zurück zu Informationen zu QUERFUNK
- Frühjahr 1992
- Novellierung des Landesmediengesetzes mit der Möglichkeit
nicht-kommerziellen Rundfunks (Paragraph 27(2)).
- März 93
- Auf Initiative von Radio Dreyeckland aus Freiburg (RDL)
erstes Karlsruher Radiotreffen im Gewerbehof. Ca. 30
Radiointeressierte wollen ein nichtkommerzielles Radioprojekt
in Karlsruhe aufbauen. Danach regelmässige Radioplenen.
- 02.06.93
- Gründungsversammlung des Förderverein für ein Freies
Radio in Karlsruhe e.V. mit 27 Gründungsmitgliedern.
Der Verein soll vor allem die Finanzierung des nicht-kommerziellen
Radios durch Mitgliedsbeiträge sicherstellen.
- 29.06.93
- Gründungsversammlung der Assoziation Freier Gesellschaftsfunk
in Baden-Württemberg e.V. (AFF) als Dachverband der
nicht-kommerziellen Radioinitiativen im Ländle.
- Juli 93
- Beginn der Diskussion des Redaktionsstatutes,
mehrere Infostände zur Öffentlichkeitsarbeit werden
veranstaltet. Das Problem der Raumfrage wird gross.
Das Radioplenum trifft sich ab August im Tempel zweimal
im Monat.
- 27.08.93
- Erstes Beirattreffen des Fördervereins.
- 21.09.93
- Grosse Informationsveranstaltung, auf die ca 120 Gruppen
und Initiativen eingeladen werden. Ca. 50 Personen
folgen der Einladung. Diskussion über künftige Programminhalte,
Startschuss zur Gründung eines regelmässig stattfindenden
Redaktionsplenums. Das bisherige Radioplenum übernimmt
v.a. organisatorische Aufgaben und wird zum Strukturplenum.
- 23.10.93
- Ausschreibung der nicht-kommerziellen Frequenz 104,8
MHz für Karlsruhe. Mit der Senderleistung von 1 KW
kann ein Gebiet von 30km um Karlsruhe erreicht werden.
- November 93
- Bildung einzelner Redaktionsgruppen, die sich regelmässig
treffen
- Dezember 93
- Bezug eigener Räumlichkeiten in der Wilhelmstrasse 30
in der Karlsruher Südstadt. Eine tägliche Sprechstunde
für Interessierte wird eingerichtet. Das Freie Radio
Karlsruhe bekommt endlich einen Namen: QUERFUNK soll
es heissen.
- 20.01.94
- Gründungsversammlung des QUERFUNK-Redaktionsverein
e.V.
- 03.02.94
- Tag der offenen Tür mit Pressekonferenz im Radiobüro.
Das Radioprojekt wird in grösserem Rahmen der Öffentlichkeit
vorgestellt. Mitgliederzahl des Fördervereins steigt
auf über 100.
- 12.02.94
- Erstes QUERFUNK-Fest im Tempel mit drei Live-Bands.
- März 94
- Entgegen der ursprünglichen Planung beschliessen beide
Radioplenen vor allem aus Kostengründen, nicht in den
Tempel sondern in den Gewerbehof zu ziehen, wo sich
auch die künftigen Studios befinden sollen.
- März 94
- Im Radiobüro wird ein provisorisches Studio eingebaut,
um Sendungen vorzuproduzieren.
- 15.04.94
- Zweites QUERFUNK-Fest im Tempel.
- April/Mai 94
- AFF-Konzerttour durch Ba-Wü. Am 13.05. landet die Tour
in Karlsruhe im SUBWAY mit vier Gruppen und über 400
BesucherInnen.
- 27.05.94
- Jahreshauptversammlung des Fördervereins
- Juni 94
- Regelmässige Infostände und Infocafes mit Workshop werden
veranstaltet.
- 08.06.94
- Gründung der QUERFUNK Radiobetriebs-GmbH mit Förderverein
und Redaktionsverein als gleichberechtigte Gesellschafter.
Sie soll Betreiberin des Radiosenders sein.
- 30.06.94
- Termin zur Lizenzantragsstellung für die nicht-kommerziell
ausgeschriebene Frequenz 104,8 MHz. In dem umfangreichen
Antrag werden 24 Stunden tägliche Sendezeit beantragt.
Nachdem dieser Termin von der Landesanstalt für Kommunikation
(LfK), die über die Lizenzvergabe entscheidet, bereits
verschoben wurde, hofft QUERFUNK, statt wie ursprünglich
im Oktober 1994 vorgesehen, Ende des Jahres auf Sendung
gehen zu können. Neben QUERFUNK gibt es noch sieben
weitere BewerberInnen auf die Nichtkommerzielle Frequenz
- Juli 94
- Beginn der Bauarbeiten an den Studioräumen im Gewerbehof.
- 25.07.94
- Umzug von der Wilhelmstrasse 30 in den Gewerbehof in
der Steinstrasse 23.
- 19.-21.08.94
- Grosser Infostand auf dem Fest in der Günther Klotz Anlage
- 29.08.94
- Eintragung der QUERFUNK Radiobetriebs-GmbH in das
Handelsregister
- September 94
- Mitgliederzahl des Fördervereins erreicht 200
- 10.10.94
- Bei der Landesanstalt für Kommunikation (LfK) findet
ein Sondierungsgespräch mit den MitbewerberInnen statt.
Die Musikhochschule Karlsruhe (zusammen mit Universität
Karlsruhe und Zentrum für Kunst und Medientechnologie
Karlsruhe (ZKM)) und das Institut zur Förderung von
Wissenschaft und Ausbildung im Bereich der neuen Medien
Bruchsal (IFM) beanspruchen den Hauptteil der Sendezeit.
- Oktober 94
- Treffen mit der Musikhochschule: Es konnte keine Einigung
erzielt werden.
- 15.11.94
- Start des Gewerbehoffunks: Ein tägliches Programm
von ca. 1 1/2 Stunden dient dazu Radiopraxis zu gewinnen
- Herbst 94
- Mehrere Workshops zu Technik, Interviews, Sprache u.s.w.
werden veranstaltet
- 7.12.94
- Erstes offizielles Einigungsgespräch bei der LfK mit
den MitbewerberInnen: Eine Einigung mit der Hauptkonkurrenz
Musikhochschule und IFM Bruchsal konnte nicht erreicht
werden.
- Dezember 94
- Abschluss von Kooperationsverträgen über die Zurverfügungstellung
von Sendezeit mit kleinen BewerberInnen auf die nichtkommerzielle
Frequenz
- Der Studioausbau wird beschleunigt.
- QUERFUNK startet zusammen mit den anderen AFF-Radioinitiativen
in Baden-Würtemberg eine Gesetzesinitiative im Landtag
zur finanziellen Förderung des offenen Gruppenradios.
- 21.-23.1.95
- In Raumünzach (Murgtal) findet ein inhaltliches Diskussions-
und Arbeitswochenende statt
- 28.1.95
- Einweihung der Studioräume im Rahmen eines Tags des
offenen Radios. Inzwischen sind über 40 Gruppen und über 200
Einzelpersonen Mitglied im Förderverein.
- 01.02.95
- Der Landtag von Baden-Württemberg beschließt eine
Gesetzesänderung, die eine Förderung nicht-kommerzieller
Sender erstmals zuläßt.
- 07.03.95
- Radio Störfunk Schwäbisch Hall und das Freie Radio
Freudenstadt werden für jeweils 24 Stunden lizenziert.
- 08.03.95
- Die Frequenz 106,5 MHz mit einer Leistung von 100 W in
Bruchsal wird nicht-kommerziell ausgeschrieben
- 08.03.95
- Die LfK unterbreitet einen Vorschlag zur
Sendezeitaufteilung zwischen QUERFUNK, MuHo und IFM. Dabei
soll die sogenannte Kernsendezeit von täglich 8.00 bis 22.00
paritätisch zwischen MuHo/IFM und QUERFUNK aufgeteilt werden.
QUERFUNK nimmt dazu Stellung und lehnt den Vorschlag ab.
- 03.04.95
- Wider Erwarten fällt der Vorstand der LfK eine
Entscheidung über die Lizenzierung, die noch vom Medienrat
bestätigt werden muß.
- 07.04.95
- Jahreshauptversammlung 1995 des Fördervereins.
- 10.04.95
- Der Medienrat stimmt der Entscheidung des Vorstands
der LfK zur Lizenzvergabe zu. QUERFUNK bekommt die Sendezeiten
von Mo bis Fr jeweils 12 - 17 Uhr und 22 - 7 Uhr und das
Wochenende von Fr 12 Uhr bis Mo 7 Uhr. Neben QUERFUNK wird
auch eine "Arbeitsgemeinschaft Lernradio" lizenziert, hinter
der sich die MuHo und das IFM verbirgt. Sie bekommt die
restliche Sendezeit. QUERFUNK ist entsetzt über die
Sendezeitaufteilung, da unter der Woche die komplette Morgen-
und Abendschiene an die "AG Lernradio" vergeben wurde.
- April/Mai 95
- Die Vorbereitungen für den Sendestart werden
getroffen. Am 17. Juni soll QUERFUNK on Air mit einem
zweitägigen Radiofest im Gewerbehof.
- Mitte Mai 95
- Eine organisatorische Neustrukturierung soll die
regelmäßige Arbeit im Radioprojekt verbessern. Die
Neuorganisierung wird im Radioprojekt kontrovers diskutiert.
- 19.05.95
- Der ausgearbeitete Sendeplan wird im internen
Probebetrieb getestet.
- 26.05.95
- Der Probebetrieb wird On Air geschaltet. QUERFUNK ist
erstmals in einem Umkreis von ca 30 km zu empfangen.
17.06.95
QUERFUNK startet offiziell seinen Sendebetrieb mit
einem zweitägigen Fest im Gewerbehof.
- 19.06.95
- Der reguläre Sendebetrieb beginnt. 60 Stunden Programm
wöchentlich sind auf der 104,8 zu hören.
- Juni 95
- QUERFUNK legt gegen die Sendezeitaufteilung Widerspruch
bei der LfK ein.
- 24.06.95
- Sendestart des Freien Radios Störfunk Schwäbisch Hall.
- 16.07.95
- Sendestart Wüste Welle Tübingen/Reutlingen.
- Juli 95
- Der Mitgliederstand erreicht 300
- Juli 95
- Aufgrund des Einschreitens des Staatsministerium Ba-Wü
wird den Freien Radios im Ländle eine Förderung der
Gruppensendeplätze verweigert. Die LfK gewährt dafür ein
Almosen für ein sogenanntes "Medienpraktisch-Programm".
- August 95
- Über 350 Mitglieder beteiligen sich am Förderverein,
davon über 50 Gruppenmitglieder.
- 11.09.95
- Um 11 Uhr startet auf der Frequenz 104,8 MHz auch die
"AG Lernradio" ihr Programm. "Radio aus Bruchsal" - gestaltet
vom IFM - macht ein Programm, welches sich wie befürchtet von
Programmen herkömmlicher kommerzieller Sender kaum
unterscheidet. Außerdem sendet "Radio aus Bruchsal" stündliche
Werbeblöcke auf der nichtkommerziellen Frequenz.
- 01.10.95
- Das Programm wird auf über 70 Stunden wöchentlich
ausgedehnt. Die Nachmittagsschiene wird durch wiederholte
Musiksendungen ergänzt. Die verfügbare Sendezeit ist
mittlerweile fast belegt. Ca. 100 Menschen beteiligen sich
aktiv am Radioprojekt.
- 14.12.95
- Der Landtag von Ba-Wü beschließt erneut eine Förderung
für Nichtkommerzielles Radio. Im Gegensatz zur Entscheidung im
Februar sollen nicht die Offenen Sendeplätze, sondern die
VeranstalterInnen direkt gefördert werden. Die Förderung darf
maximal 10% des LfK-Haushalts - also derzeit 1,2 Mio. DM - für
alle Nichtkommerziellen Radios betragen. Die genaue
Förderungshöhe wird aber von der LfK bestimmt.
- Dezember 1995
- Auch die Musikhochschule Karlsruhe sendet
mittlerweile als Teil der "AG Lernradio" ihr abendliches
Programm. Als "gesellschaftliche Gruppen" beteiligen sich am
Programm der MuHo das badische Staatstheater und das
Forschungszentrum (vormals Kernforschungszentrum) Karlsruhe.
Die Uni Karlsruhe und das Zentrum für Kunst und
Medientechnologie (ZKM) werden in Kürze folgen. Damit wird das
abendliche Radioprogramm auf 104,8 MHz ausschließlich von
staatlichen Institutionen bestritten.
- Dezember 1995
- Der Mitgliederstand steigt auf über 400.
- 01.02.96
- Ein neuer Programmplan tritt in Kraft. Alle drei
Monate soll das QUERFUNK-Programm künftig aktualisiert werden.
- 07.02.96
- Erörterungstermin bei der LfK in Stuttgart zu ihrem
Entwurf der Förderrichtlinien. Es zeigt sich, daß es
erhebliche Diskrepanzen gibt zwischen der LfK und den Freien
Radios bezüglich einer Förderung Nichtkommerzieller
HörfunkveranstalterInnen.
- 12.02.96
- Als letzte der Freien Radioinitiativen wird das Freie
Radio Stuttgart Stuttgart mit annähernd 24 Stunden täglich auf
der 97,2 MHz mit einer Sendeleistung von 100W lizenziert.
- Februar 96
- QUERFUNK beantragt als letztes der Freien Radios
eine ABM-Stelle. Damit soll zum ersten mal eine Person beim
Radio hauptamtlich beschäftigt werden.
- 01.-03. März
- "AFF-Ratschlag" in Tübingen. Arbeitswochenende
der Freien Radios in Ba-Wü zur Reflektion der bisherigen
landesweiten Zusammenarbeit und zur Entwicklung neuer Konzepte
einer landesweiten Radiovernetzung.
- März 96
- Die LfK verschiebt erneut die Verabschiedung der
Förderrichtlinien für den Nichtkommerziellen Hörfunk in Baden-
Württemberg.
- März/April 96
- Anläßlich einer Pressemitteilung des
Innenministeriums Ba-Wü wirft die LfK QUERFUNK und RDL vor, zu
einer verbotenen Kurdistandemo aufgerufen zu haben. QUERFUNK
erreicht ein Bescheid der LfK, in dem 45 Stunden
Sendemitschnitte angefordert werden, teilweise auch von
Sendungen, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausgestrahlt
waren. Gleichzeitig wird Zwangsgeld, Bußgeld und Vollstreckung
des Bescheides angedroht und der Sofortvollzug angeordnet
(Widerspruch hat keine aufschiebende Wirkung) Der informelle
Kontakt in dieser Sache wird von der LfK abgebrochen. QUERFUNK
geht zur Klärung der Frage, ob diese Bänder an die LfK
ausgehändigt werden müssen, lassen QUERFUNK und RDL vor dem VG
Stuttgart klären. Der Prozess erhält Grundsatzcharakter, da es
bislang noch keine vergleichbaren Entscheidungen bislang gibt.
- April 96
- Die Förderrichtlinien (FÖRL) sind von der LfK
verabschiedet. Fast keine Wünsche der Freien Radios in den
wesentlichen Teilen der FÖRL sind übernommen worden. Mittels
einer Themenvorgabe schreibt die LfK den Radios vor, was sie
für den Erhalt der Gelder in ihrem Programm senden sollen.
Gleichzeitig wurden "Vielfaltskriterien" entwickelt, mittels
denen die einzelnen Radios für die Vergabe der Fördergelder
beurteilt werden sollen.
- April 96
- Die LfK verweigert QUERFUNK und RDL wegen des
aktuellen Rechtsstreits die Förderung. Trotz schriflicher
Anfragen gingen bei QUERFUNK weder die FÖRL noch die
Antragsunterlagen ein.
- 3.- 5. Mai 96
- Bundeskongress der Freien Radios in Tübingen.
QUERFUNK wird offiziell Mitglied im BFR (Bundesverband Freier
Radios). Nachdem der Bundesvorstand zurücktritt und sich kein
neuer Vorstand findet, wird ein neuer Bundeskongress in
Marburg im Juli festgesetzt.
- Mai 96
- Auch das Arbeitsamt läßt sich vom Rechtsstreit zwischen
QUERFUNK und der LfK beeindrucken: solange es den Vorwurf
gegen QUERFUNK gibt, zu einer verbotenen Demo aufgerufen zu
haben, wird die Genehmigung der ABM zurückgestellt.
- 30. Mai 1996
- Die erste Jahreshauptversammlung des Fördervereins
nach Lizenzierung und Sendestart.
- 15. Juni 1996
- QUERFUNK feiert sein Jubiläum: ein Jahr heißt es:
Kein Kommerz auf 104,8 MHz.
- 11. Juli 1996
-
Das Verwaltungsgericht Stuttgart entscheidet im
Rechtsstreit mit der LfK. Die LfK-Verfügung wurde teilweise
für rechtswidrig erklärt. Drei der ursprünglich 6
angeforderten Sendetagaufzeichnungen müssen allerdings zugeschickt
werden. QUERFUNK beschließt darauf, die jetzt noch angeforderten
Bänder zur Kontrolle an die LfK zu schicken und nicht in die
Berufungsinstanz zu gehen. Der Ausgang des Eilverfahrens wird von den
Aktiven im QUERFUNK als Teilerfolg gewertet. Das Hauptverfahren soll
weitergeführt werden. RDL wird im Gegensatz zu QUERFUNK den
Rechtsstreit in der nächsten Instanz weiterfechten.
- 20.-21. Juli 1996
-
BFR-Treffen in Marburg. Ein neuer Vorstand wird
gewählt und ein Arbeitsprogramm ausgearbeitet.
- August 1996
-
RDL droht ein Abschalten der Sendeleitung auf die "Hohe
Möhr", da Fördergelder von der LfK zurückgehalten werden.
Auch QUERFUNK wird noch eine Förderung verweigert. RDL klagt erneut
gegen die LfK und fordert, wie auch QUERFUNK, aufgrund der
Amtsführung des Präsidenten der LfK, Eugen Volz (CDU), einen
parlamentarischen Untersuchungsausschuß. Das Verwaltungsgericht
entscheidet, daß die LfK die vorenthaltenen Fördermittel an
RDL auszahlen muß.
- 29.08.96
-
QUERFUNK stellt bei der LfK einen Lizenzantrag auf
Übertragungskapazitäten im Rahmen des "DAB-Projektes" (Digital
Audio Broadcasting), ein Versuchsprojekt zur Einführung digitalen
Hörfunks.
- 28.09.96
-
Als letztes der Freien Radios in Ba-Wü startet um 12 Uhr
das Freie Radio Stuttgart (FRS) auf 97,2 MHz. Zwar hat das FRS eine
24-Stunden-Lizenz, jedoch ist der nur 100 W schwache Sender nur im
Stuttgarter Talkessel zu empfangen.
- September 1996
-
QUERFUNK wird wie alle übrigen Freien Radios bei der
Vergabe von DAB-Übertragungskapazitäten nicht
berücksichtigt - ohne Begründung.
- 13.-20.10.96
-
Themenschwerpunktwoche im QUERFUNK-Programm zum
BürgerInnenentscheid wegen des geplanten Stadtbahntunnels. Viele
Sendungen beteiligen sich mit phantasievollen Beiträgen.
- November 1996
- QUERFUNK stellt bei der LfK Förderanträge in
einer Gesamthöhe von DM 56.000. Der größte Teil der
Fördersumme soll in den Technikbereich fließen, der Rest soll
für Personal für das Gruppenradio verwendet werden.
- Dezember 1996
-
Die Mitgliederzahl des Fördervereins übersteigt
500.
- 15.01.97
-
Überaschend ergeht ein positiver Bescheid der LfK
über unsere beantragte Personalförderung. Für den Erhalt
der 15.000 DM müssen allerdings noch Auflagen von QUERFUNK
erfüllt werden.
- 20.01.97
-
Nachdem schon die QUERFUNK-Plena einen Umzug in
größere freiwerdende Räume im Gewerbehof beschlossen
haben, stimmt auch das Gewerbehofplenum einem Umzug von QUERFUNK in den
Bau Ost zu. Umzug soll Ende März 1997 sein.
- 03.02.97
-
Ein neues QUERFUNK Programm beginnt. Neu sind nicht nur einige
Sendungen, sondern auch die Unterteilung des Sendeplans in durchgehende
Wortsendungsschienen, in eine Magazinschiene und in Musikschienen. Diese
Strukturierung soll das Programm für HörerInnen
übersichtlicher machen.
- 05.03.97
-
Anhörungstermin bei der LfK. Thema ist der Dissens
zwischen den KooperationspartnerInnen Media Vision (MV) und der
Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten (STA) und QUERFUNK über
die Begleichung der Kosten, die QUERFUNK für die Ausstrahlung der
Sendungen in Rechnung gestellt hat.
- 08.03.97
-
Im Rahmen des internationalen Frauenkampftags 1997 gehört
den Frauen im QUERFUNK die komplette Nachmittags- und Abendsendezeit von
12 Uhr bis 22 Uhr. Das Programm wird auf dem Karlsruher Marktplatz
übertragen.
- 31.03.97
-
Der Präsident der LfK und erklärter Gegner Freier
Radios, Dr. Eugen Volz, verläßt die Behörde
überaschend. EinE NachfolgerIn ist noch nicht in Sicht.
- 19.04.97
-
QUERFUNK zieht in die neuen Büroräume.
- 18.-23.05.97
-
AFF-Radio-Pfingstcamp in Markelfingen am Bodensee.
- 23.05.97
-
Die LfK kommt zu der Auffassung, daß QUERFUNK nicht zu
einer verbotenen Kurdistan-Demonstration aufgerufen hat, sondern
lediglich darüber berichtet hat. Das seit einem Jahr anhängige
Rechtsaufsichtsverfahren gegen QUERFUNK wird von der LfK eingestellt.
- 31.05.97
-
Jahreshauptversammlung des Fördervereins.
- 21.06.97
-
QUERFUNK feiert sein 2-jähriges Sendejubiläum. "Nimm
Zwei" ist das Motto des Festes, das zusammen mit der Filmwerkstatt
Karlsruhe im Gewerbehof gefeiert wird.
- 01.07.97
- Bei der GEMA in München finden Verhandlungen über die
künftige Vergütung von UrheberInnenrechte für Freie
Radios statt. Ein gemeinsames Ergebnis wurde nicht erreicht.
- 21.07.97
- Der neu vom Landtag gewählte Präsident der LfK,
Hirschle (CDU) wird in Stuttgart den Medien präsentiert.
- Oktober 1997
- Die Auszahlungsmoral der LfK über beantragte
Fördergelder scheint sich durch den neuen Präsidenten deutlich
verbessert zu haben. Eine Abschlagzahlung von über 30.000 DM
für neu beantragte Mittel und bereits abgewickelte
Fördergelder gehen auf das QUERFUNK-Konto ein.
- 20.10.1997
- Erneuter Verhandlungstermin bei der GEMA. Diesmal wird ein
Durchbruch erzielt und eine für Freie Radios akzeptierbare
Vergütung festgelegt. Alle im Bundesverband Freier Radios (BFR)
organisierten Initiativen sollen in den Genuß der neuen Regelung
kommen.
- 14.-16.11.97
- Bundeskongress des BFR in Hannover. Zwei QUERFUNKer werden in den BFR-Vorstand gewählt.
- März 1998
- Nach längerer Diskussion wird für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit im QUERFUNK eine hauptamtliche Stelle ausgeschrieben. Die Bezahlung dieser Halbtagesstelle soll durch LfK-Fördergelder erfolgen. Die QUERFUNK-Gremien wählen unter zwei Bewerbern aus, ab dem 01.04.98 tritt diese Person ihre Stelle an. Damit wird zum erstenmal eine Person im Freien Radio Karlsruhe fest angestellt und bezahlt.
- 05.03.98
- Nach einer langen Umbauphase und zwischenzeitlichen Finanzierungsschwierigkeiten nimmt nun auch endlich das zweite Studio seinen Sendebetrieb auf. Damit verfügt das Freie Radio über zwei sendefähige Studios und einen weiteren Vorproduktionsplatz.
- 08.03.98
- Anläßlich des internationalen Frauentags gehört auch dieses Jahr den Frauen der Äther auf 104,8 MHz. Den ganzen Tag über wird von ihnen ein Sonderprogramm ausgestrahlt.
- 25.04.98
- Nach monatelangen zähen Verhandlungen kommt es endlich zu einer Vertragsunterzeichnung mit der GEMA. Zwar wurde kein neuer Tarif erreicht, der Vertrag erlangt allerdings für alle Freien Radios in der BRD Pilotcharakter.
- 20.05.98
- Jahreshauptversammlung 1998 des Fördervereins für ein Freies Radio in Karlsruhe.
- 13.06.98
- Drei Jahre "On Air" heißt es mittlerweile und QUERFUNK feiert dies mit einem Fest im Gewerbehof.
- 17.06.98
- Einer der Kooperationspartner, Media Vision, kündigt ohne weitere Begründung den Kooperationsvertrag. Die Sendungen werden daraufhin eingestellt.
- 22.06.98
- Um den EntscheidungsträgerInnen der Landesmedienanstalt ein Bild von der Situation Freier Radios zu vermitteln, lädt QUERFUNK die VertreterInnen des Medienrats nach Karlsruhe ein. Nach einer Besichtigung der QUERFUNK-Räume und der Erläuterung der Probleme nehmen auch VertreterInnen der AFF an der Medienratssitzung teil.
- Juli 1998
- Auch die GVL, eine weitere UrheberInnenrechtsgesellschaft, will jetzt von QUERFUNK eine Vergütung.
- Juli 1998
- Nach mittlerweile über drei Jahren erinnert sich die LfK an den Widerspruch gegen die Sendezeitaufteilung bei der Lizenzerteilung und verlangt von QUERFUNK eine Begründung.
Letzte Änderung: 22. Juli 1998