im Gegenteil. Im gerade verklungenen Lied hat Vardan Grigoryan beispielsweise die Duduk mit der karibischen Rumba vermählt.

Auch auf ihrem neuen Album "People we become" überzeugt Jo Harman mit einer Stimme, die ihresgleichen in der Soul-, Blues- und Rootsszene Englands sucht. Jo Harman hat schon mit großen Sängerinnen wie Patti Smith, Joan Baez und Sinead O'Connor auf der Bühne gestanden und ist nun dabei, selbst in die erste Reihe zu treten. Der Song "The Reformation" thematisiert ihre Arbeit bei Amnesty International. 

Ihr Bruder im Geiste ist der französisch-amerikanische Sänger Wolfgang Valbrun. Er ist die Stimme der Ephemerals, einer fantastischen Soul- und R'n'B-Band aus London. Die Ephemerals haben ihr klangliches Spektrum für ihr neues Album "Egg Tooth" ziemlich erweitert und holen nun ab und an mit Orchester zum großen Kinosound aus. Trotzdem gelingt es den Ephemerals erdig und direkt zu bleiben. Hört nun also Jo Harman und danach die Ephemerals.

Jo Harman   people we become   5
Ephemerals   egg tooth   6
Yasmine Hamdan   al jamilat   6

Yasmine Hamdan ist eine Wanderin zwischen den Welten. Die aus Beirut stammende Musikerin hat schon einem halben Dutzend Länder gelebt und sich in deren Kulturen eingefühlt. Ihr neues Album "Al Jamilat" - die Schönen - ist eine musikalische Reise durch viele Kulturen geworden und Yasmine Hamdan lässt diese in ihren Songs zusammenfliessen, dass es eine wahre Freude ist.

Ebenfalls in Beirut geboren ist Nadine Khouri. Heute lebt sie in New York und schreibt dort meditative Schattensongs, in denen es doch ab und an unheimlich glitzert. "The Salted Air" heißt das neue Album von Nadine Khouri und ist die richtige Scheibe für die Zeit um Mitternacht.

Nadine Khouri   the salted air  3
Carminho   canta tom jobim   3

Zwei Sängerinnen verneigen sich vor einem der ganz großen brasilianischen Liedermacher: Tom Jobim. Die eine Sängerin ist die Portugiesin Carminho. Sie hat sich für ihr neues Album "Carminho canta Tom Jobim" unter anderem die brasilianischen Sängerin Marisa Monte ins Studio geholt. Begleitet wurde Carminho zudem von Jobims letzter Live- und Studioband. Carminho, die eigentlich als eine der besten jungen Fado-Sängerin Portugals gilt, hat mit diesem Album eine ganz neue Seite ihres künstlerischen Schaffens aufgezeigt. Ende April wird Carminho übrigens zwei Konzerte in der Nähe geben, eins in Köln und eins in Reutlingen. Hingehen, wenn ihr die Chance habt!

Aus Panama stammen zwei Schwestern die als Las Hermanas Caronni sich eine immer größere Fangemeinde erspielen. Dabei wandern sie zwischen kammermusikalischer Klassik und südamerikanischen Stilen wie Tango, Zamba oder Chacarera. Las Hermanas Caronni haben Schweizer, italiensche, russischer, jüdischer und spanische Wurzeln und so verwundert ihre Weltgewandtheit nicht. Das Album "Bagüala de la Siesta" war ihr Debüt im Jahr 2011.

Las Hermanas Caronni   bagüala de la siesta   11
Express Brass Band   pluto kein planet   2

Wer hier den Atomkrieg besungen hat ist eine der schrägsten Bands, die das an schrägen Bands nicht arme Bayern hervorgebracht hat. Die Münchner Express Brass Band sind 26 Musiker, die ihre Liebe zu Soul, Afrobeat, Jazz und Weltmusik freien Lauf lassen. Auch ihr drittes Album "Pluto kein Planet" mischt wieder musikalische Virtuosität mit Humor.

Am anderen Ende Deutschlands, in Hamburg, mischt eine andere Big Band Soul und Funk mit Afrobeat: Diazpora. Ihr fünftes Album "Islands" haben die 9 Musiker quasi live im Studio eingespielt und das hört man den 13 Nummern auch an. Diazpora, die ist einfach Spielfreude pur!

Diazpora   islands   4
Bilja Krstic & Bistrik Orchestra   svod   7

Sängerin Bilja Krstic und das Bistrik Orchestra spüren auf ihrem neuen, ihrem fünften Album "Svod" den Verbindungen der Musik des Balkans zu Griechenland nach. Dabei sind alle Titel tief in der Tradition des Sevdah verwurzelt, der Balkanversion des Fado oder des Rembetiko. Doch über allen Liedern strahlt die Stimme von Bilja Krstic.

Seit 20 Jahren sind Jaune Toujours aus Belgien in verschiedensten Kulturen und Stilen unterwegs. Das Jubiläum feiert die Band mit einem speziellen Doppelalbum. Auf "20th" sind einerseits alles Singles der Band zu hören. Andererseits gibt es eine Scheibe mit vielen Extras und unveröffentlichem Material, wie beispielsweise Aufnahmen mit der Bravo Big Band. Jaune Toujours sind die Stimme des multikulturellen Brüssels.

Jaune Toujours   20th - Extras   3
Faustus   death and other animals   1

Ehrliche Folkmusik mit Hingabe und Virtuosität gespielt, dafür steht das Trio Faustus. Rein akustische Instrumenten von Mandoline über Akkordeon bis Geige gepaart mit dreistimmigen Satzgesang prägen auch das dritte Album der Band "Death and other animals". Wenn englischen Folk dann bitte Faustus!

Madagaskar ist nicht nur die weltgrößte Insel, sondern das Eiland vor Afrikas Ostküste hat auch eine faszinierende Musikvielfalt. Eine der bekanntesten madagassischen Sängerinnen Hanitra hat mit "Lasa" endlich wieder eine neue Platte veröffentlicht. Bekannt wurde Hanitra schon in den späten 1970er Jahren als Sängerin der Band Lolo Sy Ny Tariny. Ihr drittes Solo-Album hat Hanitra den Frauen gewidmet. Jeder Song erzählt eine Geschichte, mal traurig, mal fröhlich aber immer aus der weiblichen Sicht.

Hanitra   lasa   4
Rain Sultanov   inspired by nature   1+2

Aserbaidschan hat seit Sowjet-Zeiten eine lebendige Jazzszene und Saxofonist Rain Sultanov ist der bekannteste Jazzmusiker des Kaukasus-Landes. Schon lange träumte Sultanov davon, die atemberaubenden und extremen Landschaften Aserbaidschans in Musik zu verwandeln. Diesen Traum hat er sich mit dem Album "Inspired by nature" nun erfüllt. Rain Sultanov und sein 6 Mitspieler verbinden traumwandlerisch die Folkore seiner Heimat mit lautmalerischem Jazz.

Der Goldene Orsino-Jingle

Der Goldene Orsino geht heute an Lula Pena für ihr Album "Archivo Pittoresco". Obwohl schon seit über 20 Jahren als Musikerin unterwegs, hat die portugiesische Sängerin und Gitarristin mit dieser Produktion erst ihre dritte Scheibe veröffentlicht. Denn Lula Pena ist eine Musikerin und Performance-Künstlerin, die lieber live vors Publikum tritt als ins Studio zu gehen. Die Lieder auf "Archivo Pittoresco" fließen alle ineinander, denn Lula Pena wollt, dass die Musik wie ein einziger Song klingt. Lula Pena als Fado-Sängerin zu bezeichnen ist richtig und falsch zugleich. Zwar haben ihre Lieder Wurzeln im Fado, doch klingen auch Folk, Blues, Flamenco, französisches Chanson und Bossa Nova in ihren Liedern. Sie  macht Weltmusik im besten Sinne des Wortes und dafür hier und jetzt der Goldene Orsino an Luna Pena für ihre Produktion "Archivo Pittoresco".

Ich muss ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de, dort zu Orsinos Lied durchklicken. Orsino verabschiedet sich auf Slowakisch: nazdar und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

Luna Pena   archivo pittoresco   12

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orsinos lied  Q U E Rfunk Karlsruhe  Erstausstrahlung: 12.02.17  13 Uhr

Orson Welles, Ramon Raquello   la palomo # 2   14

Orsino-Jingle

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein vielfältiges Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen.

Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version aus einem Hörspielklassiker sagt Orsino.

Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten unter anderem aus der Sahara, aus der Türkei und Kanada. Es gibt den nächsten Teil der Reihe „The Magic of John Zorn“ und Schau an - Musik präsentiert eine Doku über die Entstehung der Platte "Buddy Miller's the majestic silver strings".  Der Goldene Orsino geht an schließlich an Jaako Laitinen & Väärä Raha für ihr Album "Näennäinen".

Nach der La-Paloma-Version aus dem Hörspiel "Krieg der Welten" von Orson Welles geht's weiter mit einem Dreierpack skandinavischer Geiger. Der Norweger Gjermund Larsen ist mit seinem Trio ganz aktuell für das gemeinsame neue Album "Salmeklang" mit dem norwegischen Musik-Grammy Spellemannprisen ausgezeichnet worden. Und dies ganz zu recht, denn das Gjermund Larsen Trio spielt zeitgenössischen Folk mit höchster Virtuosität.

Der Schwede Johan Hedin spielt nicht die Geige, sondern deren skandinavische Schwester, die Nyckelharpa. Außerdem ist er Sänger der Band Bazar Bla, die gerade mit dem Album "Twenty" ihr 20-jähriges Bestehen feiern. Mit dem Album schauen Bazar Bla jedoch nicht zurück, sondern nach vorn. Sie erfinden sich quasi neu mit einer Mischung aus Folk, Jazz und Weltmusik.

Gemeinsam mit der Sängerin Helene Blum hat der dänischen Geiger Harald Haugaard ein neues Album eingespielt. "Julerosen" ist fast wie eine nachgereichte Weihnachts-CD, doch trägt sie wunderbar durchs ganze Jahr. Es verbindet Live- mit Studioaufnahmen, ältere und neuere Stücke. Sehr anrührend.

Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für das Gjermund Larsen Trio, Bazar Bla sowie Helene Blum & Harald Haugaard.

Gjermund Larsen Trio   salmeklang   11

Bazar Bla   twenty   12

Helene Blum & Harald Haugaard   julerosen   2

Auch im Sound der Band Atlas Revolt des kanadischen Bassisten Bret Higgins spielt die Geigenspiel, hier gespielt von Aleksandar Gajic, eine große Rolle. Doch klingen Atlas Revolt ganz und gar anders, als das, was ihr bisher gehört habt. Denn auf ihrem selbst betitelten Album mischen Bret Higgins Atlas Revolt Jazz mit Soul, Latin mit Soundtrackklängen, R&B mit Folk. Fantastische, tiefgehende Instrumentalmusik.

Bret Higgins' Atlas Revolt   dito   10

Elena Setien   dreaming of earthly things   10

Die baskische Sängerin und Multiinstrumentalisten Elena Sentién lebt über Jahre in Dänemark und gehörte wie selbstverständlich zur jungen Musikszene Kopenhagens. Nun ist sie jedoch wieder in ihre Heimat Nordspanien zurückgekehrt. Das Album "Dreaming of earthly things" atmet den langsamen Wellenschlag des Atlantiks und Elena Sentién scheint nach Jahren der Wanderschaft ganz entspannt bei sich selbst angekommen zu sein.

"The Magic of John Zorn". Mit den Kompositionen für das Gnostic Trio lebt auch der New Yorker Tausendsassa John Zorn seine entspannte Seite aus. Doch entspannt heißt bei ihm nie simpel. "Mockingbird" ist das sechste Album, welches das Gnostic Trio eingespielt hat. An der Gitarre Bill Frisell, Kenny Wollesen am Vibraphon und Glockenspiel sowie Carol Emanuel an der Harfe.

The Gnostic Trio   the mockingbird   6

Tamikrest   kidal   10

Kidal ist eine Wüstenstadt in Mali, mitten in der Sahara. Hier trafen die Mitglieder der Band Tamikrest das erste Mal zusammen. Ihr viertes Album hat die Band nach dieser Stadt benannt, die auch ein Symbol für den Freiheitswillen der Tuareg ist. „Kidal handelt von Würde“ sagt Sänger und Gitarrist Ag Mossa, „wir sehen die Wüste als ein Gebiet, in dem wir in Freiheit leben." Ihr Sound steht - wie der von Tinariwen - für e-Gitarren-getriebenen Rock'n'Roll aus der Sahara, Rock'n'Roll der noch immer Widerstand ist.

Und auch Tinariwen haben gerade ein neues Album veröffentlicht: Elwan. Durch die gewaltsamen Unruhen in ihrer Heimat war die Band gezwungen, das neue Album im Exil aufzunehmen. Sie pendelten dabei zwischen der kalifornischen Wüste sowie einer Oase im Süden Marokkos. “Elwan”, das übersetzt “Die Elefanten” heißt, ist eine Art Sehnsuchtsalbum. Die Sehnsucht nach der Heimat, die es nicht mehr gibt.

Tinariwen   elwan   10

Dama & Erick Manana   vaonala   5

In ihrer Heimat Madagaskar, vor Afrikas Ostküste, sind die Gitarristen Dama und Erick Manana Stars, hier in Europa jedoch noch ziemlich unbekannt. Dies könnte sich mit dem Album „Vao nala“ ändern. Gemeinsam verschmelzen Dama und Erick Manana die Tradition ihrer Heimat mit Blues, Folk, Chanson und Bossa.

In Schau an – Musik möchte ich Euch das Album „Buddy Miller's The majestic silver strings“ ans Herz legen. Der Scheibe liegt nämlich einen DVD bei, die einen 20-minütigen Film über die Entstehung des Albums enthält. Buddy Miller ist eine der wichtigsten Figuren des Alternative Country, Liedermacher, Sänger und Gitarrist. Für die Aufnahmen hat Miller  drei weitere Ausnahmegitarristen ins Studio geholt: Marc Ribot, Bill Frisell und Greg Leisz. Gemeinsam interpretieren sie Klassiker der amerikanischen Folkmusic.

Buddy Miller's   the majestic silver strings   11

Mamud Band   dynamite on stage   4

“Dynamite on Stage” – passender könnte der Titel eines Livealbums der Mamud Band nicht sein. Afrobeat und Afrofunk Made in Italy, dafür steht die Band seit Jahren und das sie dies auch über die Bühnenkante bringen beweist die Aufnahme aus dem Mailänder Biko Club. Die Mamud Band bringt das Publikum zum Tanzen so viel ist klar.

Von Afrobeat aus Italien zu Balkan Beats aus New York. Das Trio Balkan Beat Box hat gerade sein mittlerweile 5 Studio-Album veröffentlicht. Wieder kombinieren sie wild und lustvoll Balkanklänge mit HipHop mit Klezmer mit Dub. Hört den Titelsong „Shout it out“.

Balkan Beat Box   shout it out   3

Baba Zula   xx   1/3

Zum 20. Bandgeburtstag schenkte sich die türkische Combo Baba Zula ein ganz spezielles Doppel-Album mit dem Titel "XX" bzw. 20, je nach Lesart. CD 1 enthält neue Songs und bisher unveröffentlichte Version früherer Stücke. Dabei sind Gäste wie Alexander Hacke  von den Einstürzende Neubauten, Sly & Robbie oder Hüsnü Şenlendirici. Auf CD 2 findet man Dub-Versionen von Künstlern wie Mad Professor, Dr. Das von Asian Dub Foundation oder Dirtmusic. Das Doppel-Album durfte in der Türkei nicht erscheinen, wohl nicht nur wegen des Covers. Die Tour zum neuen Album nennen Baba Zula Do not obey – gehorche nicht.

Ebenfalls gerade auf Tour: Rhonda. Die Band bringt uns Soul aus Norddeutschland und ihr zweites Album „Wire“. Doch Rhonda nur auf Soul zu reduzieren hieße, ihr Stilvielfalt zu verschweigen. Da schwingt auch mal eine ganze Portion Blues und Chanson mit. Wenn ihr einen guten Abend haben wollt, seht Euch Rhonda live an.

Rhonda   wire  

Otros Aires   perfect tango   8

Die argentisch-spanische Band Otros Aires behaupten im Titelsong ihres neuen Albums, den perfekten Tango kreiert zu haben: Perfect Tango. Dabei ist diese Platte von all den Vorgängerscheiben am weitesten vom traditionellen Tango entfernt. Haben Otros Aires in typischer Electro-Tango-Manier früher noch alten Tango in ihre Songs verwebt, hat sich Band nun ganz von den Vorbildern emanzipiert.

Um Vorbilder bzw. Inspirationsgeber geht es auf dem neuen Album, das Klarinetten-Virtuose Giora Feidman veröffentlicht hat. Gemeinsam mit dem Rastrelli Cello Quartett spielt der Klezmer-Veteran Beatles-Songs. Und die klingen plötzlich ganz anders.

Giora Feidman & Rastrelli Cello Quartett   feidman play beatles!   4

Tortusa   i know this place   5

Klänge wie aus einem anderen Universum. Tortusa ist ein amerikanisch-norwegischer Elektronikproduzent, dem es mehr auf Sound und Gefühle, denn auf Rhythmus ankommt. Für sein neues Album "I know this place" hat Tortusa sich der Musik eines anderen Norwegers angenommen: Eivind Aarset, der Jazz mit elektronischer Musik verbindet.

Der Goldene Orsino Jingle

Der Goldene Orsino geht heute an Jaakko Laitinen & Väärä Raha für ihre Album "Näennäinen". Die fünf Finnen lassen es auf ihrer vierten Scheiben gehörig krachen. Mit Bouzouki, Akkordeon, Kontrabass, Schlagzeug und vor allem dem charismatischen Gesang von Jaakko Laitinen wirbeln sie Balkan Sounds mit osteuropäischer Tradition durcheinander, würzen alles mit einer gehörigen Prise südamerikanischen Schmiss und orientalischen Schmelz. Vor Freude schwappt das Mittelmeer bis zur Arktis. Weltmusik im wahrsten Wortsinne und dafür hier und jetzt das Goldene Orsinos an Jaakko Laitinen & Väärä Raha für ihre Album "Näennäinen".

Ich muss ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de, dort zu Orsinos Lied durchklicken. Orsino verabschiedet sich auf Haitianisch orévwa und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

Jaako Laitinen & Väärä Raha   näennäinen   2

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orsinos lied  Q U E Rfunk Karlsruhe  Erstausstrahlung: 08.01.17  13 Uhr


The Melody Four   la paloma   15
Orsino-Jingle
Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein vielfältiges Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen.
Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version der Melody Four aus Chicago sagt der stimmlich schwer angeschlagene Orsino.
Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten unter anderem aus Kanada, Australien und Mazedonien, viel Musik und zwangsweise weniger Gerede von mir. Es wird auch im Jahr 2017 die Reihe „The Magic of John Zorn“ fortgesetzt und Schau an - Musik präsentiert eine DVD mit dem Live-Mitschnitt des Projektes Play for Change. Der Goldene Orsino geht an Voxtra für ihr Album "The Encounter of Vocal Heritage".
Ich habe lange überlegt, wie ich hier musikalische ins Jahr 2017 starten soll und denke: laut yodeln passt. "Laut yodeln - fern, nah, weit" heißt ein Album, das Musiker aus dem Alpenraum, aber auch aus den USA, Sierra Leone und Kongo zusammenbringt. Es ist ein Konzertmitschnitt des ersten internationalen Jodelfestivals, das letzten Sommer in München stattfand. Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für die lauten und leisen Jodler von Erika Stucky, Baka Beyond und Yellow Bird.
Erika Stucky   laut yodeln   1
Baka Beyond   laut yodeln   7
Yellow Bird   laut yodeln   9
Zwar wird auch auf dem Balkan gejodelt, doch viel bekannter als die Jodler sind die Blaskapellen des Balkans. Der Mazedonier Džambo Aguševi gehört zur jüngeren Generation, die sich Offen für Einflüsse aus aller Welt zeigt. So mischen Džambo Aguševi und sein Orchester auf ihrem neuen Album "Brass like it hot" Balkanrhythmen mit mexikanischen Mariachi-Sounds.
Džambo Aguševi Orchestra   brass like it hot   14
Orchestre International Du Vetex   fifavela   11
Der Song "Good Evening Kinshasa" stammt vom neuen Album der wahrscheinlich wildesten Blaskapelle Belgiens: Orchestre International Du Vetex. Die 18 (!) Musiker stammen nicht nur aus Belgien und Frankreich sondern auch vom Balkan aus Osteuropa. Auf ihrer letzten Tour durch Lateinamerika sogen sie die dortigen Rhythmen auf. So entstand die Grundlage für ihr viertes Album "Fifavela". Dafür holte sich das Orchestre International Du Vetex auch noch südamerikanische Musiker ins Studio.
In der Reihe "The Magic of John Zorn" wird hier in Orsinos Lied das Schaffen des New Yorker Komponisten, Multiinstrumentalisten und Labelbetreibers beleuchtet. Einer der engsten Mitstreiter von John Zorn ist der Gitarrist Marc Ribot, mit dem gemeinsam über 70 Platten entstanden. Das Album "Enigmata" enthält zwölf Stücke, die Zorn explizit für Marc Ribot komponiert hat. Der Gitarrist Ribot sagte dazu: "John Zorn ist einer der ganz wenigen Komponisten, die wirklich in der Lage sind für E-Gitarre zu komponieren und einer der noch viel wenigeren, die das ganze Potential erkennen." Marc Ribot wird vom Bassisten Trevor Dunn begleitet.
Marc Ribot & Trevor Dunn   enigmata   11
Socalled   sleepover   10
"Sleepover" ist der Titelsong des neusten Werkes der kanadischen Klezmer-Remix-Derwisches Socalled. Der Multiinstrumentalist, Entertainer und Puppenspieler ist mit Sicherheit einer der wildesten Gevatter der jüdischen Musik. Das heißt nicht, dass nicht Ikonen des nordamerikanischen Showbusiness wie Irving Fields ein freundschaftliches Verhältnis zu Socalled haben können. Der Jazzpianist und Bandleader Fields vermachte Socalled z.B. die Sammlung seiner eigenen Singles, die in den 30er bis 50er Jahren herausgekommen waren. Socalled ließ die verschollenen Schätze reinigen und brachte sie zum 100. Geburtstag unter dem Titel "Irving Fields - 78 R.P.M. Originals" erneut heraus.
Irving Fields   78 r.p.m. originals   18
The Klezmatics   apikorsim heretics   6
Das Lied "Apikorsim Heretics" ist der Titelsong des neuen Albums der Klezmatics. Damit feiert die Band aus New York ihr 30-jähriges Bestehen und zeigt mal wieder, warum gerade sie ein Synonym für gelebte, lebendige Musiktradition ist. Es ist einfach Musik zum Dahinschmelzen.
Unter anderem gemeinsam mit dem Sänger der Klezmatics, mit Lorin Sklamberg, hat Andrea Pancur ihre neue CD "Alpen Klezmer zum Meer" herausgebracht. Mit dem Vorgängeralbum hat Pancur quasi die Stilrichtung "Alpenklezmer" erfunden und Bayrisches mit Jidischem vermählt. Auf "Alpen Klezmer zum Meer" wird Andrea Pancur noch politischer als bisher. So verwandelt sie beispielsweise den Jodler des österreichischen Antisemiten Josef Pommer in einen Nigun, also ein religiöses Lied der Juden.
Andrea Pancur   alpen klezmer zum meer   8
Azymuth   fenix   8
Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes auferstanden wie ein Phönix aus der Asche, die brasilianische Band Azymuth. Das legendäre Jazz-Samba-Trio musste 2012 den Tod ihres Keyboarders Roberto Bertrami bekanntgeben. Danach war es still geworden. Doch mit Kiko Continentino fanden Schlagzeuger Ivan Conti und Bassist Alex Malheiros einen würdigen Nachfolger. Mit dem Album "Fenix" setzt Azymuth nun die Bandgesichte, die 1973 startet, fort.
In der Rubrik "Schau an - Musik" möchte ich Euch diesmal die DVD "Playing for change - Live" vorstellen. Der Kalifornier Marc Johnson begab sich 2004 mit seinem mobilen Tonstudio auf eine Reise um die Welt. Er wolle Musiker verschiedenster Stilrichtungen mit Hilfe der neuen technischen Möglichkeiten quasi über alle Grenzen hinweg zusammen spielen zu lassen. Daraus entstand u.a. die Hilfsorganisation Playing for Change, die überall auf der Welt Musikschulen baut. 2009 toure eine Playing for Change Band mit über 30 Musikern durch die Welt. Mit dabei unter anderem Tinariwen, Ziggy Marley, Grandpa Elliot und wie gleich zu hören sein wird Keb Mo'. Einen Zusammenschnitt der Tour bietet die Doppel-DVD "Playing for change - Live".
Playing for Change   live   1
Embryo   it do   3
Wer jetzt dachte, das klingt irgendwie nahöstlich aber doch anders, lag richtig. Denn dies war Musik von einem Urgestein der deutschen Weltmusik: Embryo. Die Band begann vor fast 50 Jahren von München aus die Welt zu erfahren und dies im wahrsten Wortsinne. Die Musiker um Multiinstrumentalisten Christian Burchard reisten nach Ost und Süden, um mit traditionellen Musikern und Jazz und Rock im Gepäck nach neuen Klängen zu suchen. Auf ihrem neusten Album "It Do" steigt nun mit Burchards Tochter Marja die nächste Generation in das musikalische Spaceshuttle Embryo.
Ebenfalls nicht auf den Autobahnen des Mainstreams unterwegs ist Geir Sundstøl. Der norwegische Gitarrist ist zwar auf über 250 Alben von so unterschiedlichen Musikern wie A-ha bis Nils Petter Molvǣr zu hören, doch hat er nun erst sein zweites Solo-Album veröffentlicht: "Langen Ro". Darauf spielt Geir Sundstøl eine Art indisch inspirierten nordischen Blues und  zwar ganz und gar überzeugend.
Geir Sundstøl   langen ro   3
Seasick Steve feat. Amy Lavere   keepin' the horse beween me and the ground   II/10
So zart hat man der US-amerikanischen Bluesbarden Seasick Steve selten gehört. Vielleicht liegt es an seiner Gesangspartnerin Amy LaVere. Sein achtes Studioalbum ist ein Doppel-Album und trägt den Titel "Keepin' the horse between me and the ground". Der über 70-jährigen Seasick Steve präsentiert immer noch als einen der überzeugendsten weißen Bluesmusiker der alten Schule.
Von Down Under, genauer gesagt aus dem australischen Melbourne, bringen uns Tinpan Orange melancholisch-schöne Weisen. Das Folk-Trio erzeugt mit Gitarre, Geige und Gesang eine Atmosphäre, als würde man am Strand sitzen, dem Sonnenuntergang zusehen, langsam anfangen zu frösteln und trotzdem vom Boden gewärmt werden. Hört den Titelsong des fünften Albums Tinpan Orange: Love is a dog.
Tinpan Orange   love is a dog   3
Robert 'Robi' Svärd   pa'ki pa'ka   3
Es gibt nichts Völkerverbindenderes als Musik. Robert Svärd, genannt Robi, ist wohl der einzige schwedische Gitarrist, der fest in die Flamenco-Szene Sevillas integriert ist. Dabei hat der Nordeuropäer sein musikalisches Handwerkszeug unter anderem in Australien erlernt. Heute lebt Robi Svärd in Spanien und hat seine Debüt-Album "Pa'ki Pa'ka" unter anderem mit dem Flamencosänger Alfredo Tejada und dem Perkussionisten Miguel "El Cheyenne" aufgenommen. 
Der Goldene Orsinos Jingle
Der Goldene Orsino geht an Voxtra für ihr Debüt-Album "The encounter of vocal heritage". Das belgische Musikerprojekt lässt Gesangstraditionen unterschiedlichster Kulturen zu einem neuen, bemerkenswerten Ganzen verschmelzen. Was für Weltmusik üblich klingt, hat bei Voxtra jedoch eine ganz einzigartige Note, denn die verschiedenen Gesänge werden nicht aneinander angepasst. So erklingt der iso-polyphonische Gesang Albaniens, bei dem zwei Solisten über einen Bass-Bordun singen, zusammen mit der finnischen Jodelvariante Yoik. Die alte sardische Art zu singen trifft auf den Beko-Blues des ostafrikanischen Madagaskar und auch der belgische Gesang "récit chanté" ist zu hören. Und dies bei Voxtra oft in einem einzigen Lied. Und dies klingt auch noch so, als ob es immer schon so gesungen wurde. Zum Niederknien schön und Weltmusik im wahrsten Sinne des Wortes. Dafür hier und jetzt der Goldene Orsino an Voxtra für ihr Album "The encounter of vocal heritage".
Ich muss ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de, dort zu Orsinos Lied durchklicken. Orsino verabschiedet sich auf Finnisch: moi, moi und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!
Voxtra   the encounter of vocal heritage   7

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orsinos lied  Q U E Rfunk Karlsruhe  Erstausstrahlung: 11.12.16  13 Uhr

Unbekannte Künstlerin   la paloma#3   28

Orsino-Jingle

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein vielfältiges Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen.

Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version aus Paris sagt Orsino. In unseren Breiten wird traditionell gegen Ende eines jeden Jahres viel über Männer geredet: über den Bischof Nikolaus, Jesus von Nazareth und Papst Silvester I. In Orsinos Lied ist es deshalb zur Tradition geworden, die Dezember-Ausgabe hauptsächlich von Musikerinnen bestreiten zu lassen. Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten von Frauen unter anderem aus Polen, der Türkei und Panama. Es wird den nächsten Teil der Reihe „The Magic of John Zorn“, natürlich für und von Frauen. Und der Goldene Orsino geht an Yeli Yeli für ihr Album "Terre de mon Poéme". Nach der La-Paloma-Version einer unbekannten Künstlerin aus der Pariser Metro geht's weiter mit drei Sängerinnen, die jiddische Musik auf ihre ganz eigene Art interpretieren.

Shura Lipovsky ist die wohl bekannteste jüdische Sängerin Hollands und eine der wichtigsten Stimmen der jiddischen Musik aus Europa. Nicht nur als Sängerin, auch als Produzentin, Filmemacherin und Dozentin. Sie pendelt mit ihrem musikalischen Repertoire zwischen mittelalterlichen Liedern und Neukompositionen. Mit ihrem Ensemble Novaya Shira hat Shura Lipovsky nun ihr neues Album „Vaytinke“ eingespielt.

Pollina Shepherd wurde in Sibirien geboren und wuchs in einer sangesbegeisterten Familie auf. Ihr Gesang ist tief in der osteuropäischen Volksmusiktradition verwurzelt. In ihrer Heimat Tatarstan kam sie in engen Kontakt mit Verzierungen und Timbre des islamischen Gesangs, was ihr zu einer unverwechselbaren Vokalstilistik verhalf. Gemeinsam mit Merlin Shepherd bildet sie das Duo The Shepherds. Diese hat nun mit Lorin Sklamberg, dem Sänger und Tastenvirtuosen der Klezmatics aus New York, ein Album aufgenommen. „Aheym/Homewards“ verbindet die Welt traditioneller Lieder mit neu entstandenen Kompositionen und verschmilzt Klezmer mit mediterraner Musik.

Während also Shura Lipovsky aus Holland und Pollina Shepherd aus Russland stammen, kommt Lenka Lichtenberg aus Kanada, hat jedoch tschechisch-jüdische Wurzeln. Ihr neuestes, ihr 12. Album, hat sie „Yiddish journey“ genannt, denn die Reise der jiddische Musik ist mitnichten zu ende. Lenka Lichtenberg mixt lustvoll alte jiddische Lieder mit Jazz, Worldmusic und Indie. Öffnet nun also eure Herzen und Ohren für Shura Lipovsky, Pollina Shepherd und Lenka Lichtenberg.

Shura Lipovsky & Ensemble Novaya Shira   vaytinke   9

Sklamberg & The Shepherds   aheym homeward   13

Lenka Lichtenberg   yiddish journey   18

Auch in der Rubrik “The Magic of John Zorn” schauen wir auf Musikerinnen. Der New Yorker Musiker und Komponist hat sich der alten italienischen Theaterform der Commedia Dell’arte angenommen. Diese hat ganze spezifische Charaktere und fünf von diesen hat Zorn ganz unterschiedlich zu Musik werden lassen. Laut Wikipedia ist Colombina eine Person der unteren sozialen Schicht. Meistens spielt sie die Rolle der Magd oder Köchin. Ihr fehlt jedes gekünstelte Element der Oberschicht und sie ist eine lebenslustige und selbstsichere Figur. Colombina schrieb John Zorn ein Stück für ein Frauenquartett. Es singen Sarah Brailey, Eliza Bagg, Rachel Calloway und Kirsten Sollek.

John Zorn  commedia dell'arte   2

Ana Alcaide   leyenda   1

Aus dem spanischen Toledo bringt uns Ana Alcaide die CD “Leyenda”, die den Untertitel trägt: Weltmusik inspiriert von weiblichen Legenden. So zeit- und ortlos wie die Weiblichkeit, so zeit- und ortlos ist auch die Musik von Ana Alcaide. Sie selbst singt und spielt hauptsächlich die nordeuropäisch Schlüsselfiedel, was ihren Liedern einen ganz speziellen Klang gibt.

Von Spanien nach Panama. Von dort stammen die Zwillingsschwestern Gianna und Laura Caronni, die sich als Duo Las Hermanas Caronni weltweit einen Ruf erspielt haben. Auch auf ihrer neuen Platte „Navega Mundos“ fliessen wieder südamerikanische Rhythmen mit europäischer Klassik und der Volksmusik der Pampas auf unvergleichliche Weise zusammen. Klug, subtil verführerisch und unglaublich elegant: Las Hermanas Caronni.

Las Hermanas Caronni   nevega mundos   1

Cigdem Aslan   a thousand cranes   4

“Tausend Kraniche – A Thousand Cranes” nennt die kurdische Sängerin Cigdem Aslan ihr neues Album. Die sehnsuchtsvollen Lieder schweben dahin wie Kraniche am Himmel, die keine Grenzen kennen. Cigdem Aslan huldigt einer Zeit, als in der Ägais noch Völkerverständigung und Kulturaustausch das Wort führten und nicht die Waffen. Und trotzdem sind die Lieder von Cigdem Aslan von Spielfreude und Gegenwartsbezug.

Noch mehr im Heute ist die Musik von Gaye Su Akyol. Die Sängerin und Multiinstrumentalistin ist der Vamp der Istanbuler Musikszene. Bei ihr treffen anatolische Volksliedtradition auf Westerngitarren und Sound a la Pink Floyd. Ihre Musik ist der Soundtrack des modernen Istanbuls, das Erdogan und Konsorten so gern unter ihre Fuchtel bringen wollen. Das neue, das zweite Album von Gaye Su Akyol heißt passenderweise „Hologram Imparatorlugu – Hologramm Imperium“.

Gaye Su Akyol   hologram imparatorlugu   1

Ashia Bison Rouge  oder   10

Eigentlich singt Ashia Bison Rouge die meisten ihrer Lieder auf Englisch, doch auch auf ihrem neue Album „Oder“ findet sich wieder ein Lied auf Polnisch. Die Musikerin wurde nämlich im südpolnischen Wroclaw geboren, wuchs dann an der Ostküste der USA auf und lebt heute in Berlin. Prägnant ist nicht nur ihre Stimme sondern auch ihr Cellospiel, dass sie sogar als Schauspielerin in Theaterstücken einsetzt. „Cello-looping-Chansons“ nennt Ashia Bison Rouge ihren ganz eigenen Stil.

„Das Meer weit draußen – Mar afora“ nennen die portugiesische Sängerin Maria Joao und der brasilianische Gitarrist Guinga ihr erstes gemeinsames Album. Denn das Meer verbindet die zwei Länder genauso wie die frei klingenden Töne die zwei Musiker. Poetisch und virtuos präsentieren Maria Joao und Guinga die moderne Seite der brasilianischen Musik, tief verwurzelt ist in der Tradition und lebendig im Jazz.

Guinga & Maria Joao   mal atora   1

Kraja  insen sjunger   2

Sie haben es getan: Kraja, die vier Sängerinnen aus Schweden, haben auf ihrem fünften Album den Winter und ja, auch Weihnachten zum Thema gemacht. Doch Kraja wären nicht Kraja, wäre dies eine einfach eine weitere Weihnachtsplatte. Die vier singen alles wie immer glasklar a capella oder sollt ich lieber sagen: eisklar. Denn das Album von Kraja heißt „Insen Sjunger“ – Singendes Eis. 

Von Schweden gen Osten nach Estland. Auch Maarja Nuut hat sich alten Liedern verschreiben, doch die Sängerin und Geigerin greift auch zu Live-Elektronik, um einen schwebenden Sound zu kreieren, der seinesgleichen sucht. Reduktion und Imagination: damit hat Maarja Nuut ihr zweites Album gefüllt. Es heißt passender Weise: Une Meeles – Im Laderaum eines Traumes.

Maarja Nuut  une meeles   4

Gabriella Ghermandi   ethiopia - celebrating emperor atse tewodros II   9

Als Tochter einer äthiopischen Mutter und eines italienischen Vaters hat Gabriella Ghermandi quasi zwei Kulturen im Blut. Die Sängerin, die in Adis Abeba geboren wurde und dort aufwuchs, zog später nach Italien, um eine gefeierte Sängerin und Schriftstellerin zu werden. Ihr neues Album „Ethiopia“ ist Atse Tewodros II., also Theodor II., Kaiser von Äthiopien gewidmet. Dieser wird noch heute, fast 150 Jahre nach seinem Tod, in Ostafrika verehrt.

Nicht von der Ostküste Afrikas, sondern von der Ostküste der USA, aus der Nähe von New York stammt Hanna Leess. Die junge Musikern hat mit "Dirty Mouth Sweet Heart" ein beeindruckendes Debütalbum hingelegt, das zwar bestes Liedermacherhandwerk bietet, doch frech und frei auch weit darüber hinaus geht. Die Stimme von Hanna Leess tut ihr übriges, diese Scheibe zu etwas Besonderem zu machen.

Hanna Leess   dirty mouth sweet heart   1

Rachael Sage   choreographic   7

Rachael Sage ist eine ungemein produktive Künstlerin. Die New Yorkerin ist Multi-Instrumentalistin und SingerSongwriterin aber Ballett-Tänzerin, Malerin und Poetin. Nun hat Rachael Sage mit „Choreografic“ ihr 13. Album veröffentlicht und kehrt sozusagen musikalisch zu ihrer Liebe zum Tanz zurück.

Die Musik der in Dänemark lebenden Norwegerin Live Foyn Friis zu kategorisieren fällt schwer. Ihre Songs sind nie nur Jazz oder Pop oder Elektronic. Bei der 29-jährigen Sängerin gehen all die verschiedenen Stile nahtlos ineinander über. „Running Heart“ heißt das neuste Album von Live Foyn Friis.

Live Foyn Friis   running heart   1

Der Goldene Orsino Jingle

Mit ihrer Band Yeli Yeli ist die Sängerin Emilie Hanak für ihr neues Album „Terre de mo poeme“ in die Tiefen ihrer Familiengeschichte eingetaucht. Ihre Familie stammt aus Algerien und Emilie Hanak singt neben Englisch und Französisch auch Berbersprache Kabylisch. Ihre Songs sind aus eigener Erfahrung ganz nah dran an den Flüchtlingstragödien, die gerade rund um den Mittelmeerraum passieren. In der Musik von Yeli Yeli fliessen die verschiedensten Stile der Region zusammen, so dass die Musik auf dem Album „Terre de mom poeme“ Weltmusik im besten Wortsinn ist. Dafür hier und jetzt der Goldene Orsino an Yeli Yeli.

Ich muss ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de, dort zu Orsinos Lied durchklicken. Orsino verabschiedet sich auf Esperanto øis revido und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

Yelli Yelli   terre de mo poeme   1

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orsinos lied  Q U E Rfunk Karlsruhe  Erstausstrahlung: 13.11.16  13 Uhr

Trio Universal   la paloma #5   17

Orsino-Jingle

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein vielfältiges Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen. Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version aus Italien sagt Orsino.

Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten unter anderem aus Afghanistan, Kongo und der Ukraine. Es gibt den nächsten Teil der Reihe „The Magic of John Zorn“ und der Goldene Orsino geht an Riserva Moac für das Album Babilonia.

Nach der La-Paloma-Version des italienischen Trio Universal aus dem Jahr 1957 geht es weiter mit einem portugiesischem Dreierpakt. Vor zwei Jahren sind sie leider auf Abschiedstournee gegangen, Dazkarieh aus Lissabon. Die Band hatte zuvor 15 Jahre die Folkrockszene in Portugal geprägt und insgesamt 5 wegweisende Platten veröffentlicht. Ihr letztes Album nannten Dazkarieh dann passenderweise "Ruido do silencio" - das Rauschen der Stille.

Telmo Pires ist ein aufsteigender Stern am Fado-Himmel. Und dies, obwohl der junge Sänger auf alle Pop-Garnierungen und modernen Instrumentierungen verzichtet. Pires setzt auf die pure Ausdrucksstärke des traditionellen Fados. Bei ihm sprüht man die Saudade, die unstillbare Sehnsucht, die im Fado mitklingt. Telmo Pires‘ zweites Album heißt „Ser Fado“.

Wieder ganz andere Musik aus Portugal kommt vom Akkordeon-Quartett Danca Ocultas. Zwei Jahre lang tourten  Danças Ocultas und das Orquestra Filarmonia das Beiras ausgiebig, bis die Tour im Mai 2015 mit zwei umjubelten Auftritten in Porto und Lissabon endete. Als Gäste wirkten bei den restlos ausverkauften Konzerten die portugiesischen Stars Carminho, Dead Combo und Rodrigo Leão mit. Nun wurden die Live-Mitschnitte unter dem Titel „Amplitude“ veröffentlicht. Öffnet nun also eure Herzen und Ohren für Dazkarieh, Telmo Pires und Danca Ocultas mit dem Orquestra Filarmonia das Beiras.

Dazkarieh   ruido do silencio   12

Telmo Pires   ser fado   1

Dancas Ocultas & Orquestra Filarmonia das Beiras   amplitude   11

„The Magic of John Zorn“. Mit dieser Reihe wird hier das Schaffen des New Yorker Musiker, Komponisten und Radical-Yewish-Culture-Aktivisten beleuchtet. John Zorn umgibt sich seit Jahren mit einem immer größeren Kreis handverlesener Musiker, die er in immer neue Gruppen zusammenbringt. Die Band Simulacrum bezeichnet er selbst als das extremste Orgel-Trio aller Zeiten. John Medeski an der Orgel, Matt Hollenberg an der E-Gitarre und Kenny Grohowski am Schlagzeug lassen es gehörig krachen und verschmelzen in bester John-Zorn-Manier Jazz, Metal, Avantgarde und Psychedelic Rock zu einem echten Sound-Gewitter. Das Debütalbum heißt wie das Trio Simulacrum.

John Zorn   simulacrum   5

Kofelgschroa   baaz   2

Sie zählt zu meinen bairischen Lieblingsbands: Kofelgschroa. Die vier Buben aus Oberammergau machen ehrliche Volksmusik, die tief aus dem Herzen kommt und einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Wobei bei ihnen Volksmusik rein gar nichts mit volkstümlicher Musik zu tun hat. Ganz im Gegenteil: auf dem Album „Baaz“ treffen bei Kofelgschroa Zitherklänge auf psychodelisch Orgelsounds und mehrstimmigen Männergesang. Kofelgschroa: einfach einzigartig!

Machen wir einen riesigen Sprung von Bayern nach Afghanistan. Die Laute Rubab ist das Nationalistrument Afghanistans und Ustad Rahim Khushnawaz war einer der ganz großen Meister auf dem Saiteninstrument. So wechselhaft wie die moderne Geschichte des Landes ist auch die Geschichte von Khushnawaz. Zeitweise lebte er im iranischen Exil, da die Taliban das Musikmachen verboten. Später kehrte er in seine Heimat zurück, starb jedoch mit 54 Jahren im Jahr 2011. Nun sind Aufnahmen veröffentlicht worden, die 1994, ein Jahr vor seinem Exil gemacht worden und seither als verschollen galten. Die CD heißt „Afghan Rubab with Songbirds“ und da die Aufnahme im Garten seines Hause, sind auch wirklich die Vögelchen im Garten von Ustad Rahim Khushnawaz zu hören.

Ustad Rahim Khushnawaz   afghan rubab with songbirds   4

Myles Sanko   just being me   2

Er hat die Stimme eines jungen Gott: Myles Sanko. Der im westafrikanischen Ghana geborene und heute im englischen Cambridge leben Sänger ist gerade mit seinem neuen Album „Just being me“ auf Tour. Soul und Funk mit einer kräftigen Priese Jazz, diese exquisite Mischung wird nur noch durch seine Stimme überboten und hat das Zeug, einen gut durch die trübe Jahreszeit zu bringen.

Quasi in das gleiche Horn, aber auf der anderen Seite des großen Teiches, bläst Allan Harris. Wobei der New Yorker natürlich wie Myles Sanko ein Sänger mit einer samtweichen Stimme ist. Mit 60 Jahren ist er fast doppel so alt wie Myles Sanko, doch ist auch er hier in Deutschland noch ein Geheimtipp. Seine neue CD „Nobodys gonna love you better” ist das mittlerweile 10. Album von Allan Harris. Wie immer swingt und singt Harris ist der ganzen Bandbreite vom Soul bis zum Blues und lässt einen den ganzen schmutzigen Wahlkampf in den USA und dessen Ergebnis vergessen.

Allan Harris   nobody's gonna love you better   9

Tinariwen   live in paris   12

Hypnotischer Rock aus der Sahara von Tinariwen. Die Band gibt es seit mittlerweile 34 Jahren und sie ist quasi das Synonym für die Rockmusik der Tuareg, dem Berbervolk aus dem Zentrum der Sahara. Der Bürgerkrieg in Mali und der zunehmende Einfluss islamistischer Gruppen in ihrer Heimat hat bei der Band Tinariwen Spuren hinterlassen und spiegelt sich in ihren Liedern. Die neuste CD von Tinariwen "Live in Paris" wurde im Dezember 2014 aufgenommen und dokumentiert die Bühnenversion ihrer Songs.

Nicht aus der trockenen Sahara, sondern aus dem feuchten Kongo stammt Sam Mangwana. Der 71-jährige ist eine Galionsfigur des Soukous, der afrikanischen Variante der kubanischen Rumba. Er war in den 1960er und 70er Jahren Sänger in den führenden Bands und lebte in verschiedensten Hauptstädten Westafrikas. Nachdem es jahrelang nichts Neues mehr von ihm gab, wurde nun Sam Mangwanas Album "Galo Negro" wieder veröffentlicht und mit einigem Bonusmaterial versehen.

Sam Mangwana   galo negro   12

Joyce Moreno   cool   9

"Cool" nennt Joyce Moreno ihr neustes Album. Dieses widmet die brasilianische Sängerin den Jazz-Musik-Idolen ihrer Kindheit und Jugend in den 1950er und 60ern. Zu hören sind Songs von Cole Porter, Thelonious Monk und Harry Belofonte. Die gerade verklungene einzige Eigenkomposition von Joyce Moreno trägt den Titel "Mingus, Miles & Coltrane". Wer auf amerikanische Jazz-Standards steht und sie mit einem brasilianischen Zungenschlag hören will, dem macht Joyce Moreno mit "Cool" eine riesige Freude.

Wir blieben bei Klassikern im ungewöhnlichen Gewand und kommen zum neuen Album des Orchestra Coco. Das italienische Trio aus den zwei Gitarristen Augusto Creni und Marco Maturo sowie dem singenden Bassisten Luco Villani hat sich mit "Xmas Favourites" einen lang gehegten Traum erfüllt. In Gypsy-Swing-Manier interpretieren sie nicht nur Weihnachtsklassiker. Nein, sie spielen und singen auch Filmmusiken von Streifen, die traditionell Weihnachten im italienischen Fernsehen laufen. Mein absoluter Favorit ist Orchestra Cocos Version von Edelweiss aus dem Film "The Sound of Music".

Orchestra Coco   xmas favourites   15

Mariana Sadovska & Christian Thomé   vesna - spring   1

Mit dem Album "VESNA.SPRING" stellt die ukrainische Sängerin Mariana Sadovska ihr neues Duo mit dem deutschen Jazz-Schlagzeuger Christian Thomé vor. Gemeinsam lassen sie ihre verschiedenen kulturellen und musikalischen Wurzeln zu einer neuen Ost-West-Melange verschmelzen. Bei Mariana Sadovska und Christian Thomé  ergänzen sich organisch fast vergessene, uralte, schamanische und aktuelle urbane Varianten ihrer Instrumente. Maultrommeln, indischese Harmonium, Zither, Sampler, Laptop und andere elektronische Geräte kommen zum Einsatz.

Ebenfalls in gar keine Schublade passt das israelische Duo Malox. Schlagzeuger Roy Chen knüppelt energiegeladen los, wenn Multiinstrumentalist Eyal Talmudi mit Saxophon, Klarinette und sogar Dudelsack so ziemlich alles in seinen musikalischen Schwitzkasten nimmt, was ihn in den Sinn kommt. Jazz trifft da auf Polka, Klezmer auf Punk, Reggae auf hebräische Hochzeitsmusik. Ihr Album "Gaza Trip" kommt mit so einer Wucht daher, dass man sich hinterher füllt, als hätte man einen ganzen Tag ohne Wasser und Hut an einem Checkpoint zwischen Israel und den Palästinensergebieten gestanden und habe die ganz Zeit Soundfetzen aus vorbeirauschenden Autos gehört. Hört den Titeltrack "Gaza Trip" von Malox.

Malox   gaza trip   2

Der Goldene Orsino Jingle

Der Goldene Orsino geht heute an die italienische Band Riserva Moac für ihr drittes Album "Babilonia". Schon der Titel macht klar, in ihrer Musik gibt es viele Sprachen, viele Stile, viele ungewöhnliche Klänge. Die 7-köpfige Band bietet eine aufregende Mischung aus mediterranem Flair, Balkan beeinflussten Bläsern, Gypsy-Electro und Hip Hop. „Moac“ im Bandnamen ist eine Abkürzung. Sie steht für „Molise Oriente Africa Cuba“ und drückt den Glauben der Band aus, dass Musik grenzüberschreitende Freundschaften zwischen den Völkern und Ländern schaffen kann. Wobei Molise für die Gegend nördlich von Neapel steht, aus der Riserva Moac stammen. Das Album "Babilonia" bietet Weltmusik pur und dafür hier und jetzt der Goldene Orsino an Riserva Moac.

Ich muss ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de, dort zu Orsinos Lied durchklicken.

Orsino verabschiedet sich auf Walisisch hwyl und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

Riserva Moac   babilonia   1

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orsinos lied  Q U E Rfunk Karlsruhe  Erstausstrahlung: 09.10.16  13 Uhr

Klaus Wunderlich   la paloma #4   11

Orsino-Jingle

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein vielfältiges Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen. Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma sagt Orsino. Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten unter anderem aus Mauretanien, Jamaika und Mexiko. Es wird den nächsten Teil der Reihe „The Magic of John Zorn“ zu hören geben und der Goldene Orsino geht an Kenny Garrett für sein Album "Do Your Dance!".

Nach der La-Paloma-Version Klaus Wunderlich aus dem Jahr 1973 geht es weiter mit drei Spielarten des Blues. Rau und kraftvoll mit ZZ Top, jazzig und Varieté-artig mit Beth Hart sowie swingend und verträumt mit Freddie Roulette.

Sie stehen seit 45 Jahren in Originalbesetzung auf den Bühnen der Welt und sind immer noch nicht müde: ZZ Top. Das Trio aus Texas beweist dies auf ihrem neuen Album. "Live - Greatest Hits from Around the World" wurde unter anderem in Houston, Paris, Berlin und Sao Paolo aufgenommen. Diese Art Live-Best Of hat den wunderbaren Vorteil, dass der rohe Sound des Blues-Rock a la ZZ Top so richtig zur Wirkung kommt.

Viel glamouröser klingt der Blues bei Beth Hart. Die Sängerin und Pianistin hat mit "Fire on the Floor" 20 Jahre nach ihrem Debüt ihr 11.Studioalbum veröffentlicht. Musikalisch kommt Beth Hart mittlerweile die ganz große weiße Bühnentreppe runter und wird dafür überall auf der Welt gefeiert.

Der 77-jährige Freddie Roulette ist ein begnadete Hawaiigitarrist und obwohl er seit den 1940ern auf der Bühne steht, immer noch ein Geheimtipp. Dabei hat er mit allen Größen des Blues auf der Bühne und im Studio gestanden, z.B. John Lee Hooker, Henry Kaiser und Clarence ‘Gatemouth' Brown. Das Album "Spirit of Steel" hat Freddie Roulette schon 1999 veröffentlicht, doch es klingt nach wie vor zeitlos schön und hat den Swing nicht verloren. Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für ZZ Top, Beth Hart und Freddie Roulette.

ZZ Top   live - greatest hits from around the world   5

Beth Hart   fire on the floor   5

Freddie Roulette   spirit of steel   2

Der Bulgare Kottarashky hat eigentlich als Remixer angefangen, der bulgarische Volksmusikschnipsel in clubtaugliche Song verzauberte. Um seine Musik auf die Bühne zu bringen formte er die Band The Rain Dogs. Diese Hilfskonstruktion hat sich mittlerweile verselbstständigt und Kottarashky and The Rain Dogs sind zu einer echten Band zusammengewachsen. Ihr drittes Album "Cats, Dogs and Ghosts" zeugt davon und ist schon jetzt mit Sicherheit eine der spannendsten Scheiben dieses Herbstes.

Kottarashky and the Rain Dogs   cats, dogs and ghosts   5

José Mauro   obnoxius   2

Die Musik des brasilianischen Sängers und Komponist José Mauro zählt zu den heimlichen Schätzen Südamerikas. Kurz nachdem Mauro 1970 sein Album "Obnoxius" aufgenommen hatte, starb er bei einem Motorradunfall. Jetzt wurde das Album wiederveröffentlicht und somit gibt es nun endlich die Chance, diesen dunklen Edelstein der brasilianischen Musik zu entdecken und zu geniessen.

Ein Ami und drei Franzosen feiern als Sociedade Recreativa die Musik Nordbrasiliens, den Forró. Diesen reichern die vier mit elektronischen Klängen an. Für ihr mit dem Bandnamen betitelten Debüt haben sich Sociedade Recreativa unter anderem die Brasilianerin Falvia Coelho ist Studio geholt. Mit dieser Musik kommt der Sommer zurück.

Sociedade Recreativa   dito   3

Oddjob   folk   6

Mit ihrem neusten, ihrem siebenten Album hat die schwedische Band Oddjob ein Projekt von 1965 fortgeführt. Damals bearbeiteten Jazzmusiker schwedische Volks- und Kirchenlieder. Oddjob nahm nun eine Neuinterpretation dieser Liedbearbeitungen vor. Quasi die Modernisierung der Modernisierung. Das daraus entstandene himmlischspannende Album nannten Oddjob schlicht "Folk".

Himmlischspannend ist auch jedes neue Album, das der New Yorker John Zorn einspielen lässt. Womit wir wieder einmal bei der Rubrik "The Magic of John Zorn". Der Musiker und Komponist Zorn hat mit dem Album "Rimbaud" einem der einflussreichsten Autoren Frankreichs ein musikalisches Denkmal gesetzt. Die vier Kompositionen sind ganz unterschiedlich. Eine klassisch gehaltene Kammerorchesterkomposition eröffnet den Reigen, gefolgt von einem elektronischen Stück. Nummer Drei ist eine Komposition, deren Piano-Teil voll auskomponiert ist, die dazugehörige Rhythmusgruppe aus Bass und Schlagzeug jedoch frei improvisieren. Den Abschluss bildet eines der File-Card-Stücke, bei denen Zorn Kompositionsteile auf kleine Karten schreibt und diese wild durcheinanderwirbelt. Dazu wird eine Text von Arthur Rimbaud aus dem Jahr 1871 rezitiert. Bei dieser Komposition ist John Zorn selbst an Altsaxophon, Klavier, Gitarre, Orgel und Schlagzeug zu hören. Taucht nun ab in die einzigartige Klangwelt von John Zorn.

John Zorn   rimbaud   4

Alsarah and the Nubatones   manara   14

Die aus New York stammende Band Alsarah and the Nubatones hat sich, wie zu hören war, der Musik der Nordostafrikas, also Sudans und Nubiens angenommen. Ihr zweites Album "Manara" ist ein Konzeptalbum, das man mit seinen Wechseln aus Songs und Zwischentiteln von Anfang bis Ende hören sollte. Damit haben Alsarah and the Nubatones ein überzeugendes Gesamtkunstwerk geschaffen, das Lust auf mehr macht.

Ein weiteres wichtiges Weltmusikalbum dieses Herbstes hat Noura Mint Seymali veröffentlicht. Die aus Mauretanien stammende Sängerin hat mit ihrem Ehemann, dem Saitenvirtuosen Jeihe Ould Chighaly und der gemeinsamen Band einen neuen Musikstil entwickelt. Azawan hat seine Wurzeln in der maurischen Tradition, doch die vorantreibenden E-Gitarrenriffs transportieren die alten Lieder in die Gegenwart. Der Nachfolger des gefeierten Debüt-Albums von Noura Mint Seymali hießt "Arbina".

Noura Mint Seymali   arbina   3

Lee Scratch Perry & Subatomic Sound System   black arc vampires   1

Schwere Bässe, entschleundigte Reggae-Rhythmen, wilde Soundeffekte: dies sind die Hauptzutaten, aus den seit Ende der 60er Jahre Dub zusammengemixt werden. Der mittlerweile 80-jährige Jamaikaner Lee Scratch Perry zählt zu den wichtigsten Vertreter des Dub. Gemeinsam mit dem New Yorker Subatomic Sound System hat er den gerade verklungenen Song "Black Arc Vampires" aufgenommen und demonstriert, der er sich noch lange nicht aufs Altenteil zurückziehen will.

Der in Texas geborene, in Mexiko aufgewachsene und nun wieder in Texas lebende Sergio Mendoza gehört zu einer neuen Generation von Tex-Mex-Musikern. Gemeinsam mit seinem Orkesta Mendoza hat der Multiinstrumentalist gerade sein zweites Album veröffentlicht. "Vamos A Guarachar!" - sinngemäss: los wir gehen uns vergnügen - ist wirklich ein wahres Vergnügen. Beim Orkesta Mendoza triffen mexikanischen Cumbia, Mambo und Mariachi auf Elektro und Punk.

Orkesta Mendoza   vamos a guarachar   2

Der Goldene Orsino Jingle

Der Goldene Orsino geht heute an den US-amerikanischen Jazz-Saxophonisten Kenny Garrett für sein Album "Do Your Dance!". Eigentlich tief im Jazz verwurzelt ist Kenny Garrett dafür bekannt, dass er die Leute auf seinen Konzerten zum Tanzen bringt. Nun hat Garrett neun Songs aufgenommen, die alle eins gemeinsam haben: sie grooven gewaltig. Die Titel heißen u.a. "Bossa", "Calypso Chant" und "Persian Steps" und so kommen auch die Einflüsse aus den verschiedensten Richtungen – von Jazz, Swing und Funk über Latin, Bossa und karibische Calypso-Musik bis zur Musik Vorderasiens. Das ist Weltmusik pur und dafür hier und jetzt der Goldene Orsino an Kenny Garrett für seinen Produktion "Do Your Dance!". Ich muss mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de, dort zu Orsinos Lied durchklicken. Orsino verabschiedet sich auf Armenisch: tste sout oun und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

Kenny Garrett   do your dance!   6

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orsinos lied  Q U E Rfunk Karlsruhe  Erstausstrahlung: 11.09.16  13 Uhr

Orquestra Valdes   la paloma #3   15

Orsino-Jingle

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein vielfältiges Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen. Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version aus Mexiko sagt Orsino. Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten unter anderem aus Ghana, Trinidad und Italien. Es wird den nächsten Teil der Reihe „The Magic of John Zorn“ geben und der Goldene Orsino wird am Ende der Sendung an David Nesselhauf für sein Album "Afrokraut" verliehen. Nach der La-Paloma-Version des Orquestra Valdés gibt nun einen skandinavischen Dreierpack.

Durch sein Spiel auf Ziegenhörnern hat der Norweger Karl Seglem einen einzigartigen Sound entwickelt. Musikalisch bewegt sich Karl Seglem im Grenzland zwischen Jazz, Weltmusik und Folk. Eines seiner zahlreichen Projekte ist das Karl Seglem Acoustic Quartet. Ihr neues gemeinsames Album heißt "Nordic Balm" und bildet mit "Norskjazz" und NyeSongar.no eine Trilogie. Das Karl Seglem Acoustic Quartet präsentiert sich als brillant eingespielte Truppe mit ungebändigter Spielfreude.

Sie gehört zum Stamm der Samen, den Ureinwohnern Nordschwedens: Sofia Jannok. Wie beispielsweise Marie Boine Persen singt sie im Joik-Stil, eine Art nordischer Jodeler. Einige ihrer Lieder trägt Sofia Jannok aber auch auf Englisch und Schwedisch vor. Ihr viertes Album nennt sie selbstbewusst "Orda - This is my land" und bietet eine Melange aus Folk, Elektronik und Pop.

Kaum zu glauben aber war: die schwedische Elektro-Folk-Gruppe Garmarna gibt es nun schon 26 Jahre. Zehn Jahre, nachdem Garmarna ihre letzte Platte veröffentlicht hat erschien jetzt endlich ihre lang erwartetes sechstes Album. Dieses heißt schlicht "6" und spannt einen weiten Bogen von akustischer Sanftheit zur elektronischen Härte von traditionellen Melodien bis zu düsterem Rock. Öffnet nun also Eure Ohren und Herzen für das Karl Seglem Acoustic Quartet, Sofia Jannok und Garmarna.

Karl Seglem   nordic balm   7

Sofia Jannok   orda - this is my land   14

Garmarna   6

Von Nordeuropa nach Nordamerika, direkt in den Meltingpoot New York zur Rubrik "The Magic of John Zorn". Seit Mitte der 1990er Jahre schrieb der jüdische Komponist vier Liederzyklen mit über 1 400 Songs. Das erste Songbook hat er noch selbst mit seiner Band Masada eingespielt. Den zweiten Zyklus überließ er schon anderen Bands und so hat nun das Nova Express Quintet das 28. Album des sogenannten "Book of Angels" aufgenommen. Es spielen John Medeski an Orgel und Klavier, am Vibraphon Kenny Wollensen, Trevor Dunn - Bass, am Schlagzeug Joey Baron und Cyro Baptista - Percussion. Das Album trägt, wie alle der Book-of-Angels-Reihe, den Namen eines Dämons, in diesem Falle Andras.

Nova Express Quintet   andras - book of angels 28   4

Bror Gunnar Jansson   dito   4

Er ist so ziemlich die schrägste One-Man-Blues-Band des Universums: Bror Gunnar Jansson. Ja und er stammt nicht, wie man denken könnte, aus den Südstaaten der USA, sondern aus Schweden. Das gerade verklungene Stück stammt aus dem Jahr 2012 vom Debüt-Album Bror Gunnar Janssons, das schlicht seinen Namen trägt.

Bleiben wir noch kurz bei Blues aus Skandinavien. Der Norweger Vidar Busk hat jahrelang in den Staaten gelebt und dort den Blues aufgesogen wie ein trockner Schwamm. Die Doppel-CD "Tung örn flyr lavt" ist ein Best-Of seines 30-jährigen  Schaffens. In knapp 40 Songs klingen alle Fassetten seiner Gitarren- und Gesangskunst an. 

Vidar Busk   tung orn flyr lavt   3

Pat Thomas   coming home   I/1

In der langen Ahnengalerie des westafrikanischen Highlife hat er einen Ehrenplatz: Pat Thomas. "The Golden Voice of Africa“ hat sich gerade mit einem neuen Album und einer große Europa-Tour wieder ins Bewusstsein gespielt. Und um dies alles noch zu unterstreichen, ist nun noch eine Doppel-CD des Sängers aus Ghana erschienen. "Coming Home" ist eine Best-Of mit Titeln, die Pat Thomas zwischen 1967 und 1981 eingespielt hat. Die zwei Scheiben machen klar, warum Pat Thomas "The Golden Voice of Africa" genannt wird. Fantastisch!

Ebenfalls aus Ghana stammte der Multiinstrumentalist und Sänger Rim Kwaku Obeng, der leider im Mai verstorben ist. Dabei wurde auch er gerade wiederentdeckt, denn auch von Rim werden gerade alte Scheibe neu aufgelegt. Diese belegen, dass eine der Wurzeln der Disco-Musik nach Westafrika reicht. Das Album "Too Tough" sind eigentlich zwei EPs, die Rim Anfang der 1980er in Kalifornien eingespielt hat.

Rim and Kasa   too tough   5

Latin Quarter   the imagination of thieves   12

Mit dem Song "I am refugee - ich bin Flüchtling" macht die englische Band Latin Quarter klar, was sie von den Parolen rechter Politiker hält. Das neue Album "The imagination of thieves" zeigt wieder, wofür Latin Quarter seit dem Anfang ihrer Band-Geschichte Mitte der 80er bekannt sind, nämlich in ihren Songs klare politische Kante zu zeigen. Da neue Album haben Latin Quarter quasi live im Studio eingespielt und so klingt ihre Musik auch: direkt und unverkünstelt.

Mop Mop nennt sich ein Projekt des Italiener Andrea Benini. Mal alleine, mal mit Band verwebt Benini nordafrikanischen Rhythmen mit Afro-Jazz und Karibiksounds. Gerade hat Mop Mop mit "Lunar Love" das fünftes Album veröffentlicht. Stargast auf dem Album: der aus Trinidad stammende Sänger Anthony Joseph.  

Mop Mop feat. Anthony Joseph   lunar love   3

Dub Dynasty   holy cow   10

"Holy Cow - Heilige Kuh", wer ein neues Album so nennt, muß wohl viel Humor haben. Und dies kann man von Dub Dynasty durchaus sagen. Das Trio aus England besteht aus dem wichtigsten Dub-Duo der Insel, Alpha & Omega sowie Alpha Steppa, dem Sohn bzw. Neffen von Alpha & Omega. Die drei haben sich zudem zahlreiche Sänger ins Boot geholt und so ist "Holy Cow" eine wunderbar abwechslungsreich Dub-Scheibe geworden.

Von Dub aus England zu wiederbelebter Samba aus Brasilien. Clara Moreno, die Tochter Joyce Moreno und Nelson Angelo, zweiter Ikonen der brasilianischen Musik, ist heute mindestens genauso berühmt wie ihre Eltern. Schon als Kind stand sie mit Musikern wie Milton Nascimento und Egberto Gismonti auf der Bühne. Mit dem Album "Samba esquema novo de novo" hat sie eine moderne Version der LP "Samba esquema novo" aufgenommen. Diese Scheibe hat Jorge Ben 1963 aufgenommen und sie zählt heute zu den Klassikern der modernen Musik Brasiliens. Hört Clara Moreno in einem wunderschönen Duett mit Wilson Simoninha.

Clara Moreno   samba esquema novo "de novo"  4

The Ukrainians   evolutsiya   I/5

Mit dem Doppel-Album "Evolutsiya" feiert die Band The Ukrainians ihr 25-jähriges Jubliäum. Entstanden aus der englischen Band "The Wedding Present" vereint die wilde Treppe ukrainische Folklore und englischem Rock. Dabei haben sie riesigen Spaß und nehmen gelegentlich aus "ukrainisierte" Versionen von Rock- und Pop-Klassikern auf. Das Doppel-Album bietet auf CD 1 ein Best-Of ihrer über 20 Platten. Auf CD 2 sind Live-Versionen und bisher unveröffentlichtes Material der Ukrainians zu hören.

Der in Kairo lebenden palästinensischen Musikers und Produzenten Tamer Abu Ghazaleh hat mit "Thulth" sein drittes Album herausgebracht. Der Sänger und Ud-Spieler ist nicht nur Musiker, sondern eine Schlüsselfigur der alternativen Musikszene im arabischen Raum. Tamer hat unter anderem eine unabhängige Musikorganisation gegründet, um es jungen Musikern einfacher zu machen, die nicht in Pop unterwegs sind. Zudem spielt Tamer in der Kairoer Band Alif. Jetzt aber ein Song aus seiner neuen Solo-Scheibe.

Der Goldene Orsino Jingle

Der Goldene Orsino geht heute an David Nesselhauf für sein Album "Afrokraut". Der Hamburger Bassist und Elektroniker ist in unterschiedlichsten musikalischen Welten unterwegs. Mal spielt er hingebungsvoll Funk, mal düsternen Entzeitmetal, mal Avantgarde-Elektronic. Mit "Afrokraut" wendet sich David Nesselhauf einer ganz kurzen und fast vergessenen Episode deutscher Rockmusik zu. Ende der 1970 suchten Bands wie Can nach einer Verbindung von afrikanischer Musik und Krautrock. Nesselhauf nimmt diesen Strang wieder auf und fügt heutiges hinzu. Mit Gastmusikern wie dem Afrobeat-Sänger Amadou Bah oder Jazzer Nabil Atassi entstand ein Album, dessen Musik im wahrsten Sinne des Wortes Weltmusik ist. Dafür hier und jetzt der Goldene Orsino für David Nesselhauf und sein Album "Afrokraut".

Ich muss ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de, dort zu Orsinos Lied durchklicken.

Orsino verabschiedet sich auf Bulgarisch dovijdáne und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

David Nesselhauf   afrokraut   5

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orsinos lied  Q U E Rfunk Karlsruhe  Erstausstrahlung: 14.08.16  13 Uhr

Bill Hall   la paloma #2   13

Orsino-Jingle

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen. Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version aus England sagt Orsino.

Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten mit zum Teil sehr langem Atem. Es gibt den  nächsten Teil der Reihe „The Magic of John Zorn“. In Schau an - Musik präsentiert ich Euch diesmal einen Ausstellungskatalog mit LP und CD.  Der Goldene Orsino geht an die Produktion Amerli: Refugees for Refugees.

Die La-Paloma-Version zu Beginn stammte von Bob Hall, einem englischen Blues- und Jazzpianisten, der schon mit John Lee Hooker, Chuck Berry und Howlin' Wolf auf der Bühne stand.

Obwohl ich kein großer Freund von Samplern bin, beginne ich jetzt mit gleich drei sehr unterschiedlichen, die doch alle etwas gemeinsam haben: sie sind überraschend und bieten Neues  sowie Unbekanntes.

Radio Vienna präsentierte - ja klar - Musik von Wiener Bands. Im Untertitel heißt die Zusammenstellung "Sounds from the 21th century" - was klar macht, dass dies keine gewöhnliche Austropop-Scheibe ist. Vorgestellt werden 14 Bands, deren Mitglieder so bunt zusammengewürfelt sind, wie die multiethnische Bevölkerung der österreichischen Hauptstadt. Bands wie 5/8erl in Ehr'n, Madame Baheux, die Donauwellenreiter oder Orges & The Ockus-Rockus Band präsentieren die neue Garde experimentierfreudiger Künstlerinnen und Künstler im Spektrum zwischen Souljazz, Balkanflair, Elektronik und den humorig-morbiden Schmäh des Wiener Lieds.

Der Sampler Beyond Addis Vol. 2 heißt im Untertitel: Modern Ethiopian Dance Grooves inspired by Swinging Addis. 13 Bands hat der Münchner Musiker Jan Weissenfeldt auf die CD gepackt und alle haben sich vom Ethio-Jazz der 70er Jahre inspirieren lassen. Die Szene ist international, die Tezeta Band stammt aus Portland/USA, Jungle by Night aus Amsterdam, das Cosmic Analog Ensemble aus der libanesischen Hauptstadt Beirut und Les Frères Smith aus Paris. Jan Weissenfeld hat selbst mehrer Ethio-Jazz-Inspirierte Gruppen und ist gleich mit zwei Bands auf dem Sampler vertreten.

Sampler Nummer Drei "Pandaemonium Gitano" ist eine Zusammenstellung des Züricher DJs Rock Gitano. Wie in seinen Shows bringt er verschiedenste Bands zusammen, die alle eine Affinität zu Gypsy Music haben. Die Spanne reicht von Gogol Bordello aus New York über Boom Pam aus Israel und Gypsy Hill aus London bis zu Äl Jawala aus Freiburg. Eine tolle Scheibe für eine zu durchtanzende Sommernacht.

Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für Worried Man & Worried Boy feat. Der Nino aus Wien, die Whitefield Brothers und Äl Jawala.

Worried Man & Worried Boy feat. Der Nino aus Wien   radio vienna   1

Whitefield Brothers   beyond addis vol. 2   11

Äl Jawala   pandaemonium gitano   5

Schau an - Musik. Vor mir liegt ein 32 cm x 32 cm großer weißer Ausstellungskatalog. In schwarzen nach unten führenden Buchstaben steht geschrieben: Michaela Melián Electric Ladyland. Der Katalog enthält keine Fotos einer Ausstellung sondern eine über vier Seiten gehende Grafik, drei ausführliche Texte zu Michaela Melián und - und darum geht es hier - eine LP und eine CD mit zwei Musikstücken der Künstlerin. Erschienen ist der Katalog zur ersten museale Einzelausstellung im Münchner Lenbachhaus, denn Melián ist nicht nur Sound- sondern auch bildende Künstlerin. In Electric Ladyland geht nicht um die gleichnamige LP von Jimmy Hendrix, sondern um die Kunstfigur der Olympia aus Jacques Offenbachs Oper Hoffmanns Erzählungen von 1881. Mit Zeichnungen, Installationen und Musik umkreist Melián den Mythos der von Männern geschaffenen künstlichen Frauen. Die studierte Cellistin ist Mitbegründerin der Avantgarde-Band F.S.K. und produziert seit Jahren erfolgreiche Hörspiele. Außerdem hat Melián mittlerweile fünf elektroakustische Soloalben aufgenommen. Der Soundtrack zur Ausstellung beinhaltet zwei Stü mit einer Allstarband veröffentlicht, deren Mitglieder in mit so unterschiedlichen Musikern wie Papa Wemba, Cesaria Evora, den Heilocentrics und dem Creole Jazz Orchestra spielten. Die Songs schlagen eine Brücke zwischen den einzelnen Karibikinseln und Afrika und haben eine unglaubliche Wucht und einen unwiderstehlichen Sog. Anthony Josephs neues Album ist wie ein Tor in die Zukunft karibischer Musik.

Anthony Joseph   caribbean roots   1

Von der Karibik gen Westen nach New York und zu "The Magic of John Zorn". Der jüdische Aktivist, Musiker, Autor, Label- und Clubbetreiber ist vor allem anderen Komponist mit einem unglaublichen Schaffensdrang. Zu den vielen Bands und Musikerkonstellationen, die seine Kompositionen aufführen und einspielen gehört das Trio Simulacrum. John Medeski spielt darin Orgel, Matt Hollenberg Gitarre und Kenny Grohowski Schlagzeug. Die Stücke auf dem Album Inferno sind dem schwedischen Schriftsteller, Maler und Philosophen August Strindberg gewidmet. Und wie seine Stücke sind auch die Kompositionen von John Zorn geprägt von tiefschwarzer Verzweiflung in Strindbergs Inferno-Phase nach der Scheidung von seiner zweiten Frau.

Simulacrum   inferno   4

Der Goldene Orsino Jingle

Der Goldene Orsino geht heute an die Produktion "Amerli: Refugees for Refugees". Im letzten Jahr kamen auch in Belgien zehntausende Flüchtlinge an. Und wie überall, finden sich unter diesen auch viele hoch ausgebildete Musiker. Da Projekt Amerlie bringt knapp 20 Musikerinnen und Musiker zusammen, die aus Syrien, dem Irak, Afghanistan, Pakistan und Tibet stammen. Gemeinsam erzählen sie in ihren Liedern von Flucht und Vertreibung, vom Leben im Exil, von Heimweh, Hoffnung, Würde und Solidarität. Das Album baut Brücken zwischen den Musikern und ihren verschiedenen Traditionen und bietet damit Weltmusik im allerbesten Wortsinne. Deshalb hier und jetzt der Goldene Orsino für "Amerli: Refugees for Refugees".

Ich muss ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de

Orsino verabschiedet sich auf Bengali: ashi und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

Amerli   refugees for refugees   3

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orsinos lied  Q U E Rfunk Karlsruhe  Erstausstrahlung: 09.07.16  13 Uhr

Otto & Bernelli   la paloma   14

Orsino-Jingle

 

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt ihr hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen. Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version aus dem Ruhrpott sagt Orsino.

Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten unter anderem aus Mali, Nigeria und Kenia. Es wird den nächsten Teil der Reihe „The Magic of John Zorn“ zu hören geben und der Goldene Orsino geht am Ende der Sendung an Mikhael Alperin für seine Produktion "Prayers and Meditations".

Nach der La-Paloma-Version des wilden Straßenmusiker-Duos Otto & Bernelli, die zwischen 1978 bis 2008 vorzugsweise im Ruhrpott unterwegs waren geht es weiter mit einem musikalischen Dreierpack rund um Marc Ribot.

Der New Yorker zählt zu den vielseitigsten Gitarristen der Gegenwart. An der klassischen Gitarre ausgebildet, wechselte Ribot bald zur E-Gitarre und spielte mit ganz vielen unterschiedlichen Musikern zusammen: von Soullegende Salomon Burke,  über Rockröhre Tom Waits und Poptitan Elton John bis zu Avantgarde-Musikern wie Noël Akchoté und John Zorn. Selbst mit der Berliner Band 17 Hippies war Marc Ribot auf Tournee. Ribot ist auf hunderten Platten zu hören, von kubanischer Musik bis zu Freejazz. Sein neustes Projekt sind die Young Philadelphians. Gemeinsam mit Mary Halvorson an der zweiten Gitarre, Bassist Jamaaladeen Tacuma, Schlagzeuger Calvin Weston sowie einem Streichertrio spielten sie ihr Debüt live in Tokio ein. Deshalb heißt das Album auch „Live in Tokyo“. Es bietet verjazzte Version von Soul-Hits aus Philadelphia, aus einer Zeit bevor Dancemusic digital wurde.

Marc Ribots Bruder im Geiste ist der englische Gitarrist Fred Frith. Gemeinsam spielten sie vor über 20 Jahren das Album „Sounds of a Distant“ ein und loten gemeinsam die Grenzen der Gitarrenspiels aus.

Wiederum ziemlich frisch ist das Marc Ribot Trio mit Henry Grimes an Bass und Geige sowie Chad Taylor am Schlagzeug. Zu dritt spielten sie im legendären New York Jazzclub Village Vanguard eine frei fließende Musik zwischen Freejazz, Rock und Blues. Auch dieses Album heißt schlicht "Marc Ribot Trio live at the Village Vanguard".Ein raues, querköpfiges Album, das den Hörern einiges abverlangt, sie aber auch reich beschenkt. Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für Marc Ribot in drei ganz unterschiedlichen Soundarten.

Marc Ribot The Young Philadelphians   live in tokyo   3

Marc Ribot & Fred Frith   subsonic #1   3

Marc Ribot Trio   live at village vangard   3

So, jetzt brauchen wohl einige etwas zum Durchschnaufen und dies machen wir mit einer weiteren Ausgabe der Reihe “The Magic of John Zorn”  und - ja – auch wieder mit Marc Ribot. Der ist nämlich der Gitarrist der Band The Dreamers, von der der New Yorker Komponist John Zorn seine zartesten und verspieltesten Lieder einspielen lässt. Das Album „Pellucidar – a dreamers fantabula“ spielt auf den fiktiven Kontinent Pellucidar im Innern unserer Erde an. Diesen hat sich der Tarzan-Autor Edgar Rice Burroughs Anfang des letzten Jahrhunderts ausgedacht. Neben Marc Ribot spielen bei The Dreamers Kenny Wollesen am Vibraphon, Keyboarder Jamie Saft, Bassist Trevor Dunn sowie Schlagzeuger Joey Baron und Percussiost Cyro Baptista.

John Zorn / The Dreamers   pellucidar - a dreamers fantabula   6

Eji Oyewole   charity begins at home   1

“Charity begins at home” ist der Titelsong einer LP von Eji Oyewole, die 1977 in Nigeria aufgenommen und nun endlich wiederveröffentlich wurde. In seiner westafrikanischen Heimat ist Eji eine Ikone des Highlife und wird verehrt für sein groovendes Saxophon- und Flötespiel. Er hatte seine ganz große Zeit in den 70ern, als er unter anderem mit Bob Marley, Miles Davis, Fela Kuti, Ornett Coleman und Dizzy Gillespy aufgetreten ist. Heute lebt Eji Oyewole in London und gibt noch ab und an Konzerte.

Von Nigeria nach Kenia und dies via Deutschland. Denn der Hamburger Schlagzeuger Sven Kacirek reiste 2010 ist ostafrikanische Kenia, um dort neue Rhythmen kennenzulernen und mit Musikern vor Ort aufzunehmen. Im Vergleich zu anderen derartigen Projekten beschreibt Kacirek jede der Aufnahmen ausführlich und erzählt im Booklet von der Musikern, der Instrumenten und Aufnahmeorten. So ist das Album „The Kenya Session“ eine Art musikalisches Tagebuch und bekam nicht umsonst den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Den folgenden Song hat Sven Kacirek mit dem Sänger Olith Ratego eingespielt.

Sven Kacirek   the kenya sessions   7

Dalindeo   slavic soul   3

Dies war der Titelsong des neuen Albums „Slavic Soul“ der finnischen Band Dalindèo. Auch auf ihrem nunmehr vierten Album mixen die sechs Musiker wieder fröhlich und  hochvirtuos Klezmer und Surfrock, Swing und Tango, nordische Schlager der 50er und Balkan. Im Gegensatz zu früheren Veröffentlichungen fällt die Stimmung auf "Slavic Soul" etwas dunkler, psychedelischer und melancholischer aus. Vielleicht meinen Dalindèo mit Slavic Soul ja die Seele Draculas.

Der Seele Mozarts hat sich das Freiburger Ensemble FizFüz mit ihrem neuen Album „Mozart im Morgenland“ verschrieben. Mozart spielte ja in seiner Musik auch immer wieder gern mit orientalischen Einflüssen, oder was damals dafür gehalten wurde. FizFüz haben nun genau dies herausgearbeitet und mit echter orientalischer Musik gemischt. Eine sehr wohlklingende Verschmelzung von Orient und Okzident.

FizFüz   mozart im morgenland   13

Geoff Berner   we are going to bremen to be musicians   6

Mit seiner in Klezmer verwandelten Coverversion eines David Bowie-Songs demonstriert der Kanadier Geoff Berner, dass er mit alle Wassern gewaschen ist. Als Jude osteuropäischer Abstammung will der Sänger und Akkordeonist Klezmer lebendig halten: betrunken, dreckig, politisch und leidenschaftlich, wie er selbst sagt. Sein siebentes Album heißt „We are going to Bremen to be musicians“ und wie der Esel, der Hund, die Katze und Hahn, sieht Berner seinen Musik auch als eine Strategie gegen Verzweiflung. Geoff Berner gehört auch zum sogenannte Klezmer Bund, eine lose Vereinigung von Musikern, die Klezmer entstauben wollen.

Auch zum Klezmer Bund gehört der in Berlin lebende US-Amerikaner Daniel Kahn. Er ist einer der Musiker des Semer Ensembles. Dieses hat sich zur Aufgabe gemacht, jüdische Lieder, die in den 30er Jahren in Berlin veröffentlicht wurden, wieder zum Leben zu erwecken. Der Name bezieht sich auf die Schallplattenfirma Semer, die damals von Hirsch Lewin gegründet wurde, um jüdischen Musiker eine Möglichkeit zu Veröffentlichung zu bieten. Lewins Laden und Lager wurde 1938 von der SA zerstört, er später ins KZ Sachsenhausen deportiert, aus dem er nach Palästina auswandern kann. Lewin starb 1958 in Israel. Ein halbes Jahrhundert später machte sich der Musikethnologe Rainer E. Lotz daran, die alten Aufnahme zu sammeln. 2012 beginnt dann der in Berlin lebende Alan Berg das Semer Ensemble zu formieren, in dem neben Daniel Kahn u.a. auch Lorin Sklamberg und Paul Brody zu hören sind. Die erste CD des Semer Ensembles heisst „Rescued Treasure“, also geretteter Schatz und wurde live im Berliner Gorki-Theater eingespielt.

Semer Ensemble   rescued treasure   1

Modou Touré & Ramon Goose   the west african blues project   4

Unter dem Titel “The West African Blues Project” haben der Senegalese Modou Touré und der Engländer Ramon Goose ihr erstes gemeinsames Album veröffentlicht. Die ruhig dahinfließenden Lieder werden mal in Wolof, mal in Mandinka, mal in Französisch gesungen. Im gerade verklungenen Song wurden Modou Touré und Ramon Goose von Diabel Cissokho an der afrikanischen Harfe Kora begleitet.

Auch das neue Album des Gitarristen Djelimady Tounkara trägt den Blues im Titel: Djely Blues. Tounkara gehörte 1970 zu den Gründungsmusikern der Super Rail Band, der erfolgreichsten Bands Malis aller Zeiten. Salif Keita, Mory Kanté und Kante Manfila haben in der Band gespielt. Djelimady Tounkara neues Soloalbum zeigt, dass der knapp 70-jähirge noch immer zu den besten Sahara-Blues-Musikern gehört. Hört den Titelsong „Djely Blues“.

Djelimady Tounkara   djely blues   7

Christine Salem   larg pa lo kor   3

"Larg pa lo kor" ist der Titelsong des neuen Albums von Christine Salem. Die Sängerin mit der unglaublich tiefen Stimme stammt von der ostafrikanischen Insel Reunion. Christine Salem ist momentan eine der wichtigsten Stimmen der Maloya-Musik, einer Art ostafrikanischen Blues. Maloya wird von der UNESCO zu den Meisterwerken des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit gezählt und entstand als Protestmusik gegen die französischen Kolonialherren.

Der Goldene Orsino Jingle

Der Goldene Orsino geht heute an Mikhail Alperin und seine Produktion "Prayers and Meditations". Der in der Ukraine geborene und heute in Norwegen lebende Pianist und Komponist begann schon zu Sowjetzeiten Jazz und Folklore zu verbinden. Auf seinem 14. Album sucht er nun eine Verbindung von Musik und Spiritualität. Dabei unterstützen ihn der Osloer Kammerchor, der bulgarische Frauenchor Bulgarian Vocal Family, seine Frau, die Akkordeonspielerin und Sängerin Evelina Petrova-Alperin, sein jahrzehntelanger musikalischer Partner, der russische Sänger Sergej Starostin und der norwegische Perkussionist Bjørn Løken. Mit dieser Truppe gelingt es Mikhail Alperin, eine Brücke zu schlagen zwischen Ästhetik, Ethik und Spiritualität und Elemente der Musiksprache des Ostens in die Konzertsäle des Westens einzubringen. Weltmusik im besten Wortsinne und dafür hier und jetzt der Goldene Orsino an Mikhael Alperin und seine Produktion "Payers and Mediations".

Ich muß ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de Orsino verabschiedet sich auf Afrikaans totsiens und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

Mikhail Alperin   prayers and meditations   7

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orsinos lied  Q U E Rfunk Karlsruhe  Erstausstrahlung: 12.06.16  13 Uhr

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen.
Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version aus Spanien sagt Orsino.

 

Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten unter anderem aus Kamerun, Israel und Brasilien. In Schau an – Musik stelle ich Euch wieder einmal eine CD mit Buch vor und es wird den nächsten Teil der Reihe „The Magic of John Zorn“ zu hören geben. Der Goldene Orsino geht an schließlich an die koreanische Band Jambinai für ihre Produktion „A Heritage“.

 

Nach der La-Paloma-Version eines der bekanntesten Konzertgitarristen Spaniens, Pepe Romero, machen wir weiter mit einem baden-württembergischem Dreierpack.

LGFN ist die Kurzform für Le Gateau Foret Noire und wie die Schwarzwälder Kirschtorte so kommt auch die Band LGFN aus dem Schwarzwald. Mit „Black Forest“ haben sie ein groovendes Debüt-Album veröffentlicht. Elektronischer Pop trifft aus Jazz und wird elektronisch umwoben von der gelegentlichen Düsternis des Schwarzwaldes.

Die sechsköpfige Band Rasga Rasga stammt aus Freiburg und feiert einen bunten Stilmix aus Worldmusic, Punk, Balkanbrass mit Kauderwelsch-Texten. Gerade sind Rasga Rasga wieder auf Tournee durch den Südwesten. Lasst euch also am Besten live von den schweißtreibenden Rhythmen der Band einheizen. Das aktuelle, das zweite Album von Rasga Rasga heisst "Anhelo".

In Bad Urach der Schwäbischen Alb haben sich Booghk de Doo zusammengefunden, um gemeinsam irischen Folk, Rock sowie alten Seemanns- und Soldatenlieder mit schwäbischen Texten zu etwas ganz Eigenem zusammenzuschweißen. Ihr Album „Leben Lügen Leiden“ kommt als Doppelpack als Audio-CD und DVD mit Konzert- und Probenaufnahmen der Band daher. Also "Schau an – Musik" von Booghk de Doo.

Öffnet nun Eure Herzen und Ohren für LGFN, Rasga Rasga und Booghk de Doo.

Rasga Rasga   anhelo   1
LGFN   black forest   9
Booghk de Doo   leben lügen leiden   1

Bleiben wir nochmal kurz in deutschen Landen und kommen zu zwei Musikern und einer Musikerin, die in den 80ern und 90ern mit sehr unterschiedlichen Musiken deutsche Sounds weltweit bekannt waren. Zum Einen waren da die Einstürzenden Neubauten um Sänger Blixa Bargeld sowie Gitarrist und Bassist Alexander Hacke. Mit ihrem Industrial-Rock waren sie zeitweise die international bekannteste deutsche Band. Zum Anderen war da Danielle de Picciotto, die die allererste Love-Parade in Berlin mitorganisierte und für den Berliner Techno der 1990er stand. Die Zeiten ändern sich.

Nun hat Sänger Blixa Bargeld mit der schweizer Avantgarde-Band Kiku das wunderbar düstere Album „Marcher sur la tete“ eingespielt. Während die Musik irgendwo zwischen Jazz, Elektro und Kammermusik pendelnd erzählt Blixa Bargeld ehr als das er singt. Als zweiten Sänger haben sich Kiku noch den New Yorker Rapper Black Cracker dazu geholt. Eine überaus stimmige Schiebe.

Danielle de Picciotto und Alexander Hacke haben mit „Perseverantia“ ihr drittes gemeinsames Album veröffentlicht. Aufgenommen in der kalifornischen Mojave-Wüste sind die meist instrumentalen Song fern jeder Schublade von großer innerer Spannung. Picciotto und Hacke haben sich damit endgültig zum wichtigsten Musikerpaar jenseits der Genre-Grenzen gemausert.

KiKu & Blixa Bargeld & Black Cracker   marcher sur la tete   4
Danielle De Picciotto & Alexander Hacke   perseverantia   6

In der Reihe „The Magic of John Zorn“ geht’s mal wieder um das "Book of Angels", den zweiten Liederzyklus, den der New Yorker Komponist geschrieben haben. Nach dem "Book of Songs", das John Zorn mit seinem eigenen Quartett Masada eingespielt hatte, lässt er die 316 Kompositionen des Book of Angels von anderen Musikern einspielen. CD Nummer 27 trägt den Titel „Flaga“ und wurde vom Jazztrio Taborn, McBrid und Sorey aufgenommen. Der Tastenvirtuose Craig Taborn ist dafür bekannt, nicht nur in Avantgarde-Jazz-Kreisen unterwegs, sondern auch in der Dark Ambient- und Techno-Musikszene Detroits musikalisch tätig zu sein. So einer ist natürlich genau von dem Kaliber, das sich John Zorn für seine Kompositionen aussucht.

Flaga   flaga - book of angels 27   6
Azymuth   outubro   3

Gegründet schon 1973 gehört das Trio Azymuth zu den Urvätern der modernen Musik Brasiliens. Mit ihrer Fusion aus Jazz, Samba und anderen mittel- und südamerikanischen Stilen feierten sie weltweit Erfolge. Jose Roberto Bertami, Keyboard, Alex Malheiros, Gitarre und Bass sowie Ivan Conti am Schlagzeug tourten noch gemeinsam auch bis zum Tod von Bertrami im Jahre 2012. Nun werden nach und nach ihre alten Platten wiederveröffentlicht und so ist auch das Album Outubro, das Azymuth 1980 einspielte, wieder zu haben. So hörte sich Zukunft früher an.

Auch die Doppel-CD „Ave Africa“ ist eine Rückschau. Im ostafrikanischen Tansania ist die Band Sunburst noch immer Kult, obwohl es sie nur kurze Zeit gab. Die LP „Ave Africa“ erschien 1977, zu einem Zeitpunkt als sich Sunburst schon wieder aufgelöst hatten. Geblieben ist ein einzigartiger Sound aus Jazz, Rock traditionellen ostafrikanischen und karibischen Elementen. Die Doppel-CD „Ave Africa“ enthält nicht nur die Songs der LP, sondern als Extra-CD die  Singles, die Sunburst vor ihrem Debüt-Album eingespielt hatten, sowie sieben Songs einer Radio-Session.

Sunburst   ave africa II   14
Seckou Keita   22 strings   6

Schau an – Musik. Es ist nicht nur wegen der Musik eines der schönsten Alben, die im letzten Jahr veröffentlicht wurden: die CD “22 Strings” von Sekou Keita. Der Senegalese spielt die 22-saitige Harfe Kora und in den 20 Jahren seiner Karriere hat Keita unter anderem mit Youssou N’Dour, Miriam Makeba und Salif Keita auf der Bühne gestanden. „22 Strings“ ist sein sechstes Album, das eher wie ein Buch daherkommt. Auf 18 Seiten erzählt Keita in Text und Bild die Geschichte seiner Familie und seines Instruments.

Der Bassist und Sänger Richard Bona stammt aus dem zentralafrikanischen Kamerun. Doch wissen Pop-, Rock- und Jazzgrößen aus aller Welt sein musikalisches Genie zu schätzen - Paul Simon, Harry Belafonte, Manu Dibango, Pat Metheny, Herbie Hancock, Chick Corea – um nur einige zu nennen. Nun nimmt sich Richard Bona mit seiner neuen Band Mandeka Cubano der Musik der Karibik-Insel an. Die neue Band macht da weiter, wo der Buena Vista Social Club und die Afro-Cuban Allstars aufgehört haben, nämlich bei der Neuinterpretation kubanischer Musik unter besonderer Berücksichtigung der afrikanischen Wurzeln. Deshalb heißt das Album auch "Heritage".

Gleich danach hört ihr Richard Bona noch mal als Gastmusiker auf der neuen Scheibe von Mor Karbasi. Die israelische Sängerin hat mit „Ojos de Novia“ gerade ihr 7. Album veröffentlicht. Sie singt auf Ladino, der Sprache der sephardischen Juden, die einst in Spanien lebten. Mor Karbasis Musik enthält Elemente von Folk, Klassik und Jazz.

Richard Bona  Mandekan Cubano   heritage   3
Mor Karbasi  ojos de novia   9
Ouzo Bazooka   8

Die israelische Band Ouzo Bazooka sind im Juli hier im Südwesten auf Tour und dann könnt ihr live erleben, wie sie mit viel Energie Orient-Rock und Wüsten-Blues mit psychodelischen Klängen mixen. Ihr zweites Studioalbum heißt "Simoom" und ist noch mehr als das Debüt vom Sound verzerrter Gitarren geprägt. Also, wenn ihr ein echt powervolles Live-Erlebnis wollt, dann ab zu Ouzo Bazooka, die Mannheim, Stuttgart, Freiburg, Reutlingen und Mainz auftreten werden.

„Born in UA“ also „Geboren in der Ukraine“ singen Yuriy Gurzhy und Uros Petkovic auf der CD „Borsh Division – Future Sound of Urkaine“. Das Album versammelt insgesamt 16 Bands, die für die Vielfalt der Musikszene der Ukraine stehen. Zusammengestellt hat das Album Yuriy Gurzhy, der seit über 20 Jahren in Berlin lebt, dort Sänger der Band Rotfront ist und gemeinsam mit Wladimir Kaminer und ihren „Russendisko-Hist“ bekannt wurde. Das „Borsh Division“ gerade jetzt raus kommt ist natürlich ein ganz klarer politisches Statement.

Yuriy Gurzhy & Uros Petkovic   borsh division   16
Der Goldene Orsino Jingle

Der goldene Orsino geht heute an die südkoreanische Band Jambinai für ihr Album „A Hermitage“. Sie spielen traditionelle koreanische Instrumente wie die Spießgeige Haegum, die Flöte Piri und die Zitter Geomungo, aber auch elektrische Gitarren und Elektronik. Klassische koreanische Instrumente geben bei Jambinai den Ton an, doch kommen elektronischen Loops und rockigen Riffs dazu. Dieser faszinierender Mix von Tradition und Moderne, aus Fernost und West kann eigentlich nur mit dem Wort Weltmusik beschreiben werden. Und deshalb geht der Goldene Orsino heute an Jambinai für ihre Produktion „A Hermitage“.    

Ich muss ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de
Orsino verabschiedet sich auf Tschechisch Nashledanou und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

Jambinai   a hermitage   7

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orsinos lied  Q U E Rfunk Karlsruhe  Erstausstrahlung: 08.05.16 13 Uhr

Connie Francis   la paloma #5   15

Orsino-Jingle

 

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen. Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version aus den USA sagt Orsino. Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten unter anderem aus Israel, Brasilien und Italien und dabei wird überall eine Prise Jazz mit drinstecken. Es wird den nächsten Teil der Reihe „The Magic of John Zorn“ zu hören geben und der Goldene Orsino geht an das Trio Constantinople & Ablaye Cissoco für ihre Produktion "Jardins Migrateurs".

Nach der La-Paloma-Version von Connie Francis, der berühmtesten Sängerin der 60er Jahre, geht es weiter mit einem großen Opus.Die dänische Band Afenginn hat schon immer große Gesten geliebt. In ihrer Musik mischen sie skandinavischen Folk mit rhythmisch-energiegeladenen Balkan-Sounds, der Freiheit des Jazz und Klassik. Letzterem Einfluss haben Afenginn auf ihrer neuen Doppel-CD "Opus" mehr Platz eingeräumt. "Opus" besteht wie eine Sinfonie aus vier Sätzen, die wiederrum in einzelne Lieder unterteilt sind. Afenginn sind mittlerweile zu einer Band mit 7 Mitglieder, angewachsen, darunter zwei Schlagzeugern. Als Gastmusiker haben sie sich noch weiter 15 Musikerinnen und Musiker ins Studio geholt und so konnten sie eine akustischen Breitwand-Sound erzeugen, der seines gleich sucht. Dieses Album ist ein großes Fest und damit ihr imaginär mit durch die Festsäle schweifen könnt, jetzt den kompletten dritten Satz des Opus. Afenginn!

Afenginn   opus   II/1-4

Ihr hörtet den dritten Teil des neuen Opus der dänischen Band Afenginn in seiner vollen Schönheit. Das Debüt-Album des Nomade Orchestras aus Brasilien beginnt wie ein Gongschlag. Und diese mit dem Namen der Band betitelte CD ist wirklich der Gong! Im fetten Bigband-Sound mischen sie Saxophone, Trompeten und Posauen mit chinesischen Flöten, arabischen Lauten und hawaiianischen Gitarren. Funk und Soul treffen auf Samba und Forro, gewürzt mit Afrobeat und Ethio-Jazz, Dub und Electronic. Lasst euch selbst vom  Nomande Orchestra berauschen.

Nomade Orchestra   dito   3

Omer Avital   abutbul music   9

Geboren in Israel als Sohn eines Marokkaners und einer Jeminitin ist Omer Avital quasi per Geburt ein Weltenbummler. Der Bassist lebt mittlerweile in den USA. Sein neues Album "Abutbul Music" hat Omer Avital mit vier Musikern eingespielt, die alle samt aus Israel stammen, aber alle nicht mehr da leben. Gemeinsam machen sie Musik, in der arabische Weisen auf traditionelle jemenitische, marokkanische und jüdische Folklore treffen. All dies wird im Schmelztiegel Jazz vereinigt.

In der Reihe "The Magic of John Zorn" hört ihr gleich ein Stück des Quartetts Nova Express. Dessen Mitglieder - Pianist John Medeski, Kenny Wollesen am Vibrafon, Bassist Travor Dunn und Joey Baron am Schlagzeug - gehören sozusagen zu den Stammmusikern des New Yorker Komponisten John Zorn. Nova Express war genau genommen nicht das Debüt-Album von Nova Express, sondern schon die zweite Einspielung des Quartetts. Das erste Album hatten sie für die Book of Angel -Serie von John Zorn eingespielt. Nova Express setzt die Komposition von Zorn sehr zart um, ohne auf gelegentliche Kraftausbrüche zu verzichten.

John Zorn   nova express   10

Camille Soprann Hildevert   kouté jazz   1

Dieses Stück des Saxophonisten Camille Soprann Hildevert ist der erste von 12 Song auf dem fantastischen Sampler Kouté Jazz. Diese CD stellt ein Dutzende Musiker und Bands von den französischsprachigen Karibikinseln Guadeloupe und Martinique vor, die den schon in den 1920-jahren entstandenen Karibik-Swing spielen. Ich kannte bisher keinen einzigen dieser Band, ja nicht einmal diesen Musikstil und bin völlig verzückt von "Kouté Jazz".

"We be all africans" so heißt das nagelneue Album von Idris Akamoor & The Pyramids. Die Band, die sich in Ohio gründete, war Anfang der 1970-er Jahre durch Europa und Afrika gereist, um neue Musiken kennenzulernen. The Pyramids entwickelten eine radikale Musik zwischen Avantgarde, Free-Jazz und afrikanischen Rhythmen. 1977 gaben The Pyramids ihr letztes Konzert. Dann 2012 ihr gefeiertes Comeback und mit dem Album "We be all africans" machen Idris Akamoor & The Pyramids klar, dass sie weiter an ihrem ureigenen Stil arbeiten.

Idris Akamoor & The Pyramids   we be all africans   1

Nuance 4tet   river   1

Der Sound des Nuance 4tet aus Italien ist geprägt von der ungewöhnlichen Kombination Akkordeon und Trompete. Mit Kontrabass und Schlagzeug erweitert tupfen sie gelegentlich noch Bassklarinette, Flügelhorn und Cajon in ihren Sound. Das Album "River" ist das Debüt des Nuance 4tet und darauf verweben sie italienische Folklore und Pop mit Jazz und Tango. Musik wie eine zarte Sommerbrise.

Der Goldene Orsino Jingle

Der Goldene Orsino geht heute an Constantinople & Ablaye Cissoko für ihre erste gemeinsame CD "Jardins Migrateurs". Das in Kanada beheimatete Trio Constantinople besteht aus den zwei iranischen Brüdern Kiya und Ziya Tabassian und dem kanadischen Bassisten Pierre-Yves Martel. Gemeinsam verwoben sie Jazz mit persischer Musik und Klassik. Für "Jardins Migrateurs", die wandernden Gärten, holten sich Constantinople nun einen ganz neuen Klang und ganz neue Impulse in ihre Musik. Ablaye Cissoko stammt aus dem Senegal und ist eine Meister der westafrikanischen Harfe Kora. Ganz zart lassen sie ihre verschiedenen Musikstile zusammenfließen und dies ist Weltmusik im wahrsten Wortsinne. Dafür der Goldene Orsino für Constantinople und Ablaye Cissoko und ihre erste gemeinsame CD "Jardins Migrateurs". Ich muß ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de Orsino verabschiedet sich auf Estnisch: head aega und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

Constantinople & Ablaye Cissoko   jardins migrateurs   8

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orsinos lied  Q U E Rfunk Karlsruhe  Erstausstrahlung: 10.04.2016 13 Uhr

Jan Muzurus & Stanley Black    la paloma #4   10

Orsino-Jingle

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen. Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version aus England sagt Orsino. Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten unter anderem aus dem Libanon, aus Angola und aus Texas. Es wird den nächsten Teil der Reihe „The Magic of John Zorn“ zu hören und der Goldene Orsino wird schließlich am Ende der Sendung an Manuel Volpe und das Rhabdomantic Orchestra für ihre Produktion "Albore" verliehen.

Nach der La-Paloma-Version des einstigen Leiters der BBC Tanzorchesters Stanley Black und des Sängers Jan Muzurus geht es weiter mit einem nordischen Dreierpack unterschiedlichster Geschmacksrichtungen. Seit 1983, also seit nunmehr 33 Jahren gibt es die Band Värttinä. Was als kleiner Mädchenchor mit Instrumentalbegleitung begonnen hat wurde über die Jahre zur erfolgreichsten Folkband Finnlands. Mit „Viena“ haben Värttinä ihr mittlerweile 14. Album veröffentlicht. Nach Ausflügen in den Pop sind Värttinä damit wieder zu ihren Wurzeln zurückgekehrt und klingen immer noch frisch und unverbraucht.

Ganz andere Töne kommen von Karl Seglem. Der aus dem Süden Norwegens stammende Musiker und Komponist ist wohl der weltweit bekannteste Jazzmusiker, der auf Ziegenhörnern spielt. Seglem spielt zwar auch Saxophon, aber der unvergleichliche Klang der Ziegenhörner hat es ihm angetan und macht den einzigartigen Sound seiner Musik aus. Für sein neustes Album „Laerad“ hat sich Seglem     9 verschiedene Produzenten ins Studio geladen. So bekommt fast jeder Song eine eigene Prägung, denn die Gäste haben ganz unterschiedliche Zugänge zu seiner Musik gefunden.

Im Vergleich zu den Finnen Värttinä und dem Norweger Karl Seglem ist die Schwedin Sara Ajnnak eine Newcomerin. Zwei Jahre nach ihrem Debüt hat sie nun ihr zweites Album „Rahtjat“ veröffentlicht. Aufgewachsen bei einem nordschwedischen Rentierzüchter ist die Musik von Sara Ajnnak geprägt von der Kultur der Samen. So verwundert es nicht, dass ihre Lieder ein bisschen nach Mari Boine Persen klingen, denn beiden verwenden den traditionellen Gesangsstil Joik. Dies ist eine Art Jodeler, den mit dem Kehlkopf gesungen wird und den Sara Ajnnak wie ein Instrument einsetzt.

Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für Värttinä, Karl Seglem und Sara Ajnnak.

Värttinä   viena   3

Karl Seglem   laerad   1

Sara Ajnnak   ráhtjat   11

Vom kühlen Skandinavien an den heißen Äquator zur heißesten Elektro-Formation aus dem Kongo: Konono No 1. Die Wurzeln der Band reichen bis in die 60-er Jahre zurück und ihr Sound ist geprägt elektronisch verstärkter Daumenklaviere, die zum Teil aus Autoschrott-Teilen zusammengebaut wurden. Für ihr neues Album haben sich Konono No 1 mit dem angolanisch-portugiesischen Künstler Batida zusammengetan. Für die Aufnahmen in Batidas Garagenstudio in Lissabon holten sich die Musiker zudem weitere Gäste aus der afro-portugiesischen Szene der Stadt dazu. Gemeinsam lassen sie es auf „Konono No 1 meets Batida“ gehörig krachen.

Konono No 1 meets Batida   dito   1

Tiliboo Afrobeat   silabaa   2

Westafrikanische Sounds made in Berlin. In der Band Tiliboo Afrobeat spielen Musiker aus dem Senegal, Burkina Faso, den USA, Frankreich und Deutschland zusammen. Diese bunte Truppe hat gerade mit „Silabaa“ ihr Debüt-Album veröffentlicht. Tiliboo Afrobeat machen damit klar, dass auch an der Spree die Post abgehen kann.

"The Magic of John Zorn". Im Quartett Abraxas hat der New Yorker Komponist und Tausendsassa junge Wilde der Avantgarde-Szene aus Big Apple zusammengebracht. Die zwei Gitarristen Eyal Maoz und Aram Bajakian, der eine aus Israel, der zweite aus Armenien stammend, den New Yorker Bassisten Shanir Ezra Blumenkranz und den aus Miami gebürtigen Schlagzeuger Kenny Grohowski. Als Band Abraxas haben sie mit dem Album "Psychomagia" die zweite Scheibe mit Songs von John Zorn eingespielt. Wild und zärtlich, rau und herzlich zugleich.

John Zorn   psychomagia   2

Fizfüz   bonsai   6

Kaum zu glauben aber wahr, das Ensemble Fizfüz feiert sein 20-jähriges Bestehen. Das Trio besteht aus zwei türkischstämmigen Musikern, Gürkan Balkan an Ud und Gitarre sowie Murat Coskun, Virtuose auf der Rahmentrommel und anderen Schlaginstrumenten. Das Trio komplett macht die Klarinettistin Annette Maye und gemeinsam sind sie nun schon zwei Jahrzehnte unterwegs auf den Grenzpfaden zwischen orientalischer Musik, Klassik und Jazz. Ihr neues Album "Bonsai" ist ein Best of ihrer bisher veröffentlichen Alben. FizFüz feiern ihr 20-jähriges auch mit einer ausführlichen Tour, unter anderem sind sie viel hier im Südwesten unterwegs. Augen auf, hingehen, und Ohren auf!

Ebenfalls gerade in der Gegend unterwegs, also in Mannheim, Stuttgart und Freiburg zu sehen, die wunderbare Aline Frazao aus Angola. Ihr drittes Album "Insular" hat sie mit einem portugiesischen Rockgitarristen und einem englischen Prozenten auf einer entlegenen schottischen Insel produziert. Und so unterschiedlich wie die Künstler, so unterschiedlich die Stile, die da zusammen flossen. Und trotzdem klingt die Platte von Aline Frazao wie aus einem Guss. Eine Scheibe für eine einsame Insel.

Aline Frazao   insular   4

Oum   zarabi   2

Die marokkanische Sängerin Oum hat knapp ein Jahr nach ihrem gefeierten Debüt ihr neues Album "Zarabi" veröffentlicht. Diesmal verzichtet sie auf Pop- und Fusion-Sounds und besinnt sich auf ihre nordafrikanischen Wurzeln. Trotzdem treffen bei Oum arabische Oud auf kubanische Trompete und europäischen Kontrabass. All dies - zart und rein akustisch - bringt die Stimme von Oum noch mehr zum leuchten.

Ein ganz besonderer und einzigartiger Stern am musikalischen Firmament ist Abaji. In Libanon mit armenisch-griechisch-syrischen Wurzeln geboren trieb ihn die Situation in seiner Heimat Mitte der 1970er ins französische Exil. Abaji ist nicht nur Musiker sondern auch Instrumentenentwickler. So kann er seine Kompositionen in einzigartige Sound verpacken. Für sein neustes Album "Route & Roots" - also Wege und Wurzeln - flog Abaji nach Jerewan und lud sich dort den Meister der armenische Oboe Dukuk Vardan Grigoryan in sein mobiles Studio ein. Vervollständigt wurden die Aufnahmen dann in Paris durch den kurdischen Musiker Mamut Demir an der Kürbis-Geige Kabak Kemane. Abaji selbst spielt auf "Route & Roots" 10 Instrumente und singt auf Arabisch und Französisch.

Abaji   routes & roots   9

Carrie Rodriguez & The Sacred Hearts   lola   1

Das Carrie Rodriguez Wurzeln sowohl in Mexiko als auch in Texas hat ist nicht zu überhören. Die Multiinstrumentalistin hat eine neue Allstar-Band, The Sacred Hearts. In dieser spielt unter anderem die Gitarrenlegende Bill Frisell. Gemeinsam verbinden sie auf dem Album "Lola" sehr charmant Tex-Mex-Klänge mit Blues, Folk, Country und Pop.

Vom Süden der USA in den Süden von Deutschland. In Tübingen startet die junge Liedermacherin Hanna Herrlich gerade ihre Karriere. Mit ihrer Band hat sie um die Jahreswende ihr Debüt-Album "Liedermachersachen" eingespielt. Hanna Herrlich macht klar, dass sie voller Lebensdurst ist.

Hanna Herrlich   liedermachersachen   1

Fanfare Ciocarlia   onwards to mars!   1

Wie keine andere Band aus Rumänien lässt Fanfare Ciocarlia mit jeder neuem Album mein Herz im Rhythmus mitspringen. Da die Balkan-Brass-Legende quasi jede Bühne dieser Welt im Sturm genommen haben heißt das Motto nun: "Onwards to Mars!". Ihre neuen Lieder haben sie vom israelischen Multiinstrumentalisten Koby Israelite komponieren lassen. Dazu interpretieren sie Klassiker wie "I put a spell on you" und "Mista Lobalaba". Im Grund auch Weltmusik im wahrsten Wortsinne!

Der Goldene Orsino Jingle

Der Goldene Orsino geht heute an Manuel Volpe und das Rhabdomantic Orchestra aus Italien für ihre Produktion "Albore". Manuel Volpe stammt von der Adriaseite Mittelitaliens und begann seine Musikstudien schon im zarten Alter von 11 Jahren. Vor 3 Jahren veröffentlichte Sänger und Multiinstrumentalist sein Debütalbum, auf dem seine Lieder irgendwo zwischen italienische Folklore, Blues, Country, Chanson und Jazz schwebten. In Norditalien traf Volpe danach auf das 13-köpfige Rhabdomantic Orchestra. Gemeinsam kreierten sie einen Sound, der sowohl von der italienischen Tradition, als auch von orientalischen Einflüssen und Afrobeat-inspirierte Bläsern geprägt ist. Diesen ziemlich einmaligen, vollständig entschleunigten Klangkosmos nennt Manuel Volpe selbst »Hypnotic Cinematic Afro Jazz«. Es könnte auch kurz Weltmusik und zwar im besten Wortsinne heißen. Und dafür hier und jetzt der Goldene Orsino an Manuel Volpe und das Rhabdomantic Orchestra für "Albore". Ich muss ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de Orsino verabschiedet sich auf Portugiesisch adeus und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

Manuel Volpe & Rhabdomanic Orchestra   albore   1

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orsinos lied  Q U E Rfunk Karlsruhe  Erstausstrahlung: 13.03.16  13 Uhr

Der Araber   la paloma #3   14

Orsinos Lied Jingle

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt ihr hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen. Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version auf einer Drehleier sagt Orsino.

Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten unter anderem aus Mali, Bosnien-Herzegowina und Kanada. Es wird das nächste Album aus der Reihe „The Magic of John Zorn“ geben und in Schau an - Musik präsentiere ich euch die DVD „Hard Soil - the muddy roots of american music“. Der Goldene Orsino geht am Ende der Stunde schließlich an die bulgarische Band Oratnitza  für ihre Produktion „Foltron“.

Seit 20 Jahren gibt es Orsinos Lied und seit 20 Jahren gibt es hier auch immer jüdische Musik zu hören. Nicht nur in der Reihe „The Magic of John Zorn“, sondern jetzt gleich mit einem Dreierpack, der die ganze Spannbreite der zeitgenössischen Klezmer-Interpretationen vorstellt.

Kroke ist der jiddische Name für die polnische Stadt Krakau und Kroke ist auch der Name eines Trios aus dieser Stadt. Die Band ist seit 1992 ein Synonym für polnische Klezmer-Avantgarde. Schlicht „Ten“ heißt das zehnte Album von Kroke und wieder erklingt eine ganz spezielle Mischung aus Klezmer, Jazz, Klassik und polnischer Folklore.

Eine Art jüdischer Super-Band ist das Projekt Brother Nazaroff. Musiker aus Schweden, Deutschland, den USA, Russland und Rumänien haben sich zusammengetan, um einen Meilenstein der Klezmer-Musik, das Album „Jewish Freilach Songs“ neu aufzunehmen. Im Jahr 1954 hatte der russisch-stämmige Sänger Nathan Prince Nazaroff die Schallplatte eingespielt, die bald großen Einfluss auf die darauffolgende jiddische Musikergeneration hatte. Das neue eingespielte Album der Brother Nazaroff heißt „The happy Prince“ und holt die alten Lieder in die Gegenwart.

Aus dem belgischen Gent kommen Les Cerveaux Lents. Das mitreißende Sextett kocht aus Klezmer und  traditioneller Musik vom Balkan eine gute Mischung und würzt diese mit einer Prise Jazz und einem Hauch äthiopischen und türkischen Einflüssen. Das Debüt-Album von Les Cerveaux Lens ist „heiß und fürchterlich“ betitelt und ist wirklich heiß und fürchterlich gut.

Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für Kroke, The Brother Nazaroff  und Les Cerveaux Lens.

Kroke   ten   2

The Brothers Nazaroff   the happy prince   11

Les Cerveaux Lents   heiß und fürchterlich   2

Auch mit der Rubrik „The Magic of John Zorn“ bleiben wir im Bereich der jüdischen Musik. Der New Yorker Musiker, Komponist, Label- und Veranstaltungsort-Betreiber ist schon in den 1990ern mit seiner Idee der Radical Jewish Culture ganz weit in die Avantgarde der jüdischen Musik vorgeprescht. Eine seiner neusten Ideen ist ein ziemlich wildes Trio mit John Medeski an der Orgel, Gitarristen Matt Hollenberg und dem Schlagzeuger Kenny Grohowski. Die durchkomponierten Stücke, die Zorn für das Trio schrieb, verbinden Jazz, Metal, Klassik, Minimalismus und große Kinosounds. Wild geht es auch auf dem dritten Album des Trios Medeski, Hollenberg und Grohowski zu. Es trägt den bezeichnenden Titel „the true discoveries of witches and demons“.

Medeski, Grohowski & Hollenberg   the true discoveries of witches and demons   7

Amsterdam Klezmer Band   oyoyoy   I/3

Wer je die Amsterdam Klezmer Band live erleben durfte, weiß, dass diese Truppe Musik aus allen Poren rausschwitzt. Frisch, unverkrampft, lustvollen mischen sie seit nunmehr 20 Jahren Klezmer mit Jazz, osteuropäischen und Balkanklängen sowie orientalischen Sounds.  Oyoyoy könnte man da sagen und dies ist auch der Titel ihres 16. Albums. Und wie um ihren 20-jährigen richtig zu feiern, kommt "Oyoyoy" als Doppel-Album daher. Die zweite CD bietet Remixe der neuen Aufnahmen und lassen die Amsterdam Klezmer Band beispielsweise klingen, als wären sie aus Jamaika. Fantastisch!

Amsterdam Klezmer Band   oyoyoy   II/3

Barcelona Gipsy Klezmer Orchestra   Balkan reunion   5

Es ist eine der weichsten Interpretationen der inoffiziellen Hymne der Roma „Djelem Djelem“, gespielt vom Barcelona Gipsy Klezmer Orchestra. Die Band fand sich vor vier Jahren in Spanien zusammen und mischt frisch und munter Gypsy-Musik mit Klezmer und Orient- sowie Balkanklängen. Besonders letzteres überwiegt auf ihrer neusten Scheibe, die passend Balkan Reunion heißt. Denn das Barcelona Gipsy Klezmer Orchestra holte sich für die Aufnahmen Super-Stars der Balkanmusik ins Studio: den mazedonischen Saxophonist King Ferus Mustafov und den slowenischen Folk-Rocker Vlado Kreslin.

Aus Bosnien-Herzegowina stammen Zukva, eine 8-köpfige Folkband, die sich der Sevdah, dem bosnischen Blues verschrieben hat. Sevdah und die Saudade, die Sehnsucht des portugiesischen Fado haben eine gemeinsame Wurzel: Sawda, ein arabisches Wort für eine melancholische Stimmung. Zukva mischen auf ihrem Album „Divanhana“ Sevdah mit einem Hauch von Jazz und Pop.

Zukva   divanhana   8

Erik Truffaz   doni doni   7

Den Frankoschweizer Trompeter Erik Truffaz als Jazzer zu bezeichnen, ist zu kurz gegriffen. Stargast auf seinem neusten Album „Doni Doni“ ist beispielsweise Rokia Traoré aus Mali. Auch mit indischen und mexikanischen Musikern hat Truffaz schon zusammen gearbeitet und tritt immer wieder mit HipHopern auf, wie mit dem französischen Rapper Oxmo Puccino, der ebenfalls auf „Doni Doni“ zu hören ist. Das Album klingt wie eine musikgewordene Weltreise.

Fast zeitgleich hat auch Rokia Traoré ein neues Album veröffentlicht. Die Sängerin, Komponistin und Multiinstrumentalistin zählt zu den ganz großen Stars aus Mali. Und der Wüstenstaat hat ja nicht gerade wenig afrikanische Superstars hervorgebracht: Ali Farka Touré, Habib Koité, Salif Keita, Oumou Sangaré und Tinariwen, um nur einige zu nennen. In dieser Liga spielt Rokia Traoré und wer ihr neues Album "Né so" hört, weiß auch warum. Das Album hat sie mit einer wahren Allstar-Band westafrikanischer Musiker eingespielt, um einen möglichst großen Stilmix zu erhalten. Hört Rokia Traoré mit dem Titelsong "Né so".

Rokia Traoré   ne so   10

Jeremy Loops   trading change   16

Aus Südafrika bringt uns Jeremy Loops den Frühling, egal wie das Wetter vor dem Fenster ist. Sänger und Gitarrist Jeremy Hewitt nimmt seine verschiedenen Soundschleifen mit einer Loop-Station selbst auf und legt diese Sounds übereinander. So entsteht ein einzigartiger Sound und dies spiegelt sich im Künstlername Jeremy Loops. Zusammen mit seinen Mitstreitern, dem Rapper Motheo Moleko und dem Saxophonisten Jamie Faull, veröffentlicht er sein Debütalbum „Trading Change“ im Jahr 2014. Nun ist es dieses freundliche Album von Jeremy Loops auch außerhalb Südafrikas zu bekommen.

In der Reihe Schau an - Musik liegt heute eine DVD mit dem Titel "Hard Soil - the muddy roots of american music" vor mir. Der Dokfilm "Hard Soil" verfolgt die Entwicklungen der zeitgenössischen amerikanischer Volksmusik. Dabei wird ihre soziale und kulturelle Relevanz für das 21. Jahrhundert erforscht. Von Bluegrass bis Blues, von Country bis Gospel - amerikanischer Folk hat ihre jahrhundertealten Wurzeln in den Musikstilen der Einwanderer. Heute gibt es eine weit verzweigte und lebendige, vom Punk inspirierte Subkultur, die die diversen Musikstile mit Einflüssen des 21. Jahrhunderts zu bereichern versucht und damit am Leben erhält. Der Film "Hart Soil" ist das Portrait einer Generation unangepasster Musiker fern ab des Kommerzes in einem zerrissenen Land. Hört Reverend Beat-Man in einem Ausschnitt aus dem Film.

v.a.   DVD hard soil - the muddy roots of american music

Kyrie Kristmanson   four voices/four worlds   7

Die Sängerin und Multiinstrumentalistin Kyrie Kristmanson gehört zu einem des zurzeit spannendsten Singer/Songwriter-Projekte: dem Songbirds Collective. In diesem einzigartigen Zusammenschluss trifft Kyrie Kristmanson aus Kanada auf Daisy Chapman aus England, Ashia Bison Rouge aus Polen und Rachelle Garniez aus den USA. Vier Ausnahmemusikerinnen, die allesamt im Grenzgebiet zwischen Folk, Pop, Chanson, Klassik, Jazz und Jazz unterwegs. Ihr neues Album "Four Voices - Four Worlds" ist hauptsächlich aus überragenden Liveaufnahmen des Songbirds Collective zusammengestellt. Hört sie alle noch mal zusammen.

Daisy Chapman & Songbirds Collective   four voices/four worlds   12

Opez   dead dance   10

Das italienische Duo Opez beschreibt seinen Stil als "Latin Desert & Funeral Party"-Musik. Ihr Debütalbum "Dead Dance" ist im Herzen Italiens in einem kleinen Studio südlich von Florenz entstanden, klingt aber wie von der texanische-mexikanischen Grenze, wenn diese auf Hawaii liegen würden. Einflüsse aus Dub, Tex-Mex und Americana durchziehen das Album von Opez wie verhuschte Erinnerungen an einen Sommer in Italien.

Der Goldene Orsino Jingle

Der Goldene Orsino geht heute an die bulgarische Band Oratnitza für ihre Produktion "Folktrone". Oratnitza sind vier junge Musiker, die sowohl die traditionelle Musik ihrer Heimat, als auch aktuelle Clubmusik lieben. Doch die Musiker verbinden dies nicht einfach wie sonst übliche Art, sondern produzieren die elektronischen Beats ohne Computer und Synthies. Für ihre Sounds nutzen sie ein ganz breites Spektrum an verschiedensten Instrumenten, von der Holzflöte Kaval, über die Laute Tambura und zum Didgeridoo bis zur beatgebenden Trommel Tupan. Ihr zweites Album haben sie "Folktrone" genannt, einem Wortmix aus Folk und Elektron. Müssten die Songs mit einem Wort beschrieben werden, würde keines besser passen, als Weltmusik. Dafür hier und jetzt der Goldene Orsino an Oratnitza für ihr Album "Folktrone".

Ich muss ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de

Orsino verabschiedet sich auf Chinesisch: zài jiàn und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

Oratnitza   foltron   8

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orsinos lied  Q U E Rfunk Karlsruhe  Erstausstrahlung: 14.02.16  13 Uhr

Humphrey Bogart   la paloma # 2   3
Orsino-Jingle

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen.
Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit Humphrey Bogarts La Paloma-Verbindung aus dem Film "Der Malteser Falke" sagt Orsino.

Beginnen wir heute mal mit ein paar Zahlen!

Kaum zu glauben aber war: vor 20 Jahren ging Orsinos Lied das erste Mal auf Sendung. Das heißt, heute ist 240. Sendung und bisher servierte ich Euch 14 400 Minuten  musikalische Köstlichkeiten aller Welt. Gehen wir im Schnitt von 15 Alben pro Sendung aus, waren es 3 600 Scheiben, die ich Euch seither präsentiert habe.
Es gab verschiedenste Reihe von Kochrezepten und Wiegenliedern aus aller Welt, über das Komponistinnen-Alphabet, der Blues- und Schellack-Reihen und natürlich die drei Serien um John Zorn: von den Masada-Alben über die Filmmusiken bis zur aktuellen Rubrik „The Magic of John Zorn“. Mit dieser geht’s auch heute wieder, es wird einen Konzerttipp geben und in „Schau an – Musik“ werde ich Euch einen musikalischen Bildband an Herz legen.

Der Goldene Orsino geht schließlich an 17 Hippies, die wie Orsinos Lied ihr 20-jähriges Bestehen feiern. Und da zu Feiern Geschenke gehören, habe ich drei dieser Doppel-CDs für Euch hier liegen. Diese könnt ihr gewinnen, wenn ihr mir eine Mail schickt: orsino@querfunk.de und reinschreibt, warum ihr Orsinos Lied hört.

Genug geredet. Fangen wir mit einem politischen Dreierpack an. Und nein, es geht nicht um Kampflieder, sondern um Musik die Politik und deren oft verheerenden Auswirkungen beschreiben bzw. dagegen ankämpfen.
Ein vor drei Jahren erschienenes Album wird gerade in der momentanen politischen Situation in Deutschland wieder hoch aktuell: "Songs of Gastarbeiter". Die CD versammelt 14 Lieder von türkischen Musikern, die als sogenannte Gastarbeiter nach Deutschland kamen und in ihren Lieder von ihrem Leben erzählen, mal erschütternd traurig, mal böse und witzig. Wenn Yusuf sich selbst als Türkisch Mann besingt, dann bleibt einem das Lachen im Halse stecken.

Auch die Musik von Aziza Brahim ist politisch. Seit Jahrzehnten kämpfen die Bewohner der Westsahara für einen unabhängigen Staat gegen die Unterdrückung durch die marokkanische Armee. Eine der schönsten Stimmen dieser Befreiungsbewegung ist Aziza Brahim. Die 1976 in einem Flüchtlingscamp geborene Sängerin veröffentlichte gerade ihr neues Album "Abbar el Hamada" und besingt wieder das Leid und die Hoffnungen ihres Volkes. Dabei ist Aziza Brahims Musik niemals rückwärtsgewandt, sondern weltoffen und sehr eindringlich.

Der Berliner Daniel Haaksman ist ein Globetrotter, der seine eigenen elektronischen Produktionen mit Musik aus Südamerika und Afrika zusammenbringt. Auf seinem aktuellen Album "African Fabrics" hat er sich der aktuellen Entwicklung auf dem afrikanischen Kontinent angenommen und reflektiert auch die koloniale Vergangenheit Deutschlands. So setzt sich Daniel Haaksman im Lied "Rename the Streets" mit dem Problem von Berliner Straßennamen auseinander. Denn es gibt noch immer Straßen in der deutschen Hauptstadt, die einen rassistischen Hintergrund aus der Kolonialzeit haben und beispielsweise nach Feldherren benannt sind.

Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für Yusuf, Aziza Brahim und Daniel Haaksman.

Yusuf   songs of gastarbeiter   10
Aziza Brahim   abbar el hamada   6
Daniel Haaksman   rename the streets

The Magic of John Zorn. Das Album “Ceberus” ist das erste Big-Band-Album des New Yorker Musiker, Komponisten und Produzenten John Zorn. Es ist zudem das 26. Album in Zorn Reihe „Book of Angels“, in der er verschiedenste Gruppen seine Kompositionen spielen lässt. Die vierzehn Musiker des Spike Orchestra geben Zorn Songs einen unheimliche Wucht ohne dabei auf Zartheit zu verzichten.

The Spike Orchestra   Cerberus   7
Sophie Hunger   supermoon   8

Mit ihrem fünften Album “Supermoon” und einem Duett mit der französischen Fußballerlegende Eric Cantona hat sich Sophie Hunger zurückgemeldet. Die Schweizerin spielt eine eigensinnige Mischung aus Folk, Jazz und Elektronik und singt abwechselnd auf Englisch, Deutsch, Französisch und Schweizerdeutsch. Zurzeit ist sie auf Tour und in der Schweiz, Österreich und auch hier im süddeutschen Raum unterwegs. So spielt sie beispielsweise am 8. März in Reutlingen. Schau euch Sophie Hunger live an, wenn ihr die Möglichkeit habt.

Ebenfalls Schweizer sind der Hackbrett-Spieler Töbi Tobler und der Gitarrist Christian Sutter. Das Album „Habsat“ ist das erste gemeinsame Album der beiden und die zwei gestandenen Musiker improvisieren lustvoll drauflos. Dies klingt ganz und gar nicht nach Appenzeller Stubenmusik des 19. Jahrhunderts, sondern eher wie Stubenmusik des 21. Jahrhunderts. Töbi Tobler und Christian Sutter.
 
Töbi Tobler & Christian Sutter   habsat   9
Den Sorte Skole   indians & cowboys   10

Den Sorte Skole als Remixer zu bezeichnen stimmt eigentlich nicht. Denn die dänischen DJs verwenden unverfälschte Samples von alten Schallplatten und schaffen daraus ganz neue Songs. Für ihr neustes, ihr viertes, Album „Indians and Cowboys“ haben Den Sorte Skole 350 Schallplatten aus 75 Ländern verarbeitet. Im Vergleich zu ihren vorherigen Scheiben sind sie noch ein bisschen ruhiger geworden.

In der Rubrik "Schau an - Musik" möchte ich Euch den Foto-Band "Lisboa - Past & Present" ans Herz legen. Die Fotos stammen von Ulrich Balß, einem der wichtigsten deutschen Köpfe der Weltmusikszene. Balß war als Label-Chef viel in Lissabon unterwegs, um dort musikalischen Entdeckungen wie Dona Rosa und OqueStrada zu machen. Dabei hatte er immer eine Kamera dabei. Mit Lisboa zeigt er uns seinen ganz privaten Blick auf die portugiesische Hauptstadt. Und das schönste an dem Buch ist, dass man beim Blättern die beigelegte CD hören kann, auf der natürlich Aufnahmen von OqueStrada und Dona Rosa zu hören sind. Letztere wird übrigens am 25. Februar in Tübingen ein Konzert geben. Ein Konzert im Dunkeln! Dona Rosa ist blind und so wird der erste Teil des Konzertes in absoluter Dunkelheit gespielt. Im Teil 2 hingegen wird es ganz hell, denn Dona Rosa singt vor projizierten Bildern aus dem Foto-Buch "Lisboa"

Dona Rosa & Oquestrada   lisboa - past & present   2
The Gene Dugley Group   zambidoose   4

Funk und Soul mit Latin-, Afrobeat- und Dubeinflüssen: dies ist der Sound der Gene Dudley Group. Die Band ist eigentlich der 27-jährige Londoner Gene Dudley, der alle Instrumente selbst spielt und sich nur gelegentlich Sängerinnen, Sänger oder DJs dazu holt. Mit "Zambidoose" legt er nun sein zweites Album vor und es ist so wunderbar entspannt. Gene Dudley Group lässt den Sommer aus den Boxen quellen.

Sonniger Jamaika-Sound kommt von Dubmatix. Der Musiker stammt jedoch nicht aus der Karibik, sondern dem kanadischen Toronto. Sein neustes Album hat Dubmatix mit jungen Musikern der französischen Reggea-Szene eingespielt. Denn seit Jahren ist er vor allen in Frankreich in Clubs und auf Festivalbühnen unterwegs. Das Album „The French Sessions” enthält auch die Hymne für das französische Reggae Sun Ska Festival. Diesen Track ließ Dubmatix von  LMK & Volodia einsingen.

Dubmatix   the french sessions   6
Bamba Wassoulou Groove   farima   2

Gleich drei bluesige E-Gitarren, heiße Rhythmen von Bass und Schlagzeug sowie Gesang voller Soul: Damit warten die westafrikanischen Bamba Wassoulou Groove auf. Das großartige Album 'Farima' bietet einen gekonnten Stilmix zwischen Malis Tradition und Moderne. Ein fantastisches Debüt, dass noch Lust auf viel mehr von Bamba Wassoulou Groove wünschen lässt.

Eine ganz andere Art Tradition und Moderne zu verbinden hat der US-amerikanische Schlagzeuger Jaimeo Brown. Mit seiner grandiosen Band Transcendence hat er nun seine zweites Album „Work Songs“ veröffentlich. Alten Aufnahmen von Arbeiterliedern von Gefangenen in Mississippi bis zu Steinmetzen aus Japan sind die Basis für die Songs von Jaimeo Brown. So fließen in seiner Musik Blues und Elektronik, Weltmusik und Rock, HipHop und Jazz zusammen. Jaimeo Browns Transcendence übersteigt im Wortsinne alle Genre-Grenzen!

Jaimeo Brown Transcendence    work songs   1
Sanna Kurki-Suonio   kuolematon erikoissysteemi   8

Die Sängerin Sanna Kurki-Suonio ist längst nicht nur in ihrer finnischen Heimat für innovative Folksounds bekannt. In den Neunzigerjahren spielte sie zusammen mit der schwedischen Band Hedningarna, nun ist sie mit einer neuen Band am Start. der fast unaussprechliche Name der Truppe lautet Sanna Kurki-Suonio Kuolematon Erikoissysteemi auf Deutsch ungefähr „Sanna Kurki-Suonios unsterbliches Spezialsystem“. Fast unaussprechlich, sogar auf Deutsch. Unaussprechlich gut ist jedoch ihr ganz eigener Mix aus nordischem Folk und Indie-Rock.

Die vielleicht einflussreichste Folkgruppe Finnlands war und ist Värttinä. Die Band, deren Sound vor allen von den drei Sängerinnen geprägt ist, steht seit 1983 auf den Bühnen dieser Welt. Das Album Viena ist das mittlerweile 13. von Värttinä und noch immer klingt ihr Sound frisch und unverbraucht.

Värttinä   viena   12
Zukva   divanhana   8

Zukva ist eine 8-köpfige Folkband aus Bosnien-Herzegowina, die sich der Sevdah, dem bosnischen Blues verschrieben hat. Sevdah und die Saudade, die Sehnsucht des portugiesischen Fado haben eine gemeinsame Wurzel: Sawda, ein arabisches Wort für eine melancholische Stimmung. Zukva mischen auf ihrem Album „Divanhana“ Sevdah mit einem Hauch von Jazz und Pop.

Das italienische Duo Opez beschreibt seinen Stil als "Latin Desert & Funeral Party"-Musik. Ihr Debütalbum "Dead Dance" ist im Herzen Italiens in einem kleinen Studio südlich von Florenz entstanden, klingt aber wie von der texanische-mexikanischen Grenze, denn diese auf Hawaii liegen würden. Auch Einflüsse aus Dub, Tex-Mex und Americana durchziehen das Album von Opez wie verhuschte Erinnerungen an einen Sommer in Italien.

Opez   dead dance   10
Der Goldene Orsino-Jingle

Der Goldene Orsino geht heute an die Berliner Band 17 Hippies für ihr Doppel-Album „Anatomy & Metamorphosis“. Mit diesen zwei Scheiben feiert die Band ihr 20-jähriges Bestehen und damit auch 20 Jahre Weltmusik aus Deutschland. Die 12 Bandmitglieder haben für „Anatomy“ ein „Best of“ zusammen gestellt. Auf „Metamorphosis“ haben Freunde aus aller Welt Cover-Version von 17-Hippies-Songs eingespielt. Weltmusik im besten Wortsinne und dafür hier und jetzt der Goldene Orsino an die 17 Hippies. Und da auch Orsinos Lied in diesem Jahr 20 Jahre alt wird könnt ihr dieses Doppelalbum gewinnen. Schickt mir eine Mail an orsino@querfunk.de und schreibt rein, warum ihr Orsinos Lied hört.

Ich muß ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de
Orsino verabschiedet sich auf Bosnisch ćao und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

17 Hippies   anatomy   10

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orsinos lied  Q U E Rfunk Karlsruhe  Erstausstrahlung: 10.01.16  13 Uhr

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen. Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version des vor allen in den 1930ern berühmten italienischen Tenors Benjamino Gigli sagt Orsino.

Auf die Frage: Wie beginnt man ein neues Jahr "Orsinos Lied" im Jahr 16 nach der Jahrtausendwende, fand ich die Antwort: Schmeiß doch einfach mal wieder das Sendekonzept über den Haufen. Okay, mach ich und deshalb gibt es heute einfach ein ganze Stunde lang „The Magic of John Zorn“.

Einen goldenen Orsinos gibt's trotzdem und der geht an Forro in The Dark für ihre Album "Forro Zinho - Forro in the Dark plays Zorn."

John Zorn   kristallnacht   1

Die CD "Kristallnacht" war meine allererste bewusste Begegnung mit Musik von John Zorn. Das Album aus dem Jahr 1992 ist die wichtigste Produktion zum Thema Juden und Musik und 20. Jahrhundert. Es war auch die Initialzündung zur musikalischen Bewegung der "Radical Jewish Culture". Seit Anfang der 90er Jahre widmet sich John Zorn       zunehmend intensiv der künstlerischen Verarbeitung seiner jüdischen Wurzeln. Daraus erwuchsen unter anderem seine mittlerweile vier Masada-Songbooks. Den ersten Liederzyklus "Book of Songs" spielte er mit seiner Band Masada ein. Zorn selbst am Saxophon, Dave Douglas spielte Trompete, Greg Cohen war der Bassist der Gruppe und am Schlagzeug saß Joey Baron. Das erste Album erschien 1994 und hieß "Alef".

Masada   alef   1

Das Original-Quartett Masada spielte 10 Studioaufnahmen ein. Diese waren benannt nach dem jüdischen Alphabet Alef, Beit, Gimel, Dalet, Hey, Vav, Zahin, Het, Tet und Yod. Dazu kamen sieben Live-Platten der Gruppe. Aus dem ersten "Book of Songs" wurden zudem weitere Kompositionen mit verschiedenen Gruppenkonstellationen rund um Masada-Kerngruppe aufgenommen. So unter anderem das Werk "Bar Kokhba" mit dem 11-köpfigen Masada Chamber Ensemble. Gleich ein Stück daraus mit David Krakauer - Klarinette und Anthony Coleman am Piano.

Masada Chamber Ensemble   bar kokhba   I/3

Das allererste Masada-Album aus dem Jahr 1994 hatte John Zorn Ascher Hirsch Grinsberg gewidmet. Ginsberg gilt als der Vater des Kulturzionismus. Um 1900 strebte Ginsberg nicht einen jüdischen Staat sondern eine neues jüdisches Kulturbewusstsein an. John Zorn führte fast hundert Jahre später mit einem Teil seiner Musik und Aktivitäten Ginsbergs Ideen weiter und nannte es Radical Jewish Culture. In diesem Kontext stehen auch die Masada-Songbooks. Nach dem ersten "Book of Songs" mit 205 Kompositionen folgte das "Book of Angels". Diesmal ließ Zorn die neuen 316 Songs nicht von Masada sondern andere Bands einspielen. Mittlerweise sind in der Reihe "Book of Angels" 26 Alben erschienen. Zu hören sind unter anderen Uri Cane und David Krakauer, die Cracow Klezmer Band und  jetzt gleich Pat Metheny.

Pat Metheny   tap: book of angels   1

Pat Metheny im Dienste von des jüdischen Komponisten John Zorn. Wikipedia: John Zorn, geboren am 2. September 1953 in New York City, ist ein US-amerikanischer Komponist und Bandleader. Er spielt Saxophon und Klarinette. John Zorn arbeitet außerdem als Musikproduzent, ist Inhaber des Plattenlabels Tzadik und des Veranstaltungslokals Stone Music Lab in Manhattan und hat mit vielen experimentellen Musikern, insbesondere im Bereich Neue Musik und im Jazz, zusammengearbeitet. Soweit das ein bisschen unvollständige Online-Lexikon.

Teile des dritten Masada-Songbooks, des "Book of Beriah", wurde zwar vor eine Jahr schon in New York uraufgeführt, sind bisher jedoch noch nicht veröffentlicht worden.

Auch Teile des vierten Songbooks, "The Bagatelles", werden seit Juli des letzten Jahres im von Zorn geleiteten New Yorker Stone aufgeführt und harren der Veröffentlichung. John Zorn hat also noch einiges auf Lager!

Ganz aktuell ist die Veröffentlichung „The Song Project“. Darauf versammelt John Zorn 12 seiner lyrischen Kompositionen, die er befreundeten Musikern gab, um sie mit Texten zu Liedern zu machen.

John Zorn   the song project – live at le poisson rouge   7

Mike Patton, der Sänger der Rockbands Faith No More, als Interpret und Texter von John Zorn! Beim „Song Project“ hätten die Sänger nicht unterschiedlicher sein können. Sofia Rei ist eine argentinische Sängerin, die im Grenzgebiet zwischen Folk und Worldmusic, Jazz sowie Electronic unterwegs ist. Jesse Harris ist ein Singer/Songwriter aus New York, der ebenfalls, aber auf ganz andere Art als Sofia Rei, Folk, Rock, Jazz und Worldmusic mischt. Sänger Nummer 3 in Zorns „Song Project“ ist, wie schon erwähnt und gehört, Mike Patton. Alle drei Sofia Rei, Jesse Harris und Mike Patton gaben John Zorns Kompositionen ganz neue Farben.

John Zorn   the song project – live at le poisson rouge    3 + 8

John Zorn, der nicht nur Saxophon und Klarinette, sondern auch Klavier und Orgel spielt, ist als Komponist und Musiker ganz breit aufgestellt. Neue Musik für klassisches Ensemble folgt auf von Klezmer inspirierten Stücken, Freejazz paart sich bei ihm mit Hard-Core zum sogenannten Jazzcore. In Game Pieces dirigiert Zorn frei improvisierende Musiker und steuerte so die Musik. Oder er gibt den Musikern bei den File card pieces Karteikarten, auf denen Kompositionsskizzen stehen. Zorn komponierte auch dutzende Filmmusiken, die er in der Reihe „Film-Works“ auf 25 CDs veröffentlichte. Mittlerweile hat er als Musiker und Produzent über 500 Alben veröffentlicht. Mit dem Gitarristen der Band Sonic Youth, mit Thurston Moore, ging Zorn 2013 ins Studio, um das Album "@" einzuspielen. Zorn selber spielt das Saxophon und beide improvisieren, wie es die Süddeutsche so schön beschrieb: nostalgische Avantgarde.

John Zorn & Thurston Moore   @   4

Ab den 1980ern bis zur Jahrtausendwende galt John Zorn vielen als der brutal Musikzertrümmerer. Mit Bands wie Cobra oder Painkiller trieb Zorn Musik bis in die Schmerzbereiche hinein. Mittlerweile 62 Jahre alt, ist Zorn zwar ein bisschen sanfter, aber mitnichten kraftloser geworden. Auf dem Album "Ipsissimus"         greift Zorn wieder einmal zum Saxophon und lässt sich von seinem wohl treuesten Begleitern Marc Ribot - Gitarre, Trevor Dunn - Bass sowie und Joey Baron - Schlagzeug begleiten. Am Gesangsmikrofon wieder Mike Patton.

John Zorn   ipsissimus   1

John Zorn   a vision in blakelight   8

Mit den Kompositionen auf dem Album "A Vision in Blakelight“ lebt John Zorn seine immer stärker werdende Spiritualität und seinen Freude am Mystizismus aus. Dieses Album ist geprägt von Gedichten des englischen Naturmystikers William Blake, genauso wie die CDs "At The Gates of Paradise" und "On Leaves of Grass". Auf allen drei Alben sind John Medeski an Piano und Orgel sowie Kenny Wollesen am Vibraphon die Melodieführer. Für die Rhythmen sorgen Bassist Trevor Dunn und Schlagzeuger Joey Baron. Gäste sind Ikue Mori - Computersounds, Carol Emanuel - Harfe und Percussionist Cyro Baptista.

John Zorn   at the gates of paradise   1

John Zorn    on leaves of grass   2

Auch nach fast einer Stunde ist mitnichten alles über John Zorn erzählt. Deshalb wird auch in den kommenden Ausgaben von Orsinos Lied die Rubrik "The Magic of John Zorn" neuste und ältere Alben des New Yorker Tausendsassa vorstellen.

Der Goldene Orsino Jingle

Heute möchte ich mit einer Scheibe enden, die für mich zu den lustigsten und überraschendsten Alben des Jahres 2015 gehörte: "Forro Zinho - Forro in the Dark plays Zorn". Wie der Titel schon verrät, stehen sich die in New York lebenden brasilianischen Musiker von Forro in the Dark und John Zorn sehr nah. Forro ist eine traditionelle Tanzmusik aus Nordbrasilien, die von der Band Forro in the Dark mit Rock, Jazz, Reggae, Folk und Country angereichert wird. Dies ist Weltmusik im besten Wortsinne und dafür hier und jetzt noch einmal einen Goldenen Orsino an Forro in the Dark und John Zorn.

Ich muss ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr m Internet unter www.querfunk.de

Orsino verabschiedet sich auf Kisuaheli: kwa heri und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

Forro in the Dark   forro zinho - forro in the dark plays zorn   3

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orsinos lied  Q U E Rfunk Karlsruhe  Erstausstrahlung: 13.12.15  13 Uhr

Gabriella Ferri   la paloma # 2   2

Orsino-Jingle

Da die Musik der Liebe Nahrung ist spiel weiter, spiel, bis im Exzess die übersatte Lust erkrankt und stirbt. Die Weise noch einmal!

Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen bei „Orsinos Lied“. Herzlich Willkommen sagt Orsino.

In unseren Breiten wird traditionell gegen Ende eines jeden Jahres viel über Männer geredet: über den Bischof Nikolaus, Jesus von Nazareth und Papst Silvester I. In Orsinos Lied ist es deshalb zur Tradition geworden, die Dezember-Ausgabe hauptsächlich von Musikerinnen bestreiten zu lassen.

Und diese stammen heute unter anderem aus dem Iran, Brasilien und Belgien. Es wird eine feminine Folge der Reihe "The Magic of John Zorn" geben. Und der Goldene Orsino geht schließlich am Ende der Sendung an Lydia Daher und Tatafull für ihre Produktion „Algier“.

Die La Paloma-Version zu Beginn stammte von der italienischen Sängerin Gabriella Ferri, die für diese Version aus dem Jahr 1974, spanisch sang.

Machen wir weiter mit einem geballten Dreierpack deutscher Liedermacherinnen-Kunst.

Die Freiburgerin Patty Moon hat mit „Mimi and me“ ihr mittlerweile viertes Album veröffentlicht. Ihre fein arrangierten Stücke sind rein akustisch eingespielt und haben Soundtrack-Qualität. So wundert es also nicht, dass es Lieder von Patty Moon wirklich ins Kino geschafft haben. 

„Scheibe Verstand“ nennen Johanna & Band ihr Debüt-Album, doch es könnte genauso „Scheibe Gefühl“ oder „Scheibe Poesie“ heissen. Die Tübinger Sängerin und Songschreiberin Johanna Herdtfelder umgab sich vor 2 Jahren mit einer Band und so wurden ihre Folk- und Pop-Perlen jazziger und weltoffener. Ihre in Deutsch gesungenen Geschichten sind zwischen Traum und Wirklichkeit angesiedelt, melancholisch, selbstironisch, leichtfüßig.

Auch das Duo Miss O'Paque hat gerade sein Debüt-Album veröffentlicht. Auf „The small things“ experimentieren die zwei Musikerinnen, die sich im Studium in Dresden kennen gelernt haben, mit verschiedenen Stilen von Folk über Pop bis Jazz. Dabei holen Miss O'Paque auch gern mal ganz weit aus. Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für Patty Moon, Johanna & Band sowie Miss O'Paque.

Patty Moon   mimi and me   2

Johanna & Band   scheibe verstand   4

Miss O'Paque   the small things   6

Nach so viel geballter deutscher Liedermacherinnen-Kunst gibt es gleich den nächsten Dreierpack, diesmal mit drei Musikerinnen aus Brasilien.

Sabrina Malheiros hat vor 10 Jahre mit „Equilibria“ ein bahnbrechendes Debüt veröffentlicht. Dieses fand besonders bei DJs rund um die Welt großen Zuspruch. Zu Jubiläum hat Sabrina Malheiros ihr erstes Album noch mal neu veröffentlicht. Ihrem genialen Mix aus Bossa und Samba mit Elementen von Hip-Hop, R´n´B und Electronica, hat sie noch ein paar Instrumentals und Remixe hinzugefügt, wie den von Daniel Maunick aka Venom.

Auch Jennifer Souza kreiert eine berührende Mischung aus Folk, Pop und Jazz. Nachdem sie als Sängerin der brasilianischen Band Transmissor erste Erfolge gefeiert hat, ist sie nun mit dem Album „Impossivel Breve“ auf Solopfaden unterwegs. In Brasilien wurde Jennifer Souzas Debüt schon zu einem der Top-Alben des Jahres gekürt.

Die Musik von Renata Rosa weißt wesentlich mehr Einflüsse als die ihrer brasilianischen Heimat auf. Die Künstlerin lässt auch indische und arabische Klangfarben in ihre Lieder einfließen. Trotzdem ist ihre drittes Album „Encantacoes“ dann doch wieder ein ganz und gar brasilianisches. Jetzt also Sabrina Malheiros, Jennifer Souza und Renata Rosa.

Sabrina Malheiros   equilibra 10th anniversary edition   18

Jennifer Souza   impossivel breve   3  

Renata Rosa   encantacoes   9

Von Brasilien nach Kolumbien. Ihr neustes Album hat Marta Gómez „Contigo – für dich“ genannt. Es klingt so, als ob Marta Gómez direkt im Zimmer steht und völlig entspannt und unaufgeregt ihre Lieder singt. Für ihr neues Album hat sie Lieder aus ganz Lateinamerika, aus Argentinien, Chile, Peru und eben auch Kolumbien, zusammengetragen.

Marta Gómez   gontigo   16

PilPel   burning sensation   8

Dalia Faitelson ist eine echte Weltbürgerin. Geboren in Israel, als Tochter eines Juden und einer Bulgarin, wuchs sie in der Negev-Wüste auf. Zum Studium ging Dalia Faitelson an die Ostküste der USA nach Boston,   um sich schließlich in Dänemark niederzulassen. Dort hat sie die Gruppe PilPel gegründet und mit der Band das Album „Burning sensation“ eingespielt.

Auch in der Rubrik „The Magic of John Zorn“ geht’s heute weiblich zu. Denn das 25. Album seines Kompositions-Zykluses "Book of Angels" hat Zorn vom A-Capella-Quartett Mycale einspielen, in diesem Falle, einsingen lassen. Und wieder singen Mycale, wie bei ihrer ersten Einspielung für John Zorn, auf Portugiesisch, Hebräisch, Französisch, Spanisch und einer Berbersprache. Das Album heißt „Gomory“.

Mycale   gomory   9

Bachar Mar-Khalifé feat. Golshifteh Frahani   ya balad   5

Die in Frankreich lebende iranische Sängerin und Schauspielerin Golshifteh Frahani ist als Gastmusikerin auf dem neuen Album von Bachar Mar-Khalifé zu hören. Der französisch-libanesische Sänger und Multiinstrumentalist ist in verschiedensten musikalischen Genres zuhause. Obwohl Klassisch ausgebildet ist er sowohl im Jazz, der Worldmusic, HipHop und elektronischer Musik zugange. Auf seinem Album „Ya balad“ setzt sich Bachar Mar-Khalifé diesmal mit seinen arabischen Wurzeln auseinander.

„Super Diver City“ ist das zweite Album der in Brüssel ansässigen Band Mec Yek. Die Truppe um die zwei Roma-Schwestern Katja und Milka Pohlodkova mischen Balkan- und Gypsyklänge mit Jazz, Soul und Reggae. Richtig grandios wird’s, wenn sich Mec Yek beispielsweise „Back in Black“ von Amy Winehouse vornehmen.

Mex Yek   super diver city   11

Caci Vorba   satrika   1

Maria Natansons warme Stimme,und ihre natürliche Leichtigkeit, in vielen Sprachen zu singen, macht die Musik von Caci Vorba so einzigartig. Die polnische-ukrainische Band mischt rein akustisch polnische Volksmusik und Gypsy-Swing, rumänischen Blues sowie Balkan-Twist und dies funktioniert wunderbar. „Satrika“ ist das mittlerweile dritte Album von Caci Vorba.

Ob Keyboards, Geige, Drummachine  oder Gitarre: Maia Vidal spielt fast alle Instrumente selbst. Die in den USA geborene Musikerin mit französischen und japanisch-deutschen Abstammung pendelt aktuell zwischen New York und Barcelona. Die spiegelt sich auch in ihrer Musik wider. Denn auf Maia Vidals dritten Album „You're the waves“ singt sie nicht nur auf Englisch, sondern auch auf Spanisch.

Maia Vidal  you're the waves   11

Rachael Sage   blue roses   13

Neil Youngs Klassiker "Helpless" in der Version von Rachael Sage und Judy Collins. Das Stück findet sich auf dem neuen Album von Rachael Sage „Blue Roses“. Es ist das mittlerweile 13. Album der New Yorker Multiinstrumentalisten und Sängerin. Und wieder durchwandert Rachael Sage das ureigene US-amerikanische Gebiet von Folk, Blues und Country.

Der Goldene Orsino-Jingle

Der Goldene Orsino geht heute an Lydia Daher und die Band Tatafull für ihr gemeinsames Album „Algier“. Tatafull ist eine in Algerien gefeierte Band, die algerischen Pop und Rock mit klassischen Einflüssen auch aus anderen afrikanischen Ländern spielt. Diese Band traf die Deutsch-Libanesin Dichterin und Musikerin Lydia Daher auf einer Reise durch das nordafrikanischen Land. So trifft nun maghrebinischer Rock auf deutsche Poesie und das daraus entstandene Album „Algier“ ist ein Solitär, ein Glücksfall, wie er nur ganz, ganz selten vorkommt. Wenn ihre Musik überhaupt in eine Schublade passt, dann ist diese Musik Weltmusik im allerbesten Wortsinn und dafür hier und jetzt der Goldene Orsino an Lydia Daher und Tatafull für ihr Album „Algier“.

Ich muss ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de. Dort zu Orsinos Lied durchklicken. Orsino verabschiedet sich auf Dänisch: Farvel und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

 

Lydia Daher & Tatafull   algier   1

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orsinos lied  Q U E Rfunk Karlsruhe  Erstausstrahlung: 08.11.15  13 Uhr

Unkown Artist   la paloma #5   14
Orsino-Jingle

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen.
Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version aus China sagt Orsino.

Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten unter anderem aus Hawaii, Indien und Somalia. Es wird das nächste Album aus der Reihe „The Magic of John Zorn“ geben und in Schau an - Musik präsentiere ich Euch ein CD-DVD-Dreifach-Album von Chassol. Der Goldene Orsino geht am Ende der Stunde schliesslich an das World Kora Trio für deren Produktion „Un Poisson dans le Désert“.

Nach der La-Paloma-Version vom Pekinger Hauptbahnhof soll Euch der erste Dreierpack der Sendung die November-Depression mit sonniger Musik von drei Kontinenten wegblasen.
Seit 21 Jahren erforscht die Band Galactic aus New Orleans das musikalische Grenzgebiet zwischen Funk, Soul, Blues und Rock. Galactic stehen für den Lebenswillen dieser Stadt an der US-amerikanischen Ostküste, die sich vor 10 Jahren auch nicht durch den Wirbelsturm Katrina in die Knie zwingen liess. Für ihr 11. Album „Into the Deep“ hat sich die Band unter anderem Macy Gray und Mavis Stapels in Studio geholt.

Aus Russland stammt die schräge Surf-Band Messer Chups. Die wilde Sankt Petersburger Truppe mischt in ihre Gitarren- und Schlagzeugklänge Sounds aus meist russischen B-Movies. Dabei bedienen sich Messer Chups wie gleich zu hören sein wird auch in der russischen Klassik. Gefunden habe ich den Tchaikovsky Beat mit vielen anderen Perlen auf dem wirklich spannenden Doppel-Album „10 Years of Eastblok Music“.

Vom afrikanischen Kontinent, genauer gesagt aus dem zentralafrikanischen Kongo, stammt Ballou Canta. Der Sänger war schon mit Afro-Stars wie Papa Wemba, Manu Dibango und Lokua Kanza unterwegs. Mit seiner weichen Stimme und seiner Liebe zum Soukous und der kongolesischen Rumba macht Ballou Canta sein neues Solo-Album „Boboto“ zu einem Ereignis!
Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für Galactic, Messer Chups und Ballou Canta.

Galactic   into the deep   1
Messer Chups   10 years east blok music #1   3
Ballou Canta   boboto   5

Nach soviel Sonne muss ich Euch natürlich wieder zurück in die herbstliche Gegenwart bringen, um Euer musikalisches Gleichgewicht wieder herzustellen. Und dies will ich mit einem weiteren musikalischen Dreierpack, diesmal aus dem hohen Norden tun.
Meister des musikalischen Wetterleuchtens ist der norwegische Gitarrist Eivind Aarset. Als Gastmusiker er auf über 150 Platten mit so unterschiedlichen Musikern wie Ray Charles, Cher, Ute Lemper und Nils Petter Molvaer zu hören. Solo spielt Eivind Aarset elektronischen Jazz, den er auch mit Worldmusic und Avantgarde würzt. „I.E. - a new album“ ist sein neustes Werk unter eigenen Namen und zeigt, wie differenziert Soundwolken klingen können.

Statt auf Elektronik setzen Kraja einzig und allein auf die Strahlkraft ihrer Stimme. Die vier Frauen aus Schweden gehen mit ihrem vierten Album neuen Wege. Erstmals singen sie nicht nur eigene Lieder, sondern transformieren traditionelle Texte aus anderen Teilen der Welt in schwedische und in ihren Klang. So gibt der CD-Titel „Hur längt som helst – wie weit auch immer“ die neue Richtung in der Musik von Kraja vor.
Die Musik des Gitarristen Stein Urheim und der Sängerin Mari Kvien Brunvoll klingt wie ein bisschen aus der Zeit gefallen. Sie setzten ihren norwegischen Traum nach Sonne und Wärme mal als Dunkel-Dub, mal als Nordlicht-Tex-Mex, mal als Schneesturmgebrummel im Saharablues-Sound um. Den Titel für ihres dritten gemeinsamen Albums „For individuals facing the terror of cosmic loneliness“ hätten Stein Urheim und Mari Kvien Brunvoll deshalb auch nicht viel besser auswählen können. Jetzt also nochmal Herzen und Ohren auf für Eivind Aarset, Kraja sowie Stein Urheim und Mari Kvien Brunvoll.

Eivind Aarset  i.e. - a new album   1
Kraja   hur langt som helst   3
Stein Urhiem & Mari Kvien Brunvoll   for individuals facing the terror of cosmic lonelines 3

Von Skandinavien machen wir nun einen riesigen musikalischen Sprung einmal um die halbe Weltkugel nach Hawaii. Die traditionelle Musik dieser Inselgruppe Mitten im Pazifik zwischen Asien und Amerika ist nicht, wie manchen glauben Hawaii-Gitarre zu Hula-Hula, sondern stark von der Musik der Südpazifik geprägt. Die ursprünglichen Gesänge wurden mit Trommeln unterstützt und klingen eher rau und archaisch. Der New Yorker Bassist und Produzent Bill Laswell hat sich nun auf die ihm eigene Art dieser Musik angenommen und gemeinsam mit rund 20 Hawaiianischen Musikern die CD Kauai – The Arch of Heaven eingespielt. Gemeinsam gelingt ihnen der Brückenschlag zwischen uralter Tradition und Moderne.

Bill Laswell   kauai   3
Bareto    la impredecible   9

Aus Peru bringen uns Bareto einen unwiderstehlichen Mix aus tropischer Indie-Music, Electro, Cumbia und Afro-peruanischen Sounds. Ihr fünftes Album „La Impredicible“ ist ihre erste internationale Produktion. Dafür haben sie sich – wie gerade zu hören war - die Grande Dame der afro-peruanischen Musik ist Studio geladen: Susana Baca. Bareto, ein Band, die auch außerhalb Perus noch ganz groß werden könnte.

In Schau an - Musik möchte ich Euch die Produktion „X-Pianos“ des französischen Pianisten, Soundkünstler, Komponist und Filmemacher Chassol vorstellen. X-Pianos kommt als Doppel-CD mit DVD daher und war 2011 das gefeierte Debüt des ungewöhnlichen Musikers. Chassol hat die Kunst des Harmonisierens auf einen ganz neuen Ebene gehoben, denn er umspielt nicht nur Musik, sondern auch Reden und Soundschnipsel. Diese Remix-Harmonisierungstechnik wendet er auch in seinen Filmen an. Für X-Pianos ist Chassol nach New Orleans geflogen und hat Aufnahmen von Mardi-Grass-Bands und der Stadt gemacht, um diese später zu einem Filmexperiment unter dem Titel „Fanfharmonization of a city“ zu verarbeiten.

Chassol   x-pianos #1   12
Ephemerals   chasin ghosts   10

Die siebenköpfige Band Ephemerals aus London hat mit „Chasin Ghosts“ eine der wichtigsten Scheiben dieses Herbstes veröffentlicht. Ephemerals machen Musik mit so viel Hingabe und Virtuosität, dass es eine wahre Freude ist. Dieser Soul - gewürzt mit der Freizügigkeit des Jazz, angereichert mit der Kraft des Blues – trifft direkt ins Herz.

Mit genau der gleichen Hingabe geht Saba Anglana ans Werk. Die in Somalia geborene Sängerin und Komponistin lebt heute in Italien, der Heimat ihres Vaters. Dort ist Saba Anglana nicht nur als Musikerin, sondern auch als Schauspielerin, Showmasterin und Produzentin bekannt. Ihr viertes Album heißt „Ye katama hod“ und mischt wieder afrikanische, arabische und südeuropäische Elemente zu einer ganz speziellen Saba Anglana-Melange.

Saba Anglana   ye katama hod   3
John Zorn   the testament of solomon   5

Mit diesen traumhaft zarten Klängen sind wir wieder in der Rubrik „The Magic of John Zorn“. Auch die Kompositionen für das Album „The Testament of Solomon“ liess der New Yorker Zorn wieder von seinem Gnostic Trio Bill Frisell – Gitarre, Carol Emanuel – Harfe und Kenny Wollensen am Vibraphon einspielen. Der Titel der CD weisst mal wieder auf die spirituellen Aspekte in der Musik von John Zorn hin. König Salomon gilt in den Erzählungen der Bibel als der Erbauer des ersten Tempels in Jerusalem. Außerdem ist Salomon in der islamischen Überlieferung als Prophet Suleiman bekannt.


Eine gewitzte Version der Moritat von Mackie-Messer findet sich auf der neusten, der 14. CD der Polnischen Band Kroke. Das Trio aus Krakau bekam den Auftrag, für den polnischen Regisseur Andrzej Celiński die Filmmusik zu seinem Streifen „Cabaret of Death“ zu schreiben und einzuspielen. Dies taten Kroke, nutzte das Material aber auch für ihr neues Album, das den gleichen Titel wie der Film trägt.

Kroke   carabret of death – music for a film   10
Der Goldene Orsino-Jingle

Der Goldene Orsino geht heute an das World Kora Trio für ihr erstes gemeinsamen Album „Un Poisson dans le Désert“. Das World Kora Trio sind der Kora-Spieler Cherif Soumano aus Mali, der US-amerikanische Cellist Eric Longsworth und der französische Percussionist David Mirandon.  Die drei Meister ihrer Instrumente bewegen sich mit ihrer Musik im spannende Feld zwischen afrikanischer Tradition, Jazz, Blues und Klassik. Als Gast lud siee sich für ihre Album u.a. Toumani Diabate ins Studio. Entstanden ist so Musik, die im besten Wortsinne Weltmusik ist und dafür hier und jetzt der Goldene Orsino für das World Kora Trio und ihr Album „Un Poisson dans le Désert“.
Ich muss ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de
Orsino verabschiedet sich auf Baskisch: agur denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

World Kora Trio   un poisson dans le désert   6

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orsinos lied Q U E Rfunk Karlsruhe Erstausstrahlung: 10.10.2015 13 Uhr

 

Peter Fläschner la paloma # 5 12

Orsino-Jingle

 

 

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen.

Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version von der Nordsee sagt Orsino.

 

Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten unter anderem aus Vietman, von den kapverdischen Inseln und aus Südsibirien. Es gibt den nächsten Teil der Reihe „The Magic of John Zorn“ und in Schau an - Musik präsentiere ich Euch diesmal keine Konzert-DVD sondern ein Lyrikbuch mit Musik-CD. Der Goldene Orsino geht am Ende der Sendung schliesslich an die Berliner Band il Civetto für ihr Debütalbum.

 

Nach der La-Paloma-Version des Hamburger Originals Peter Fälschner geht es weiter mit drei Bands, die zwar alle drei im Grunde Blasmusik machen, die jedoch ganz und gar nicht nach dem klingt, was hierzulande auf dem Wasen und auf der Wiesn unter Blasmusik verstanden wird.

 

Aus Kanada stammt das Souljazz Orchestra. Die fünfköpfige Band aus Ottawa reichert ihr Souljazz mit fetten Afrobeat-Klängen, heißen Latin-Rhythmen, karibischen Sounds und funkigen Bassläufen an. Als ich das 7. Album der Combo „Resistance“ das erste Mal eingelegt habt, musste ich vor Begeisterung die Lautstärke so aufdrehen, dass bestimmt die komplette Nachbarschaft mitgetanzt hat. Ende Oktober macht das Souljazz Orchestra übrigens eine kleine Deutschlandtour. Hier im Süden spielen sie in Offenbach und Pfarrkirchen. Hingehen, anhören, abtanzen!

 

Auch Blasmusik aus der Schweiz kann richtig aufregend und spannend sein, wenn sie beispielsweise vom Molotow Brass Orkestar kommt. Auf ihrem dritten Album „Schaubeschad!“ lasst die Band aus Bern hauptsächlich eigene Kompositionen erklingen. Und diese verbinden auf sehr gewitzte Art schweizerische Tradition mit osteuropäischen Einflüssen. Alphorn trifft auf Blechbläser wird von einer Powerfrau am Schlagzeug zusammen gewirbelt.

 

Wer je die Band Hazmat Modine life erlebt hat, weiß, dass deren Sound die akustische Umsetzung der Energie New Yorks und der Musik gewordene American Dream of Life ist. Ihr drittes Studioalbum heisst Super-Deluxe-Supreme und Hazmat Modine hält diese Versprechen, denn es ist das bisher bestes Album der achtköpfigen Truppe.

Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für The Souljazz Orchestra, Molotow Brass Orkestar und Hazmat Modine.

 

The Souljazz Orchestra resistance 5

Molotow Brass Orkestar schaubeschad! 12

Hazmat Modine extra-deluxe-supreme 7

 

Die letzten Klänge von Hazmat Modine leiten gleich über zu den zwei nächsten CDs. Denn die Band aus New York holte sich für ihre neues Album das Ensemble Alash aus Tuva in Studio. Die vier Musiker aus Südsibirien stehen für tuvenischen Kehlkopfgesang, begleitet von traditionellen Instrumenten wie der Langhalslaute Igil und dem russischen Knopfakkordeon Bayan. Mit letzterem gelingt es Alash ihren Lieder auch mal einen fast französischen Flair zu verleihen. Das Album trägt den Bandnahme Alash.

 

Die andere CD im Zusammenhang mit Hazmat Modine stammt von Rachelle Garniez, der Sängerin und Tastenvirtuosin der Band. Die Multiinstrumentalistin ist auch auf Solopfaden unterwegs und hat mit „Who's counting“ gerade ihr 7. Album veröffentlicht. Garniez ist Teil verschiedenster Musikerkonstellationen, zuletzt in Europa auf Tour mit dem grandiosen American Songbirds – Programm. Musikalisch schwebt sie durch Jazz, Rock, Blues, Latin, Chanson und Country. Die Frage „Who's counting in new american music from New York?“ kann beantwortet werden mit Rachelle Garniez is counting!

Bevor ihr sie hört jedoch noch Alash.

 

Alash alash 9

Rachelle Garniez who's counting 1

Rim Kwaku Obeng rim arrives 3

 

Afro-Disco aus dem Jahr 1977 und immer noch heiß und ansteckend. Schlagzeuger und Multiinstrumentalist Rim Kwaku Obeng stammt aus Ghana und ging in den 1970ern in die USA. Dort spielte er das Album „Rim arrives“ ein, das zwar die Tanzflächen füllte, aber mit dem Niedergang des Disco-Sounds vergessen wurden. Nun ist „Rim arrives“ wieder veröffentlicht worden und beweist, das Rims Disco-Sound vollgepackt ist mit Afrobeat, Jazz, Funk und Reggae. Eine echte Wiederentdeckung!

 

An Rims Sound schliessen The Moonfires 40 Jahre später an. Musikalischer Kopf der Band ist der italienisch-stämmige Multiinstrumentalist Alex Puddu und der ist mit schon vielen Wassern gewaschen. Moonfires Album „Black Sugar“ ist vom Sound der 70er geprägt, von Afro-Funk, Soul und R&B. The Moonfires haben es echt drauf und ihre Scheibe macht richtig Spaß.

 

The Moonfires black sugar 3

Pham Mong Hai hanoi masters - war is a wound, peace is a scar 1

 

„Krieg ist eine Wunde, Frieden ist eine Narbe – War ist a wound, peace is a scar“, diesen traurigen Untertitel trägt die CD „Hanoi Masters.“ Auf ihr sind alte vietnamesische Musiker und Musikerinnen zu hören, die alle den Vietnam-Krieg, oder wie die Vietnamesen sagen, den Amerikakrieg er- und überlebt haben. Die Lieder wurden live von den Kriegs- und Musikveteranen auf halb-vergessenen traditionellen Instrumenten eingespielt. Dies macht „Hanoi Masters“ zu einem ergreifenden Zeitdokument.

 

Die Nag-Hammadi-Bibliothek ist eine Sammlung frühchristlicher Texte. Sie wurden im Dezember 1945 in der Nähe des kleinen ägyptischen Ortes Nag Hammadi von ansässigen Bauern gefunden. Diese Texte halfen den New Yorker Musiker John Zorn über den Tod seines Freundes Lou Reed hinwegzukommen. Womit wir natürlich mitten drin sind in der Reihe: The Magic of John Zorn. Die Kompositionen, die Zorn unter dem Titel „Transmigration of the Magus“ veröffentlicht hat, ließ er wieder von seinem Gnostic Trio Bill Frisell – Gitarre, Kenny Wollesen – Vibraphon und Carol Emanuel – Harfe einspielen. Unterstützt wurden die drei von John Medeski – Orgel, Brigget Kibbey – Harfe und Al Upowski – Vibraphon und Glocken.

 

John Zorn transmigration of the magus 8

Rosapaeda inn a different stylee 9

 

Wie keine andere Sängerin hat Rosapaeda die Reggae-Szene ihrer Heimat Italien geprägt. Seit den 90er Jahren hat sie mit ihrer Band Different Stylee als Sängerin und Bassistin auch immer wieder auch politische Themen angepackt. So singt Rosapaeda auf ihrem neuen, ihrem vierten Album „Inna different stylee“ von Frauen und ihren Problemen in unserer Welt.

 

Romology ist die Stimme einer neuen Generation von Roma, sagt Dragan Ristic, Kopf der serbischen Band Kal. Für ihr wegweisende Musik haben Kal auch die Bezeichnung Rock'n'Roma kreiert und legen stolz ihre dritte CD „Romology“ vor, die noch weiter weg ist von allen Gypsy-Klischees, als ihre vorherigen Alben.

 

Kal romology 3

Sabrina Malheiros - Ashley Beedle’s Afrikanz on Marz remix opera 1

 

Sabrina Malheiros ist eine brasilianische Sängerin aus dem Umfeld der Fusionjazzband Azymuth aus Rio. Sabrina hat vier eigene Alben veröffentlicht und ihre Musik war von Anbeginn heiß begehrt bei DJ und Soundkünstlern. So hat sich der Engländer Ashley Beedle Sabrinas Titel Opara von ihrer letzten CD angenommen und daraus einen Afrikanz on Marz Remix gebaut.

 

Wie von einem anderen Planeten sind manchmal auch die Texte und Lieder der Deutsch-Libanesin Lydia Daher. Ihre Buch „Kein Tamtam für diesen Tag“ ausgestattet mit einer Musik-CD möchte ich Euch für den kommenden Herbst ans Herz legen. Lydia Daher schriebt, spricht und singt Gedichte, die immer wieder ganz neue, eigenartige Blicke auf Alltagsbegebenheiten eröffnen. Das Buch zeigt auch ihre Freude an der Schrift als Gestaltungsmaterial. Und bevor ihr nun ein Stück aus der dazugehörigen CD auf die Ohren bekommt, verrate ich Euch noch, dass Lydia Daher mit ihrem neusten Album für den Goldenen Orsino nominiert ist. Dazu nächsten Monat mehr.

 

Lydia Daher kein tamtam für diesen tag 7

Carmen Souza & Theo Pascal epistola 8

 

Carmen Souza steht wie keiner andere Name für Jazz von den kapverdischen Inseln. Dabei wurde die Pianistin und Sängerin in Portugals Hauptstadt Lissabon geboren. Ihre Eltern stammten von den Inseln vor Nordwestafrikas Künste. Auch ihr siebentes Album „Epistola“ hat Souza wieder gemeinsam mit Bassisten Theo Pascal eingespielt. Ihre Musik nennen sie Organic Jazz, was nicht für bio sondern für bodenständig steht und es wunderbar trifft. Wer Carmen Souza life erleben will, hat hier in Karlsruhe am 22. Oktober die Chance, die sich niemand entgehen lassen sollte.

 

Im indischen Ozean, vor der Ostküste Afrikas, liegt Madagaskar, die größte Insel der Welt. Von dort stammt Damily und auch die Musik seines neuen Albums „Very aomby“ ist madagasisch. Damily ist der König des Tsapiky (gesprochen: tsa-PEEK), eines jungen Musikstils Madagaskars, der in den 80er Jahren entstanden ist. Tsapiky ist geprägt durch traditionelle Elemente und eine moderne Instrumentierung mit E-Gitarre und Bass. Durch Field Recordings, Pfiffe und den rohen Aufnahmestil hat das neue Album von Damily den Charme einer wilden Jamsession.

 

Damily very aomby 6

Der Goldene Orsino-Jingle

 

Der Goldene Orsino geht heute an il Civetto für ihre Debütalbum, das den Bandnamen trägt. Die Truppe ist so bunt, wie die Bevölkerung von Berlin. Die fünf Jungs singen auf Französisch, Portugiesisch und Sprachen, die erst noch erfunden werden müssen, also Gromolo. Sie spielen Ukulele und Klarinetten und Bongos und Djembe und so manches akustische Instrumente mehr. Il Civetto, der Nacht-Eulerich, bietet neue Musik mit einem ganz eigenen Sound. Latino-Leidenschaft trifft auf orientalische Mystik, Berliner Frechheit auf Pariser Nonchalance und Lissabonner Sehnsucht. Live ist die Band übrigens am 17. Oktober in Stuttgart zu erleben. Die Musik von il Civetto ist Weltmusik pur und dafür hier und jetzt der Goldene Orsinos für ihr Debütalbum.

 

Ich muß ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de

Orsino verabschiedet sich auf Polnisch: do widzenia und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

 

il Civetto il civetto 1

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orsinos lied Q U E Rfunk Karlsruhe Erstausstrahlung: 12.09.2015 13 Uhr

 

Jiao Jim-Hai la paloma #3 13

Orsino-Jingle

 

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen.

Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version aus China sagt Orsino.

 

Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten unter anderem aus Madagaskar, der Türkei und Schweden. Es wird den nächsten Teil der Reihe „The Magic of John Zorn“ zu hören geben. In Schau an - Musik präsentiere ich Euch eine DVD mit Musik von Ludovico Einaudi und der Goldene Orsino geht an Guo Gan und Loup Barrow für ihre Produktion „The Kite“.

 

Nach der La-Paloma-Version von Jiao Jim-Hai, der sie auf der chinesischen Zither Cheng spielte, geht es weiter mit einem Dreierpack aus dem Grenzland zwischen Worldmusic und Electronic. Starten wir mit Den Sorte Skole. Das Duo aus Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen wirbelten mit ihrem dritten Album „Lektion III“ die Weltmusikszene auf. Den Sorte Skole hatte für diese Produktion 250 alte Schaltplatten aus 51 Ländern in 6 Kontinenten gemixt. Dies auf eine Art und Weise, wie es vorher noch nie zu hören war. Das Album durfte jedoch nie ordentlich veröffentlicht werden, da Den Sorte Skole nicht für all verwendeten Platten die Rechte bekommen konnte. So gab und gibt es Lektion III, wie auch die Vorgängeralben Lektion I und II, nur als kostenfreien Download auf der Seite des Duos.

Ganz anders geht DJ Click vor. Der Franzose bereist mit seinem mobilen Studio verschiedenste Länder, nimmt dort traditionelle Lieder auf und bearbeitet sie dann. So war DJ Click für „Click here – Jaipur“ in Indien unterwegs und für sein neustes Werk „BalkAndalucia“ in Moldawien, Rumänien, Bulgarien, Griechenland und Spanien. Es ist erstaunlich, wie gut bei DJ Click alles zusammenfliesst.

Wieder ganz anders arbeiten Electro Bamako. Die traditionelle Langhalslaute Ngoni spielt Damien Traini, der wie Sänger Paul Sidibe, aus dem Wüstenstaat Mali stammt. Gemeinsam mit dem französischen Multiinstrumentalisten und Produzent Marc Minelli wandern sie auf dem Grenzpfad von westafrikanischer Tradition und zeitgenössischen Rock- und Clubsounds. Das Album von Electro Bamako heisst zutreffenderweise „Now“.

Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für Den Sorte Skole, DJ Click und Electro Bamako.

 

Den Sorte Skole lektion III 1

DJ Click click here – balkandalucia 15

Electro Bamako now 11

 

Locker luftigen Ska und Rock Steady servieren seit über 20 Jahren The Bluebeaters. Die lustige Truppe stammt nicht aus Jamaika, wie man beim ersten Hören denken könnte, sondern aus Italien. Mit der Produktion „Everybody kowns“ legen die Bluebeaters nach 6 Jahren Pause endlich ihr sechstes Studioalbum vor, vollgepackt mit neuen Eigenkompositionen und wieder eine Menge Klassikern. Richtig Klasse, wenn sie dann auch noch auf Italienisch singen!

Danach gleich noch ein Italiener in Schau an – Musik. Ludovico Einaudi ist wohl mit Abstand der erfolgreichste Pianist und Filmkomponist Italiens. Im März 2010 gab er ein Konzert in der Londoner Royal Albert Hall. Auf der DVD, die diese Konzert dokumentiert, ist sehr schön zu sehen, wie sehr sich Einaudi in seiner Musik versenkt.

 

The Bluebeaters everybody kowns 14

Ludovico Einaudi DVD The Royal Albert Hall Concert 3

Bill Laswell means of deliverance 5

 

Er zählt zu den innovativsten Bassisten und Produzenten der Welt, Bill Laswell. Der New Yorker betreibt mehrere Plattenlabel, ist in zahllosen Bands Mitglied und es gibt mittlerweile rund 2000 CD, die mit dem Name Bill Laswell in Verbindung gebracht werden können. Ihr hörtet gerade das Stück seines Bass-Solo-Albums „Means of deliverance“, in dem seine Frau, die äthiopische Sängerin Gigi, am Mikrofon stand.

 

Ein enge musikalische und persönliche Freundschaft verbindet Bill Laswell mit einem anderen New Yorker Tausendsassa: John Zorn. Womit wir in der vierte Folge der Reihe „The Magic of John Zorn“ angelangt wären.

 

Der unermüdliche Komponist, Produzent und Multiinstrumentalist ist auf verschiedensten musikalischen Wegen unterwegs. Brachialer Noise, zeitgenössische Kammermusiken, von jüdischer Musik inspirierter Jazz, Minimal Music – in Zorns Schaffen finden sich ganz verschiedene Stile und nur den Mainstream meidet er wie der Teufel das Weihwasser. Dabei sind gerade seine Kompositionen für die Band The Dreamers und das Gnostic Trio durchaus eingängig. Letzteres besteht aus dem Gitarristen Bill Frisell, Kenny Wollesen am Vibraphon und Carol Emanuel an der Harfe. Auf dem Album „The Mysteries“ verbinden sich uralten religiöse geprägte Musikformen mit zeitgenössischen Klängen. The Gnostic Trio mit dem Titel „The Bacchanalia“.

 

John Zorn the mysteries 4

Solodeguitar covered with love / reprises par amour 5

 

Für fast alle Gitarristen ist Jimi Hendrix ein Gitarrengott. So auch für Solodeguitar. Der französischen Musiker mit madagassischen Wurzeln ist einer der interessantesten Akustik-Gitarrenspieler. Solodeguitars voller Name ist Solo Razafindrakoto, vielen ist er als Solorazaf bekannte. Seine stark von madagassischer Musik geprägte Spielweise brachten ihn an die Seite von so unterschiedlichen Kollegen wie Dizzy Gillespie, Miriam Makeba und Nina Simone. Auf seinem neuen Soloalbum „Covered with Love“ sind zur Hälfe Hendrix-Lieder zu hören, die jedoch auf Interpretationen von Songs der Beatles, Bob Dylan, Marvin Gaye und Songs aus Afrika treffen.

 

Östlich von Madagaskar, Mitten im Indischen Ozean liegt die Insel Reunion. Von dort stammt Bérangère Maximin. Die Soundkünstlerin hat eine ganz eignen Art entwickelt, die Kraft von Punk und die Abgefahrenheit des Dub mit der Offenheit der Electronic zu verbinden. Das vierte Album von Bérangère Maximin heißt „Dangerous Orbits“ und darauf entführt uns die Künstlerin ganz tief in fremdartige Soundwälder.

 

Bérangère Maximin dangerous orbits 1

 

Nachdem uns Bérangère Maximin auf den Rücken ihrer digitalen Chimären tief in die „Dangerous Orbits“ entführt hat nun wieder zu akustischer Musik. Ismail Türker ist ein in Osnabrück lebender türkischer Musiker. Bis auf ein traditionelles Lied hat er alle Stücke seines Albums „Umuda Yol – Weg in die Hoffnung“ selbst komponiert. Eingespielt hat es Ismail Türker gemeinsam mit deutschen und türkischen Musikern und so klingt es auch ein wenig international.

 

Ismail Türker umuda yol 9

Faela! Camina 8

 

Auf Schweden als Heimat der Band Faela würden wohl die wenigsten tippen. Doch das ist nicht verwunderlich, sind in der bunten Truppe auch Musiker aus Argentinien, Chile und Bosnien vertreten. „Camina“ heißt das zweite Album von Faela! und wieder treffen Balkan-Bläser auf Reggae-Grooves, Flamenco-Gitarren auf Swingrhythmen. Wunderbare Musik um den Sommer nochmal zu spüren!

 

Der Goldene Orsino Jingle

 

Der Goldene Orsino geht heute an Guo Gan und Loup Barrow für ihre Produktion „The Kite“. Guo Gan stammt aus China und ist Meister auf der Erhu, einer zweisaitigen chinesischen Laute. Gan ist auf über 40 Alben zu hören und sein Repertoire reicht von klassischer Hofmusik seiner Heimat über moderne Ballett-, Theater- und Filmmusik bis zum Jazz. Seit dem Jahr 2000 lebt Guo Gan in Frankreich. Dort traf er den aus England stammenden Multiintrumentalisten Loup Barrow. Ob mit Glasorgeln, speziell gestimmten Daumenklavier und Weingläsern sowie mit dem Ufo-ähnlichen Percussioninstrument Hang: Loup Barrow ist Spezialist für ungewöhnliche und sphärische Töne. Gemeinsam lassen Guo Gan und Loup Barrow Sounds entstehen, die zu einem natürlich nach chinesischer Musik klingen, zu anderen aber auch Einflüsse aus Jazz, zeitgenössischer Musik, karibischen und afrikanischen Klängen aufweisen. Dies ist Weltmusik im wahrsten Wortsinn und dafür hier und jetzt der Goldene Orsino an Guo Gan und Loup Barrow für ihre Produktion „The Kite“.

Ich muss ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de

Orsino verabschiedet sich auf Ungarisch: sziasztok und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

 

Guo Gan & Loup Barrow the kite 3

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orsinos lied Q U E Rfunk Karlsruhe Erstausstrahlung: 09.08.2015 13 Uhr

 

Wiener Boheme Orchester la paloma #2 11

Orsino-Jingle

 

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen.

Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version aus Österreich sagt Orsino.

 

Es erwarten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten unter anderem aus Brasilien und Japan, Portugal und Indien. Es gibt den dritten Teil der Reihe The Magic of John Zorn und in Schau an - Musik präsentiert ich Euch eine Konzert-DVD der rumänischen Band Taraf de Haidouks. Der Goldene Orsino schliesslich wird an den Finnen Antti Paalanen für seine Produktion „Meluta“ verliehen.

 

Die gerade verklungene La-Paloma-Version stammte vom Wiener Bohème Orchester aus den 1920ern. In dieser Zeit entwickelte sich in den Staaten neben dem schwarzen Blues auch ein Gemisch verschiedensten Volksmusiken, die die weissen Einwanderer mitgebracht hatten, Countrymusic genannt. Diese hatte nicht viel mit dem heutigen Country zu tun, sondern war viel rauer und direkter. Viele junge Musiker entdecken diese Musik gerade für sich neu und nennen sie in Abgrenzung zum kommerziellen Country nun Roots Music. Einen der spannendsten Überblicke zum Thema bietet der wunderbare Sampler „Strange & Dangerous Times“. Auf ihm werden 16 Bands bzw. Künstler vorgestellt, die dem Untertitel des CD mehr als gerecht werden: New American Roots – Real Music for the 21st Century. Mit dabei unter anderem Reverend Deadeye.

 

Das die Rootsmusic mittlerweile international geworden ist beweisen Dr. Will und Bror Gunnar Jansson. Der Münchner Dr. Will hat es als einer der wenigen Deutschen geschafft, in der Heimat der Rootsmusic, in den USA, anerkannt zu werden. So stand der unter anderem mit Louisiana Red, den Neville Brothers und Willy de Ville auf der Bühne. Das zweite Solo-Album von Dr. Will ist gerade erschienen und heisst „Cuffs off“.

 

In Schweden steht Bror Gunnar Jansson für Rootsmusic der Spitzenklasse. Der skandinavische Cowboy aus Göteborg hat ebenfalls gerade sein zweites Solo-Album veröffentlicht. Auf „Moan snake moan“ gelingt es Bror Gunnar Jansson minimalistisch zu klingen trotz eines Grossaufgebotes an akustischen Instrumenten wie Banjo, Orgel, Trompete, Cello und Basstuba.

Öffnet nun als Eure Herzen und Ohren für Rootsmusic von Reverend Deadeye, Dr. Will und Bror Gunnar Jansson.

 

Reverend Deadeye strange & dangerous times 6

Dr. Will cuffs off 5

Bror Gunnar Jansson moan snake moan 1

 

Für die Rubrik Schau an – Musik habe ich heute eine DVD von Taraf de Haidouks rausgesucht. Unter dem Titel „The continuing adventures of Taraf de Haidouks“ präsentiert die DVD aus dem Jahr 2005 eine Riesenmenge an Material. Zum einen den Zusammenschnitt eines Konzertes, das die Band in der Londoner Union Chapel geben hat. Des weiteren ist der überaus sehenswerte Dokfilm „No man is a prophet in his own land“ auf dieser DVD. Der auch knapp einstündige Dokumentar-Film erzählt die emotionsreiche Geschichte der Gypsy-Band. Außerdem gibt es einen Zusammenschnitt von den ersten Kameraaufnahmen aus der Zeit der Entstehung der Band im Jahr 1990 zur Zeit der rumänischen Revolution. Interviews mit Taraf de Haidouks und Johnny Depp, der mit der Truppe im Film „The man who cried“ zusammenspielte, sind auch noch auf der DVD zu finden. Somit ist die Scheibe ein Muss für Fans als auch für Menschen, die mehr erfahren wollen über die Musik und das Leben der Taraf der Haidouks.

 

 

Taraf de Haidouks DVD live at union chapel 1

Dastan Ensemble & Salar Aghili in the name of the red rose 7

 

Das Dastan Ensemble hat sich der alten Musikkultur Persiens verschrieben. Doch wie auf ihrem Album „In the name of the red rose“ lassen sie diese mit der Jahrtausende alten Musikkulturen Indiens verschmelzen. Seit 1992 hat das Dastan Ensemble über 20 Alben veröffentlicht und jedes einzelne ist eine Perle!

 

Ein Perle ist auch das Album „Soutak“ von Aziza Brahim. Die Spanien lebende Sängerin wuchs in einem Flüchtlingscamp in Algerien auf, in das ihr Familie geflohen war, als Marokko die Westsahara eroberte. Den Erfahrungen im Camp und den uralten Musiktradition der Westsahara hat Aziza Brahim weltweit eine ergreifende Stimme gegeben.

 

Aziza Brahim soutak 2

Noa love medicine 3

 

Obwohl sie schon mit Musikern wie Steve Wonder, Sting, Carlos Santana oder gar Peter Maffay auf der Bühne und im Studio stand, ist die israelische Sängerin Noa in Deutschland immer noch relativ unbekannt. Ihre geschmeidige Stimme passt sich Pop, Rock, Folk, Jazz und Blues sehr elegant an. Wenn Noa auf ihrem neuen Album „Love Medicine“ mit dem spanischen Liedermacher Joaquin Sabina im Duett singt, klingt es wie ganz große Musical-Bühne.

 

Diese kann auch Ryuichi Sakomoto bespielen. Der japanische Pianist, Filmmusik-Komponist und Schauspieler ist weltweit unterwegs und so verwundert es nicht, dass er mit den Brasilianern Paula und Jaques Morelenbaum ein ganz entspanntes Album eingespielt hat. Auf „Casa“ konzentriert sich die Musik hauptsächlich auf den Gesang von Paula, das Cellospiel von Jaques und die weichen Klavierlinien von Ryuichi.

 

Morelenbaum2/Sakamoto casa 12

Seiva seiva 8

 

Die Musik der portugiesischen Band Seiva eröffnet tiefe Einblicke in die musikalischen Wurzeln des Landes. So findet man Arbeiter-, Pilger- und Glaubenslieder auf dem Debüt- Album, das den Namen den Band trägt. Die Musiker von Seiva mischen landestypische Instrumente,wie etwa der Braguesa Viola, einer Gitarrenart aus Nordwest-Portugal und den portugiesischen Dudelsack mit elektronischen Effekten und Sounds.

 

Auch im dritten Teil der Reihe „The Magic of John Zorn“ bleiben wir noch bei seinen Kompositionen für das Gnostic Trio. Der New Yorker lebt mit diesen Stücken quasi seine zarte, verträumte, meditative Seite aus und mit Bill Frisell an der Gitarre, Carol Emanuel an der Harfe und Vibrafonisten Kenny Wollesen hat Zorn auch die richtigen Musiker dafür gefunden. Das Album „The Gnostic Preludes – Music Of Splendors“ ist das dritte des Trios.

 

John Zorn the gnostic preludes – music of splendors 8

V.M. Bhatt & Matt Malley sleepless nights 1

 

Der Inder V.M. Bhatt hat die Mohan Veena entwickelt, eine Art indische Slide-Gitarre. Bassist Matt Malley war Gründungsmitglied der kalifornischen Folk-Rockband Counting Crows, verließ die Band jedoch 2004, um andere Wege zu beschreiten. So traf Malley auf Bhatt und gemeinsam nahmen sie das Album „Sleepless Nights“ auf, das sich genau dafür sehr gut eignet.

 

Dass die Zither kein verstaubtes Stuben-Instrument, sondern im Gegenteil, ein sogar sehr vielseitiges ist, beweist El Zitheracchi mit dem Album „Modernes Raubzithertum“. Ob mit indischen Flair, bluesgetränkt, jazzgeschwängert und afrikanische angehaucht, die Band aus dem Chiemgau pfeift auf Genre-Grenzen. El Zitheracchi haben auch die Chuzpe, eine altes Kirchenlied und Psalmen in ihrer unverschämt-guten Art zu präsentieren.

 

El Zitheracchi modernes raubzithertum 5

Stereofysh the race 1

 

Der Titel „The Race“ hat dem Debüt-Album der Band Stereofysh seinen Titel gegeben. In der Musik des Berliner Trios treffen Liedermachertum auf Jazz-Klarinetten und Clubelektronik. Stereofysh macht die perfekte Musik für eine Fahrt über flimmernd heißen Asphalt Richtung Meer! Vielleicht gen Italien.

 

Dort hat sich der Musiker und Komponist Teho Teadro einen Namen gemacht. Besonders für seine Soundtracks und Theatermusik wird er geschätzt und mit Preisen überhäuft. Für den Dramatiker Enda Walsh schuf Teadro die Musik für dessen Stück „Ballyturk“. Diese hat sTeho Teadro nun mit namhaften Gästen wie Joe Lally, Bassist von Fugazi und Cellisten Nick Holland vom Balanescu Quartet als CD eingespielt.

 

Teho Teadro ballyturk 6

Der Goldene Orsino Jingle

 

Der Goldene Orsino geht heute an Antti Paalanen für sein Album „Meluta“. Das Skandinavien einige verrückte Akkordeon-Spieler hat, ist bekannt. Doch der Finne Antti Paalanen zählt mit Sicherheit zu den Verrücktesten. Und die meine ich durchaus im Sinne vom ver-rückt, aus dem Mainstream gerückt. Sein Instrument nennt er Breathbox und entlockt dem Akkordeon Töne, die so noch nicht zu hören waren. Musikalisch ist Paalanen zwischen Folk und Heavy Metal, Tango und Blues, Techno und Avantgarde unterwegs und eigentlich ist dies Weltmusik im besten Wortsinne. Dafür hier und jetzt der Goldene Orsino an Antti Paalanen für sein drittes Solo-Album „Meluta“.

 

Ich muss ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de

Orsino verabschiedet sich auf Tahitianisch parahi und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

 

Antti Paalanen meluta 1

 

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orsinos lied Q U E Rfunk Karlsruhe Erstausstrahlung: 12.07.15 13 Uhr

 

Charlie Parker Quintet la paloma 11

Orsino-Jingle

 

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen.

Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer Jazz-La-Paloma-Version sagt Orsino.

 

Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten unter anderem aus Australien, Indien, Reunion, Dänemark und Peru. Es wird weitergehen mit der neue Reihe „The Magic of John Zorn“ und in Schau an Musik geht’s um Manuel Galban, den Gitarristen des Buena Vista Social Club. Der Goldene Orsino an Blundetto für seine Produktion „World of“.

 

Nach der La-Paloma-Version vom legendären Charlie Parker geht's weiter mit einer anderen legendären Band, die wie keine andere Truppe die Musik Kubas populär machte: Buena Vista Social Club. Mitte der 1990er reiste der US-amerikanische Musiker Ry Cooder nach Kuba, um dort mit Juan de Marcos González und dessen Afro-Cuban All Stars Musik aufzunehmen. Cooder wollte weitere, vor allem ältere, Musiker dabei haben und ließ sich von González fast vergessene Idole der Kubaner empfehlen. So kamen unter anderem die Sänger Ibrahim Ferrer und Compay Segundo, Pianist Rubén González und Bassist Cachaito López, Trompeter Manuel Mibral, die Gitarristen Eliades Ochoa und Manuel Galban sowie als einzige Frau die Sängerin Omara Portuondo zum Buena Vista Social Club. Unter dieser Marke wurden 11 Alben veröffentlicht, ganz neu gerade „Lost and Found“ mit bisher unveröffentlichten Studio- und Liveaufnahmen. Damit hat es der Buena Vista Social Club bis auf Platz 2 der europäischen Worldmusic-Charts geschafft, obwohl von der alten Garde eigentlich nur noch Portuondo, Ochoa und Mibral leben. Eines der bewegendsten Stücke auf „Lost and Found“ stammt vom Pianisten Ruben González, der einfach im Studio vor sich hin singt.

 

Buena Vista Social Club lost and found 14

 

Und weil die Musik des Buena Vista Social Club so schön ist, habe ich gleich noch ein paar Platten rausgesucht, die hier in Orsinos Lied noch nicht liefen. „Buena Vista Social Club at Carnegie Hall“ ist der Mitschnitt eines Konzerte, das die gefeierte Truppe 1998 in New York gaben. Die CD „Buena Vista Social Club presents Manual Guajiro Mibral“ dreht sich um den Trompeter der Truppe, der damit mit damals 71 Jahren sein erstes Soloalbum erhielt. „Blue Cha Cha“ heisst das letzte Album des mittlerweile auch schon verstorbenen Gitarristen des Buena Vista Social Club Manuel Galban. Die CD gibt es in einer Sonderausgabe auch mit einer DVD. Diese enthält u.a. einen rund halbstündigen Film, in dem Galban seinen Lebensweg erzählt und die Entstehung von „Blue Cha Cha“ dokumentiert wird. Zu Wort kommen u.a. der Kora-Spieler Sissoko Ballake aus Mali, der US-amerikanische Bluesmusiker Eric Bibb und die unvergleichliche Omara Portuondo.

Öffnet nun also nochmal Eure Herzen und Ohren für den Buena Vista Social Club at Carnegie Hall, Manual Mibral mit Ibrahim Ferrer und Manuel Galban mit Omara Portuondo.

 

Buena Vista Social Club at carnegie hall I 1

Buena Vista Social Club presents Manual Guajiro Mibral 3

Manuel Galban blue cha cha 4

 

Rutschen wir von Kuba rüber aufs Festland gen Norden. „The Magic of John Zorn“. Der New Yorker Musiker hat neben einer Schwäche für Hardcore-Jazz-Klezmer-Querverbindungen auch eine ganz lyrische Seite. Dies lebt er unter anderem mit seinem Gnostic Trio aus. Mit dem Gitarristen Bill Frisell, Harfenspielerin Carol Emanuel und Kenny Wollesen am Vibrafon ist das Trio spitzenmäßig aufgestellt. Am Album „In Lambeth“ hat zudem noch die japanische Elektronikerin Ikue Mori mitgewirkt. Gewidmet hat John Zorn seine Kompositionen dem romantischen englische Dichter William Blake. Diese lebte im Londoner Stadtteil Lambeth.

 

John Zorn in lambeth 7

Pandit Debashish Bhattacharya madeira 6

 

Er gilt als der König der indischen Slide-Gitarre: Debashish Bhattacharya. Der aus Kalkutta stammende Musiker hat selbst 19 Arten von Gitarren entwickelt, um das Instrument der indischen Musik anzupassen. Doch hat Bhattacharya auch viel mit westlichen Musikern gespielt, wie Bob Brozman, John McLaughlin und Derek Trucks. Auf seinem Album „Madeira“ hat er erstmals seine Tochter Anandi als hervorragende Sängerin vorgestellt.

 

Von Indien nach Australien. Charlie McMahon war Anfang der 1980er Jahre der erste weiße Musiker, der als Didgeridoo-Spieler national und international Anerkennung fand. In der Musik seiner Band Gondwanaland verbindet McMahon Didgeridoo-Sounds mit Syntie-Pop und Ambient. Eine der frühen Alben von Gondwanaland ist mit „Let the Dog out“ betitelt.

 

Godwanaland let the dog out 5

Lindigo milé sèk milé 9

 

Von der afrikanischen Insel Reunion, östlich von Madagaskar, bringt uns die Band Lindigo spannende Musik. Sie verbindet Maloya, die einst verbotene Musik der Sklaven, mit Afrobeat- und Samba-Anklängen. Dies alles würzt Lindigo noch mit einer Prise Funk. Ihr hörtet das Titelstück ihres aktuellen, ihres fünften Albums „Milé sèk milé“.

 

Es ist Sommer und da darf natürlich in Orsinos Lied ein schönes Weihnachtslied nicht fehlen. Diese steuern diesmal Triska bei. Die aus München stammende Band produziert seit Jahre kleine zarten Folk-Pop-Perlen und hat mit „Get well soon“ nun auch schon ihr viertes Album veröffentlicht. Und der Titeltrack passt so schön in einen laue Sommernacht. Triska.

 

Triska get well soon 8

Harald Haugaard lys og forfald 8

 

Er zählt zu den besten Folkmusikern Dänemarks: Harald Haugaard. Der Geiger hat vier Jahre an seinem neuen Album „Lys og Forfald“ - Licht und Zerfall – gearbeitet. Haugaard lag daran, seine zeitgenössischen Kompositionen gut mit seinen dänischen Wurzeln zu verkoppeln und dabei jedoch auch offen zu bleiben für Einflüsse aus anderen Regionen. So waren – wie gerade zu hören – u.a. die Frauenhofer Saitenmusik aus München mit Haugaard im Studio.

 

Ganz viel Zeit im Studio hat auch Chassol verbracht. Der französische Pianist und Soundkünstler ist für sein neues Album „Big Sun“ in die Karibik, nach Martinique, gereist, in die Heimat seiner Familie. Dort hat er Aufnahmen machen lassen, die die Grundlage für seine Kompositionen waren. So entstanden 27 Tracks, die eine neue Formsprache finden, die irgendwo zwischen Jazz, Worldmusic, Elektronik und Hörspiel angesiedelt ist. Chassol gelingt es, Musik zu schaffen, die so viele Ebenen hat, dass sich mit jedem hören weiter entdecken lassen. Wer die CD kauft, bekommt auch noch einen Code, mit dem sich der Film zu „Big Sun“ downloaden lässt. Sehr zu empfehlen.

 

Chassol big sun 5

Kanaku y El Tigre quema, quema, quema 1

 

„Quema, quema, quema“ : Brennt, brennt, brennt heißt das neue Album von Kanaku y El Tigre. Und das peruanische Duo brennt wirklich für seine Musik und diese brennt sich in das Hirn der Hörer. Würden Kanaku y El Tigre nicht nur 2 sondern alle Songs ihrer Albums englisch singen, könnte man nicht so schnell sagen, woher diese einfallsreichen Singer/Songwriter kommen. Musik, die an jeden Strand passt, egal ob Meer, See, Teich oder Stadtbrunnen.

 

Das Wasser zum Brodeln bringen Kumbia Queers. Die fünf jungen, wilden Damen aus Argentinien hatten die Nase voll vom Punkrock. Doch mit dieser Energie wandten sie sich der Cumbia zu und fertig war Tropipunk. Ihr viertes Album haben Kumbia Queers „Canta y no llores“ genannt: Singe und weine nicht. Und das Beste: Kumbia Queers sind gerade in Deutschland auf Tour, schaut euch um und wenn ihr die Gelegenheit habt, schaut sie euch an!

 

Kumbia Queers canta y no llores 4

Dub Pistols return of the pistoleros 1

Los Plantronics surfing times 1

 

Los Plantronics kommen nicht aus den Südstaaten oder Mexiko, nein, die Band kommt aus Norwegen. Vielleicht hilft es ja in der skandinavischen Kälte ein Album aufzunehmen, dass den Titel „Surfing Time“ trägt. Die Musik von Los Plantronics ist auf alle Fälle ein heißer Mix aus Westernsoundtracks, Punk, Soul, Mariachi-Bläsern und Surf-Gitarren. Freude Pur!

 

Genauso wie bei den zuvor gehörten Dub Pistols. Die Truppe aus London feiert mit „The Return of the Pistoleros“ ihr Erwachsenwerden, denn die Band gibt es nun schon seit 18 Jahren. Auf dem Album schlagen die Dub Pistols einen spannenden Bogen von Reggae über Soul und Elektro hin zu Dub. Echte Sommermusik!

 

Der Goldene Orsino-Jingle

 

Der Goldene Orsino geht heute an Blundetto für seine Produktion „World of“. Der Pariser Multiinstrumentalist, Radiomacher, DJ und Produzent hat für sein drittes Album weit ausgeholt. Arabische Streicher treffen in Blundettos Musik auf Ethio-Jazz, Black Soul auf Mariachi-Sounds, Reggae auf Latin. Mit zahlreichen Gästen erschafft Blundetto einen Sound, in dem verschiedenste Stile wie selbstverständlich ganz weich zu einem einzigartigen Konglomerat zusammenfließen. Dies ist Weltmusik im besten Wortsinne und dafür hier und jetzt der Goldene Orsino an Blundetto für sein Album „World of“.

Ich muß ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de

Orsino verabschiedet sich auf Flämisch: tot ziens denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

 

Blundetto world of 6

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orsinos lied Q U E Rfunk Karlsruhe Erstausstrahlung: 14.06.15 13 Uhr

Engelbert la paloma #6 10

Orsino-Jingle

 

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen.

Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version aus den 1970ern sagt Orsino.

 

Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten unter anderem aus Peru, Italien und Guinea, es wird eine neue Reihe mit Musik von John Zorn geben und der Goldene Orsino geht an Maggie Björklund für ihre Produktion „Shaken“.

 

Nach der La-Paloma-Version des US-amerikanischen Schnulzensängers Engelberg geht’s weiter mit echter guter Musik aus den Staaten. Eine der spannendsten Worldmusic-Bands New Yorks sind Hazmat Modine. Ihr 4. Album hat die wilde Truppe ganz unbescheiden „Extra-Deluxe-Supreme“ betitelt und damit sogar recht. Denn wie keine andere Band verbinden sie Blues, Jazz, Gospel und Weltmusikeinflüsse zu einem ganz exquisiten, rein akustischen Soundgebräu der Extraklasse!

 

Die dunklen Seite des Lebens beschreibt der aus Texas stammende Micah P. Hinson. Sein Album „Micah P. Hinson and the Gospel of Progress“ war 10 Jahre lang ausverkauft und ist nun endlich wieder veröffentlicht worden. Es schimmert wie ein dunkler Edelstein und ist etwas für ganz lange Nächte.

 

Man glaubt’s erst gar nicht, aber mit ihrem neuen Album „Heartbreak Pass“ feiern Giant Sand ihr 30-jähriges Bandjubiläum. Die Band um Howe Gelb haben von Arizona aus den Country wieder zu einer ehrlichen Musik gemacht. Für das neue Album haben sich Giant Sand zahlreiche Gäste ins Studio geholt, u.a. Steve Shelley von Sonic Youth und Maggie Björklund, die ja nachher noch den Goldenen Orsino bekommen wird. Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für Hazmat Modine, Micah P. Hinson und Giant Sand.

 

Hazmat Modine extra-deluxe-supreme 1

Micah P. Hinson and the gospel of progress 12

Giant Sand heartbreak pass 2

 

Nach diesem fetten US-amerikanischen Dreierpack gleich noch einen weiteren, diesmal jedoch mit Musikern aus Italien. Die Brücke schlagen Fabrizio Cammarata und Paolo Fuschi mit ihrem Album „Skint and Golden“. Ihr luftige Mischung aus Folk, Pop, Reggae und Soul verbreitet ein echtes Sommergefühl. Da möchte man einfach die Füsse ins Meer halten und die Sonne versinken sehen.

Die Canzionere Grecanico Salentino ist die älteste traditionelle Musikgruppe Italiens. Sie feiern mit ihrem 17. Album „Quaranta“ ihr 40-jähriges Bestehen. Die Canzionere singen in einem uralten Dialekt, dem Griko, einer Mischung aus italienisch und griechisch. Doch ihre Musik ist alles andere als abgestanden. Dafür sorgen unter anderem auch die Gastmusiker, wie albanischen Blaskapelle Fanare Tirana und Ludovico Einaudi.

Letzterer ist auch Nummero Drei in diesem italienischen Dreierpack. Nicht nur in seiner Heimat ist Ludovico Einaudi ein Star, der sich mit sehr eingängigen Kompositionen für Piano, Orchester und Filmmusiken einen Namen gemacht hat. Sein neustes Werk „Taranta Project“ verbindet die Musiktraditionen Süditaliens mit Einflüssen aus dem östlichen Mittelmeerraum und Westafrika. Dazu hat sich Einaudi unter anderem Mercan Dede aus der Türkei und Ballaké Sissoko aus Mali ins Studio geholt.

Vor Ludovico Einaudi aber erst noch Fabrizo Cammarata und Paolo Fuschi sowie die Canzoniere Grecanico Salentino.

 

Fabrizio Cammarata & Paolo Fuschi skint and golden 3

Canzionere Grecanico Salentino quaranta 6

Ludovico Einaudi taranta project 8

 

Seit Jahre ist es üblich, dass es in Orsinos Lied Musik von John Zorn zu hören gibt. Waren es erst die zwei Masada Songbooks mit ihren mittlerweile über 50 Alben, folgten bis zur letzten Ausgabe von Orsinos Lied die 25 CDs mit den Filmmusiken des New Yorkers. Als Mitbegründer der Radical Jewish Culture Anfang der 1990er wurde der Multiinstrumentalist und Komponist Zorn mit seinem Plattenlabel Tzadik schnell zum Dreh- und Angelpunkt der jüdischen Avantgarde in den USA. Nach wie vor veröffentlicht Zorn monatlich zwei bis drei CDs mit vorwärtsweisender jüdischer Musik. Er hat auch schon das Masada Songbook Nummer 3 geschrieben und vor einem Jahr die ersten Stücke live vorgetragen. Es wird also weitergehen, denn die Anzahl der Masada-Kompositionen ist nun schon auf 613 angestiegen. Da Songbook Nummer 3, The Book Beriah, noch nicht veröffentlicht ist, schalten wir die Reihe „The Magic of John Zorn“ dazwischen. Denn Zorn hat so viele CDs veröffentlicht, dass sich wohl bis zum Ende von Orsinos Lied immer eine finden wird!

Fangen wir „The Magic of John Zorn“ mit der CD „The Concealed“ an. Darauf verbindet er den Sound zweier seiner erfolgreichsten Gruppen, Bar Kokhba und The Dreamers. Einspielen ließ John Zorn das Album vom Quartett Nova Express sowie Erik Friedlander und Mark Feldman.

 

John Zorn the concealed 2

 

Aus dem westafrikanischen Guinea stammt Moh! Kouyaté. Der Sänger und Gitarrist präsentiert auf seinem Debüt-Album „Loundo – Un Jour“ einen energiegeladenen Stilmix aus Afro-Beat, Bluesrock und Funk. Unterstützung für sein Erstlingswerk erhielt Moh! Kouyaté unter anderem von Vincent Ségal und Mariama.

 

Moh! Kouyaté loundo 8

Vardan Hovanissian & Emre Gültekin adana 10

 

Vor hundert Jahren, während des I. Weltkrieges, wurden im Osmanischen Reich Armenier systematisch von Türken ermordet. Seither ist das Verhältnis zwischen Türken und Armeniern stark gestört und wenn überhaupt gibt es nur zaghafte Annäherungen. Deshalb haben der türkische Saz-Spieler Emre Gültekin und der armenische Duduk-Spieler Vardan Hovanissian ein gemeinsames Album aufgenommen. Benannt haben sie es nach „Adana“, der Stadt, in dem eines der größten Massaker an Armeniern stattfand. Gültekin und Hovanissian spielen auf der CD traditionelle Weisen aus beiden Kulturkreisen, um diese wieder anzunähern.

 

In der türkischen Hauptstadt Istanbul fällte der Trompeter Gunnar Halle eine wichtige Entscheidung. Der Norwege, der auf rund 70 Alben zu hören ist, entschied endlich eine CD unter seinem eigenen Namen zu produzieren. Gunnar Halle nannte seine CD „Istanbul Sky“, doch muss es sehr bewölkt gewesen sein. Denn der Grundton seiner Kompositionen sind eher düster und nordisch.

 

Gunnar Halle istanbul sky 1

Novalima planetario 3

 

Aus dem südamerikanischen Peru bringen uns Novalima eine wilde Soundexplosion. Die siebenköpfige Truppe vermengt traditionelle afro-peruanische Rhythmen mit verschiedensten südamerikanischen Stilen und Elektronik. Mit ihrem neuen Album „Planetario“ demonstrieren Novalima, wie südamerikanischen Musik im Jahr 2015 klingen kann, die zugleich ins Herz und in die Beine geht.

Von Afro-Peru zum Afrosamba Orchestra um die Sängerin Miriam Aida. Die schwedische Jazz-Sängerin hat sich dem Album „Os Afro-Sambas“ der zwei brasilianischen Ikonen Baden Powell und Vinicius de Moraes aus dem Jahr 1966 angenommen. Miriam Aida lässt auf dem Album „E de Lei“ ganz klar hören, dass in ihren Adern brasilianisches Blut fliesst und diese in Skandinavien keineswegs abgekühlt ist.

 

Miriam Aida Afrosamba Orchestra é de lei! 8

Danielle De Picciotto tacoma 3

 

Danielle De Picciotto ist aus der Berliner Elektronik- und Avantgarde-Szene nicht wegzudenken. Die aus den USA stammende Künstlerin war mit den Gudrun Gut und den Einstürzenden Neubauten unterwegs, hat die allererste Loveparade in Berlin mitorganisiert. Feingesponnene Elektronik ist ihr Ding. Tacoma heisst das neuste Album von Danielle De Picciotto und ich kann nur sagen: hört es euch an, De Picciotto wird euch in eine andere Welt entführen.

Die amerikanisch-schweizerisch-deutsche Band Yellow Bird lässt die Präriesonne über Berlin aufgehen. Sie flöten auf ganz neue Art Country-Weisen, das es nur so eine Freude ist. Rein instrumental, aber beispielsweise mit der für Country eher ungewöhnlichen Bassklarinette, lassen Yellow Bird ihre Liedkälbchen ganz nah an Jazz- und Chansonwiesen grasen. Ganz schlicht haben sie ihr gar nicht schlichtes Debüt „Sing“ genannt.

 

Yellow Bird sing 3

The Very Best makes a king 11

 

Ganz unbescheiden nennt sich das Duo Johan Hugo und Esau Mwamwaya The Very Best. Johan stammt aus Schweden und Esau aus dem südostafrikanischen Malawi. Die zwei machen World-Pop mit Blues- und Afrobeat-Einflüssen und kommen mit ihrem neusten Album „Makes a King“ ganz und gar entspannt daher. Können The Very Best auch, denn wie gerade zu hören, leiht sogar Baaba Maal ihnen seine Stimme.

 

Der Goldene Orsino Jingle

 

Der Goldene Orsino geht heute an Maggie Björklund für ihre Album „Shaken“. Die dänische Gitarristin und Sängerin bewegt sich, wie heute ja schon zu hören war, im Kreise von Bands wie Giant Sand, Lambchop, Calexico und gar Portishead. Doch die Musik von Maggie Björklund mit Folk und Alternative Country zu beschreiben greift zu kurz. Da ist auch skandinavische Schwere mit drin und eine Prise Chanson und ein Quäntchen italienische Filmmusik a la Morricone. Im Grund ist ihre Musik Weltmusik im besten Wortsinne und dafür hier und jetzt der Goldene Orsino an Maggie Björklund für ihre Produktion „Shaken“.

 

Ich muss mich damit leider auch schon wieder verabschieden. Alle Infos zu den vorgestellten Platten und Künstlern findet ihr wie immer im Netz unter www.querfunk.de, dort zu Orsinos Lied durchklicken.

 

Orsino verabschiedet sich auf Kurdisch xatira te und denkt daran: Gute Musik gibt es überall, haltet die Ohren und Herzen offen.

 

Maggie Björklund shaken 4

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orsinos lied Q U E Rfunk Karlsruhe Erstausstrahlung: 10.05.15 13 Uhr

Blaskapelle Steierdorf la paloma #5 1

Orsino-Jingle

Da die Musik der Liebe Nahrung ist will ich Euch ein abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder servieren. Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer rumänischen La-Paloma-Version sagt Orsino.

In der kommenden Stunde erwarten Euch musikalische Köstlichkeiten aus dem Nahen Osten, dem fernen Australien und Berlin. Es wird die vorerst letzte Ausgabe der Rubrik Tonspur geben und in Schau an – Musik geht’s um eine DVD über das bayrische Quartett Kofelgrschoa. Der Goldene Orsino wird schließlich am Ende der Sendung an die finnische Band Dalindèo für ihre Produktion „Kallio“ verliehen.

Weiter geht’s mit drei CDs, welche die riesige Brandbreite der jüdischen Musik aufblitzen lassen. Das Barcelona Gipsy Klezmer Orchestra machen ja schon im Namen klar wie ihre Musik klingt. Das Album „Imbarca“ schillert so vielfältig wie die Herkunft der Musiker: Serbien, Italien, Frankreich, Griechenland, Indien und Spanien. Beim Barcelona Gipsy Klezmer Orchestra treffen traditionelle katalanische Lieder auf ekstatische orientalische Rhythmen und kubanische Revolutionslieder auf heiße Balkan-Sounds und natürlich Klezmer.

Aus Mexiko stammen Klezmerson. Die sechsköpfige Band verbindet Klezmer mit Rock, Hip Hop, Danzón und sephardischer Musik. Eine so spannenden Mischung, dass auch John Zorn auf die Truppe aufmerksam wurde. So haben Klezmerson nun Album Nr. 24 von Zorns „Book of Angels“ eingespielt. Es ist eine der schönsten Platten dieser Reihe.

Die frechste Band, die sich gerade in der jüdischen Musik rumtreibt, sind Jewish Monkeys. Selten haben ich so gelacht beim Hören einer CD. Die Jungs aus Tel Aviv sind so entzückend politische unkorrekt. Auf ihrem Debütalbum „Mania Regressia“ machen Juden Judenwitze und Homosexuelle Homosexuellenwitze. Letztendlich singen und musizieren die Jewish Monkeys jedoch gegen Klischees und Vorurteile aller Art. Und das Beste daran ist, dass sie dies mit einer riesigen Portion Humor machen.

Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für das Barcelona Gipsy Klezmer Orchestra, Klezmerson und Jewish Monkeys.

Barcelona Gipsy Klezmer Orchestra imbarca 1

Klezmerson amon 4

Jewish Monkeys mania regressia 1

Seit 10 Jahren lassen BudZillus aus Berlin Polka und Reggae, Jazz und Orientalisches, Swing und Punk aufeinander krachen. Auf ihrem dritten Album „Besser wird’s nicht“ geht’s noch weiter in Richtung: Gitarren - elektrisch und laut. Doch noch immer weht der Flair der Weltstadt durch die Musik von BudZillus. Im August könnte ihr sie übrigens live in Stuttgart erleben.

BudZillus besser wird’s nicht 2

Brzzvll feat. Anthony Joseph engines 7

Aus Antwerpen kommt eine der spannendsten BandsBelgiens: Brzzvll. Die sieben Musiker spielen, wie sie es selbst nennen, improvisierte Tanzmusik auf der Basis von Fusion- und Afro-Jazz, Funk und Spoken Poetry. Zur Produktion ihres neuen Albums „Engines“ holten sich Brzzvll Anthony Joseph aus Trinidad in Studio. Der Bandnamen schreibt sich übrigens ohne A!

Aus dem australischen Melbourne stammt Hiatus Kaiyote und sine eine der interessantesten Soulbands nicht nur in Down Under. Auf ihrem zweiten Album „Choose your weapon“ wird Soul wieder durchtränkt mit Afrobeats und Ethio-Jazz. Hiatus Kaiyote könnte eine große Zukunft vor sich haben.

Hiatus Kaiyote choose your weapon 2

Kofelgschroa DVD frei.sein.wollen

Was ihr gerade hörtet war die Tonspur zum Trailer der DVD „Frei.sein.wollen“ der bayrischen Band Kofelgschroa. Womit wir also in der Rubrik Schau an – Musik gelandet sind. Kofelgschroa ist ein Quartett aus Oberammergau und das sympathische Gegenbild zum blau-weißen Klischee der Bayern. Die DVD Frei.sein.wollen ist ein wunderschöner Film über vier junge Musiker im Grenzland zwischen Tradition und Moderne. Wer Kofelgschroa übrigens live sehen will: am 30. Mai spielen sie im Ulmer Zelt auf. Hingehen oder bzw. und den Film anschauen!

Die andere wichtige Rubrik, die uns nun schon über 2 Jahre begleitet ist Tonspur. In dieser geht es um die Filmmusiken, die der New Yorker Komponist, Saxophonist und Produzent John Zorn veröffentlicht. Vor mir liegt CD Nr. 25 und leider schreibt Zorn in Beiblatt, dass es möglicherweise die letzte Veröffentlichung der Serie ist. Und seit 2 ½ Jahren sind auch wirklich keine neuen Alben dazu gekommen. Auf Filmworks 25 gibt es drei Werke zu hören. Nummer 1 ist die Musik zu einer Video-Installation, die im ersten jüdischen Museum Russlands, 2012 in Moskau zu sehen war. Filmmusik Nummer 2 schrieb John Zorn für den Doku-Reihe „Schmatta“ des US-amerikanischen Regisseur Marc Levin. Und Musik Nummer 3 schließlich ist eine Komposition von Zorn, die er ursprünglich das Album „The Goddess“ schrieb. Alle Stücke sind für Solo-Piano, gespielt von Rob Burger, Omri Mor und John Zorn selbst.

Damit möchte Orsino den Hut ziehen vor John Zorn und seinen einzigartigen Kompositionen und schlicht und einfach Danke sagen.

John Zorn filmworks XXV 18

Soapkills the best of 3

Nachdem die libanesische Sängerin Yasmine Hamdan gerade in allen Medien gefeiert, erinnert eine Best of – CD an ihre Anfänge im Duo Soapkills. Seit 1997 entwickelten Zeid Hamdan und Yasmine Hamdan eine Art arabischen Trip Hop und wurden damit schnell zu Stars bei der libanesischen Jugend. Aus ihren drei Studio-Alben und ein paar unveröffentlichten Aufnahmen wurde nun das „Best of Soapkills“ zusammengestellt. Durchaus hörenswert.

Wer je die New Yorker Band Hazmat Modine live erlebt hat weiß, dass die Truppe ein Phänomen ist. In ihrer Musik fließen Bluesrock und Afropop, Calypso und Jazz zusammen. Ihre allerneuste Scheibe „Extra-Deluxe-Supreme“ wollt ich Euch jetzt eigentlich vorstellen, doch hat uns die Post ein bisschen im Stich gelassen. Deshalb jetzt eine Stück aus ihrem letzten Live-Album. Und live könnt Hazmat Mondine Ende Mai, Anfang Juni auch hier im Südwesten hören, in Baden-Baden, Freiburg und Mannheim. Orsino sagt: Hingehen!

Hazmat Modine Live 8

Ablaye Cissoko & Volker Goetze djaliya 8

Die Kategorie für die Musik von Ablaye Cissoko und Volker Goetze ist World und Jazz. Cissoko stammt aus dem Senegal und spielt die afrikanischen Harfe Kora. Goetze ist in Deutschland geboren, lebt in New York und ist Trompeter, Komponist und Filmemacher. Die CD „Djaliya“ ist das vierte gemeinsame Album. Ablaye Cissoko und Volker Goetze schaffen darauf eine sehr harmonische Grundstimmung, in der Jazz und westafrikanischen Tradition wie selbstverständlich zusammenfließt.

So auch bei der Band Monoswezi. Die fünf Musiker stammen aus Mozambik, Norwegen, Schweden und Simbabwe und in ihrem Sound trifft unter die westafrikanische Mbira, das Daumenklavier, auf skandinavisches Jazz-Saxophon. Das dritte Album von Monoswezi heißt „Monoszwezi Yanga“.

Monoswezi monoswezi yanga 3

Orioxy lost children 6

In der Musik der Schweizer Band Orioxy verschwimmen die Grenzen zwischen Okzident und Orient. Dies liegt nicht nur daran, dass die Sängerin Yael Miller souverän vom Englischen ins Französische und weiter ins Hebräische wechselt. Ihrem neuen Album “Lost Children” lässt sich einfach in keine Kategorie wie Jazz, Klassik, Pop oder Folk einordnen.

Auch in der Schweiz lebt die aus dem Kongo stammende Alina Amuri. Die junge Sängerin verbindet auf ihrer neuen CD “Be one with me” spielerisch Soul, Funk und Jazz mit Sounds aus ihrer zentralafrikanischen Heimat. Wenn Ihr Orsinos Lied an der Schweizer Grenze hört, schaut doch mal rüber, Alina Amuri ist gerade in der Eidgenossenschaft auf Tour.

 

Alina Amuri be one with me 5

Der Goldene Orsino-Jingle

Der Goldene Orsino geht heute an Dalindèo für ihre Produktion “Kallio”. Das Sextett stammt aus Finnland, doch ihr neues Album ist so heiß, dass bei mir seit Wochen der CD-Player glüht. Obwohl wir erst Mai haben, ist dies definitiv eine der besten Platten des Jahres. In der Musik von Dalindèo fliessen Swing und Afrobeat, Surf Rock und Ethio-Jazz, Tex-Mex und finnische Schlager aus den 50-ern auf eine Art und Weise zusammen, dass dieser Stilmix im echten Wortsinne Weltmusik genannt werden kann. Dafür hier und jetzt der Goldene Orsino an Dalindèo für das Album “Kallio”.

Damit muss ich mich leider auch schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihre auf www.querfunk.de, dort zu Orsinos Lied durchklicken. Orsino verabschiedet sich auf Thai: sawatdii khrap und denkt daran: gute Musik gibt es überall, halte die Herzen und Ohren offen.

Dalindèo kallio 6

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orsinos lied  Q U E Rfunk Karlsruhe  Erstausstrahlung: 12.04.2015

la paloma

Orsino-Jingle

 

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menü

mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen. Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version eines alten mechanischen Klaviers sagt Orsino.

 

Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten unter anderem aus dem Kongo, der Ukraine und Argentinien. Es wird den nächsten Teil der Reihe Tonspur geben und Schau an - Musik präsentiert eine Live-DVD des Vaters des Ethio-Jazz Mulatu Astatke. Der Goldene Orsino geht schließlich an Tiganá Santanga für seine Produktion „Tempo & Magma“.

 

Weiter geht's mit einem Dreierpack skandinavischer Frauenstimmen. Das Trio Huldrelokk ist eine wahrhaft pan- skandinavische Truppe. Gitarristin Kerstin Boldig stammt aus Norwegen, Mia Gunberg Adin, an Geige und skandinavischer Nyckelharpe, ist Schwedin und Liv Vester Larsen kommt aus Dänemark und spielt ebenfalls Geige. Alle drei singen und haben sich als Trio Huldrelokk ganz schnell in die Herzen der Freunde moderner nordischer Folklore gesungen. Ihr zweites Album ist eine Live-CD, trägt den Titel „I levende live“ und kommt viel direkter und stärker daher ihr Debüt.

 

Eher dem Jazz zuzuschreiben ist Silje Nergaard. Doch die norwegische Sängerin ist auch in Pop- und Folkgefilden unterwegs und wechselt in ihren Liedern zwischen Norwegisch und Englisch. „Chain of Days“ ist mittlerweile das 15 Album von Silje Nergaard und darauf findet sich auch ein sehr romantisches Duett mit dem US-amerikanischen Jazz-Sänger Kurt Elling.

 

Ebenfalls aus Norwegen stammt Gjerturd Lunde. In ihrer Musik verschmelzen nordische Folklore mit Klassik, Pop und Weltmusik. Auf dem Album „Hjemklang“ begleiten sie Musiker aus Norwegen, Polen, Holland und Deutschland. Auch die Lieder von Gjertrud Lunde sind international, denn sie singt sie mal auf Norwegisch und Portugiesisch, mal Französisch und Englisch.

 

Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für Huldrelokk, Silje Nergaard und Gjertrud Lunde.

 

Huldrelokk   i levende live   11

Silje Nergaard   chain of days   2

Gjertrud Lunde   hjemklang   10

 

Von Skandinavien nach Äthiopien und damit zur Rubrik Schau an – Musik. Er gilt als der Vater des Ethio-Jazz: Mulatu Astatke. Der 72-jährige Vibraphonist, Keyboarder und Perkussionist hat wie kein anderer traditionelle Musik aus dem nordostafrikanischen Äthiopien mit Jazz und lateinamerikanischen Stilen verwoben. In der 1960er war Astatke mit Duke Ellington unterwegs. Vor 10 Jahren verwendete Jim Jarmush die Musik von Astatke in seinem Film „Broken Flowers“ und verhalf Astatke zu neuer Bekanntheit. Das Doppelalbum „Timeless“ kommt als CD und DVD daher. Darauf wird ein Konzert dokumentiert, das Mulatu Astatke 2009 in Los Angeles gegeben hat und das seine ganze Meisterschaft auch als Bigband-Leader zeigt.

 

Mulatu Astatke   DVD   timeless   8

DJ Oil   phantom   4

 

Nicht nur in der französischen Weltmusik-Metropole Marseille ist DJ Oil ein Phänomen. Der Soundkünstler, Insidern als Mitglied der südfranzösischen Electronica-Band Troublemakers bekannt, hat mit “Phantom” sein zweites Solo-Album veröffentlicht. Trip-Hop trifft auf Rhythm'n'B trifft auf ostafrikanische Einflüsse trifft aus südamerikanische Sounds. Phantom von DJ Oil sollte sich jeder ernsthaft Musikinteressierte mal anhören.

 

Ein Bruder im Geiste ist Axel Krygier. Der argentinische Sänger, Komponist, Produzent und Multiinstrumentalist ist in der Lage, Weltmusik zu produzieren, die jenseits aller Klischees verschiedenste Stile verbindet. Auf seinem neuen Album “Hombre de Piedra”

erscheinen wie in einem Kaleidoskop bluesiger Dupstep und Spaghetti-Western-Klänge, Balkanbläser und Cumbia.

 

Axel Kryger   hombre de piedra   7

Jon Hassel & Brian Eno   fourth world music vol. 1 - possible musics   2

 

Der Vater der Ambient-Musik Brian Eno hat mit dem Jazz-Trompeter Jon Hassel 1980 ein Album veröffentlicht: “Fourth World Music Vol. 1 – Possible Musics.” Diese Scheibe ist nun neu aufgelegt worden und zeigt, wie visionär Eno und Hassel damals waren. Sehr spannend zu hören.

 

Ebenfalls ein Visionär auf seine ganz eigene Art ist der New-Yorker Saxophonist, Komponist und Produzent John Zorn. Seinen Soundtracks ist die Reihe Tonspur gewidmet und wir sind mittlerweile bei Ausgabe Nummer 24 angekommen. Auf dieser CD ist die Filmmusik des Streifens “The Nobel Prize Winner” zu hören. Der holländische Film ist eine schwarze Komödie über einen Autor, der das Skript eines Kollegen unter seinem eigenen Namen veröffentlicht und dafür den Literaturnobelpreis bekommt. John Zorn ließ seine 15 Kompositionen von Rob Burger am Piano, Bassisten Traver Dunn und Kenny Wollens an Schlagzeug und Vibraphon einspielen.

 

John Zorn   filmworks XXIV   6

Michael Alpert & Julian Kytasty   night songs from a neighboring village   13

 

Michael Alpert und Julian Kytasty lieben nicht nur ukrainische selbstgemachte Alkoholika, sondern auch die Kulturen ihrer alten Heimat. Die Kulturen! Denn Alpert und Kytasty haben zwar beide ihre Wurzeln im gleichen Landstrich, doch steht der eine für die jiddische und der andere für die ukrainische Kultur. Ihr Album “Night Songs from a Neighboring Village” eröffnet einen Blick in die Vergangenheit, in die Zeit, bevor die Familien der Musiker in die USA auswanderten.

 

Der Trioler Manu Delago ist Bandkollege unter anderen von Musikgrößen wie Björk, Anoushka Shankar und dem Cinematic Orchestra. Er ist Spezialist auf der Schweizer Hang,

einer Art doppelseitiger Steeldrum. Auf seinem Soloalbum “Silver Kobalt”  grooven er und seine Bandkollegen mit Hang, Klavier, Geige, Fagott und vielen weiteren Instrumenten in ihrem eigenen Musikkosmos.

 

Gleich danach eine der witzigsten Coverversionen des Rolling-Stones-Klassikers “Hot Stuff” gespielt von The Mighty Mocambos. Die Hamburger Combo lässt auf ihrem Album “Showdown” vergessen, dass der Funk nicht an der Elbe-Mündung geboren wurde. Damit The Mighty Mocambos es richtig krachen lassen können, haben sie sich unter anderem Afrika Bambaataa und Mitglieder der Rocksteady Crew ist Studio geholt. So bieten sie eine einmalige Mischunge aus Funk, Soul, Jazz, Afro-Einflüsse und Hip Hop.

 

Manu Delago   silver kobalt

The Migthy Mocambos   showdown   10

Marinah   el baile de las horas   6

 

Die Sängerin Marinah ist als Frontfrau von Ojos de Brujo aus Barcelona berühmt geworden. Nun ist sie auf Solopfaden unterwegs und hat gerade ihr Debüt „El Baile de las Horas“ veröffentlicht. Ihr neuer Sound ist dem World-Pop treu geblieben, doch Marinah hat den Flamenco ein bisschen hinter sich gelassen und ist nun unter anderem mit den Sängern der kubanischen Band Orishas und einem der Produzenten des Gotan Project unterwegs.

Der sphärisch-schwebenden Klang des Vibraphons hat es Izabella Effenberg angetan. Die polnische Musikerin vereint auf ihrem Debüt „Cuéntame“ Jazz, Klassik und Weltmusik. Unterstützung erhält Effenberg unter anderem von der israelischen Sängerin Efrat Alony. Mit fünf weiteren Profis präsentiert Izabella Effenberg eine Art Suite, die bei jedem Hören weitere Ebenen eröffnet.

 

Izabella Effenberg   cuèntame   8

Seasick Steve   sonic soul surfer   4

 

Mit 74 Jahren scheint Seasick Steve immer noch neue musikalische Gipfel erklimmen zu können. Der US-amerikanischen Sänger und Gitarrist ist einer der wenigen weißen Bluesmusiker, dem man abnimmt, dass er den Blues gelebt hat. Seasick Steve nahm erst im Alter von 63 Jahren sein erstes Album auf. Nun hat er mit „Sonic Soul Surfer“ seine 7. Platte vorgelegt. Wer Blues mag, wird Seasick Steve lieben und wenn gute handgemachte Musik liebt, kommt an Seasick Steve nicht vorbei.

 

Die junge Sängerin Carminho gilt seit ihrem Debüt 2009 als der aufsteigende Stern am portugiesischen Fado-Himmel. Mit ihrem 3. Album „Canto“ hat Carminho den Sprung über den großen Teich gewagt und sich der brasilianischen Musik angenähert. So sind auf „Canto“ unter anderem Nana Vasconcelos, Jaques Morelembaum, Carlinho Brown und in einem wunderschönen Duett Marisa Monte zu hören. Carminho ist mit gerade 29 Jahren also schon in den Olymp der Weltmusik aufgestiegen und wird übrigens am 15.Mai hier in Karlsruhe live zu sehen und zu hören sehen. Hingehen lautet der Tipp von Orsino.

 

Carminho   canto   5

Der Goldene Orsino-Jingle

 

Der Goldene Orsino geht heute an den Brasilianer Tiganá Santana für seine Doppel-CD “Tempo & Magma”. Der Sänger und Saitenvirtuose stammt aus einem afro-brasilianischen Viertel in Salvador de Bahia und ist ein Freund der leisen Töne. Seine Lieder suchen und finden die afrikanischen Wurzeln in der brasilianischen Musik. Dabei wird Tiganá Santana nie plakativ, selbst wenn er afrikanische Musiker und Instrumente in seine Kompositionen einwebt und diese unter anderem direkt im westafrikanischen Senegal einspielt. Seine Musik ist Weltmusik im wahrsten Wortsinne und damit hier und jetzt der Goldene Orsino an Tiganá Santanafür seine herausragende Produktion “Tempo & Magma”.

 

Ich muss ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de , dort zu Orsinos Lied durchklicken. Orsino verabschiedet sich auf Isländisch: bless und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

 

Tiganá Santana   tempo & magma    II/1

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orsinos lied  Q U E Rfunk Karlsruhe  Erstausstrahlung: 08.03.15  13 Uhr

 

Orsino-Jingle

La Paloma   la paloma #3   2

 

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen. Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version aus dem Jahr 1956 sagt Orsino.

 

Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten unter anderem aus Indien, Mali und Österreich. Es wird den nächsten Teil der Reihe Tonspur geben und in Schau an - Musik präsentiere ich Euch eine Live-DVD der spanischen Band Ojos de Brujo. Der Goldene Orsino geht schliesslich an das Gjermund Larsen Trio für deren Produktion „Reise“.

 

Nach der La-Paloma-Version aus dem gleichnamigen Film von 1956 geht's weiter mit einem Dreierpack Ethio-Jazz. Spätestens seit dem Film-Erfolg „Brocken Flowers“ ist diese sehr spezielle Mischung aus traditioneller Musik Äthiopiens und Jazz auch im Westen bekannt. Als Vater des Ethio-Jazz wird Mulatu Astatke angesehen. Seit den 1960-er Jahren ist der Vibraphonspieler auf den Bühnen der Welt unterwegs ist. „Mulatu steps ahead“ erschien 2010 und ist eine seiner erfolgreichsten Platten.

 

Mittlerweile gibt es weltweit zahlreiche Bands die Ethio-Jazz spielen. Vierzehn davon werden auf dem prächtigen Sampler „Beyond Addis – Contemporary Jazz & Funk inspired by ethiopian sounds from den 70's“ vorgestellt. Eine Klasse Möglichkeit sich schnell und unkompliziert einen Überblick zu verschaffen. Auf dem Sampler finden sind sogar drei deutsche Bands die Ethio-Jazz spielen. Darunter auch Woima Collective aus Berlin.

 

Aus der französischen Hauptstadt stammt die Band Akalé Wubé. Auf ihrer neuen CD „Sost“ mischt die fünfköpfige Truppe Eigenkompositionen mit äthiopischen Songs aus den 60-er und 70-er Jahren. Dies fließt bei Akalé Wubé delikat zusammen und das Highlight ist das erste Stück des Albums mit Stargast Manu Dibango, der Saxophonlegende aus Kamerun. Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für Mulatu Astatke, Woima Collective und Akalé Wubé.

 

Mulatu Astatke   mulatu steps ahead   7

Woima Collective   beyond addis   6

Akalé Wubé   sost   1

 

Nicht aus dem westafrikanischen Äthiopien sondern aus dem Sahara-Staat Mali stammt Bassekou Kouyate und seine Band Ngoni Ba. Mit ihrem neuen Album „Ba Power“ treiben sie ihren Blues-getränkten Sound weiter in Richtung Afro-Rock. Dabei lassen es Bassekou Kouyate und Ngoni Ba gehörige krachen. Als wollten sie mit E-Gitarren, traditionellen Pferde-Haargeigen und sogar Trompeten alle Kultur-feindlichen Terroristen aus Mali raus blasen.

 

Bassekou Kouyaté & Ngoni Ba   ba power   7

Songhoy Blues   music in exile   1

 

Auch aus dem Herzen der Sahara, aus Mali, stammt die Band Songhoy Blues. Und sie spielen - ja - die Urform des Blues. Ganz im Geiste des großen Meisters des Wüstenblues, Ali Farka Toure, erzeugen Songhoy Blues einen hypnotisierenden Sound, der die Wurzeln des Blues freilegt. Zur Zeit leben die Musiker in London und so trägt das Debüt-Album von Songhoy Blues den Titel „Music in Exile“.

 

Auf der anderen Seite des Atlantiks spielt auch Eric Bibb Bluesmusik. Der New Yorker Sänger und Gitarrist hat mit „Blues People“ gerade seine 28. Platte veröffentlicht. Ins Studio eingeladen hat sich Eric Bibb unter anderem Popa Chubb, Taj Mahal, die Blind Boys of Alabama, Ruthie Forster und den gleich zu hörenden Guy Davis.

 

Eric Bibb   blues people   6

Hotel Bossa Nova   desordem & progesso   13

 

Die deutsch-brasilianische Band Hotel Bossa Nova ist gerade mit ihrem neuen Album „Desordem & Progresso“ auf Tournee. Sie spielen beispielsweise Morgen, am 9. März,

in Mannheim. Auf ihrer fünften Platte entfernt sich das Quartett noch weiter weg vom Gerüst des Bossa und spielt so frei wie nie. Klar gibt es Bossa-Anklänge, aber auch Fado, Samba und gar klassische Klänge lassen sie diesmal ertönen. Das Hotel Bossa Nova ist zum Wohnmobil geworden, mit dem es durch die verschiedensten Stile dieser Welt geht.

 

Auch das Trio Pèdra Préta geht auf ganz eigene Art mit brasilianischer Musik um. Vielleicht liegt es daran, dass nur einer der Musiker Brasilianer ist und die zwei anderen Schweizer und Italiener. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass alle aus den Bereichen des Jazz und der Weltmusik kommen. Wie auch immer, das zweite Album von Pèdra Préta heißt „Bom pa ti“ und stellt sogar noch die faszinierende Debüt-Scheibe des Trios in den Schatten.

 

Pèdra Préta   bom pa ti   2

Ojos de Brujo   DVD   Girando Bari   1

 

Sie waren eine der erfolgreichsten Bands Barcelonas: Ojos de Brujo. Doch leider löste sich die Band 2010 nach 11 Jahren und 6 Alben auf. Die DVD „Girando Bari“ liefert nicht nur einen Zusammenschnitt verschiedener Konzerte, sondern auch einen rund einstündigen Dokumentarfilm über die Band und die Arbeitsweise von Ojos de Brujo.

 

In der Reihe Tonspur möchte ich Euch heute nun die 23. CD mit Filmmusik von John Zorn vorstellen. Eigentlich wollte der New Yorker Komponist und Saxofonspieler Zorn den Soundtrack zum Dokfilm „Der General“ gar nicht schreiben. Irgendwie lag ihm die Geschichte des Präsidenten Plutarco Elias Calles, der von 1924 bis 28 Mexiko regiert nicht. Doch von seinem Freund, dem Gitarristen Marc Ribot, ließ sich Zorn überreden und schrieb so viel Stücke, dass sich sogar Zorns Band The Dreamers noch eine Platte damit einspielen konnten. Zu hören ist auf  „Film Works XXIII“ ein weiche Mischung aus Minimal Music gepaart mit mexikanischen und spanischen Einflüssen sowie Jazz. Traumwandlerisch schön. Zu hören sind – klar – Marc Ribot - Gitarre, Kenny Wollesen – Vibrafon und Marimba, an Akkordeon und Piano Rob Burger sowie Bassist Greg Cohen.

 

John Zorn   filmworks XXIII   7

Attwenger   spot   1

 

Seit Attwenger 1991 ihr erstes Album veröffentlicht haben, hat das Duo aus Linz nichts an seinem Suchtpotenzial verloren. Nun haben die zwei verrückten Österreicher mit „Spot“ das Dutzend Alben voll gemacht und ziehen ihre Hörer wieder unwiderstehlich in den Bann. Bei keiner anderen Band der Welt verschmelzen Volksmusik und Dada auf so gekonnte Weise wie bei Attwenger. Und sie schaffen es auf „Spot“ 23 Stücke in 40 Minuten zu spielen. Lang leben die Kurzlebigkeit!

 

Indigo Masala nennt sich eine Band, in der sich Inder, Deutschen und multinationale Musiker zusammengefunden haben. Gemeinsam machen sie Musik, die zwar indisch inspiriert ist, doch auch ganz andere Stile, bei beispielsweise Jazz und arabische Musik einbezieht. „Legends of Panipur“ heißt das aktuelle Album von Indigo Masala und darauf beweist die Band eine große Portion Humor.

 

Indigo Masala   legends of panipur   12

Rob Smith   mixwork in dub   1

 

Ja genau, dies war der Police-Hit Roxanne, doch in einer Remix-Version von Rob Smith,

der sich aus RSD nennt. Der aus dem englischen Bristol stammende DJ und Musiker hat sich für sein neues Album „Mixwork in Dub“ über Stücke von Police bis Martha & The Muffins hergemacht. Rob Smith lässt die Bässe wummern, dass es nur so eine Freude ist.

 

Emotional eher entgegengesetzt ist die Musik von Slagr. Das Trio aus Norwegen nennt sein zweites Album zwar „Short Stories“, doch brechen sie lieben gern mit gängigen Liedlängen. Denn für ihre weiten Melodiebögen, in denen nordische Folk-Traditionen, moderne E-Musik und Jazz zusammengefunden haben, brauchen sie Platz. Mit skandinavischer Fiddel, Cello, Vibrafon und Gläsern schaffen Slagr eine getragene, dunkle Stimmung.

 

Slagr   short stories   6

Quantic & Nickodemus   salsa style   1

 

Quantic & Nickodemus sind zwei Djs aus England und den Staaten. Sie blasen mit ihrem „Mi Swing es tropical“ auch die letzten Hochnebelfelder aus den Herzen. Auch wegen dieses Titels ist „Salsa Style – Latin Beats for Dancing Feets“ meine allerliebste Salsa-Scheibe. Zusammengestellt wurde der Sampler vom DJ Ralph von Richthoven und bietet Salsa-Songs von der Karibik über Indien bis Nordafrika. Und nun zum Goldenen Orsino.

 

Der Goldene Orsino Jingle

 

Der Goldene Orsino geht heute an das norwegische Gjermund Larsen Trio für ihre dritte Produktion „Reise“. Das Trio besteht aus dem Geiger Gjermund Larsen, der auch die Musik schreibt, sowie Pianist Andreas Utnem und Sondre Meisfjord am Kontrabass. Zusammen haben sie ihren ganz eigenen Stil kreiert, der Elemente des Kammer-Jazz,

Bluegrass, nordische Folklore, Barock- und zeitgenössische Musik kombiniert. Weltmusik im besten Wortsinne also und dafür hier und jetzt der Goldene Orsino für das Gjermund Larsen Trio und ihre Produktion „Reise“.

 

Ich muss ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de. Dort zu Orsinos Lied durchklicken. Orsino verabschiedet sich auf Hindi: rama rama und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen.

 

Gjermund Larsen Trio   reise   10

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orsinos lied Q U E Rfunk Karlsruhe Erstausstrahlung: 08.02.2015

 

Richard Tauber la paloma # 2 10

Orsino-Jingle

 

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen. Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version aus den frühen 1930-er Jahren sagt Orsino.

 

Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten unter anderem aus Japan, Rumänien und Nigeria. Es wird den nächsten Teil der Reihe Tonspur geben und Schau an - Musik präsentiert eine Live-DVD von Roika Traoré. Der Goldene Orsino geht an das Duo Schneider Kacirek für ihre Produktion „Shadows Documents“. Ausserdem habe ich heute ganz viele Konzerttipps für Euch.

 

Die La-Paloma-Version zu Beginn stammte vom König des Belcantos, Richard Tauber. Auch nach seiner Vertreibung aus Nazi-Deutschland nahm Tauber im englischen Exil noch La Paloma-Versionen auf.

 

Machen wir weiter mit drei Meistern der arabischen Laut Oud. Mehmet Polat stammt aus den Türkei, lebt heute in Amsterdam. Dort her er ein Trio gegründet, das vorderasiatische, osteuropäische und westafrikanischen Traditionen mit zeitgenössischen Klängen vereint. Zum Mehmet Polat Trio gehören der türkischen Meister der Rohrflöte Ney, Sinan Arat und Zoumana Diarra aus Mali, der die westafrikanische Harfe Kora zu spielen versteht. Gemeinsam haben sie mit „Next Spring“ eine ergreifende Produktion vorgelegt. Weltmusik im wahrsten Wortsinne und damit eigentlich einen Goldenen Orsino wert.

 

Diesen könnte auch gleich Majid Bekkas für sein Lebenswerk bekommen.

Der Marokkaner spielt vor allem die Oud und die dreisaitige Kastenhalslaute Gimbri. Vor allem im Jazz ist Majid Bekkas als Mitspieler von Grössen wie Klaus Doldinger, Joachim Kühn und Archie Shepp bekannt. Mit seinem Afro Oriental Jazz Trio, das die Bedeutung Weltmusik schon im Titel trägt, hat er gerade die CD „Al Qantara“ veröffentlicht.

Gemeinsam mit dem belgischen Saxophon-, Klarinetten- und Flötenspieler

Manuel Hermia und dem marokkanischen Perkussionisten Khalid Kouhen öffnet Bekkas Türen in ganz neue Klangwelten.

 

Die drei Brüder Elia, Basil und Osama Khoury sind das musikalische Rückgrat des Khoury Project. Elia spielt Oud, Basil Geige und Osama die orientalische Zither Kanun. In ihrer unglaublich zarten Musik fliessen der Nahe Osten, der Mittelmeer-Raum und Jazz aber auch Flamenco und Balkan-Musik zusammen. Der Titel der neuen CD des Khoury Project

könnte nicht besser gewählt sein: „Revelation“, die Offenbarung.

 

Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für das Mehmet Polat Trio, Majid Bekkas Afro Oriental Jazz Trio und The Khoury Project.

 

Mehmet Polat Trio next spring 9

Majid Bekkas al qantara 7

The Khoury Project relevation 8

 

In Schau an – Musik möchte ich Euch die Live-DVD von Rokia Traoré ans Herz legen. Die westafrikanische Sängerin, Gitarristin und Komponistin gehört zu den weltweit erfolgreichsten Musikern ihrer Heimat. Ihre Lieder bezeichnet Rokia Traoré als „zeitgenössische Musik aus Mali“, obwohl sie sich hauptsächlich von traditionellen Instrumenten begleiten lässt. Die DVD „Rokia Traoré – Live“ bietet neben den Konzertmitschnitt auch ein viertel stündiges Portrait der beeindruckenden Künstlerin.

 

Rokia Traoré DVD live Paris – La Cigale 1

American Songbirds sing me a song 10

 

Es war eine der großen musikalischen Überraschungen des vergangenen Konzertjahres: das American Songbirds Festival. Vier junge Musikerinnen aus den USA und Kanada gingen gemeinsam auf die Bühne und zeigten wie quicklebendig die nordamerikanische Musikerszene ausserhalb der ausgetretenen Pfade ist. Nun ist eine Live-CD erschienen, der es gelungen ist einzigartige Atmosphäre der Konzerte einzufangen und gerade hörtet ihr alle vier Sängerinnen im Quartett: Ashia & The Bison Rouge, Kyrie Kristmanson, Rachelle Garniez und Daisy Chapman. „American Songbirds – Sing me a song“ heißt der Livemitschnitt und das Beste: die Tour geht weiter und so spielen die American Songbirds hier im Südwesten im März zum Beispiel in Langenau, Ravensburg und Stuttgart. Ich sag nur: Hingehen oder sich wenigstens die CD besorgen!

 

Und ich hab gleich noch weitere Konzerttipps für Euch. Hier in Karlsruhe ist am Samstag, den 21. Februar, Asa zu erleben. Die aus Nigeria stammende Sängerin hat spätestens mit ihrem dritten Album „Bed of Stone“ klargemacht, dass Asa zu den wichtigsten jungen afrikanischen Soulsängerinnen gehört. Besonders live kommt das Feuer dieser begnadeten jungen Künstlerin hervorragend rüber.

 

Asa bed of stone 2

Avishai Cohen Trio from darkness 1

 

Auch der israelische Bassist Avishai Cohen ist mit seinem Trio zur Zeit hier auf Tour. Der israelische Bassist kombiniert seinen Kompostionen Jazz mit Einflüssen der Musiktraditionen des Nahen Ostens. Nun stellt er sein neues Album „From Darkness“ vor, dass er mit Nital Hershkovits am Piano und Drummer Daniel Dor eingespielt hat. Darauf macht Avishai Cohen wieder unmissverständlich klar, dass ihn Abgrenzungen zwischen Klassik, Jazz und Weltmusik nicht interessieren. Im März ist er mit seinem Trio unter anderem in Heidelberg und in Stuttgart zu Gast.

 

Nicht der akustische Bass, sondern das Cello hat es Etta Scollo angetan. Die aus Sizilien

stammende Sängerin ist dafür bekannt, dass sie die Tradition ihrer Heimat mit Pop, Chanson, Klassik und Jazz verbindet. Ihr neues Album „Scollo con Cello – tempo al tempo“ hat sie mit der Cellistin Susanne Paul eingespielt. Dieser sehr intime Dialog zweier Ausnahmemusikerinnen ist zur Zeit ebenfalls live zu erleben, z.B. in Schwäbisch Hall, Karlsruhe, Ravensburg, Langenau, Heidelberg und Freiburg. Haltet die Augen offen!

 

Scollo con Cello tempo al tempo 14

Taraf de Haidouks of lovers, gamblers and parachute skirts 1

 

Zu ihrem 25. Geburtstag veröffentlichen die legendären Taraf de Haidouks ihr sechstes Album: „Of Lovers, Gamblers and Parachute Skirts.“ Die rumänische Gypsy-Truppe

zählt zu den Besten ihres Genres und feiert mit alten Musikstilen sich selbst und die Musik ihrer Vorfahren. Auf dem neuen Album von Taraf de Haidouks sind wieder rumänische Balladen, Gypsy-Liebeslieder sowie Tänze und atemberaubende Instrumentalstücke zu hören. Einfach wunderschön diese Platte.

 

Auf der Tonspur, die der New Yorker John Zorn in der alternativen Filmbranche gezogen hat, sind wir mittlerweile bei CD Nr. 22 angekommen. Der Film „The last supper“ vom französischen Regisseure Arno Bouchard ist eine Expedition in das Schlachtfeld der Geschlechter. Wie so oft hat John Zorn, statt schon veröffentlichte Songs für einen Soundtrack frei zu geben, einfach neue Stücke geschrieben und einspielen lassen.

Diesmal setzt Zorn auf die Grundsteine des menschlichen Musizierens: auf Stimmen und Percussion. Zu hören sind die Sängerinnen Martha Cluver, Lisa Bielawa, Abby Fischer, Kirsten Sollek, der Countertenor Caleb Burhans sowie Cyro Baptista und John Zorn an der Percussion.

 

John Zorn filmworks XXII 10

Jun Miyake lost memory theatre – act 2 9

 

Der japanische Multiinstrumentalist Jun Miyake ist einer der schillerndsten Figuren

im Grenzland zwischen Weltmusik, Jazz und Pop. Mit seinem Projekt des Lost Memory Theatre will Jung Miyake verloren gegangene Erinnerungenin eine neue Form giessen. Nun ist Akt 2 des Lost Memory Theatre erschienen. Neben Jun Miyake

sind unter anderem Cellist Vincent Segal, Oud-Spieler und Sänger Dhafer Youssef

und Bassist Melvin Gibbs mit von der Partie. Doch Achtung beim Hören: das Lost Memory Theatre zieht die Zuhörer unwiderstehlich in seinen Bahn.

 

Ein anderer Genre-überschreitender japanischer Trompeter ist Daisuke Ichihara. Er ist zu hören auf dem neuen Album des englischen Dub-Meisters Beam Up. Schon das Mitwirken eines japanischen Trompeters zeigt, dass Beam Up die Grenzen des Dub sprengt. „Innerstand“ heißt die Scheibe, auf der auch die Dub-Sänger Terrence Alfonso Bowry und Jornick Joelick zu hören kommen.

 

Gleich im Anschluss hört ihr Dub Syndicate mit einem Song ihres neusten Albums „Hard Food“. Die Platte der wichtigsten englischen Dub-Band ist ungewollt eine Art Nachruf geworden. Denn der Schlagzeuger der Band, Lincoln „Style“ Scott, wurde kurz nach der Fertigstellung in seinem Haus auf Jamaica im Alter von 58 Jahren ermordet.

 

Beam Up innerstand 10

Dub Syndicate hard food 7

Euzen metamorph 4

 

Die dänisch-norwegische Folk-Klassik-Rock-Elektro-Band Euzen hat mit „Metamorph“ ihr drittes Album veröffentlicht. Klar, in irgendwelche Schubladen lässt sich Euzen immer noch nicht einsperren und doch sind immer die nordischen Ursprünge der Band zu hören. Das Euzen dies auch live in Perfektion äußerst kraftvoll rüber bringen könnt ihr Ende des Monats übrigens in Aschaffenburg und Stuttgart erleben.

 

Mit dem Album „Heads Up“ hat die englische Sängerin Annique ein imponierendes Debüt veröffentlicht. Gemeinsam mit dem israelischen Multiinstrumentalisten Koby Israelite und sieben weiteren Spitzenmusikern bietet Annique 16 World-Pop-Avantgarde-Songs der Oberklasse.

 

Annique heads up 2

Der Goldene Orsino Jingle

 

Der Goldene Orsino geht heute an das Duo Schneider Kacirek für ihre Produktion „Shadows Documents“. Stefan Schneider, Bassist und Elektronik-Spezialist, ist unter anderem Musiker bei den Bands Kreidler und To Rococo Rot und war auch mit Arto Lindsay und Alexander Balanescu zu hören. Sven Kacirek ist Schlagzeuger und ebenfalls Electronica-Produzent und war auf der Bühne und im Studio u.a. Partner von Marc Ribot und Hauschka. In den letzten Jahren waren die zwei deutschen Avantgardemusiker häufiger im ostafrikanischen Kenia unterwegs. Dort musizierten sie nicht nur mit einheimischen Musikern sondern nahmen auch seltene traditionelle Volksmusikstile auf. Schneider und Kacirek veröffentlichen zwei Alben mit den Originalaufnahmen. Nun sind sie einen Schritt weiter gegangen. Sie haben die afrikanischen Rhythmen in finstere Electronic übertragen. Dies auf eine Art und Weise, dass diese Musik eigentlich nur mit Weltmusik bezeichnet werden kann. Dafür hier und jetzt der Goldene Orsino für Schneider Kacirek

und ihre Produktion „Shadows Documents“.

 

Ich muß mich damit leider auch schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter www.querfunk.de, dort zu Orsinos Lied durchklicken. Orsino verabschiedet sich auf Madagassisch: veloma und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

 

Schneider Kacirek shadows documents 4

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orsinos lied Q U E Rfunk Karlsruhe Erstausstrahlung: 11.01.2015 13 Uhr

 

Amon Tobin foley room 1

Arto Lindsay salt 6

Da die Musik der Liebe Nahrung ist möchte ich Euch heute wieder verwöhnen mit Sounds aus aller Herren und Damen Länder. Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk, herzlich Willkommen zur ersten Ausgabe von Orsinos Lied im Jahr 2015 Herzlich Willkommen sagt Orsino wieder live aus dem Musenstall5.

Fast schon scheint sie vergessen die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien. Wer Ohren hatte auf die Klänge jenseits der Fangesänge zu hören, hat spätestens im letzten Sommer erfahren, dass Brasilien ein wahres Musikuniversum ist. Heute deshalb nochmal eine Stunde Musik von zwei Künstlern, die jeder auf seine Art eine Supernova in diesem Universum darstellt: Arto Lindsay und Amon Tobin.

Arto Lindsay stammt zwar aus Virginia/USA wuchs aber in Brasilien auf. Dort erhielt der Gitarrist und Sänger seine ersten Prägungen. Die Liste der Musiker, mit denen Lindsay gespielt hat reicht von Gilberto Gil und Caetano Veloso über Marc Ribot und Laurie Anderson bis Jun Miyake und Bill Frisell.

Dem 62-jährigen Arto Lindsay werde ich heute den 43-jährigen Amon Tobin zur Seite stellen. Amon Tobin stammt aus Rio und ist einer der innovativsten Elektronik-Musiker und DJs der Welt. Zu seinen Weggefährten zählen u.a. Bonobo, Mike Patton und Kid Koala. Amon Tobin ist unter anderem dafür bekannt, dass er extensiv Alltagsgeräusche in seinen Songs verwendet.Vor mir liegen rund 20 CDs und deshalb soll es nun endlich losgehen.

Die Liste der Songs findet ihr wie immer im Internet unter www.querfunk.de, dort zu Orsinos Lied durchklicken. Haltet nun die Herzen und Ohren offen für die Musik von Arto Lindsay und Amon Tobin.

Amon Tobin chaos theory 9

Arto Lindsay price 12

Amon Tobin cujo / adventures in foam 9

Arto Lindsay reentrey 1

Amon Tobin isam 6

Arto Lindsay o corpo sutil 4

Amon Tobin out from out where 2

Arto Lindsay noon chill 8

Amon Tobin permutation 7

Arto Lindsay mundo civilizado 9

Amon Tobin supermodified 1

Arto Lindsay invoke 7

Amon Tobin two fingers / instrumental 6

Arto Lindsay aggregates 2

Amon Tobin two fingers / two fingers 12

Arto Lindsay hyper civilizado 3

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Orsinos Lied Q U E R funk Karlsruhe Erstausstrahlung: 14.12.14

 

Marianita y Rey la paloma #5 13

Orsinos Jingle


 

Wenn die Musik der Liebe Nahrung spiel weiter, spiel, bis im Exzess die übersatte Lust erkrankt und stirb. Die Weise noch einmal!


 

Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen bei „Orsinos Lied“. Herzlich Willkommen mit einer La-Paloma-Version aus Mexiko sagt Orsino.

In unseren Breiten wird traditionell gegen Ende eines jeden Jahres viel über Männer geredet: über den Bischof Nikolaus, Jesus von Nazareth und Papst Silvester I. In Orsinos Lied ist es deshalb mittlerweile zur Tradition geworden, die Dezember-Ausgabe hauptsächlich von Musikerinnen bestreiten zu lassen. Und diese stammen unter anderem aus der Japan, Kuba und dem Libanon. Der Goldene Orsino geht an Sarah Jane Morris für ihr Album „Bloody Rain“.


 

Nach der La-Paloma-Version von Marianita y Rey machen wir weiter mit drei Musikerinnen, die sich der elektronischen Musik verschrieben haben. Eine der wichtigsten und spannendsten Künstlerin der deutschen Electronica-Szene ist Gudrun Gut. Ihre neuste Produktion hat sie mit dem Rock-Urgestein Hans-Joachim Irmler eingespielt. So trifft auf der CD „500 m“ das epische Ausufern des Krautrocks auf die Struktur des Techno. Dies macht sie zu einer der packendsten deutschen Electronic-Scheiben des Jahres!


 

Psychodelic Folk ist ein Genre, in den Folk mit Elektronik, Weltmusik und Avantgarde zusammenfließt. In Finnland gehört die Band Avarus dazu, deren Sängerin Islaja auch auf Solopfaden unterwegs ist. „Suu“ heißt die 6. Solo-Scheibe von Islaja und bietet eine Art Electro-Punk mit einem Hauch von skandinavischer Kälte.


 

Aus Japan stammt die Klangkünstlerin Ikue Mori. Mit Laptop und verschiedensten, teils selbstgebauten Perkussionsinstrumenten steht Ikue Mori hauptsächlich für minimalistische Klangbilder. Mit ihrem Trio Death Ambient, zu dem noch der Gitarrist Fred Frith und der Bassist Kato Hideki gehören, hat Mori drei Scheiben veröffentlicht, darunter „Synestithesia“. Die Musik ist im Grenzgebiet zwischen Elektronik, freier Improvisation anzusiedeln. Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für Gudrun Gut mit Hans-Joachim Irmler, Islaja und Death Ambient.


 

Gudrun Gut & Hans-Joachim Irmler 500m 8

Islaja suu 7

Death Ambient syntaestthesia 5


 

Schau an – Musik. Heute möchte ich Euch in dieser Rubrik die DVD „The Buena Vista Sisters' Club“ vorstellen. Anacaona ist eine Frauenband die 1930 in Havana gegründet wurde. Zeitweise spielten 11 Schwestern in der Bigband. Die Truppe war zu ihrer Gründung eine Sensation, da es zu diese Zeit alles andere als üblich war, dass Frauen Son spielen. Auf der DVD findet sich ein 45-Minuten-Dokfilm, der die Geschichte der Familienband vorstellt. Als Bonusmaterial gibt es zudem 9 Songs der Bigband. Fans der kubanischen Musik kommen an Anacaona nicht vorbei.


 

Anacaona DVD the buena vista sister's club 6

Omara Portuondo magia negra – the beginning 8


 

Sie ist gerade auf ihrer Abschiedstour: Omara Portuondo, die Sängerin des Buena Vista Social Clubs. Die 84-jährige hat sich dafür nochmal ins Studio begeben und ihr allererstes Erfolgs-Album aus dem Jahr 1960 neu eingespielt. Hört jetzt die Originalversion des Liedes, dass gerade in der Neufassung verklungen ist. Es heißt wie die Abschiedstour von Omara Portuondo: Adios.


 

Omara Portuondo magia negra 2

Yasmine Hamdan ya nass – remixes vol2. 2


 

Einst Sängerin der Electro-Pop-Truppe Soapskills ist die aus dem Libanon stammende Yasmine Hamdan nun sehr erfolgreich auf Solopfaden unterwegs. Ihr Debüt-Album Ya Nass war so von Erfolg gekrönt, dass es zu einen gleich zwei nachfolgende Remix-Album hervorbrachte und sie schließlich von Beirut nach New York spülte. Filmmacher Jim Jarmusch verpflichtet Yasmine Hamdan für den Soundtrack seines neusten Werkes Only Lovers left alive. Dort spielte sie an der Seite des Lautisten Jozef van Willem. Und auf dessen neuster Platte „It ist time for you to return“ sind alle drei zu hören: Yasmine Hamdan, Jim Jarmusch und Jozef van Willem. Verstörend schöne Musik.


 

Jozef van Wissem it is time for your to return 9

Oum soul of marocco 1


 

Mit ihrem neuen Album „Soul of Morocco“ gewährt Oum nicht nur einen Blick in ihre Seele. Die marokkanische Sängerin zeigt in musikalisch faszinierender Art und Weise, das Bild einer neuen, jungen und liberalen arabischen Generation. Sie leben genauso mit arabischer Musik wie mit Pop und Rock, Bossa Nova und kubanische Jazz. Gemeinsam mit marokkanischen und französischen Musikern hat Oum mit ihrer CD ein starkes Statement einer selbstbewussten jungen Frau abgegeben, dass die Seele Marokkos als Teil unserer universellen Kultur beschreibt.


 

Gar nicht so selbstbewusst waren das belgische Duo Aksak Maboul und die Sängerin Véronique Vincent Anfang der 80er Jahre. Damals schien die von ihnen eingespielte Musik entweder zu Pop-orientiert um experimentell zu sein oder zu schrullig um als Pop durchzugehen. Nun 30 Jahre später haben Véronique Vincent und Aksak Maboul die Aufnahmen als Ex-Futur Album veröffentlicht und den Titel trifft's ziemlich gut.


 

Véronique Vincent & Aksak Maboul ex-futur album 1

Hamburg Klezmer Band tunklgold 1


 

Jüdische Musik von der Waterkant präsentiert die Hamburg Klezmer Band. Die Mitglieder der Truppe um Sängerin und Gitarristin Kateryna Ostrovska sind größtenteils selbst wandernde jüdische Weltbürger, in der berühmten Hafenstadt vor Anker gegangen. Mit „Tunklgold“ hat die Hamburg Klezmer Band nun ihre zweite Veröffentlichung vorgelegt.


 

Auch aus Deutschland stammend, aber auf internationalen Musikpfaden unterwegs ist Eva Jagun aus Berlin. Mit ihrer Band Jagun hat sie sich der einzigartige Klangwelt Brasiliens, zwischen Bossa Nova und Samba, Jazz und afrikanischen Einflüssen, verschrieben. Auf ihrer zweiten CD „Camburi“ verbinden sie diese kongenial mit modernem europäischem Sound.


 

Sängerin und Pianistin Johanna Borchert ist ebenfalls Deutsche. Ihr neustes Werk „FM Biography“ hat sie u.a. mit dem englischen Improvisationskünstler Fred Frith eingespielt. Der Sound der Platte von Johanna Borchert ist irgendwo zwischen Jazz, Pop und Rock anzusiedeln und atmet eine ganz große Weite.


 

Jagun camburi 10

Johanna Borchert fm biography 3

Francesca Incudine iettavuci


 

„Iettavuci“ ist der Titel des Debüt-Albums von Francesca Incudine. Die junge Sängerin, Komponistin und Perkussionistin verbindet die Tradition ihrer sizilianischen Heimat mit zeitgenössischen Einflüssen. Dabei trifft die italienische Rahmentrommel unter anderem auf Dudelsäcke, Akkordeon und Klarinette. Dies alles wird verbunden durch Francesca Incudines begnadeter Stimme.


 

Nicht minder schön und doch ganz anders die Stimme von Lisa Lastander. Die Schwedin ist Teil der auch außerhalb Skandinaviens bekannten Band Kraja und bleibt auch als Solo-Künstlerin ein bisschen dem Sound der Band treu. Gemeinsam mit dem Saxophonisten Jonas Knutsson und dem Synthesizer-Spieler Mats Öberg hat Lisa Lastander hat ihr Album „Sanger fran Norr“ historischen Volksweisen aus dem hohen Norden neu interpretiert.


 

Lisa Lestander sanger fran norr 7

Zwirbeldirn jabitte 1


 

Sie nennen sich Zwirbeldirn und spielen so beherzt bayrische und andere Weise, das man den Titel ihres Debüt-Albums „Jabitte“ um „Jabitte, mehr!“ ergänzen will. Zwei Geigerinnen, eine Bratschistin und ein Herr am Kontrabass sind Zwirbeldirn und auf dem Weg, alpenländische Volksmusik neu zu definieren. Da werden die Augen vor Freude und Lachen feucht.


 

So und jetzt habe ich vor dem Goldenen Orsino noch etwas ganz besonders. Die Pianist Ulrike Haage ist schon seit längerem in Grenzgebiet zwischen Musik, Klangkunst und Hörspiel unterwegs. Gemeinsam mit dem Multiinstrumentalisten Eric Schaefer war Haage in Japan unterwegs. Diese Tour war Ausgangspunkt für zwei CDs, einer mit einem Hörspiel, einer mit reiner Musik. Unterstützt werden Haage und Schaefer beim Hörstpeil von der aus Japan stammenden Sängerin Masami Sato. „For All My Walking“ heißt das Doppelalbum. Sperrt mal ganz kurz eure Ohren ganz, ganz weit auf.

Ulrike Haage & Eric Schaefer for all my walking I 1


 

Der Goldene Orsino-Jingle


 

Der Goldene Orsino geht heute an Sarah Jane Morris für ihre Produktion „Bloody Rain“. Die englische Sängerin, die einst mit den Commundards berühmt wurde, vereint wie keinen andere Britischen Soul mit Jazz, afrikanischen Einflüssen und Sounds der Karibik. So sind auf Morris' neustem Werk unter anderem der Soweto Gospel Choir, der Kora-Spieler Seckou Keita, Eska aus Zimbabwe und der jüdische Trompeter Avishai Cohen zu hören. Dies gibt der Musik natürlich einen internationalen Charakter und somit kann man durchaus sagen, dass Sarah Jane Morris mit „Bloody Rain“ Weltmusik im besten Wortsinne vorlegt. Dafür hier und jetzt der Goldene Orsino.

Ich muß mich damit auch schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikerinnen findet ihr im Internet unter www.querfunk.de

Orsino verabschiedet sich auf Rumänisch la revedere und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!


 

Sarah Jane Morris bloody rain 12

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Orsinos Lied   Q U E Rfunk, Erstsendung: 09.11.2014, 13 Uhr

Katharina Hellstern   la paloma # 5   10
Orsino Jingle


 

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen.

Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version aus Rumänien sagt Orsino.

Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten unter anderem aus Tunesien, Australien und Jamaika. Es wird den nächsten Teil der Reihe Tonspur zu hören geben und Schau an - Musik präsentiert die einzige Live-DVD der Familie Popolski. Der Goldene Orsino geht an schließlich an die portugiesische Band Oquestrada für ihre Produktion Atlantic Beat.

Die La-Paloma-Version zu Beginn stammt von Katharina Hellstern. Die Sängerin ist eine der wenigen deutschstämmigen Künstler, die nicht nach dem Sturz Ceaucescus aus Rumänien weggegangen sind.

Machen wir weiter mit drei neuen CDs aus der Reihe Book of Angels von John Zorn. Der New Yorker Musiker komponierte 2004 über 300 neue kurze Stücke für sein Masada-Projekt. Doch diesmal ließ er diese nicht von seinem Quartett, sondern immer wieder von neuen Musikern und Bands einspielen. CD Nummer 21 der Serie heißt Alastor, benannt nach dem Dämon des Frevels und wurde eingespielt von Eyvind Kang und dessen Band. Kang stammt aus Kanada und ist ein Meister verschiedenster Streichinstrumente von der klassischen Geige bis zur chinesischen Erhu. Entsprechend weit ist der Feld, das Kang musikalisch beackert. Seine Interpretation machen aus den John-Zorn-Kompositionen Weltmusik der besonderen Art.

Ganz ganz anders klingen die Zorn-Songs in der Interpretation von Zion 80. Die 13-köpfige Band aus New York verbindet wie keine andere Afro-Beat mit jüdischer Musik. Zur Band gehören unter anderem Gitarrist Jon Madof, Trompeter Frank London und Matt Darriau am Saxophon. Ihre CD ist nach Adramelech benannt, dem Garderobier des Teufels.

Book of Angels Nummer 23 schließlich heißt Aguares, nach dem Herzog der gefallenen Engel. Perkussionist Roberto Rodriguez verleiht mit seinen Musikern den Kompositionen von John Zorn diesmal einen kubanischen Touch.

Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für Eyvind Kang, Zion 80 und Roberto Rodriguez.


 

Eyvind Kang   alastor   1
Zion 80   adramelech   6
Roberto Rodriguez   aguares   9


 

Nach diesem sehr abwechslungsreichen Dreierpack mit Kompositionen von John Zorn bleiben wir gleich noch bei ihm und kommen zur Reihe Tonspur, Ausgabe 21. Auf der CD Filmworks 21 finden sind zwei Soundtracks, die John Zorn 2008 für zwei sehr unterschiedliche Filme geschrieben hat. Film 1 Belle de Nature ist ein erotischer Film von Maria Beatty, der Grand Dame des lesbischen Films. Film Nummer 2 „The New Rijksmuseum“ ist eine Doku über die Renovierung des weltberühmten Amsterdamer Museums. Neben Marc Ribot, Uri Caine und anderen ist auf der CD John Zorn selbst an Cembalo und Glasperkussion zu hören.


 

John Zorn   filmworks XXI   12
Lee Scratch Perry   nu school of planet dub   11


 

Ja, er ist noch da, Lee Scratch Perry. Mit 78 hat die Ikone der Dub-Musik aus Jamaika gerade eine neue Platte veröffentlicht. Und wie gut zu hören war, pfeift der Altmeister noch immer auf alle Konventionen. Ganz unbescheiden nennt Lee Scratch Perry nennt sein neustes Werk „Nu School of Planet Dub“.

Bleiben wir noch ein bisschen Reggae-lastig und kommen zu einer unglaublich spannenden Band auf Kalifornien. Groundation verbinden auf sehr spezielle und entspannte Art seit 1998 Reggae mit Jazz. Mit „A Miracle“ haben Groundation gerade ihr neuntes Album veröffentlicht. Sehr zu empfehlen.


 

Groundation   a miracle   5
C.W. Stoneking   gon‘ boogaloo  10


 

Aus Australien bringt uns C.W. Stoneking seine ganz spezielle Old-Time-Music. Country-Yodel trifft dabei auf Calypso, Blues und Swing. Um den ungewöhnlichen Sound seines achten Albums „Gon‘ Boogaloo“ hinzubekommen, hat Stoneking alles nur mit zwei Mikrofonen aufgenommen und die Band jedes Mal anders platziert. Einfach Klasse!

Auch alt und dann doch wieder ganz neu klingt die Musik von Kofelgschroa. Vier junge Männer aus Oberammergau haben sich zusammengetan, um zeitgenössische Volksmusik zu machen. Kofelgschroa gelingt dies wunderbarerweise ohne Kitsch und dafür mit sehr viel Witz. Mit Tuba, Horn, Gitarre, Akkordeon geht’s in Punkmanier unsauber aber kraftvoll drauf los. „Zaun“ heißt das gerade erschienene überzeugende Debütalbum von Kofelgschroa.


 

Kofelgschroa   zaun   8
Hijaz  Nahadin   6


 

Hijaz ist eine multikulturelle Band mit Musikern aus Tunesien, Belgien, Griechenland und Italien. Hijaz ist die Bezeichnung einer arabischen Tonleiter, doch hat die Band auch einen klaren Bezug zum Jazz und zur Musik des Mittelmeerraums. Musikalisch brachte das dritte Album „Nahadin“ der nächste logische Schritt für Hijaz. Sie haben alle Grenzen hinter sich gelassen und sich nur auf die Musik konzentriert.

Das gleiche kann man von Kreidler behaupten. Die Band aus Düsseldorf ist zum 20-jährigen Bestehen in Georgiens Hauptstadt Tbilisi gereist. Dort hat sie mit georgischen Sängern ein traumwandlerisch ergreifendes Album aufgenommen. „ABC“ dokumentiert, dass Kreidler immer noch eine der spannendsten Bands Deutschlands sind.


 

Kreidler   abc   1
Chancha Via Circuito   amansara   4


 

Der argentinische Musikproduzent Pedro Canale, der sich Chancha Via Circuito nennt, hat mit „Amansara“ sein mittlerweile drittes Album veröffentlicht. Chancha Via Circuito hat einen ganz eigenen pan-amerikanischen elektronischen Stil entwickelt. Seine Wurzeln hat er in der Cumbia-Musik und dieser haben sich auch Cumbia Ya! aus Paris verschrieben. Die 11-köpfige Band vermischt traditionelle kolumbianische Musik mit fettem Jazz-Big-Band-Sound. Das dritte Album von Cumbia Ya! trägt den Titel "La Mecanica del Porro“.


 

Cumbia Ya!  la mecanica del porro   1
Mojo Makers   devils hands   10


 

Devils Hands ist der Titeltrack der zweiten Platte der Mojo Makers. Das Quartett kommt nicht aus den Südstaaten der USA, wie man beim Hören ihrer Musik meinen könnte. Nein - die Mojo Makers kommen aus Dänemark! Es ist schier unglaublich, mit welcher Inbrunst die vier Musiker den Blues, Soul und Südstaatenrock zelebrieren. Die Mojo Makers sind definitiv eine Ausnahmetruppe unter den vielen europäischen Bluesbands.

Auch Der Familie Popolski ist eine Ausnahmeband, wenn auch ganz anderer Art. Leider hat die wilde Truppe im Frühjahr ihr letztes Konzert gegeben, doch bis dahin haben sie klar gemacht, dass alle Welthits aus einer Plattenbausiedlung im polnischen Zabrze stammen. Selten hat mir eine Cover-Band so viel Spaß bereitet wie Der Familie Popolski. Neben zwei CDs hat die Truppe eine DVD hinterlassen. „Der Familie Popolski - Live in der Zloty-Palast/Der Beste von der Beste“. Schau an – Musik.


 

Der Familie Popolski   DVD   live in der zloty-palast  5
La Moresca   ammore trivolo currivo e devozione   11


 

Sie stehen für weltoffene Volksmusik aus Italien, die Musiker der Band La Moresca aus Neapel. In ihren Liedern treffen Violinen auf Flamencogitarren, historische Flöten auf afrikanischen Trommeln. Und trotzdem klingt auch die neue Scheibe von La Moresca wie aus einem Guss. Der Titel Ammore, Trivolo, Currivo e Devozione zeigt die viersätzige Struktur der Scheibe.

Der-Goldene-Orsino-Jingle

Der Goldene Orsino geht heute an Oquestrada für ihr Album „Atlantic Beat – Mad‘ in Portugal“. Oquestrada sind eine junge Band aus Portugal die einen ganz akustischen Sound entwickelt. Portugiesen waren schon immer ein kleines, unerschrockenes, selbstbewusste Seefahrervolk mit einer unstillbaren Sehnsucht nach der großen weiten Welt. Oquestrada besteigt mit ihrem Album Atlantic Beat wieder ihr kleines, aber feines Musikboot, um sich auf die Reise auf einen musikalischen Ozean zu machen, der wie der Atlantik Europa, Afrika und die beiden Amerkas verbindet. Dies ist Weltmusik im allerbesten Wortsinne und dafür hier und jetzt der Goldene Orsino für Oquestrada und ihr Album „Atlantic Beat – Mad‘ in Portugal“. Mit dem Tipp, dass Oquestrada gerade in Deutschland auf Tour sind, verabschiede ich mich auch schon wieder für heute. Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr auf der Internetseite www.querfunk.de, dort zu Orsinos Lied durchklicken.

Orsino verabschiedet sich auf Ugirisch: hox und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!


 

Oquestrada   atlantic beat   3

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orsinos lied Q U E Rfunk Karlsruhe Erstausstrahlung: 12.10.14 13 Uhr


 

Feidman & Gitanes Blondes back to the roots 4

Abdullah Ibrahim the song is my story 3


 

Orsino-Jingle


 

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen.

Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen zu einer neuen Live-Ausgabe aus dem Musenstall5 sagt Orsino. In der kommenden Stunde geht es um zwei Musiker, deren Stile total unterschiedlich sind und die doch einiges gemeinsam haben: Abdullah Ibrahim und Giora Feidman. Jeder auf seine Weise die Weltmusik des 20. Jahrhunderts geprägt.

Am 9. Oktober feierte Abdullah Ibrahim seinen 80. Geburtstag. Der Pianist aus Südafrika ist wohl der bekannteste und erfolgreichste Jazzer seiner Heimat. Geboren als Dollar Brand in einem der schlimmsten Schwarzen-Ghettos in Kapstadt begann er mit 7 Jahren Klavier zu spielen. Seine Weltkarriere begann in den 1950ern und seither schrieb er Musikgeschichte. Heute hört ihr Songs aus seinem allerneusten Album „The Song is my Story“ und noch einige weitere Stücke aus seinem Spätwerk.

Auch Giora Feidman ist mit 78 Jahren kein Jungspund mehr, doch auch der Klarinettist hat gerade eine neue Scheibe veröffentlicht: „Back to the Roots.“, die er mit den Gitanes Blondes eingespielt hat. Wie keine anderer steht der aus Buenos Aires stammende Feidman für den Klang der traditionellen Klezmerklarinette. Schon seine Vorfahren waren Klezmorin, jüdische Musiker und Feidman trägt dies Tradition in der vierten Generation weiter. Für heute habe ich vier sehr unterschiedliche Platten von ihm bereitgelegt, die die ganz Bandbreite seines Schaffens zeigen. Die Titelliste finden ihr wie immer auf der Internetseite des Querfunks, dort bei Orsinos Lied nachschauen. Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für Abdullah Ibrahim und Giora Feidman.


 

Feidman & Gitanes Blondes back to the roots 9

Abdullah Ibrahim the song is my story 2

Giora Feidman & Jazz Experience klezmer meets jazz 1

Abdullah Ibrahim senzo 6

Giora Feidman & Ensemble yiddish soul 5

Abdullah Ibrahim mukashi 3

Giora Feidman & The Safad Chamber Orchestra safad 2

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orsinos lied  Q U E Rfunk Karlsruhe  Erstausstrahlung: 14.09.2014  13 Uhr


 

Rudi Knabl   La Paloma #4


 

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen.

Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version von Rudi Knabl sagt Orsino.

Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten unter anderem aus Burkina Faso, Schweden und Israel. Es wird den nächsten Teil der Reihe Tonspur zu hören geben und Schau an - Musik präsentiert eine DVD mit dem Kronos Quartet, Homayun Sakhi sowie Alim & Fargana Qasimov. Der Goldene Orsino geht an schliesslich an das mittlerweile in Berlin ansässige Band Yza Ya für ihr Debüt-Album.

Nach der La-Paloma-Version des bayrischen Zitterspielers Rudi Knabl geht’s weiter mit einem Big-Band-Dreierpack. Laut Wikipedia ist eine Band eine Big-Band, wenn die Bläser mehrfach besetzt sind.

Das Far Out Monster Disco Orchestra wurde 2008 gegründet, um einen Mix der Kulturen, Generationen, Sprachen und musikalischen Wurzeln aus Brasilien, England und Amerika aufzunehmen. Vor allem aber sollte es eine Hommage an Brasiliens Musik, Seele und Diskos werden. Ein Team aus 3 Produzenten, 3 Tontechnikern und einigen der besten Musikern Rios spielten eine Album ein, dem gleich noch eine Remix-CD beigelegt wurde. Das Far Out Monster Disco Orchestra klingt, wie es der Name verspricht: Nach einem Monster Disco Orchester.


Bigre! aus Lyon verdienen es definitiv, Big Band genannt zu werden. Wenn die sechsköpfige Rhythmus-Sektion auf die imposante, 13-Mann starke Blechbläser-Fraktion trifft, hüllt sich ein leichter Swing in einen Groove im XXL-Format! Auch auf ihrem 4. Album „To Bigre! Or not to Bigre!?“ mischen sie kühn und gekonnt Funk und Afrobeat mit  R&B-Klängen und Latin-Rhythmen. Auch dieser Scheibe ist übrigens eine Remix-CD angehängt.

Das Gipsy Burek Orkestar ist eine Ost-West-Combo bestehen aus Musiker der französischen Band Burek, des mazedonischen Kocani-Orkestars und dem bretonischen Trompeter Gaby Kerdoncuff. Gemeinsam sind sie ins Studio gegangen und spannen einen transeuropäischen Bogen vom Balkan bis an Frankreichs Atlanikküste. Das  Album trägt den Bandnamen.

Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für das Far Out Monster Disco Orchstra, Bigre! und das Gipsy Burek Orkestar.


 

The Farout Monster Disco Orchestra   dito #1   9
Bigre!  to bigre! Or not to bigre!?   1
Gipsy Burek Orkestar   dito   5


 

Der in Wien lebende Mamadou Diabaté stammt aus dem westafrikanischen Burkina Faso. Er ist Meister auf dem  Balafon, dem afrikanische Xylophon und mischt in seiner Musik die Traditionen seiner Heimat mit Jazz, afrokubanischen Klängen und gar österreichischen Tönen. „Masaba Kan“ heißt das neue Album von Mamadou Diabaté, auf dem als Gastmusiker unter anderem auch der König der Kora, der afrikanischen Harfe, Toumani Diabaté zu hören ist.


 

Mamadou Diabate & Percussion Mania   masaba kan   2
Kronos Quartet with Alim & Fargana Quasimov & Humayun Sakhi   5


 

In der Rubrik Schau an – Musik möchte ich Euch dieses Mal die CD-DVD-Produktion „Rainbow“ des Kronos Quartets aus San Francisco vorstellen. Für "Rainbow" taten sich die Musiker zum einem mit dem afghanischen Rubab-Spieler Homayun Sakhi zusammen und zum anderen mit Alim und Fargana Qasimov aus Aserbaidschan. Der CD ist eine DVD beigelegt, die neben einer Einführung in die Musik Zentralasiens auch einen knapp halbstündigen Dok-Film enthält, der die Entstehung der Musik für Rainbow zeigt.

Wir machen weiter mit der Reihe Tonspur und Filmmusik von John Zorn. Auf der 20. CD der Soundtrack-Reihe des New Yorkers findet sich die Musik für einen Dokumentarfilm über den jüdisch-russischen Schriftsteller Sholem Aleichem. Dessen düstere Romane erinnern an Edgar Allen Poe oder Kafka. Die Musik steht dazu eher im krassen Gegensatz. Zorns Kompositionen klingen erstmals fast wie Klezmer und kommen leicht und beschwingt daher, was auch an seinen Musikern liegt, dem Masada String Trio verstärkt mit Rob Burger am Akkordeon und Carol Emanuel an der Harfe.


 

John Zorn   filmworks XX   4
Yitzhak Yedid   visions, fantasies and dances   11


 

Der Komponist Yitzhak Yedid stammt aus Jerusalem und verbindet in seiner Musik Klassik, Avantgarde, Klezmer, Jazz und arabische Musik. „Visions, Fantasies and Dances“ heißt seine neuste CD mit 7 Teilen, die wiederum aus insgesamt 34 kleinen Kompositionen bestehen.

Der Pianist Irving Fields ist gerade 99 Jahre alt geworden und spielte doch noch immer begnadet Klavier. Fields hat in seiner langen Karriere rund 100 Alben veröffentlicht. Sein aktuelles Album hat er mit dem kubanischen Perkussionisten Roberto Rodriguez eingespielt und heißt passend: Oy vey… Olé!


 

Irving Fields & Roberto Rodriguez   oy vey…olé!   2
Debashish Bhattacharya & Friends   beyond the ragasphere   4

Er ist unbestritten einer der besten Slide-Gitarristen der Welt: Debashish Bhattacharya. Der aus Nordindien stammende Musiker hat gerade sein 15. Album veröffentlicht. Auf „Beyond the Ragasphere“ sind wieder zwei alte Bekannter von Bhattacharya mit von der Partie: John McLaughlin und Jerry Douglas.

Seit 2010 gibt es die Leipziger Band Annuluk. Mit ihrem World-Pop suchen sie, wie sie selber sagen, nach einer Versöhnung von ursprünglicher Spiritualität und technoider Gegenwart. Malam heißt die neue Scheibe von Annuluk, die zwar nur 6 Titel bietet, dafür aber mit einer Bonus-CD daher kommt, auf der 7 Remixes von ihrem Debüt-Album zu hören sind.

Gleich nach Annuluk werdet ihre die schwedische Band Väärt hören. Die Musiker sind alle nördlich des Polarkreises aufgewachsen und vielleicht ist ihre Musik deshalb so dunkel und trotzdem kraftvoll. Ihr neues Album heißt „Det kommer et sklav“ – zu Deutsch ungefähr: da wird es beben und so lassen es Väärt dann auch gehörig beben.


 

Annuluk   malam   1
Väärt   det kommer et sklav   4
Lars Bydgén   lb   4


 

Zwar stammt Lars Bydgén aus Schweden, doch sein Herz schlägt wie das eines Amerikaners. Damit ist Lars Bydgén in einer Heimat schon ein Superstar geworden. Auf seinem aktuellen Album „lb“ sind unter anderem zwei Stücke mit der Nashville-Legende Sharon Vaughan zu hören.

Mindestens genauso düster wie die Musik von Lars Bydgén sind die Lieder von Jacob Bellens. Der dänische Sänger war bisher Kennern als Sänger der Bands Murder und I got you on Tape bekannt. Nun wandelt Bellens auf Solofaden und hat seinem Debüt-Album nun eine wunderbare Single nachgeschoben.


 

Jacob Bellens   do you have anything harder?   1
Eels   the cautionary tales of mark oliver everett   9


 

 “The Cautionary Tales of Mark Oliver Everett” haben die Eels ihr neues Album genannt. Die US-Amerikaner um den Sänger Mark Oliver Everett bieten wieder blues- und country-geschwängerten Rock mit viel Melancholie.

Ganz anders die Musik von Yesking. Die zwei Gründer der Band waren englischen Musiker Mark Rae und Rhys Adams. In den Staaten starteten sie dann richtig durch und haben nun ihr zweites Album veröffentlicht. Auf “Re-record… not fade away” mischen Yesking wieder grandios Hip Hop, Dancehall, Ragga, Ska und Soul und lassen richtig gute Laune aufkommen.

Yesking   re-record, not fade away   4
Der Goldene Orsino Jingle


 

Der Goldene Orsino geht heute an die Berliner Band Yza Ya für ihr Debütalbum, das den Bandnamen trägt. Sänger Osyrys und Gitarrist Fano kamen aus der Karibik nach Marseille und fanden in der lokalen, bunten Musikszene in Jay und Mario die richtigen Mitstreiter. Zusammen ging es dann nach Berlin um Musik zu machen und einen eigenen Style zu kreieren. Reggae und Dancehall brachten sie aus ihrer Heimat mit, mischten dies mit Dubstep und  Drum n Bass und addierten verzerrte, fette Gitarrenriffs dazu. Entstanden ist ein Clubtauglicher Sound, der genaugenommen nur mit Weltmusik richtig bezeichnet werden kann. Dafür hier und jetzt der Goldene Orsino an Yza Ya für ihr Debüt-Album, das Lust auf mehr macht.
Orsino muß sich damit leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den Musiken findet ihr im Internet unter www.querfunk.de, dort zu Orsinos Lied durchklicken. Orsino verabschiedet sich auf Albanisch shihemi und denkt daran: gute Musik gibt es überall, haltet die Herzen und Ohren offen.


 

Yza ya   dito   8

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orsinos lied  Q U E Rfunk Karlsruhe  Erstausstrahlung: 10.08.2014  13 Uhr


 

Jelly Roll Morton   la paloma   10

Orsino-Jingle


 

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menmit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen. Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version von Jelly Roll Morton sagt Orsino.

Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten unter anderem aus Italien, Mali und den USA. Es wird den nächsten Teil der Reihe Tonspur zu hören geben und Schau an - Musik präentiert eine Live-DVD der New-Country-Band Lampchop. Der Goldene Orsino geht an schliesslich an das franz?ische Quartett Odeia für ihre Produktion Escales. Nach der La-Paloma-Version von Jelly Roll Morton, einem der Väter des Jazz, aus dem Jahre 1938 geht's weiter mit drei sehr unterschiedlichen Dub-Reggae-Songs.

Die aus Brasilien stammende Sängerin Nina Miranda ist vielen bekannt als Fronfrau der Londoner Bands Smoke City und Zeep, die brasilianische mit elektronischer Musik mischen. Nina Miranda hat mit Futbol eine der vielen Fußball-Hymnen des Jahres veröffentlicht. Diesen Song gibt's nun auch in einer entspannten Dub-Version

Der Jamaikaner Lutan Fyah hätte auch erfolgreicher Fußballer werden können, hängte die Stollenschuhe jedoch an den Nagel und wurde Reggae-Musiker. Sein 12 Album heißt Life of a King und in ein paar Stücken kommt Lutan Fyah ebenfalls sehr, sehr entspannt daher.

Aus Kanada stammt der grandiose Remixer Dubmatix. Sein neuster Coup heißt White Strips meets Sexpistols, auf der er die beiden Bands im Dub vereint. So werden auch Rock- und Punk-Hits zu Chillingsongs.

Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für Nina Miranda, Lutan Fyah und die Sexpistols remixed by Dubmatix.


 

Nina Miranda & Friends   futbol dub remix

Lutan Fyah   life of a king   13

Dubmatix   white strips meets sex pistols   1


 

Paolo Bonfanti und Marino Coppo sind zwei Saitenvirtuosen und beide Mitglied der italienischen Countrymusik. Nun haben sie sich zu zweit auf einen musikalischen Trip durch die us-amerikanischen Musikgeschichte von Country über Folk bis zum Blues begeben. Auf ihrer CD Friend of a Friend spielen Paolo Bonfanti und Martino Coppo exzellente Cover und stimmungsgerechte Eigenkompositionen.


 

Paolo Bonfanti & Martino Coppo  friend of a friend   13

Dominic Miller   ad hoc   7


 

Dominic Miller ist einer jener Musiker, die bei anderen Musikern einen edelen Ruf haben. Gitarrist Miller stand auf der Bühne und im Studio an der Seite von Sting, den Chieftians, Mano Dibango und Tina Turner und ist doch für das große Publikum immer noch ein Geheimtipp. Vielleicht wird seine neue CD Ad hoc dies ad hoc ändern. Eingespielt hat sie Miller unter anderem mit Lars Danielsson am Bass der albanischen Sängerin Eda Zari. Schon diese zwei Namen zeigen, wohin diese musikalische Reise von Dominic Miller geht: vom Jazz bis in die Gefilder der Weltmusik.


 

Ebenfalls ein exzellenter Meister der Gitarre ist Tim Sparks. Aus North Carolina stammt Musiker wird sowohl als begnadeter Bluesgitarrist  als auch als wichtigsten Interpreten neuerer jüdischer Musik gefeiert. Mit seinem neusten Album Chasin' the Boogie geht’s mal wieder Richtung Blues, Folk und Rock und Sparks verneigt sich auf seine Art vor Altmeistern wie Roy Orbison, Jerry Jeff Walker aber auch Joni Mitchell und Paul McCartney. Wie es Sparks gelingt, aus Klassikern neues zu machen zeigt beispielsweise der Song Blackbirds von den Beatles.


 

Tim Sparks   chasin' the boogie   4

Super Rail Band de Bamako   super rail band de bamako 7


 

Die Super Rail Band de Bamako zählt seit 1970 zu den westafrikanische Pioniere von elektrisch verstärktem Afro-Pop Untertrennbar mit der Band verbunden sind zwei Musiker, die später solo Weltkarriere gemacht haben: Mory Kante und Salief Keita. Gerade ist ihr legendäres Album Super Rail Band de Bamako wieder veröffentlicht worden und zeigt, dass die Musik der Band absolut zeitlos ist.


 

Ganz funkelnagelneu ist die CD von Catrin Finch & Seckou Keita. Beide sind Harfenvirtuosen. Die aus Wales stammende Finch spielt auf der klassischen Konzertharfe, doch schon von Anbeginn nicht nur Klassik. Keita wuchs im  Senegal auf und ist einer der führenden Meister der westafrikanischen Harfe Cora. Auf der CD Clychau Dibon sind beide nun das erste Mal gemeinsam zu genießen.


 

Catrin Finch & Sekou Keita   clychau dibon   6

Lambchop   mr. M   11


 

In Schau an Musik möchte ich Euch heute die Doppelscheibe Mr. M der us-amerikanischen Band Lambchop ans Herz legen. Diese bringt mit der CD nicht nur neue Lieder der Alternativ-Country-Band sondern punktet mit einer spannenden Live-DVD. Diese dokumentiert wunderbar, dass Lambchop auf der Bühne auch mal gern die Sau rauslassen. Sehr empfehlenswert.


 

Von Schau an Musik zur Tonspur von John Zorn. Der New Yorker Musiker, Labelbetreiber, Buchautor und Möglichmacher hat 25 CDs mit Filmmusiken Auf Ausgabe Nummer 19 findet sich der Soundtrack zum Streifen „The Rain Horse“.  Der russische Animationfilm erzählt die philosophische Geschichte eines sterbenden Pferdes das wiedergeboren wird. Einspielen ließ John Zorn die 11 kurzen Kompositionen von Erik Friedlander, Cello, Rob Burger, Piano und Greg Cohen am Bass.


 

John Zorn   filmworks XIX   11

Marianne Dissard   the cat not me   1


 

Marianne Dissard ist einen Wanderin zwischen den Welten. Geboren und aufgewachsen in den französischen Pyrenäen zog sie mit 16 nach Arizona und kehrte letztes Jahr schliesslich wieder nach Frankreich zurück. Dissards Musik ist eine elegante Art Südstaaten-Chanson und flirrend wie die Wüstenluft. Ihr aktuelles Album nannte Marianne Dissard „The Cat not me“ und die meisten Songs schrieb Sergio Mendoza von Calexio, was man der Platte durchaus anhört.


 

Ebenfalls vom Wüstenwind der US-amerikanischen Südstaaten gegerbt ist die Musik von Micah P. Hinson. Vor drei Jahren hatte der Country-Rebell einen fast tödlichen Unfall, bei dem seine beide Arme so schwer verletzt wurden, daß er sie nicht mehr bewegen konnte. Wieder einigermassen genesen, hörte Hinson eigene alte Demo-Aufnahmen an und entschied, diese von befreundeten Musikern einspielen zu lassen. So wurde die Scheibe Micah P. Hinson and the Nothing die ergreifendste und gleichzeitig abwechslungsreichste CDs von Hinson.


 

Micah P. Hinson   micah p. Hinson & the nothing   10

Riccardo Tesi & Bandaitaliana   maggio   6

Es ist eine der schönsten Rosamunde-Versionen, die ich je gehört habe. Eingespielt wurde sie vom italienischen Akkordeonspieler Riccardo Tesi und der Banditaliana. Als Ethnomusikologe erforschte er die musikalischen Traditionen Süditaliens, des Balkans,  Afrikas oder Indiens ebenso wie Jazz oder Filmmusik. All das verschmilzt er mit seiner Banditaliana auf auf seiner neuen CD „Maggio“ zu einem eigenen fließenden Stil, der dennoch stark in der italienischen Tradition verwurzelt bleibt.


 

Auch Triakel gehen mit der Musiktradition ihre Heimat, in ihrem Falle Schweden, zart und zugleich selbstbewusst um. Auf ihrem sechsten Album „Thyra“ hebt das Trio mit Gesang, Fidel und Harmonium erneut einen großen Musikschatz, den der 2001 verstorbenen schwedischen Sängerin und Musiksammlerin Thyra Karlsson. Triakel verstehen es, die alten Lieder neu und zeitgemäß klingen zu lassen ohne auf Elektronik oder ähnliches zurückzugreifen.


 

Triakel   thyra   5

Der Goldene Orsino Jingle


 

Der Goldene Orsino geht heute an das französische Quartett Odeia für ihre Produktion „Escales“. Odeia ist ein Streichtrio + Sängerin und Escales ist das Debütalbum der Pariser.  Sie verbinden Jazz und Chanson mit traditioneller Folklore unter anderem aus Griechenland, Venezuela, Italien, dem Orient und vom Balkan. Birgé, die Sängerin wechselt mühelos zwischen französisch, griechisch, italienisch und ladino. Diese Musik kann eigentlich nur mit Weltmusik im besten Wortsinne bezeichnet werden und dafür hier und jetzt der Goldene Orsino an Odeia für ihr Debüt „Escales“.


 

Ich muß ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet Ihr im Internet unter www.querfunk.de Dort zu Orsinos Lied durchklicken.

Orsino verabschiedet sich auf Turkmenisch: sabyr et und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!


 

Odeia   escales   6

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orsinos lied Q U E Rfunk Karlsruhe Erstausstrahlung: 06.07.2014 13 Uhr


 

1. Cyro Baptista plays the music of villa lobos - vira loucos 10

Orsino-Jingle


 

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menmit Zutaten aus aller Herren und Damen L?der serviert bekommen.

Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied live aus dem Musenstall5 sagt Orsino.


 

Auch heute gibt aus gegebenen Anlass wieder wieder Musik aus dem tenden Universum Brasilien. Fr mich einer spannendsten brasilianischer Knstler ist Cyro Baptista. Der aus Sao Paulo stammende Percussionist hat auf ber 150 Platten mitgespielt unter anderem mit John Zorn, Yo-Yo Ma, Herbie Hancock, Laurie Anderson, Cassandra Willson und den Chieftians. Au゚erdem hat er Platten unter seinem eigenen Namen und mit seiner Band Banquet of the Spirits verentlicht. Einiges daraus werdet ihr heute h?en.

Ebenfalls aus Sao Paulo stammt der Bassist Nilson Matta und Matta und Baptista sind auf so mancher Platte gemeinsam zu hen, z.B. auf den Aufnahmen mit Yo-Yo Ma. Matta hat nicht ganz so viele Scheibe eingespielt, ist deswegen jedoch nicht minder hochgesch舩zt und hat besonders mit seiner Black Orpheus-Aufnahme und seiner Band Brazilian Voyage Meilensteine des brasilianischen Jazz gesetzt. Baptista und Matta werden in der heutigen Ausgabe von Orsinos Lied noch aufgelockert mit Musik des Friends From Rio Project, die sich nach 8 Jahren wieder zusammengefunden haben, um die Musikszene unterm Zuckerhut zu feiern. Alle Musiker und Platten findet Ihr im Internet auf der Seite vom Querfunk. ヨffnet Eure Herzen und Ohren fr Cyro Baptista, Nilson Matta und Friends From Rio Project.


 

2. Nilson Matta's Brazilian Voyage copacabana 5

3. Cyro Baptista's Banquet of the Spirits caym book of angels # 17 6

4. Nilson Matta's Black Orpheus black orpheus 12

5. Friends From Rio Project friends from rio project 8

6. Yo-Yo Ma feat. Cyro Baptista obrigado brazil 2

7. Nilson Matta's Brazilian Voyage copacabana 4

8. Cyro Baptista love the donkey 3

9. Friends From Rio Project friends from rio project 1

10. Cyro Baptista's Banquet of the Spirits infinito 10

11. Nilson Matta's Black Orpheus black orpheus 3

12. Yo-Yo Ma feat. Cyro Baptista obrigado brazil live in concert 1

13. Friends From Rio Project friends from rio project 9

14. Cyro Baptista banquet of the spirits 3

15. Cyro Baptista plays the music of villa lobos - vira loucos 6


 

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Erstausstrahlung: 08.06.2014 13 Uhr


 

Six Brown Brothers la paloma #6 9

Orsino-Jingle


 

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen.

Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version aus den USA sagt Orsino.


 

Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten unter anderem aus Japan, Mali und Kolumbien. Es wird den nächsten Teil der Reihe Tonspur zu hören geben und Schau an - Musik präsentiert eine Live-DVD der italienischen Band Talco. Der Goldene Orsino geht an schliesslich an Féloche für seine Produktion Silbo.


 

Nach der La-Paloma-Version der Six Brown Brothers aus dem Jahre 1914 geht's weiter mit höchst zeitgemäßer Musik aus den USA. Wie keine andere Band stoßen Hazmat Modine aus New York zur Zeit die US-amerikanische Folkmusik nach vorn. Auf der Basis von Folk, Blues und Jazz entsteht durch die Einflüsse von Musikstilen aus Osteuropa, Asien, Lateinamerika und Afrika ein fulminanter Mix. Das es Hazmat Modine trotzdem gelingt, wie eine amerikanische Band zu klingen, ist dann doch eine Überraschung. Noch überraschender ist es, dass es ihnen gelungen ist auf ihrem Album „Live“ wirklich die ungewöhnliche Konzert-Atmosphäre festzuhalten, die auf Hasmat Modine-Auftritten herrscht. Im folgenden Lied stehen Hazmat Modine mit der mongolischen Band Huun Huur Tu auf der Bühne.

Hazmat Modine feat. Huun Huur Tu live 6

Was Hazmat Modine mit der US-amerikanischen Roots-Musik machen, dass ist vergleichbar mit dem was Fei Scho mit der bayrischen Musik tut. So hieß das Debüt-Album der Band schon „Vom Landler zum Funk“ und ihr neuste drittes Album nun „Weltensprung“. Alpine Weltmusik nennen Fei Scho es selbst und treffen es damit sehr, sehr gut.

Fei Scho weltensprung 6

München – die bayrische Weltstadt. Dort kommen nicht nur japanische Touristen hin, nein, es kommen auch japanische Musiker hin um zu bleiben. Das Duo Coconami scheinen fernöstliche Verwandte von Karl Valentin zu sein. Denn auch auf ihrer Dritte Platte „San“ verbinden Coconami japanischen Ukulele-Pop mit urbayrischer Musik und einer Riesenportion DADA.

Coconami san 4

Bruno Böhmer Camacho Trio the colombian project 3

Der virtuose Pianist und einfühlsame Sänger Bruno Böhmer Camacho hat deutsch-kolumbianische Wurzeln. Auf seinem drittem Solo-Album „The Colombian Project“ verbindet Böhmer Camacho auf überzeugende Art kolumbianische Musik mit Jazz. Beim mir läuft die Scheibe seit Tagen heiß, so oft will ich sie hören.

Nicht viel anders geht es mir mit dem neuen Album von Toumani Diabaté. Der König der Kora lebt im Saharastaat Mali und hat erstmals mit seinem nicht minder begnadeten ältesten Sohn Sidiki Diabaté eine CD eingespielt. Gemeinsam lassen sie ihre Stegharfen klingen und alle Klischees von afrikanischer Musik hinter sich. Obwohl ohne Text erzählen die Lieder vom Afrika der Gegenwart, wie Titel wie „Lampedusa“ klar machen. Das wunderbare Album von Toumani & Sidiki Diabaté nennt sich schlicht „Toumani & Sidiki“.

Toumani & Sidiki Diabaté toumani & sidiki 5

Vladimir Denissenkov feeling & passion 5

Die CD „Feeling & Passion“ ist eine der intimsten Alben von Vladimir Denissenkov. Der aus der Westukraine stammende Meister des russischen Akkordeons Bayan lebt seit fast 20 Jahren in Italien und so ist wohl auch sein Blick auf die ukrainische und russische Folklore ein besonderer geworden.

Auch die russische Band Volga hat einen ganz besonderen Zugang zur russischen Tradition. Denn Volga kombinieren diese mit experimenteller Elektronik und Dance-Rhythmen. Herausragend auf ihrer CD „Kumushik Pjut“ ist die spezielle Gesangstechnik der Sängerin, die den zum Teil rund 900 Jahren alten in historischen Dialekten überlieferten Texten geschuldet ist.

Volga kumushki pjut 8

In der Reihe Tonspur sind wir mittlerweile bei der 18. CD mit Filmmusik von John Zorn angekommen. Auf der Produktion findet sich die Musik zum Film „The Treatment“ von Oren Rudavsky. Der Soundtrack ist einer der wenigen Fälle, in der John Zorn für eine Komödie komponiert. Eingespielt wurde die Musik, die sehr stark vom Tango inspiriert ist von Mark Feldman, Violine, Kenny Wollesen am Vibrafon, Akkordeonisten Rob Burger und am Schlagzeug Shanir Ezra Blumenkranz. Zudem holten John Zorn noch Marc Ribot als Bandleader und Gitarristen hinzu.

John Zorn film works XVIII 4

In Schau an – Musik möchte ich Euch heute das Doppelalbum „10 Years – Live in Iruna“ der italienischen Ska-Folk-Punker Talco vorstellen. Mit einer Live-CD und einem anderthalb stündigen Dokumentarfilm feiert die Band das 10-jährige Jubiläum ihres Debüt-Albums. Talco gehören zu den politischsten Bands der Ska-Szene. Dies ist besonders gut im Dokfilm herausgearbeitet. Das Talco eine Riesenportion Humor haben könnt Ihr nun hören.

Talco 10 years – live in iruna 6

Rodrigo Y Gabriela 9 dead alive 9

Das Gitarrenduo Rodrigo y Gabriela haben ihr neustes, ihr neuntes Album „9 dead alive“ genannt und damit einen würdigen Nachfolger ihre nun schon 5 Jahre alten letzten Studioproduktion auf den Markt gebracht. Die zwei aus Mexiko stammenden Virtuosen leben in Irland und haben von dort die Konzertsäle der Welt erobert. Für „9 dead alive“ kehrten Rodrigo und Gabriela in ihre Heimat zurück, um es in altbekannter Umgebung aufzunehmen. Übrigens: Rodrigo y Gabriela gehören für mich zu den spannendste Musikern des kommenden Southside Festivals in Neuhausen ob Eck.

Endlich, endlich haben La Chiva Gantiva aus Brüssel ihrem furiosem Debüt-Album eine zweite Scheibe folgen lassen. Die sieben Musiker stammen aus Kolumbien, Belgien, Frankreich und Vietnam und spiele eine erfrischende Mischung aus kolumbianischen Rhythmen, Funk und Rock. Vivo heißt die neue, mitreißende Platte von La Chiva Gantiva.

Gleich im Anschluß wird Jimmy Kelly mit seinem Street Orchestra klar machen, dass er nicht mehr der Bub der Kelly Family ist, sondern im Herzen immer noch ein Straßenmusiker und Rumtreiber. „Viva la Street“ heißt dem entsprechend sein neues Album, das mit einer wilden 9-köpfigen Band eingespielt scheint. Die 11 Titel reichen stilistisch von irischen Klängen über Balkan, Bluegrass, spanischem Folk bis hin zu Klezmer und Bluesrock. Vor Jimmy Kelly & The Street Orchestra jedoch La Chiva Gantiva.

La Chiva Gantiva vivo 3

Jimmy Kelly & The Street Orchestra viva la street 5

Ára vuoste virdái 2

Mit ihrem zweiten Album „Vuoste Virdai“ - Gegen den Strom feiert und ehrt die nordschwedische Band Ára alle, die über Jahre hinweg ihren Kindern die Sprache der Sami beigebracht haben - trotz kulturellem Druck und dem drohenden Vorwurf der Altbackenheit. Bei Ára gehen Tradition und moderne Rock- und Popmusik eine politische Allianz ein.

Der Goldene Orsino Jingle

Der Goldene Orsino geht heute an Féloche für seine Produktion „Silbo“. Der Pariser Féloche ist ein leiser Hans Dampf in allen Gassen. Klingt paradox, doch so klingt auch seine Musik. Da trifft französisches Chanson auf Reggae, Analog-Elektronik auf ukrainischen Punk, Filmmusik auf Cajon, Hip-Hop auf gezupfte Mandoline. „Silbo“ ist sein zweite Album und enthält Weltmusik im allerbesten Wortsinne. Dafür hier und jetzt der Goldene Orsino an Féloche.

Ich muß ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet Ihr im Internet unter www.querfunk.de Dort zu Orsinos Lied durchklicken.

Orsino verabschiedet sich auf Ukrainisch: do pobachennya und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

Féloche silbo 1

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orsinos lied Q U E Rfunk Karlsruhe Erstausstrahlung: 11.05.2014 13 Uhr

The Humpbacks la paloma #5 21

Orsino-Jingle

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt ihr hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen.

Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version aus den USA sagt Orsino.

Es warten euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten unter anderem aus der Türkei, Kamerun und der Schweiz. Es gibt nächsten Teil der Reihe Tonspur. Schau an - Musik präsentiert einen Kurzfilm über Omara Portuondo und Chucho Valdes und der Goldene Orsino geht schließlich an Kronos Quartet für ihre Produktion „A Thousand Thoughts“.


 

Nach der La-Paloma-Version der Humpbacks geht’s mit drei Pianisten weiter, die sehr unterschiedliche Musik machen. Hans Lüdemann ist einer der bedeutendsten deutschen Jazzpianisten und hat mit seinem Trio Ivoire eine ganz eigene Verbindung von Jazz und afrikanischer Musik geschaffen. „Timbuktu“ ist das mittlerweile vierte Album des Trio Ivoire und für mich ganz klar schön jetzt eine der besten Platten des Jahres 2014.

Ganz anders, aber nicht minder reizvoll, die Musik von Monty Alexander. Der aus Jamaika stammende und in den USA lebende Pianist verbindet in seinem Projekt Harlem-Kingston Express Jazz mit Reggae. „The River Rolls On“ ist die zweite Veröffentlichung des Harlem-Kingston Express und dazu holte sich Monty Alexander u.a. George Benson und Joe Sample ins Studio.

Pianist Nummer Drei ist Helge Lien, der mit seinem Trio atmosphärisch Folk und Jazz ineinanderfließen lässt. „Badgers and other beings“ ist das achte Album des norwegischen Trios und mit einem neuen Schlagzeuger kommt das Helge Lien Trio mit neuem Schwung daher.

Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für das Hans Lüdemanns Trio Ivoire, Monty Alexanders Harlem-Kingston Express und das Helge Lien Trio.

Hans Lüdemann Trio Ivoire timbuktu 1

Monty Alexander harlem-kingston express vol. 2: the river rolls on 9

Helge Lien Trio badgers and other beings 1

Bleiben wir musikalisch noch ein bisschen in Skandinavien. Aus Schweden stammt das Trio Ahlberg, Ek & Roswall und stellt auf ihrem neuen Album wieder traditionelle Melodien im neuen Gewand vor. „Näktergalen“ – zu Deutsch Nachtigall – heißt diese zweite CD von Ahlberg, Ek & Roswall und ist wieder mit Harfen-Gitarre, Fidel und der nordischen Nyckelharpa eingespielt.

Im Anschluß: Sväng. So nennt sich ein ziemlich wildes Mundharmonika-Quartett aus Finnland. Auf ihrer neuen CD „Karja-La“ nimmt die Band nicht nur auf finnische Volksmusiktraditionen und Balkanrhythmen Bezug, sondern ebenso auf Vertreter der finnischen Romantik wie Sibelius. Es ist erstaunlich, was für ein Klangspektrum Sväng mit ihren Mundharmonikas hinbekommen.

Ahlberg, Ek & Roswall näktergalen 12

Sväng karja-la 6

Omara & Chucho omara & chucho 6

Sie sind zwei Giganten der kubanischen Musik: Omara Portuondo und Chucho Valdes. Die CD „Omara & Chucho“ ist das zweite gemeinsame Album der beiden und kommt in der Spezialausgabe mit einer DVD daher. Darauf ist ein 20-minütiger Dokfilm zu sehen, der von der Entstehung es Albums und der speziellen Beziehung zwischen den beiden Musikern erzählt. Ebenfalls zu sehen und zu hören Gastmusiker Wynton Marsalis an der Trompete.

Machen wir gleich weiter mit der Reihe Tonspur und Filmmusik von John Zorn. Auf der CD Film Works Nr. 17 finden sich die Soundtracks zu den Dok-Filmen „Notes on Marie Menken“ und „Ray Randar: A life with skulls“. In beiden Filmmusiken wirkt John Zorn selbst mit, mal mit Saxophon und Piano, mal mit verschiedenen Daumenklavieren.

John Zorn film works XVII 12

Dem Ensemble erguvan 5

Das Dem Ensemble hat sich der traditionellen Musik Anatoliens verschrieben und mit „Erguvan“ gerade sein Debütalbum veröffentlicht. Zu hören sind 20 hervorragend gespielte Instrumentalstücke, die das Dem Ensemble behutsam in die Gegenwart holt.

Nicht behutsam, sondern beherzt und schwungvoll verbindet die Band Salt Musik aus Madagaskar und der Karibik mit Pop und Jazz. Salt ist ein Projekt der Sängerin Myra Maud und des Keyboarders Lutz Krajenski und „La Solution“ heißt das Debütalbum der Band.

Salt la solution 3

Kareyce Fotso mokte 3

Sängerin und Gitarristin Kareyce Fotso stammt aus dem zentralafrikanischen Kamerun. Ob sie singt oder pfeift, flüstert oder tanzt, Gitarre oder Perkussion spielt, Kareyce Fotso nimmt ihre Hörer an die Hand und führt sie in ein modernes, selbstbewusstes Afrika. „Mokte“ ist die dritte Solo-Scheibe von Kareyce Fotso.

Das neue, das 13. Album der 17 Hippies aus Berlin heißt „Biester“ und bietet versiebzehn-hippiefizierte Cover-Versionen von Frank Zappa über Bill Laswell bis zu den Allman Brothers. Wunderbar schräg und das wunderbarste daran: die 17 Hippies sind auf Tournee und spielen im Mai und Juni auch im deutschen Südwesten u.a. in Tübingen, Konstanz, Mannheim und gleich zweimal in Karlsruhe. Orsino sagt: Hingehen.

Und noch ein Konzert möchte ich Euch an Herz legen: Mayito Rivera ist gerade auf Deutschlandtour und wird u.a. In Ludwigsburg auftreten. Er zählt zu den besten kubanischen Sängern der Gegenwart und stellt mit der Tournee sein neues Album “Inventate una historia” vor. Wer also traditionelle kubanische Musik im zeitgenössischen Gewand und mit einer der schönsten Stimme der Insel hören will sollte Mayito Rivera nicht verpassen.

17 Hippies biester 9

Mayito Rivera inventate una historia 6

Jaro Milko & The Cubalkanics cigarros explosivos 4

Sänger und Multiinstrumentalist Jaro Milko mischt mit seiner Band The Cubalkanics kubanische Klänge mit Balkan-Musik und würzt das Ganze noch mit Rock und Punk. Jaro Milko macht dort weiter, wo Gitarrist Marc Ribot mit seinen Los Cubanos Postizos vor ein paar Jahren aufgehört hat. Das Debütalbum von Jaro Milko & The Cubalkanics heißt „Cigarros Explosivos“ und schenkt uns jetzt schon im Frühjahr die beste Sommerlaune.

Noch mehr krachen lassen es Palko!Muski. Die Schweizer Truppe lässt mit ihrem Gypsy-Punk die Alpen erzittern und wer sie schon mal live erleben durfte, weiß, dass in ihren Konzerten reichlich Schweiz und Freudentränen fließen. „Street Desire“ heißt das hyperventilierende Debütalbum von Palko!Muski.

Palko!Muski street desire 5

Valerie Sajdik les nuits blaches 7

Aus Wien schickt uns Sängerin Valerie Sajdik mal auf Russische, mal auf Englisch, mal auf Französisch und mal auf Deutsch in die weite Welt des Chansons und des sanften Popjazz. „Les Nuits Blaches“ ist ihr neustes Album und Valerie Sajdik erführt die Hörer sanft in schlaflose Nächte.

Der Goldene Orsino-Jingle

Der Goldene Orsino geht heute an das Kronos Quartet für ihr Album „A Thousand Thoughts“. Damit feiert das Streichquartett aus Kalifornien sein 40(!)-jähriges Bestehen. In dieser Zeit hat das Quartett wie kein anderes klassisches Streichensemble alle Grenzziehungen zwischen von E und U, zwischen Tradition und Avantgarde, zwischen Klassik und Moderne, zwischen Westlich und Welt hinter sich gelassen. Orsinos Lied würde es in dieser Form sicher nicht geben, wenn es das Kronos Quartet nicht gegeben hätte. Allein die Name der mitwirkenden Musiker ihres aktuellen Albums mit alten und neuen Aufnahmen spricht Bände: Astor Piazzolla, Le Mystère des Voix Bulgares, Asha Boshle, Wu Man, Don Walser. Das Kronos Quartet macht sein 40 Jahren Weltmusik der allerersten und hochintelligentesten Art und Weise und deshalb hier und jetzt der Goldene Orsinos für ihr Album „A Thousand Thoughts“.

Mit dem Kronos Quartet und Astor Piazzolla muss ich mich leider für heute auch schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr demnächst im Internet unter www.querfunk.de, wenn die Seite nach der Neugestaltung wieder richtig läuft. Orsino verabschiedet sich auf Malaysisch: selamat tinggal und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

Kronos Quartet a thousend thoughts 13

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orsinos lied Q U E Rfunk Karlsruhe Erstausstrahlung: 13.04.2014 13 Uhr

 

Lenine chao 1

Orsino-Jingle

 

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt wieder ein abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen. Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied live aus dem Musenstall5 sagt Orsino.

 

Auch heute gibt es wieder Musik aus dem tönenden Universum Brasilien. Einer der spannendsten Musiker ist Osvaldo Lenine Macedo Pimentel , kurz Lenine genannt. Der Gitarrist, Sänger, Komponist und Produzent wurde 1959 in Recife im Nordosten Brasiliens geboren. In den 1980ern begann er in einer Punkband Musik zu machen, fand dann zur brasilianischen Volksmusik und schließlich zur Elektronik. All dies fließt in Lenines Songs nun zusammen und deshalb zählt er heute zu den innovativsten Künstlern Brasiliens.

Ihm zur Seite stellen möchte ich heute eine ganz junge brasilianische Jazzband. Das Otis Trio sprengt wie Lenine Genre-Grenzen und ihr Debüt-Album 74 Club ist von unglaublicher Kraft beseelt.

Die Kraft fetter Bässe feiert der Sampler Brazilian Bass auf dem 17 Bands einen tollen Einblick in die Clubmusik Brasiliens gewähren.

Die vorgestellten Platten findet Ihr wie immer im Netz unter www.querfunk.de, dort zu Orsinos Lied durchklicken.

Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für Lenini, das Otis Trio und Brazilian Bass.

Lenine cité 4

Otis Trio 74 club 1

Soraia Drummod brazilian bass 2

Lenine acustico 14

Otis Trio 74 club 4

Lenine o dia em que faremos contato 8+9

Afroelectro brazilian bass 9

Lenine labiata 8

Otis Trio 74 club 5

Lenine na pressao 10

7 Estrelo brazilian bass 14

Lenine falange canibal 11

Otis Trio 74 club 9

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orsinos lied Q U E Rfunk Karlsruhe Erstausstrahlung: 09.03.2014 13 Uhr

Johannes Fehringer und sein Tanzorchester la paloma # 4 7

Orsino-Jingle

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen.

Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version aus Österreich sagt Orsino.

Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten mit Zutaten unter anderem aus Chile, Aserbaidschan und Indien. Es wird den nächsten Teil der Reihe Tonspur zu hören geben und der Goldene Orsino geht an die rumänisch-kanadische Kooperation von Adrian Raso mit Fanfare Ciocarlia für ihre Produktion „Devil's Tale“.

Da vor mir ein riesiger Stapel von Neuerscheinungen liegt machen wir nach der swingenden La-Paloma-Version von Johannes Fehringer ganz schnell mit einem starken Dreierpack afrikanischer Sängerinnen weiter.

Die im westafrikanischen Ghana geborene Schweizerin Joy Frempong hat mit Schlagzeuger Lleluja-Ha das fantastische Duo Oy gegründet. Gemeinsam produzieren sie afrikanisch beeinflusste elektronische Musik, die einzigartig ist. „No Problem Saloon“ heißt das neue Album von Oy.

Von der Elfenbeinküste bringt uns Dobet Gnahoré ihr viertes Album „Na Drê“ mit. In ihrer grösstenteils akustischen Musik erzählt sie von Frauenschicksalen ihrer westafrikanischen Heimat. Unterstützt wird sie dabei unter anderem von Lokua Kanza.

Ein tief ergreifendes Solo-Debüt des letzten Jahres stammt von Lala Njava. Auf dem Album „Malagasy Blues Song“ singt sie mit einer unnachahmlichen Stimme Lieder, die sofort zu Herzen gehen.

Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für Oy, Dobet Gnahoré und Lala Njava.

Oy no problem saloon 5

Dobet Gnahoré na drê 2

Lala Njava malagasy blues song 7

Bleiben wir noch ein bisschen beim Blues, doch kommen wir zum echten Wüstenblues. Diesen können Tinariwen aber leider nicht mehr in ihrer Heimat Mali produzieren, denn die politischen Unruhen hat die Band ins Exil getrieben. Dort haben Tinariwen ihr neues Album „Emmaar“ unter anderem mit dem Red Hot Chilli – Gitarristen Josh Klinghoffer eingespielt.

Tinariwen emmaar 1

Julie's Haircut ashram equinox 6

Die italienische Band Julie's Haircut hat ihr sechste Album „Ashram Equinox“ komplett instrumental eingespielt und bieten einen Sound, der wie Filmmusik Bilder im Kopf entstehen lassen. Dabei scheuen sich Julie's Haircut nicht vor großen Gesten und mischen psychedelisch Rock mit Ethnojazz und minimalistischen Dub.

Echte Filmmusik schreibt seit Jahrzehnten der New Yorker Tausendsasa John Zorn. In der Reihe Tonspur möchte ich euch heute CD Nummer 16 seiner Serie „Film Works“ vorstellen. Auf diesem Album ist der Soundtrack zu einem der beeindruckendsten Dokumentarfilme der letzten Jahre zu hören. Workingman's Death erzählt in fünf Episoden von der Brutalität körperlicher Schwerstarbeit. John Zorn schuf dazu imposante Musik, die er selbst an Orgel und Gamelan, sowie mit Cyro Baptista Percussion, Ikue Mori Elektronik, Jamie Saft Piano und Gitarre und Shanir Ezra Blumenkranz Bass einspielte.

John Zorn film works XVI 9

Indigo Masala big gods & little animals 3

Indigo Masala ist ein spannendes Musikprojekt dreier Weltenbürger. Tablaspieler Ravi Srinivasan entstammt einer anglo-indischen Familie und wurde in Singapur geboren. Die kalifornische Cellistin Susanne Cochitl Paul hat eine mexikanisch-deutsche Herkunft. Zusammen mit dem deutschen Sitarspieler Yogendra verschmelzen sie auf ihrer CD „Big Gods & Little Animals“ indische Musik mit all den Einflüssen, die ihre verschiedenen Abstammungen mit sich bringen.

Die Band Faela! fand sich in Malmö, doch stammen die Musiker nicht nur aus Schweden sondern auch aus Argentinien, Bosnien und Chile. Mit wilder Spielfreude produzieren sie eine Art Latin-Balkan-Reggae-Swing, der besonders live unwiderstehlich ist. Ihr Debüt im Jahr 2011 hatten Faela! einfach mit dem Bandnamen betitelt.

Faela! faela! 3

Almaz Orujova azerbaijani love songs 13

Dieses wunderschöne Liebeslied von Almaz Orujova ist auf der CD „Azerbaijani Love Songs“ zu finden. Das Album bietet 16, zumeist traditionelle, aber immer ergreifende Liebeslieder von 12 der besten Sängerinnen und Sängern des vorderasiatischen Landes zwischen Kaspischem Meer und Kaukasus.

L’ham de Foc war eine der eigenwilligsten spanischen Weltmusik-Combos. Bis zu ihrer Auflösung von ein paar Jahren kombinierten sie auf ungewöhnliche Art mediterrane und orientalische Musik und mittelalterliche mit modernen Instrumenten aus aller Welt. Die dritten und leider auch letzte Platte von L’ham de Foc heisst „Canco de Dona i Home“.

L’ham de Foc canco de dona i home 1

Ruth Wilhelmine Meyer & Helge Lien memnon 8

“Memnon – Sound Portraits of Ibsen Characters” nennen die Sängerin Ruth Wilhelmine Meyer und Pianist Helge Liens ihre Projekt, mit dem sie sich dem großen norwegischen Dramatiker nähern. Ruth Wilhelmine Meyer, die eine fünf Oktaven umfassende Stimme hat, setzt dabei nicht auf die Texte von Ibsen, sondern auf die Gefühle, die diese transportieren. Und Helge Liens schuf dazu nicht nur den instrumentalen Rahmen, sondern vertieft die wortlosen Lieder. Ihr “Memnon – Sound Portraits of Ibsen Characters” ist irgendwo zwischen Musik und Hörspiel anzusiedeln.

Die archaische, ungebügelte Seite der polnischen Volksmusik bringt uns das Janusz Prusinowski Trio zu Gehör. Das Trio, das eigentlich ein Quintett ist, musizierte mit Volksmusiker aus Zentralpolen, mit renommierten Jazzern und Chopin-Pianisten und all dies floß irgendwie zusammen mit ihrem traditionellen Stil der gleichzeitig offen und modern klingt. „Po kolana w niebie – Knee-Deep in Heaven – Knietief im Himmel“ schöner hätte das Janusz Prusinowski Trio ihre CD nicht betiteln können.

Janusz Prusinowski Trio Po kolana w niebie 14

Express Brass Band we have come 7

Seit 15 Jahren sind verbinden sie den Geist des Sun Ra Arkestra mit dem Witz der Guggenmusik, die Express Brass Band aus München. Big Band Jazz meets Afrobeat meets Soul meets Oriental! Endlich haben sie ihr Debüt veröffentlicht, dass jedoch eher ein buntes Konglomerat aus Aufnahmen aus all den wilden Jahren in Klubs, Proberäumen und Studios ist. So ist „We have come“ ein durchaus passendes Debüt der Express Brass Band geworden.

Mehr der Balkanmusik zugewandt sind die nicht minder verrückten Shmaltz aus Berlin. Und mit dem Witz der Hauptstadt haben sie ihr Debüt-Album „Welcome to Malwonia“ einfach noch mal eingespielt und erweitert und verändert und in der Reloaded-Version neu veröffentlicht.

Und gleich im Anschluß weil’s so schön passt: Gimpelakwa mit dem hsf-Bigband-Remix ihres Songs Abseits. Gimpelakwa stammen aus Suhl in Thüringen und nennen ihre Musik ganz passend Wild East Speed Ska, genauso wie ihre aktuelle CD. Vor Gimpelakwa jedoch Shmaltz.

Shmaltz welcome to malwonia – reloaded 1 + 2

Gimpelakwa feat. hsf Bigband abseits – remix

Matt Schofield far as i can see 10

Matt Schofield gilt als einer der besten Bluesgitarristen Englands und hat gerade sein 5 Studioalbum veröffentlicht. Mit 36 Jahren läuft er zur Bestform auf. Matt Schofield lässt es gehörig krachen auf „Far as I can see“ und tobt sich in verschiedenen Bluesformen aus. Besonders in der Staaten hat er mittlerweile viele Fans.

Der Goldene Orsino Jingle

Der Goldene Orsino geht heute an Adrian Raso und Fanfare Ciocarlia für ihre gemeinsame Produktion “Devil’s Tale”. Gitarrist Adria Raso stammt aus Kanada und sein Gypsy-Swing reicht von Latin über Rock bis Oriental. Fanfare Ciocarlia ist die weltweit bekannteste Blasmusikband Rumäniens und zählt zu den schnellsten und besten Balkan-Brass-Combos. Adrian Raso lud Fanfare Ciocarlia ins Studio nach Toronto ein. Gemeinsam spielten sie sich in den Olymp und liessen sich noch von Country-Rocker John Jorgenson, Gitarrenwirbelsturm Rodrigo von Rodrigo & Gabriela sowie Rockdrummer Kevin Figueiredo von Extreme anfeuern. Das Ergebnis ist ein wilder Ritt von Toronto über Detroit und New Orleans nach Paris bis tief in den Balkan. Dies ist Weltmusik im besten Wortsinne und dafür hier und jetzt der Goldene Orsino für Adrian Raso und Fanfare Ciocarlia und ihre CD „Devil’s Tale“.

Ich muß ich mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Orsino verabschiedet sich auf Indonesisch selamat tinggal denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

Adrian Raso & Fanfare Ciocarlia devil’s tale 10

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orsinos lied Q U E Rfunk Karlsruhe Erstausstrahlung: 09.02.14 13 Uhr

Leopold Seelos la paloma # 2 9

Orsino-Jingle


 

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen.

Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen mit einer La Paloma-Version von den Philipinen sagt Orsino.


 

Es warten Euch in der kommenden Stunde musikalische Köstlichkeiten mit Zutaten unter anderem aus Mali, Kolumbien und Japan. Es gibt neben vielen Konzerttipps endlich den nächsten Teil der Reihe Tonspur und Schau an - Musik präsentiert eine Konzert-DVD von Ayo. Der Goldene Orsino geht an Rosario Swoming für ihre Produktion „Se mueve“.


 

Nach der La-Paloma-Version von Leopold Seelos geht’s weiter mit einem bzw. einem vierfachen Konzerttipp. Unter dem Titel „American Songbirds“ sind vier Musikerinnen aus Nordamerika ab Anfang März in Deutschland unterwegs: Stephanie Nilles aus New Orleans und Rachelle Garniez aus New York sowie Kyrie Kristmanson aus Ottawa und Ashia & The Bison Rouge aus Portland. Sie sind vier Sängerinnen und Musikerinnen, die alle ihre eigenen Stil haben und trotzdem gemeinsam in der ur-amerikanischen Singer-Songwriter-Tradition stehen.

Der Reihe nach: Stephanie Nilles hat in der Kindheit und frühen Jugend eine klassische Ausbildung am Cello und Klavier genossen, fand später aber den Weg zum Jazz. Das aktuelle Album von Stephanie Nilles heißt bilderstürmisch: „Fuck off Grizzly Bear“.

Die Kanadierin Kyrie Kristmanson singt und komponiert nicht nur sondern spielt auch ausgezeichnet Gitarre und Trompete. Ihre Lieder sind beeinflusst von zeitgenössischem Folk, mittelalterlicher Musik sowie Jazz und Pop. Auf ihrem Album „Origins of the Stars“ kommt Kyrie Kristmanson selbst wie ein bezaubernder Sternennebel daher.

Tasteninstrumente haben es Rachelle Garniez angetan. Mit Akkordeon, Piano, Claviola und eine lyrischen Stimme schickt uns Rachelle Garniez „Greetings from Dreamsville“ – so der Titel ihrer mittlerweile fünften CD.

Die Vierte im Bunde ist Ashia mit ihren Bison Rouge. Die Sängerin und Cellistin mit polnischen Wurzeln hat mit ihrem Debüt „Diesel vs. Lungs“ viel Aufsehen erregt und unter anderem den Goldenen Orsino dafür bekommen. Das Konzert der American Songbirds sollte Ihr Euch auf keinen Fall entgehen lassen. Alle vier Musikerinnen findet Ihr übrigens auch auf dem Sampler zur Konzertreihe: „American Songbirds – Women Singer-Songwriter from the New World“. Öffnet nun also Eure Herzen und Ohren für Stephanie Nilles, Kyrie Kristmanson, Rachelle Garniez und Ashia & The Bison Rouge.

Stephanie Nilles fuck off grizzly bear 3

Kyrie Kristmanson origin of stars 10

Rachelle Garniez greetings from dreamsville 7

Ashia & The Bison Rouge diesel vs. lungs 1

Nach den American Songbirds gibts gleich noch drei weiteren, drei sehr unterschiedliche Konzerttipps. The Giora Feidman Jazz-Experience ist zur Zeit in Deutschland auf Tour, um die neue CD „Klezmer meets Jazz“ des legendären Klarinettisten vorzustellen. Der inzwischen 77-jährige Feidman hat sich mit drei wesentlich jüngeren Jazzern zusammengetan, um alte Standarts von Ellington, Gershwin oder Evans mit Klezmerevergreens zu mischen. Hörens- und sehenswert.

Auch Habib Koité aus dem westafrikanischen Mali ist wieder mit Gitarre und Band hierzulande unterwegs und wird eines seiner vier Deutschlandkonzerte in Freiburg geben. Koité stellt sein neues Album „Soô“ vor, auf dem er seiner Heimat, die er lange Jahre verlassen hatte, eine Liebeserklärung präsentiert. Unterstützt wird er dabei unter anderem von König des Kora-Spiels: Toumani Diabaté.

Auch unterwegs sind Jaune Toujours aus Belgien mit ihre neue Produktion „Routes“. Ihr wilder Mix aus Folk, Punk, Pop, Jazz, Dub, Ska und Balkan kommen ganz ohne Gitarren aus. Dafür spielt Jaune Toujours’s Frontmann Piet Akkordeon spielt, als ob es kein Morgen gäbe und er eigentlich der Bruder von Koby Israelite wäre. Unterstützen ließ sich die Band im Studio unter anderm von der afrikanischen Gangbé Brass Band.

Habib Koité soô 5

Jaoune Toujours routes 1

Ayo DVD live at the olympia 3

In Schau an Musik möchte ich Euch die DVD „Ayo – Live at the Olympia“ ans Herz legen. Die Sängerin kam in der Nähe von Köln zur Welt: als Tochter eine Nigerianerin und eines rumänischen Roma. In ihren auf Englisch und Französisch gesungenen Lieder mischt Ayo erfolgreich Folk, Soul und Reggae und dies kommt, wie auf der in Paris aufgenommen DVD zu sehen ist, sehr gut an. Unverständlicher Weise ist Ayo in Frankreich viel bekannter als hier.

In der Reihe Tonspur sind wir mittlerweile bei der 15 CD mit Filmmusik von John Zorn angelangt. Auf „Film Works XV“ findt sich der Soundtrack zum Dokumentarfilm „Protocols of Zion“. Der Film dokumentiert das erneute Aufblühen des Antisemitismus in den USA nach den Anschlägen vom 11. September. Mit Shanir Ezras Blumenkranz an Bass und Oud sowie Percussionisten Cyro Baptista spielte John Zorn am E-Piano die Musik selbst ein. Vielleicht deshalb eine der intimsten CDs der Reihe!

John Zorn film works xv 15

Jun Miyake lost memory theatre – act-1 11

Vielleicht dachten der Eine oder die Andere gerade: die Stimme kenn ich doch? Ja, es war wirklich Nina Hagen, die auf dem neusten Meisterwerk des japanischen Trompeters und Soundtüftlers Jun Miyake zu hören ist. „Lost Memory Theater Act 1“ heisst die Scheibe, auf der Miyake als zentraler Stern in einem riesigen musikalischen Universum agiert. Viel andere Gestirn wie Nina Hagen, Arto Lindsay, Vincent Segal, ein bulgarischer Frauenchor, Peter Scherer, Vinicius Cantuaria und viele, viele mehr wandeln in diesem Universum und lassen gemeinsam nie erahnte musikalische Sternbilder entstehen.

Ein Trompeter ganz anderer Colour ist Nils Petter Molvaer aus Norwegen. Mit sphärischen Klang Offenheit für Einflüsse aus Ambient, House und Break Beat und Worldmusic steht Molvaer für den weltoffenen Jazz Skandinaviens. Gemeinsam mit dem Electronic-Pionier Moritz von Oswald veröffentlichte Molvaer nun ein neues Album, was noch weiter in die Soundlandschaften der Chips and Bytes and Jazz vordringt. Die erste gemeinsame CD-Produktion nannten Molvaer und Oswald 1/1.

Nils Petter Molvaer & Moritz von Oswald 1/1 1

Tre Martelli cantè’r paròli 17

Ganz bodenständig und doch zeitgenössisch kommt die norditalienische Band Tre Martelli daher. Auf ihre CD „Cante’r Paròli“ vertonen sie wieder einmal Gedichte und Geschichten von Giovanni Rapetti. Dieser Dichter ist in Italien eine Instanz und unter anderem dafür beliebt, weil er mit seinem Werk den Dialekt des Piemont bekannt gemacht hat. Mit ihrem neuen Album feiern Tre Martelli den 90 Geburtstag des Dichters und 35 Jahren Bandbestehen.

Ganz neu und ganz frisch hingegen ist der Sound, der uns aus Kolumbiens Hauptstadt Bogota herüberwebt. Monsieur Periné ist eine Band, die auf spielerische Art Cumbia mit Swing, Bolero mit Electro-Tango und Samba mit Gypsy-Sound vermischen. „Hecho a Mano“ heißt das Debütalbum von Monsieur Periné und sei jedem und jeder empfohlen, die dringend was gegen den Winterblues brauchen.

Monsieur Periné hecho a mano 5

Pippo Pollina làppertenenza 5

In der Musik eine Heimat zu finden, ist nicht erst in Zeiten der Globalisierung ein Thema geworden. Der in der Schweiz lebende Sizilianer Pippo Pollina kennt dieses Bedürfnis und hat es zum Schlüssel-Thema seines neuen Albums „L’appartenenza“ gemacht. Schau Euch um, Pippo Pollina ist ebenfalls zur Zeit auf Deutschlandtour und mit diesem letzten Konzerttipp für heute geht’s zur Verleihung des Goldenen Orsino.

Goldene Orsino Jingle

Der Goldene Orsino geht heute an Rosario Smowing für ihre Produktionen Se mueve. Es ist die dritte CD der argentinische Band und bietet ein musikalische Feuerwerk. Rosaria Smowing nennen ihre Musik „Swing Argentino“. Die acht Großstadt-Derwische verbinden darin Elemente der Tanzmusikstile der 40er, 50er und 60er Jahre - Swing, Ska, Jazz, Dixie und Rockabilly - mit Mambo, Bolero und Tango, verpacken alles in ein sehr modernes Gewand. Weltmusik ist so ziemlich das einzige Wort, mit dem die Musik richtig beschrieben werden kann und dafür hier und jetzt der Goldene Orsino für Rosario Smowing und ihre Produktion Se mueve.

Ich muss mich damit auch leider schon wieder verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr demnächst im Internet unter www.querfunk.de , wenn die Seite nach der Neugestaltung wieder richtig läuft.

Orsino verabschiedet sich auf Arabisch ma'as-salama und denkt daran: gute Musik gib es überall, haltet die Herzen und Ohren offen!

Rosario Smowing se mueve 2

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orsinos lied Q U E Rfunk Karlsruhe Erstausstrahlung: 12.01.14 13 Uhr


 

1. Rüdiger Oppermann & The Global Strings klangwelten 2012 I/1

2. Michaela Melián monaco 6

Da die Musik der Liebe Nahrung ist, sollt Ihr hier und jetzt ein abwechslungsreiches Menü mit Zutaten aus aller Herren und Damen Länder serviert bekommen.

Herzlich Willkommen zur Weltmusiksendung beim Querfunk. Herzlich Willkommen zu Orsinos Lied. Herzlich Willkommen live aus dem Musenstall5 sagt Orsino.

In der kommenden Stunde serviere ich Euch musikalische Köstlichkeiten von zwei sehr unterschiedlichen deutschen Künstlern: Michaela Melián und Rüdiger Oppermann. Melián ist Komponistin, bildende Künstlerlin, Bassistin der Münchner Band F.S.K., Hörspielautorin, Professorin und Gelegenheitssängerin bei den Goldenen Zitronen. Ihre Musik ist einzigartig und sie unter Elektronik einzustufen wäre viel zu kurz gefasst. Ihre hört gleich Stücke aus Meliáns Solo-Alben „Baden-Baden“, „Los Angeles“ und „Monaco“.

Wie kein andere Musiker hat der Harfenspieler Rüdiger Oppermann die deutsche Weltmusikszene geprägt. Mit seinem Tournee-Festival „Klangwelten“ bringt er seit fast 30 Jahren Musiker aus den verschiedensten Region zusammen. Neben fantastischen Konzerterlebnissen sind daraus zahlreiche CDs, DVDs und Bücher geworden und ihr hört gleich Stücke aus verschiedensten Konzertmitschnitten. Genauere Daten zu dem Musikern und Platte wie immer im Internet unter www.querfunk.de Dort zu Orsinos Lied

3. Michaela Melián los angeles 3

4. Rüdiger Oppermann & Jorgen Lang klangwelten 25 jahre – 10/12

5. Michaela Melián baden-baden 1

6. Rüdiger Oppermann & Servais Haanen klangwelten 25 jahre – 7/5

7. Michaela Melián los angeles 7

8. Rüdiger Oppermann & Les Escapades, Tata Dindin, Nikola Parov, Enkh Jargal, Jatinger Thakur klangwelten 25 jahre – 9/5

9. Michaela Melián monaco 7

10. Rüdiger Oppermann & Bijan Mahjub, Cheng Hongyu, Housseine Kili klangwelten – 8/10

11. Michaela Melián monaco 9

12. Festival Ensemble klangwelten 25 jahre – 11/17

13. Michaela Melián baden-baden 6

 

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